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Der Universal Serial Bus (USB) [ËjuËnÉȘËvÉËsl ËsÉȘÉčiÉl bÊs] ist ein serielles Bussystem zur Verbindung eines Computers mit externen GerĂ€ten. Mit USB ausgestattete GerĂ€te oder Speichermedien können im laufenden Betrieb miteinander verbunden (Hot-Plugging) und angeschlossene GerĂ€te sowie deren Eigenschaften automatisch erkannt werden.
Inhaltsverzeichnis |
USB ist ein serieller Bus, d. h. die einzelnen Bits eines Datenpaketes werden nacheinander ĂŒbertragen. Die DatenĂŒbertragung erfolgt symmetrisch ĂŒber zwei verdrillte Leitungen, wobei durch die eine Leitung das Datensignal und durch die andere das dazu jeweils invertierte Signal ĂŒbertragen wird. Der SignalempfĂ€nger bildet die Differenzspannung beider Signale; der Spannungsunterschied zwischen 1- und 0-Pegeln ist dadurch doppelt so groĂ, eingestrahlte Störungen werden weitgehend eliminiert. Das erhöht die Ăbertragungssicherheit und unterdrĂŒckt Gleichtaktstörungen. Zwei weitere Leitungen dienen zur Stromversorgung der angeschlossenen GerĂ€te. Durch die Verwendung von nur vier Adern in einer Leitung können diese dĂŒnner und billiger ausgefĂŒhrt werden als bei parallelen Schnittstellen. Eine hohe DatenĂŒbertragungsrate ist mit relativ geringem Aufwand zu erreichen, da nicht mehrere Signale mit identischem elektrischen und zeitlichen Verhalten ĂŒbertragen werden mĂŒssen.
Die Bus-Spezifikation sieht einen zentralen Host-Controller (Master) vor, der die Koordination der angeschlossenen Peripherie-GerĂ€te (den sog. Slave-Clients) ĂŒbernimmt. Daran können theoretisch bis zu 127 verschiedene GerĂ€te angeschlossen werden. An einem USB-Port kann immer nur ein USB-GerĂ€t angeschlossen werden. Sollen an einem Host mehrere GerĂ€te angeschlossen werden, muss deshalb ein Verteiler (Hub) fĂŒr deren Kopplung sorgen. Durch den Einsatz von Hubs entstehen Baumstrukturen, die alle im Host-Controller enden.
USB eignet sich fĂŒr viele GerĂ€te wie Massenspeicher (etwa Festplatte, Diskette, DVD-Laufwerk), Drucker, Scanner, Webcams, Maus, Tastatur, aber auch Dongles und sogar Grafikkarten und Monitore.[1] Einige GerĂ€te, zum Beispiel USB-Speichersticks, sind ĂŒberhaupt erst mit USB entstanden. USB kann fĂŒr GerĂ€te mit geringem Stromverbrauch wie MĂ€use, Telefone, Tastaturen, aber auch einige CIS-Scanner oder manche 2,5-Zoll-Festplatten die Stromversorgung ĂŒbernehmen.
USB soll viele Ă€ltere externe PC-Schnittstellen ersetzen, sowohl serielle (RS-232, PS/2-Schnittstelle fĂŒr Tastatur und Maus, Apple Desktop Bus), parallele (Centronics-Schnittstelle) als auch analoge (Gameport). Die alten Schnittstellen werden auf manchen Rechner-Hauptplatinen und Notebooks noch immer (2011) angeboten, auch wenn entsprechende GerĂ€te nicht mehr im Handel erhĂ€ltlich sind. Alte GerĂ€te, wie serielle Modems oder parallele Drucker sind aber vielerorts noch vorhanden. Im industriellen Bereich wird noch oft RS-232 ĂŒber Ă€ltere PCs oder Adapterkarten eingesetzt, da entsprechende USB-Adapter nicht echtzeitfĂ€hig sind und PeripheriegerĂ€te in diesem Umfeld wesentlich langlebiger sind. Mittlerweile hat USB auch PCMCIA-Slots und externe SCSI-Schnittstellen weitgehend verdrĂ€ngt.
Im Vergleich zu den frĂŒheren Lösungen bietet USB deutlich höhere DatenĂŒbertragungsraten. Die Daten werden jedoch in Paketen ĂŒbertragen, fĂŒr manche zeitkritische Anwendungen ist es deshalb weniger geeignet â etwa bei mit nur wenigen Bytes belegten Paketen, die die Ăbertragungsrate senken, oder wenn das Sammeln von Bytes zum FĂŒllen eines Pakets die Ăbertragung verzögern wĂŒrde.
