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| Heinrich-Heine-Allee | |
|---|---|
| U-Bahnhof in Düsseldorf | |
| Basisdaten | |
| Ortsteil | Altstadt/Stadtmitte |
| Eröffnet | 7. Mai 1988 |
| Gleise (Bahnsteig) | 4 (Mittelbahnsteig) |
| Nutzung | |
| Strecke(n) | StS 1, StS 2 |
| Linie(n) | U70 U74 U75 U76 U77U78 U79 |
| Umstiegsmöglichkeiten | Bus, Straßenbahn |
| Fahrgäste | ca. 60.000 je Tag |
Der U-Bahnhof Heinrich-Heine-Allee ist neben dem Hauptbahnhof die wichtigste Station der Düsseldorfer Stadtbahn. Er liegt im Verlauf der ersten, zweiten und dritten Stammstrecke in der Innenstadt der nordrhein-westfälischen Landeshauptstadt Düsseldorf. Der unter der Heinrich-Heine-Allee errichtete U-Bahnhof wurde 1988 dem Verkehr übergeben und erschließt seitdem die Einkaufsstraßen Flinger- sowie Bolkerstraße. In der ersten Ebene befindet sich die Einkaufspassage Heinrich-Heine-Galerie mit mehreren kleinen Geschäften sowie Zugängen zu den Kaufhäusern Galeria Kaufhof und Carsch-Haus. Die darunter liegende Ebene nimmt die beiden bislang in Betrieb befindlichen Stammstrecken auf. Die dritte Ebene, bislang im Rohbau fertiggestellt, wird ab 2014 die Züge der Wehrhahn-Linie aufnehmen. Durch die Verbindung zu den gleichnamigen oberirdischen Bus- und Straßenbahnhaltestellen ist der U-Bahnhof Heinrich-Heine-Allee auch einer der wichtigsten Umsteigepunkte in Düsseldorf. Im Jahr 2002 lag die Zahl der Ein-, Aus- und Umsteiger bei ca. 60.000 je Werktag.[1] Eine Besonderheit am U-Bahnhof Heinrich-Heine-Allee ist, dass hier 1988 auf zwei seiner Ebenen ein Kunstprojekt der Stadt Düsseldorf realisiert wurde. Acht Maler bekamen den Auftrag, jeweils ein großes Bild mit dem Format 400 x 300 cm für diesen U-Bahnhof herzustellen. Sie sollten in ihren Bildern auf die Umgebung des U-Bahnhofs reagieren. Die acht Künstler waren Fernand Roda, Adolphe Lechtenberg, Tina Juretzek, Holger Bunk, Herbert Bardenheuer, Bertram Jesdinsky, Julia Lohmann und Martina Kissenbeck. Gleichzeitig bekam der Düsseldorfer Künstler Peter Royen sen. den Auftrag für ein Wandrelief auf der Ebene minus eins. Es besteht aus belgischem Granit und hat das Format 300 x 1300 cm. Die anderen acht Wandbilder befinden sich auf Ebene zwei des U-Bahnhofs. Alle diese Arbeiten wurden in einem Katalog dokumentiert, der 1988 vom Kulturamt der Stadt Düsseldorf herausgegeben wurde.[2]
Inhaltsverzeichnis |
Im Bereich nördlich des U-Bahnhofs Heinrich-Heine-Allee werden die erste und zweite Stammstrecke zusammengeführt. Die erste führt dabei nach dem Passieren des U-Bahnhofs Nordstraße unter dem Hofgarten hindurch und unterquert den Tunnel der zweiten Stammstrecke. Diese führt nach dem überqueren des Rheins über die Oberkasseler Brücke und dem Halt am U-Bahnhof Tonhalle/Ehrenhof in Höhe des Ratinger Tors in den Tunnel.
Nach dem Halt im U-Bahnhof Heinrich-Heine-Allee führt der Innenstadttunnel der Düsseldorfer Stadtbahn von hier in einem Bogen unter der Königsallee zum unterhalb der Steinstraße gelegenen U-Bahnhof Steinstraße/Königsallee. Der Tunnel folgt dann weiter dem Straßenverlauf der Steinstraße Richtung Hauptbahnhof zum U-Bahnhof Oststraße.
Der Bahnhof selbst befindet sich an der Schnittstelle zwischen Altstadt und erweiterter Innenstadt. Die Heinrich-Heine-Allee war für lange Zeit die äußere Grenze der Stadt. So ist der U-Bahnhof heute zentraler Erschließungspunkt des Öffentlichen Personen Nahverkehrs für die Altstadt und die dort zahlreich vertretenen gastronomischen Betriebe. Direkt an den U-Bahnhof angebunden sind auch zwei Kaufhäuser.
