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| Kernwaffentest Trinity Test | |
|---|---|
| 250px Trinity-Explosion (sog. Feuerblase 0,016 Sek. nach Zündung.[1] ) | |
| Informationen | |
| Nation | |
| Testort | White Sands Missile Range |
| Datum | 16. Juli 1945, 05:29:45 Uhr |
| Testart | Oberirdischer Test |
| Waffentyp | Fission (Implosion) |
| Sprengkraft | 21kt |
| Navigation | |
| Vorheriger Test | — |
| Nächster Test | Operation Crossroads |
Der Trinity-Test (englisch für Dreifaltigkeit) war die erste jemals durchgeführte Kernwaffenexplosion. Der Kernwaffentest wurde am 16. Juli 1945 um 5:29:45 Uhr Ortszeit von den USA im Rahmen des Manhattan-Projekts, des Projektes der USA zur Kernwaffenforschung, durchgeführt. Trinity war der Codename des US-Militärs für diese erste Kernwaffenexplosion. Der Codename der Waffe lautete „The Gadget“.[2]
Inhaltsverzeichnis |
Die Testwaffe, eine Plutonium-Implosionsbombe, sollte um 4 Uhr morgens auf einem 30,5 Meter hohen stählernen Turm in der White Sands Missile Range im US-Bundesstaat New Mexico gezündet werden. Aber aufgrund schlechten Wetters verzögerte sich der Test auf 5:29:45 Uhr lokale Zeit. Die Explosion, die 88 TJ Energie freisetzte, also eine Sprengkraft von 21 Kilotonnen TNT-Äquivalent besaß, hinterließ einen 3 Meter tiefen und 330 Meter breiten Krater (33° 40′ 38″ N, 106° 28′ 32″ W33.6773099997-106.475426Koordinaten: 33° 40′ 38″ N, 106° 28′ 32″ W) in der Wüste. Die Druckwelle war 160 Kilometer weit zu spüren und die atombomben-typische Pilzwolke erreichte 12 Kilometer Höhe. Der Sand in der Explosionsumgebung schmolz wegen der großen Hitze zu grünlichem Glas.
Um den Test zu verbergen, meldete das Militär, dass es sich um die Explosion eines Munitionslagers gehandelt habe, und gab den wahren Sachverhalt erst am 6. August, also am Tag des Bombenabwurfs auf Hiroshima, bekannt.
Vor dem Test wurde am 7. Mai eine Ladung von 100 Tonnen TNT gesprengt, um die Messgeräte zu kalibrieren.
Bei dem Test waren 260 Personen anwesend, die 9 Kilometer von dem Explosionsort entfernt waren. Bei den nächsten Tests (Operation Crossroads) im Jahre 1946 waren es 40.000 Personen.
Der Testort (engl. Trinity site) wurde 1975 zum National Historic Landmark (offizieller historischer Ort) erklärt. Da er sich bis heute mitten innerhalb des White-Sands-Militärgeländes befindet, ist er meist abgesperrt, am jeweils ersten Samstag im April und Oktober ist er jedoch öffentlich zugänglich. Ein schwarzer Obelisk markiert den Punkt der Kernwaffenzündung, an dem immer noch eine geringe Reststrahlung vorhanden ist. Außerdem findet man grünes Glas, Trinitit genannt, aus wieder herabgeregnetem, verdampftem Sand oder Gestein der Erdoberfläche des Testgeländes.
Einer der beteiligten Wissenschaftler bemerkte später zum Trinity-Test: „Ich habe danach noch vielen Tests beigewohnt, auch denen der ersten Wasserstoffbomben, aber nichts ist vergleichbar mit dieser ersten Test-Explosion, dem nuklearen Urknall.“
Die Explosion auf einem Turm begünstigte radioaktiven Fallout. Terrain und Wind verursachten radioaktive „Hot spots“. Farmer beobachteten vier bis fünf Tage lang mehlartigen Fallout. Anwohner im Umkreis von rund 20 Kilometern benutzten Regenwasser als Trinkwasser. Es gab keine Warnungen für Anwohner, keine Informationen über Schutzmöglichkeiten, keine Evakuierung. Mit ungeeigneten Instrumenten registrierte man Expositionsraten bis 1,4 µC/kg/s, wobei sich das Ausmaß der α-Strahler-Kontamination durch etwa 4,8 Kilogramm ungespaltenes Plutonium kaum bestimmen ließ. Bis heute sind die Messdaten dieses Feldversuchs nicht rigoros evaluiert, Dosisbelastungen der betroffenen Öffentlichkeit durch Luft-, Wasser- und Nahrungsmittelkontamination nicht bestimmt worden.[3]
Dem Testgelände wurde zur Sicherheit ein Deckname gegeben. Robert Oppenheimer wählte dafür den Ausdruck „Trinity“ (Deutsch „Dreieinigkeit“ bzw. „Dreifaltigkeit“). 1962 fragte General Groves bei Oppenheimer schriftlich an, ob der Ursprung des Namens darin liege, dass „Trinity“ eine übliche Bezeichnung für Flüsse und Berge im Westen der USA sei und deshalb keine Aufmerksamkeit zu erwecken gedroht habe. Oppenheimer antwortete, er habe den Namen „Trinity“, allerdings nicht aus den von General Groves genannten Gründen, vorgeschlagen. Er habe zur Namensgebung gedanklich bei einem Gedicht von John Donne geweilt, das dieser kurz vor seinem Tode verfasst habe und das Oppenheimer durch seine ehemalige Freundin Jean Tatlock kennen und lieben gelernt habe. Oppenheimer bezieht sich daraufhin auf das 14. Sonett von John Donne, in dem es heißt: „Zerschlage mein Herz, dreifaltiger Gott“.[4][5] Darüber hinaus habe er keine weitere Erklärung.[6][7][8][9] Die Bombe "Trinity" selbst war Namensgeber des Alphastrahlers Trinitit, einem aus geschmolzenem Sand bei der Explosion entstandenes Gestein.