Seit der EinfĂŒhrung der USB-2.0-Spezifikation sind relativ hohe DatenĂŒbertragungsraten möglich, dadurch ist USB zum Anschluss weiterer GerĂ€tearten wie Festplatten, TV-Schnittstellen und Fotokameras geeignet. Bei externen Massenspeicherlösungen steht USB heute in Konkurrenz zu FireWire und eSATA.
Der universelle serielle Bus (USB 1.0) wurde vom Hersteller Intel entwickelt und 1996 im Markt eingefĂŒhrt. Er war zum Anschluss von PeripheriegerĂ€ten an PCs konzipiert und sollte die Nachfolge einer ganzen Reihe damals verwendeter PC-Schnittstellen antreten und diese vereinheitlichen. Deshalb war die USB-Spezifikation nicht auf Tastatur und Maus begrenzt, sondern schloss auch andere PeripheriegerĂ€te wie Drucker und Scanner mit ein. Massenspeicher â wie etwa Festplatten â wurden zwar von USB 1.0 unterstĂŒtzt, wegen der maximalen Datenrate von 12 Mbit/s waren sie dafĂŒr aber nur sehr eingeschrĂ€nkt zu gebrauchen.
Als einer der ersten ChipsĂ€tze unterstĂŒtzte 1996 der ursprĂŒnglich fĂŒr den Pentium Pro entwickelte und spĂ€ter fĂŒr den Pentium II verwendete 440FX das USB-Protokoll, was vor EinfĂŒhrung der ATX-Mainboards jedoch kaum bis gar nicht beworben wurde. Die Hauptursache dafĂŒr dĂŒrfte zum einen in der mangelhaften beziehungsweise fehlenden UnterstĂŒtzung von USB durch die damals verbreiteten Betriebssysteme Windows 95 und Windows NT 4.0 gelegen haben, zum anderen waren in der Anfangszeit auch kaum USB-GerĂ€te verfĂŒgbar. Dieser zĂ€he Start brachte ihm den Spitznamen Useless Serial Bus ein.
Ende 1998 folgte die ĂŒberarbeitete Spezifikation USB 1.1, die in erster Linie Fehler und Unklarheiten in der 1.0-Spezifikation behob und den Interrupt Out Transfer hinzufĂŒgte. Die Geschwindigkeit erhöhte sich nicht. USB 1.x war deshalb keine Konkurrenz zu Apples FireWire-Standard (IEEE 1394), der von Anfang an (1995) eine Datenrate von bis zu 400 Mbit/s hatte und im April 2003 auf bis zu 800 Mbit/s beschleunigt wurde. Dennoch setzte Apple die Schnittstelle in der Revision USB 1.1 mit der Entwicklung des iMac ein. Mit diesem beginnend, ersetzte Apple damit den hauseigenen ADB.
Im Jahr 2000 wurde USB 2.0 spezifiziert, was vor allem eine weitere Datenrate von 480 Mbit/s hinzufĂŒgte und so den Anschluss von Festplatten oder VideogerĂ€ten ermöglichte. Produkte dafĂŒr erschienen jedoch erst ab 2002 am Markt.
2008 wurden die neuen Spezifikationen fĂŒr USB 3.0 SuperSpeed vorgestellt, die mit einer Datenrate von 5 GBit/s beworben wird, allerdings nur eine Brutto-Datentransferrate von 4 Gbit/s erlaubt. Die theoretisch maximal mögliche Netto-Datenrate liegt noch einmal etwas unter der Brutto-Datenrate. Mit dieser Spezifikation werden auch neue Stecker, Kabel und Buchsen eingefĂŒhrt, die gröĂtenteils mit den alten kompatibel sind.[2]
Die ersten Mainbords und GerÀte mit USB 3.0 zogen 2011 in den Massenmarkt ein. Im gleichen Jahr veröffentlichte Intel zusammen mit Apple die Thunderbolt-Schnittstelle in direkter Konkurrenz. Thunderbolt ist dabei 3-6-mal schneller als USB 3.0 (2 x 10Gbit/s) und vereint weitere Schnittstellen wie DisplayPort und eSATA in sich.
Zu beachten ist, dass pro Anschluss maximal 500 mA (High Power) oder 100 mA (Low Power) bei nominal 5 V als Stromversorgung am USB-Port zugesichert werden mĂŒssen. Ein weiterer Aspekt ist die am EndgerĂ€t ankommende Spannung. Am Ausgang des USB-Host muss die Spannung zwischen 4,65 V und 5,25 V liegen, allerdings ist ein Abfall bis auf 4,40 V am Ende eines USB-Kabels zulĂ€ssig, hinter einem passiven USB-Hub sind gar 4,00 V erlaubt [3].