Der Bahnhof besteht aus mehreren Ebenen. Die obere Ebene ist die Verteilerebene und beherbergt zahlreiche Geschäfte, außerdem enthält sie unterirdische Eingänge zu den zwei großen anliegenden Kaufhäusern und zu den tiefer gelegenen Bahnsteigen. Die zweite Ebene verfügt über zwei Mittelbahnsteige, an dem die Linien Richtung Hauptbahnhof bzw. Krefeld, Neuss und Duisburg halten. Es besteht im Rohbau auch noch eine dritte Ebene darunter, welche als Vorleistung für die derzeit im Bau befindliche Wehrhahn-Linie gebaut wurde.
Die Zugänge des U-Bahnhofs liegen auf der Bolkerstraße, der Flinger Straße, der Heinrich-Heine-Allee, der Theodor-Körner-Straße und am Kaufhof. An den meisten Zugängen befinden sich Rolltreppen.
Die erste Ebene nimmt die nach dem Umbau zu Beginn der 2000er Jahre neu entstandene Heinrich-Heine-Galerie auf. Diese hat ihre Vorgänger in der Flinger- und der Bolkerpassage. Diese waren bis zum Umbau ebenfalls mit mehreren Ladengeschäften ausgestattet, bildeten jedoch durch eine räumliche Trennung, hervorgerufen durch die zentral platzierten Toilettenanlagen, zwei eigenständige Räume. Nach dem Umbau ist eine zentrale und breit ausgeführte Querung über die gesamte Länge der Passage entstanden. Unterstützt wird diese durch eine vollflächige Deckenbeleuchtung oberhalb dieser Achse. Die Geschäfte mit unterschiedlichen Nutzungen orientieren sich zu dieser. Hier sind neben einem Kundenzentrum der Rheinbahn mehrere Dienstleistungsbetriebe und Geschäfte für den täglichen Bedarf vorhanden. Außerdem haben die anliegenden Kaufhäuser, Galeria Kaufhof und Carsch-Haus jeweils großzügige Eingangsbereiche in dieser Ebene eingerichtet.
In der zweiten Ebene befinden sich vier Bahnsteige, die zu jeweils zwei Mittelbahnsteigen zusammengefasst sind. An diesen halten jeweils die Züge beider Stammstrecken in gemeinsamer Fahrtrichtung. Dies erleichtert das Umsteigen zwischen den Linien, die sich im Bereich hinter dem U-Bahnhof Heinrich-Heine-Allee wieder trennen.
Die Düsseldorfer U-Bahnhöfe der ersten, zweiten und dritten Generation verfügen alle über eine annähernd gleiche Gestaltung. Die Decken und Wände sind wie auch die Bodenfläche in schwarz gehalten. Eine silberne Verkleidung umfasst die in der Mitte des Bahnsteigs gelegenen Säulen, auch die weitere Bahnhofsmöblierung ist in silber gehalten. Den Kontrast zu dieser zurückhaltenden Farbgestaltung bieten die beigefarbenen Wände. Die Haltestellennamen sind über den Informationstafeln mit schwarzer Schrift auf weißem Grund angebracht, an den Wänden sind sie mit schwarzer Schrift auf weißem Grund, begleitet von weinroten Linien ober- und unterhalb der Schrift, ausgeführt.
Nördlich schließt sich an den Bahnsteigbereich eine zweigleisige Kehranlage an. Am südlichen Bahnhofsende liegt ein mittiges Kehrgleis, welches als Verbindungsgleis zur Wehrhahnlinie vorgesehen ist. Das derzeitige Tunnelende ist hinter einer Mauer verborgen.
Die dritte Ebene wird die dritte Stammstrecke, die sogenannte Wehrhahn-Linie, aufnehmen. So wird der Halt am U-Bahnhof Heinrich-Heine-Allee entlang der Wehrhahn-Linie den einzigen Bahnhof mit Mittelbahnsteig darstellen, da für alle anderen U-Bahnhöfe Seitenbahnsteige vorgesehen sind. Dies hat seinen Ursprung in der praktizierten Bauweise. Die Tunnel werden ab 2010 mit einer Schildvortriebsmaschine erstellt. Der dadurch entstehende Tunnel ist auf zwei Gleise ausgelegt, und eine für Mittelbahnsteige notwendige Verbreiterung des Abstands zwischen diesen nicht ausgelegt. So wird der Bau des Tunnels an den bereits vorhandenen Stutzen südlich des Bahnhofs enden und nach einer Umbauphase östlich wieder aufgenommen werden.
