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Unter einem Trennungsgang versteht man in der analytischen Chemie eine methodische Vorschrift, bei der eine unbekannte Lösung mit Hilfe selektiver Reagenzien in einzelne Stoffgruppen getrennt wird.
Man erreicht das durch selektives Überführen in schwerlösliche Niederschläge, die dann abgetrennt werden können. Die überstehende Lösung wird auf die nächste Gruppe geprüft. Die so erhaltenen Gruppen, die nach ihren Fällungsreagenzien benannt sind, werden dann weiter aufgearbeitet, bis schließlich mit Hilfe spezifischer Nachweisreaktionen Aussagen über die qualitative Zusammensetzung der Probe gemacht werden können. Die Anfänge und Entwicklung solcher Trennungsgänge gehen bis ins Altertum zurück.
Beide Trennungsgänge haben gemeinsam, dass man vor Beginn der Kationentrennung – eventuell störende – Anionen bestimmen und gegebenenfalls entfernen muss.