Externe 3,5"-Festplatten lassen sich nicht ohne externe Stromquelle anschlieĂen, da diese 12 V als Betriebsspannung benötigen und damit durch das Umwandeln der zur VerfĂŒgung stehenden Spannung auf die notwendige Betriebsspannung zusĂ€tzlicher Strombedarf entsteht und der durchschnittliche Gesamtenergiebedarf wĂ€hrend des Betriebs daher weit ĂŒber die spezifizierten 500 mA (ĂŒblicherweise 800 bis ĂŒber 1000 mA) hinausgeht.
Externe 2,5"-Festplatten haben Anlaufströme von 600 mA bis 1100 mA, im Betrieb begnĂŒgen sie sich mit 250 mA bis 400 mA (Stand: 2010). Die kurzzeitige Ăberlastung des USB-Ports wird von fast allen GerĂ€ten geduldet, nur wenige GerĂ€te (meist Festplattenrecorder) haben mit besonders stromhungrigen Festplatten Probleme. Die frĂŒher hĂ€ufig zu findenden Doppel-USB-AnschlĂŒsse (die laut USB-Spezifikation nicht zulĂ€ssig sind) oder zusĂ€tzliche BetriebsspannungseingĂ€nge an Festplatten sind selten geworden (Stand: 2011).
Externe 1,8"-Festplatten liegen mit Anlaufströmen um die 400 mA und Betriebsströmen um die 150 mA innerhalb der USB-Spezifikation und bereiten somit keine Probleme.
Mit USB 3.0, dessen Spezifikation 2008 vorgestellt wurde und das seit 2010 erhÀltlich ist, wird auch der maximale Strom auf 900 mA erhöht. Damit ist die Stromversorgung vieler, aber nicht aller, im Handel erhÀltlicher externer 2,5"-Festplatten unter Einhaltung der USB-Spezifikationen gesichert.
In der EU-Initiative fĂŒr einheitliche Mobiltelefon-Lade/NetzgerĂ€te,[4][5] welche sich im Wesentlichen an die 2009 in Version 1.1 erschienene USB âBattery Charging Specificationâ[6] anlehnt, ist auch ein USB-Lademodus mit einem Ladestrom zwischen 500 und 1500 mA spezifiziert; dieser Lademodus wird mittels Kennung (EU-spezifiziert) in der Datenleitung aktiviert.
Die USB-Controller-Chips in den PCs halten sich an einen von drei etablierten Standards. Diese unterscheiden sich in ihrer LeistungsfĂ€higkeit und der Implementierung von bestimmten Funktionen. FĂŒr ein USB-GerĂ€t sind die verwendeten Controller (fast) vollstĂ€ndig transparent, allerdings ist es fĂŒr den Benutzer des PC mitunter wichtig, feststellen zu können, welche Art Chip der Rechner verwendet, um den korrekten Treiber auswĂ€hlen zu können.
Intern adressiert der USB-Controller die angeschlossenen GerĂ€te mit einer sieben Bit langen Kennung, wodurch sich die 127 maximal anschlieĂbaren GerĂ€te ergeben. Wenn an einem Port neue GerĂ€te detektiert werden, schaltet der Host-Controller diesen ein und sendet dem angeschlossenen GerĂ€t einen Reset, indem er beide Datenleitungen fĂŒr mindesten 10 ms auf Massepotential legt.[7] Dadurch belegt das GerĂ€t zunĂ€chst die Adresse 0 und bekommt dann vom Host eine eindeutige Adresse zugeteilt. Da immer nur ein Port mit noch nicht konfiguriertem GerĂ€t aktiviert wird, kommt es zu keinen Adresskollisionen.
Der Host-Controller fragt meist zuerst nach einem Device-Deskriptor, der unter anderem die Hersteller- und Produkt-ID enthĂ€lt. Mit weiteren Deskriptoren teilt das GerĂ€t mit, welche alternativen Konfigurationen es besitzt, in die es von seinem GerĂ€tetreiber geschaltet werden kann. Bei einer Webcam könnten diese Alternativen etwa darin bestehen, ob die Kamera eingeschaltet ist oder ob nur das Mikrofon lĂ€uft. FĂŒr den Controller ist dabei relevant, dass die unterschiedlichen Konfigurationen auch einen unterschiedlichen Strombedarf mit sich bringen. Ohne besondere Freigabe durch das Betriebssystem darf ein GerĂ€t nicht mehr als 100 mA Strom benötigen.
Innerhalb einer Konfiguration kann das GerĂ€t verschiedene Schnittstellen definieren, die jeweils ĂŒber einen oder mehrere Endpunkte verfĂŒgen. Unterschiedlicher Bedarf an reservierter Datenrate wird ĂŒber sogenannte Alternate Settings signalisiert. Ein Beispiel dafĂŒr ist eine Kamera (etwa eine Webcam), die Bilder in zwei verschiedenen Auflösungen senden kann. Das Alternate Setting 0 wird aktiviert, wenn ein GerĂ€t keine Daten ĂŒbertragen möchte und somit pausiert.