Der Bahnsteig wird westlich unterhalb der Galeria Kaufhof beginnen und sich bis zur östlichen Seite der Königsallee, Höhe Corneliusplatz, erstrecken. Der Bahnsteig wird damit ca. 90 Meter in der Länge und 8,80 Meter in der Breite ausgeführt. Die Zugänge zum Bahnsteigbereich werden auf drei Bereiche verteilt. So führt am östlichen Bahnsteigende eine Rolltreppe zu einem Zwischengeschoss. Von diesem wird über zwei Treppenanlagen die Königsallee direkt mit der dritten Ebene verbunden. In der Mitte des Bahnsteigs wird über eine weitere Rolltreppe sowie einen Aufzug die erste Ebene, die Heinrich-Heine-Galerie erreicht. Um auch den direkten Umstieg zwischen den Stadtbahnlinien zu ermöglichen erhält der Bahnsteigbereich einen dritten Zugang. Dieser führt vom westlichen Ende über Rolltreppen und feste Treppenanlagen zu den beiden Bahnsteigen der zweiten Ebene.
Der U-Bahnhof Heinrich-Heine-Allee befindet sich im Verlauf der ersten, zweiten und zukünftigen dritten Stammstrecke des Düsseldorfer Stadtbahnnetzes. Alle sieben (ab 2014 zehn) auf diesen Strecken verkehrende Linien bedienen den Bahnhof. Neben den Umsteigemöglichkeiten zwischen den einzelnen Stadtbahnlinien bestehen Umsteigebeziehungen zu fünf Straßenbahn- und weiteren vier Buslinien, welche an oberirdischen Haltestellen entlang der Fischerstraße/Kaiserstraße bzw. Nordstraße halten[3] und die Einbindung in das Netz des Düsseldorfer Nahverkehrs herstellen.
Über die Expresslinie aus Krefeld sowie die weiteren ergänzenden Linien aus Meerbusch und Neuss werden die linksrheinisch gelegenen Nachbarstädte sowie die Stadtteile Lörick, Heerdt und Oberkassel erreicht. Über die Linie aus Duisburg wird die Nachbarstadt, sowie die nördlichen Stadtteile Wittlaer, Kaiserswerth und Lohausen erreicht. Die in Stockum abzweigende Linie zur ESPRIT arena bindet diese sowie das Düsseldorfer Messegelände an. Hinter dem Umsteigebahnhof Düsseldorf Hbf, welcher die Stadtbahn mit der S-Bahn Rhein-Ruhr und weiteren Verbindungen im Regional- und Fernverkehr verknüpft, werden im weiteren Verlauf der ersten, bzw. der zweiten Stammstrecke die südöstlich gelegenen Stadtteile Lierenfeld, Eller, Oberbilk, Wersten, Holthausen und Benrath, sowie die Heinrich-Heine-Universität und der Botanische Garten angebunden.
Bis auf eine Ausnahme werden alle Stadtbahnlinien von der Düsseldorfer Rheinbahn alleine bedient. Diese bildet die Linie U79, welche gemeinsam mit der Duisburger Verkehrsgesellschaft betrieben wird. So verkehren auf der Linie U79, seitens der Duisburger Verkehrsgesellschaft, hochflurige Stadtbahnfahrzeuge des Typs B80C. Zusätzlich werden hier, wie auch auf allen anderen Linien, Wagen des Typs B80D, ebenfalls hochflurig, eingesetzt. Auf der Linie U75 verkehren außerdem auch, aus Straßenbahnwagen des Typs GT8S, umgebaute Fahrzeuge des Typs GT8SU.