Damit nicht fĂŒr jedes GerĂ€t ein eigener Treiber nötig ist, definiert der USB-Standard verschiedene GerĂ€teklassen, die sich durch generische Treiber steuern lassen. Auf diese Weise sind USB-Tastaturen, -MĂ€use, USB-Massenspeicher, Kommunikations- (âCommunications Device Classâ, kurz: CDC) und andere GerĂ€te mit ihren grundlegenden Funktionen sofort verwendbar, ohne dass zuvor die Installation eines spezifischen Treibers notwendig ist. Herstellerspezifische Erweiterungen (die dann einen eigenen Treiber erfordern) sind möglich. Die Information, zu welchen GerĂ€teklassen sich ein GerĂ€t zĂ€hlt, kann im Device-Deskriptor (wenn das GerĂ€t nur einer Klasse angehört) oder in einem Interface-Deskriptor (bei GerĂ€ten, die zu mehreren Klassen gehören) untergebracht werden.
| Klasse | Verwendung | Beschreibung | Beispiele |
|---|---|---|---|
| 00h | GerÀt | Composite Device | Die Klasse wird auf Ebene der Interface-Deskriptoren definiert |
| 01h | Interface | Audio | Lautsprecher, Mikrofon, Soundkarte, MIDI |
| 02h | Beides | Kommunikation und CDC-Steuerung | Modem, Netzwerkkarte, Wi-Fi-Adapter |
| 03h | Interface | HID | Tastatur, Maus, Joystick etc. |
| 05h | Interface | PID | Physikalisches Feedback, etwa fĂŒr Force-Feedback-Joysticks |
| 06h | Interface | Bilder | Digitalkamera |
| 07h | Interface | Drucker | Laserdrucker, Tintenstrahldrucker |
| 08h | Interface | Massenspeicher | USB-Stick, Memory-Card-LesegerÀt, MP3-Player |
| 09h | GerÀt | USB-Hub | Full-Speed Hub, High-Speed Hub |
| 0Ah | Interface | CDC-Daten | diese Klasse wird zusammen mit Klasse 02h verwendet |
| 0Bh | Interface | Chipkarte | Chipkarten-LesegerÀt |
| 0Dh | Interface | Content Security | Finger-Print-Reader |
| 0Eh | Interface | Video | Webcam |
| 0Fh | Interface | Personal Healthcare | Pulsuhr |
| DCh | Beides | DiagnosegerÀt | USB-Compliance-TestgerÀt |
| E0h | Interface | kabelloser Controller | Bluetooth-Adapter, Microsoft RNDIS |
| EFh | Beides | Diverses | ActiveSync-GerÀt |
| FEh | Interface | softwarespezifisch | IrDA-BrĂŒcke |
| FFh | Beides | herstellerspezifisch | der Hersteller liefert einen Treiber mit |
Der USB bietet den angeschlossenen GerĂ€ten verschiedene Ăbertragungsmodi an, die diese fĂŒr jeden einzelnen Endpunkt festlegen können.
USB-GerĂ€te verfĂŒgen ĂŒber eine Anzahl von durchnummerierten âEndpunktenâ, gewissermaĂen Unteradressen des GerĂ€tes. Die Endpunkte sind in den GerĂ€ten hardwareseitig vorhanden und werden von der USB SIE (Serial Interface Engine) bedient. Ăber diese Endpunkte können voneinander unabhĂ€ngige Datenströme laufen. GerĂ€te mit mehreren getrennten Funktionen (Webcams, die Video und Audio ĂŒbertragen) haben mehrere Endpunkte. Die Ăbertragungen von und zu den Endpunkten erfolgen meist unidirektional, fĂŒr bidirektionale Ăbertragungen ist deshalb ein IN- und ein OUT-Endpunkt erforderlich (IN und OUT beziehen sich jeweils auf die Sicht des Hostcontrollers). Eine Ausnahme davon sind Endpunkte, die den sogenannten Control Transfer Mode verwenden.
In jedem USB-GerĂ€t muss ein Endpunkt mit Adresse 0 vorhanden sein, ĂŒber den die Erkennung und Konfiguration des GerĂ€tes lĂ€uft, darĂŒber hinaus kann er auch noch weitere Funktionen ĂŒbernehmen. Endpunkt 0 verwendet immer den Control Transfer Mode.
Ein USB-GerÀt darf maximal 31 Endpunkte haben: Den Control-Endpunkt (der eigentlich zwei Endpunkte zusammenfasst) und je 15 In- und 15 Out-Endpunkte. Low-Speed-GerÀte sind auf Endpunkt 0 plus maximal zwei weitere Endpunkte im Interrupt Transfer Mode mit maximal 8 Bytes pro Transfer beschrÀnkt.
Der isochrone Transfer ist fĂŒr Daten geeignet, die eine garantierte Datenrate benötigen. Diese Transferart steht fĂŒr Full-Speed- und High-Speed-GerĂ€te zur VerfĂŒgung. Definiert das sogenannte Alternate Setting einen Endpunkt mit isochronem Transfer, so reserviert der Host-Controller-Treiber die erforderliche Datenrate. Steht diese Datenrate nicht zur VerfĂŒgung, so schlĂ€gt die Aktivierung des genannten Alternate Settings fehl, und es kann mit diesem GerĂ€t keine isochrone Kommunikation aufgebaut werden.
Die erforderliche Datenrate ergibt sich aus dem Produkt des Abfrageintervalls und der GröĂe des Datenpuffers. Full-Speed-GerĂ€te können jede Millisekunde bis zu 1023 Bytes je isochronem Endpunkt ĂŒbertragen (1023 kbyte/s), High-Speed-GerĂ€te können bis zu drei Ăbertragungen je Micro-Frame (125 ”s) mit bis zu 1024 kbytes ausfĂŒhren (24 Mbyte/s). Stehen in einem GerĂ€t mehrere isochrone Endpunkte zur VerfĂŒgung, erhöht sich die Datenrate entsprechend. Die Ăbertragung ist mit einer PrĂŒfnummer (CRC16) gesichert, wird aber bei einem Ăbertragungsfehler durch die Hardware nicht wiederholt. Der EmpfĂ€nger kann erkennen, ob die Daten korrekt ĂŒbertragen wurden. Isochrone Ăbertragungen werden zum Beispiel von der USB-Audio-Class benutzt, die bei externen USB-Soundkarten Verwendung findet.
Interrupt-Transfers dienen zur Ăbertragung von kleinen Datenmengen, die zu nicht genau bestimmbaren Zeitpunkten verfĂŒgbar sind. Im Endpoint Descriptor teilt das GerĂ€t mit, in welchen maximalen ZeitabstĂ€nden es nach neuen Daten gefragt werden möchte. Das kleinstmögliche Abfrageintervall betrĂ€gt bei Low-Speed 10 ms, bei Full-Speed 1 ms und bei High-Speed bis zu drei Abfragen in 125 ”s. Bei Low-Speed können pro Abfrage bis zu 8 Byte, bei Full-Speed bis zu 64 Byte und bei High-Speed bis zu 1024 Byte ĂŒbertragen werden. Daraus ergeben sich maximale Datenraten von 800 byte/s bei Low-Speed, 64 kbyte/s bei Full-Speed und bis zu 24 Mbyte/s bei High-Speed. Die Daten sind mit einer PrĂŒfnummer (CRC16) gesichert und werden bei Ăbertragungsfehlern bis zu dreimal durch die Hardware wiederholt. GerĂ€te der HID-Klasse (Human Interface Device), zum Beispiel Tastaturen, MĂ€use und Joysticks, ĂŒbertragen die Daten ĂŒber den Interrupt-Transfer.
Bulk-Transfers sind fĂŒr groĂe Datenmengen gedacht, die jedoch nicht zeitkritisch sind. Diese Transfers sind niedrig priorisiert und werden vom Controller durchgefĂŒhrt, wenn alle isochronen und Interrupt-Transfers abgeschlossen sind und noch Datenrate ĂŒbrig ist. Bulk-Transfers sind durch eine PrĂŒfnummer (CRC16) gesichert und werden durch die Hardware bis zu dreimal wiederholt. Low-Speed-GerĂ€te können diese Transferart nicht benutzen. Full-Speed-GerĂ€te benutzen Puffer-GröĂen von 8, 16, 32 oder 64 Bytes. High-Speed-GerĂ€te verwenden immer einen 512 Byte groĂen Puffer.
Control-Transfers sind eine besondere Art von Datentransfers, die einen Endpunkt erfordern, der sowohl In- als auch Out-Operationen durchfĂŒhren kann. Control-Transfers werden generell in beide Richtungen bestĂ€tigt, so dass Sender und EmpfĂ€nger immer sicher sein können, dass die Daten auch angekommen sind. Daher wird der Endpunkt 0 im Control-Transfer-Modus verwendet. Control-Transfers sind zum Beispiel nach dem Detektieren des USB-GerĂ€ts und zum Austausch der ersten Kommunikation elementar wichtig.
Durch USB On-the-go (OTG) können entsprechend ausgerĂŒstete GerĂ€te miteinander kommunizieren, indem eines der beiden eine eingeschrĂ€nkte Host-FunktionalitĂ€t ĂŒbernimmt. Dadurch kann auf einen Computer, der die Host-Funktion ĂŒbernimmt, verzichtet werden. Mögliche Einsatzgebiete sind beispielsweise die Verbindung von Digitalkamera und Drucker oder der Austausch von Musikdateien zwischen zwei MP3-Spielern.