Folgende Stadtbahnlinien bedienen den U-Bahnhof:
| Linie | Linienverlauf |
|---|---|
| U70 | Krefeld Rheinstraße – Meerbusch – Belsenplatz – Heinrich-Heine-Allee – Düsseldorf Hbf |
| U74 | Meerbusch-Görgesheide – Belsenplatz – Heinrich-Heine-Allee – Düsseldorf Hbf – Holthausen – Benrath Betriebshof |
| U75 | Neuss Hbf – Belsenplatz – Heinrich-Heine-Allee – Düsseldorf Hbf – Eller Vennhauser Allee |
| U76 | Krefeld Rheinstraße – Meerbusch – Belsenplatz – Heinrich-Heine-Allee – Düsseldorf Hbf – Handelszentrum/Moskauer Straße |
| U77 | Am Seestern – Belsenplatz – Heinrich-Heine-Allee – Düsseldorf Hbf – Holthausen |
| U78 | ESPRIT arena/Messe Nord – Freiligrathplatz – Heinrich-Heine-Allee – Düsseldorf Hbf |
| U79 | Duisburg-Meiderich Bf – Heinrich-Heine-Allee – Düsseldorf Hbf – Kaiserslauterner Straße – Universität Ost/Botanischer Garten |
Zu folgenden Straßenbahnlinien besteht eine Umstiegsmöglichkeit:
| Linie | Linienverlauf |
|---|---|
| 703 | Gerresheim S – Schlüterstraße/Arbeitsagentur – Jan-Wellem-Platz – Heinrich-Heine-Allee – Kirchfeldstraße |
| 706 | Am Steinberg – Heinrich-Heine-Allee – Jan-Wellem-Platz – Brehmplatz – Am Steinberg |
| 712 | Ratingen Mitte – Schlüterstraße/Arbeitsagentur – Heinrich-Heine-Allee – Bilk S – Volmerswerth Hellriegelstraße |
| 713 | Gerresheim Krankenhaus – Schlüterstraße/Arbeitsagentur – Heinrich-Heine-Allee – Werstener Dorfstraße – Holthausen |
| 715 | Unterrath S – Dreieck – Jan-Wellem-Platz – Heinrich-Heine-Allee (vereinzelt) – Berliner Allee – Eller Vennhauser Allee |
Nach Fertigstellung der Wehrhahn-Linie wird der U-Bahnhof Heinrich-Heine-Allee seine bisherige Funktion als wichtiger Verknüpfungspunkt zwischen Stadtbahn und Straßenbahn verlieren. Durch den Bau der dritten Stammstrecke wird er stattdessen zum einzigen Umsteigebahnhof zwischen sich kreuzenden Stadtbahnstrecken im Düsseldorfer Stadtgebiet. Damit wird er zum einzigen Bahnhof, welcher von allen in Düsseldorf verkehrenden Stadtbahnlinien bedient wird.
Die Planungen sehen vor, alle oberirdisch verlaufenden Straßenbahnlinien einzustellen und durch Stadtbahnlinien zu ersetzen. Demnach sollen die Linien 703, 712 und 713 in U71, U72 und U73 umbenannt werden. Die verbleibenden Linien 706 und 715 werden zukünftig von der Fischerstraße kommend über die Berliner Allee geleitet.[4] So übernehmen die U-Bahnhöfe Schadowstraße und Steinstraße/Königsallee nach Fertigstellung der Wehrhahn-Linie die zentrale Funktion der Verknüpfung zwischen Stadt- und Straßenbahnnetz neben dem Düsseldorfer Hauptbahnhof.
Im Nahverkehrsplan 2002–2007 der Landeshauptstadt Düsseldorf, ist die Einführung einer neuen Stadtbahnlinie U80 vorgesehen. Für diese ist der Bau einer Umfahrung der Düsseldorfer Messe mit einem neuen U-Bahnhof Messe-Süd notwendig. Wenn diese Maßnahme realisiert werden sollte, ist der U-Bahnhof Heinrich-Heine-Allee als Haltepunkt dieser Linie vorgesehen.[5]
| Linie | Linienverlauf |
|---|---|
| U71 | Am Hülserhof (ISS DOME) – Wehrhahn S – Heinrich-Heine-Allee – Bilk S – Benrath Betriebshof |
| U72 | Ratingen – Wehrhahn S – Heinrich-Heine-Allee – Bilk S – Volmerswerth |
| U73 | Gerresheim S – Wehrhahn S – Heinrich-Heine-Allee – Bilk S – Universität Ost/Botanischer Garten |
| U80 | ESPRIT arena/Messe Nord – Messe Süd – Reeser Platz – Heinrich-Heine-Allee – Düsseldorf Hbf |
| Vorherige Station | Stadtbahn Düsseldorf | Nächste Station |
|---|---|---|
| Tonhalle/Ehrenhof ← Neuss Hbf |
U75 D–NE |
Steinstraße/Königsallee Eller, Vennhauser Allee → |
| Nordstraße ← Stockum, Duisburg |
U78 U79 D-Bahn |
Steinstraße/Königsallee D’dorf Hbf, Wersten → |
| Tonhalle/Ehrenhof ← Krefeld, Meerbusch, Am Seestern |
U70 U74 U76 U77 K-Bahn |
Steinstraße/Königsallee D’dorf Hbf, Holthausen, Oberbilk → |
| Schadowstraße ← Ratingen, Gerresheim |
U71 U72 U73 Wehrhahn-Linie (in Bau) |
Benrather Straße Universität, Volmerswerth, Benrath → |
51.22562611116.77627888889Koordinaten: 51° 13′ 32″ N, 6° 46′ 35″ O