Gekennzeichnet werden USB-OTG-Produkte durch das USB-Logo mit zusĂ€tzlichem grĂŒnem Pfeil auf der Unterseite und weiĂem âOn-The-Goâ-Schriftzug. Die USB-OTG-Spezifikation wurde am 18. Dezember 2001 verabschiedet.
OTG-GerÀte sind zum Beispiel die seit November 2007 erhÀltlichen Nokia-Telefone 6500c, N8, C7, N810, das Samsung Galaxy S II[9], sowie einige externe Festplatten zum direkten Anschluss an Digitalkameras.
Momentan besetzen zwei Initiativen den Begriff âWireless USBâ. Die Ă€ltere der beiden wurde von dem Unternehmen Cypress initiiert, mittlerweile ist Atmel als zweiter Chiphersteller auf den Zug aufgesprungen. Das âCypress-WirelessUSBâ-System ist eigentlich kein drahtloses USB, sondern eine Technik, um drahtlose EndgerĂ€te zu bauen, die dann ĂŒber einen am USB angeschlossenen EmpfĂ€nger/Sender (Transceiver) mit dem Computer verbunden sind. Dazu wird eine Ăbertragungstechnik im lizenzfreien 2,4-GHz-Band benutzt, die Datenrate betrĂ€gt bis zu 62,5 kbit/s (neuere Chips von Cypress erreichen 1 Mbit/s) und ist damit fĂŒr EingabegerĂ€te völlig ausreichend, fĂŒr andere Anwendungen aber oft zu knapp bemessen.
Das zweite Wireless-USB-Projekt wird von der USB-IF vorangetrieben und ist wesentlich anspruchsvoller, neben Intel ist auch NEC dabei, entsprechende Chips zu entwickeln. Ziel ist es, eine Technik zu schaffen, mit der die vollen 480 Mbit/s des High-Speed-Ăbertragungsmodus drahtlos ĂŒbertragen werden können. Dabei ist eine kurze Reichweite unter 10 m vorgesehen; die Ăbertragung soll auf einer Ultrabreitband-Technik basieren. Am 16. Januar 2008 gab die Bundesnetzagentur fĂŒr die Ultrabreitband-Technik Frequenzbereiche frei.[10] Der dabei fĂŒr USB vorgesehene Bereich von 6 bis 8,5 GHz ist jedoch nicht so breit wie von USB-IF spezifiziert, so dass GerĂ€te aus anderen LĂ€ndern eventuell in Deutschland nicht verwendet werden dĂŒrfen.[11]
USB erlaubt es einem GerĂ€t, Daten mit 1,5 Mbit/s, 12 Mbit/s oder mit 480 Mbit/s zu ĂŒbertragen; der USB-3.0-Standard ergĂ€nzt einen SuperSpeed-Modus mit 4000 Mbit/s. Diese Raten basieren auf dem Systemtakt der jeweiligen USB-Geschwindigkeit und stellen die physikalische DatenĂŒbertragungsrate dar. Die Toleranzen werden fĂŒr âUSB 2.0â-GerĂ€te und fĂŒr die Ă€lteren USB-1.0-/1.1-GerĂ€te getrennt behandelt. Der tatsĂ€chliche Datendurchsatz liegt â durch Protokoll-Overhead â darunter. Im USB-Standard ist eine maximale theoretische Datenlast bei High-Speed unter idealen Bedingungen von 49.152.000 Byte/s (Isochronous Mode)[12] beziehungsweise 53.248.000 Byte/s (Bulk-Mode)[13] angegeben. Dazu kommt die Verwaltung der GerĂ€te, so dass bei aktuellen Systemen fĂŒr USB 2.0 eine nutzbare Datenrate in der GröĂenordnung von 320 Mbit/s (40 MB/s) und fĂŒr USB 3.0 2400 Mbit/s (300 MB/s)[14] bleibt. Bei Ă€lteren Systemen wurde diese durch eine unzureichende Anbindung des USB-Chips an den Systembus zusĂ€tzlich reduziert.
| Name | Brutto-Datenrate | Symbolrate | Toleranz | ||
|---|---|---|---|---|---|
| USB 3.0 | USB 2.0 | USB 1.0/1.1 | |||
| Low Speed | 1,5 Mbit/s = 187,5 kByte/s | 1,875 MBit/s | â | ± 0,75 kbit/s | ± 22,5 kbit/s |
| Full Speed | 12 Mbit/s = 1,5 MByte/s | 15 MBit/s | â | ± 6 kbit/s | ± 30 kbit/s |
| Hi-Speed | 480 Mbit/s = 60 MByte/s | 600 MBit/s | â | ± 240 kbit/s | â |
| SuperSpeed | 4000 Mbit/s = 500 MByte/s | 5 GBit/s[15] | â | â | â |
Bemerkung:
Wird die Schnittstelle eines GerĂ€ts mit âUSB 2.0â angegeben, heiĂt das nicht unbedingt, dass dieses GerĂ€t auch die hohe Datenrate von 480 Mbit/s anbietet. Standpunkt der Anbieter ist dabei, dass ein USB-2.0-kompatibles GerĂ€t grundsĂ€tzlich jede der drei Geschwindigkeiten benutzen kann und die 2.0-KompatibilitĂ€t in erster Linie bedeutet, dass die neueste Fassung der Spezifikation eingehalten wird. 480 Mbit/s dĂŒrfen also nur erwartet werden, wenn ein GerĂ€t mit dem Logo âCertified USB Hi-Speedâ ausgezeichnet ist.
Die Kommunikation bei USB wird vom Hostcontroller gesteuert, der heute in der Regel auf dem Motherboard eines Computers verbaut ist. Nur dieser kann Daten von einem GerÀt lesen oder zu einem GerÀt senden. Ein GerÀt darf nur dann Daten zum Hostcontroller senden, wenn es von diesem abgefragt wird. Bei zeitkritischen Datenströmen, wie etwa bei Mausbewegungen, muss der Hostcontroller von sich aus hÀufig genug beim GerÀt anfragen (Polling), ob es Daten senden will, um ein Ruckeln zu verhindern.
Eine direkte Kommunikation zwischen USB-GerĂ€ten ist gemÀà dem USB-Standard nicht möglich; das wurde erst durch die Erweiterung USB On-the-go eingeschrĂ€nkt ermöglicht (die GerĂ€te können hier wahlweise Host oder EndgerĂ€t sein, ein echter bidirektionaler Austausch ist aber trotzdem nicht möglich). Der FireWire-Standard, der fĂŒr Ă€hnliche Einsatzzwecke wie USB geschaffen wurde und mit diesem in Konkurrenz steht, bietet im Gegensatz dazu die Möglichkeit einer Peer-to-Peer-Kommunikation zwischen GerĂ€ten, ohne dass die Steuerung durch einen Host erforderlich ist. Somit ist mit FireWire etwa der Aufbau eines Netzwerks möglich.
Im November 2008 stellte das USB Implementers Forum, dem unter anderem die Unternehmen HP, Microsoft und Intel angehören, die Spezifikation fĂŒr USB 3.0 vor. Im SuperSpeed-Modus wird eine Symbolrate von exakt 5 Gbit/s verwendet, was auf Grund der verwendeten ANSI-8B10B-Modulation eine Bruttodatenrate von 500 MByte/s ergibt.[16][17]
Die höheren Datenraten werden im Wesentlichen durch (etwa 8 mal) höhere Frequenzen auf den Datenleitungen möglich. Die Bruttodatenrate steigt dadurch von 60 MByte/s auf 500 MByte/s. Das stellt allerdings erheblich höhere Anforderungen an die Kabel. Weitere Gewinne sind durch das verbesserte USB-Protokoll sowie durch die verwendete Vollduplex-Ăbertragung möglich.
Die verwendeten Kabel enthalten neben den bisherigen Signal-Adernpaar (D+ und D-) und der Stromversorgung (GND, VCC) zwei weitere Signal-Adernpaare (SSTX+ und SSTX-, SSRX+ und SSRXâ) sowie eine zusĂ€tzliche Masseverbindung (GND). Deshalb sind fĂŒr USB 3.0 sowohl neue Stecker am Host und an den angeschlossenen GerĂ€ten, als auch neue Kabel notwendig. Die Kabel sind auf Grund der gestiegenen Aderanzahl und der notwendigen besseren HF-Ăbertragungseigenschaften (Ă€hnlich wie eSATA oder CAT-5e/6-Kabel) dicker und weniger flexibel.
| Name | Beschreibung |
|---|---|
| SSTX+ | DatenĂŒbertragung vom Host zum GerĂ€t |
| SSTXâ | mit SSTX+ verdrillt |
| GND | Masse |
| SSRX+ | DatenĂŒbertragung vom GerĂ€t zum Host |
| SSRXâ | mit SSRX+ verdrillt |
Die KompatibilitÀt besteht in folgendem Sinne:
USB 3.0-Ăbertragungen finden aber nur statt, wenn alle drei Komponenten (Host, Kabel, EndgerĂ€t) USB 3.0-tauglich sind. Ansonsten wird auf USB 2.0 heruntergeschaltet.
Mit dem Linux-Kernel ab Version 2.6.31 sind Linux-Distributionen die ersten Betriebssysteme, die USB 3.0 unterstĂŒtzen.[18]
Weitere Besonderheiten:
FĂŒr einen spĂ€teren Zeitpunkt ist auch eine Erweiterung des Standards mit Lichtwellenleitern geplant. Anders als noch bei USB 2.0 dĂŒrfen sich GerĂ€te nur dann âUSB-3.0-kompatibelâ nennen, wenn sie tatsĂ€chlich die schnellstmögliche Geschwindigkeit (hier SuperSpeed-Modus) anbieten.[14]
Die Stecker eines USB-Kabels sind verpolungs- und vertauschungssicher gestaltet.
In Richtung des Hostcontrollers (Upstream) werden flache Stecker (Typ A âDIN IEC 61076-3-107â) verwendet. Zum angeschlossenen GerĂ€t hin (Downstream) werden die Kabel entweder fix montiert oder ĂŒber annĂ€hernd quadratische Steckverbinder (Typ B âDIN IEC 61076-3-108â) angeschlossen (vereinzelt und nicht standardkonform auch mit Typ A-Steckverbindern). Entsprechend den USB 1.0â2.0 Standards besitzen USB Typ A- und Typ B-Verbinder vier Leitungen plus Schirm. Beide Steckverbinder sollen in einer der drei Farben grau, ânaturâ (elfenbeinfarben/weiĂ) oder schwarz ausgefĂŒhrt werden. Mit USB 3.0 kommen neue Varianten der Typ A- und Typ B-Verbinder auf den Markt (siehe unten).
Seit einiger Zeit sind auch Stecker und Buchsen vom Typ A und B mit RĂ€ndelschrauben erhĂ€ltlich, die ein Herausrutschen verhindern. Allerdings muss das empfangende GerĂ€t das auch unterstĂŒtzen.
Verschiedene Hersteller brachten mechanisch inkompatible AusfĂŒhrungen von USB-Verbindern heraus, die sich jedoch elektrisch nicht von USB 1.x oder 2.0 unterschieden. So etwa waren einige IBM Thinkpads mit einem sog. UltraPort ausgestattet, APC fĂŒhrt USB an ihren USVs ĂŒber 10-polige Modular-Buchsen (10P10C/RJ50), die Microsoft Xbox benutzt ebenfalls proprietĂ€re USB-Verbinder oder Apple fĂŒhrt USB beim iPod Shuffle ĂŒber einen Klinkenstecker, der gleichzeitig als Audioverbinder dient. Diese nicht standardisierten Varianten sind jedoch nicht sehr verbreitet.
FĂŒr den industriellen Einsatz gibt es mehrere nicht vom USB-Konsortium standardisierte USB-5-V(olt)-, USB-12V-, USB-19-V- und USB-24-V-Varianten mit deutlich höheren Strombelastbarkeiten von bis zu 6 A (3 A pro Kontakt) ĂŒber insgesamt vier zusĂ€tzliche Leitungen, die um 1999 im Rahmen der PoweredUSB- und PlusPower-Spezifikationen von Firmen wie IBM, Microsoft, NCR und Berg/FCI definiert wurden und zum Teil lizenzpflichtig sind. Diese Varianten werden insbesondere bei POS-Anwendungen von verschiedenen Herstellern eingesetzt. Die Steckverbinder fĂŒhren dabei neben dem USB-Typ-A-Stecker eine unabhĂ€ngige hochstromfĂ€hige vierpolige Spannungsversorgung. Diese Stecker sind nicht rechteckig, sondern mehr quadratisch (wie zwei Stecker in einem gemeinsamen GehĂ€use, der USB-Teil selbst entspricht mechanisch und elektrisch unverĂ€ndert USB Typ A). Mittels einer mechanischen Kodierung wird verhindert, dass zum Beispiel USB-12-V-Stecker versehentlich in USB-24-V-Buchsen gesteckt werden können. Eine mechanische Arretierung der Stecker in den Buchsen ist ebenfalls vorgesehen. ZusĂ€tzlich wird fĂŒr diese Stecker eine Farbkodierung empfohlen, naturfarben (teilweise auch gelb) fĂŒr 5 V (30 W), blaugrĂŒn (Pantone Teal 3262C) fĂŒr 12 V (72 W), rot (Pantone Red 032C) fĂŒr 24/25 V (144 W) und seltener violett fĂŒr 19 V. Kommt keine Farbkodierung zum Einsatz, sollen die Stecker fĂŒr alle Spannungen gröĂer 5 V schwarz ausgefĂŒhrt werden, wohingegen grau als alternative Farbe fĂŒr 5 V in Frage kommt. FĂŒr die B-Seite ist kein spezieller Stecker definiert, es gibt jedoch verschiedene Empfehlungen, teilweise mit unterschiedlichen HotPlug-FĂ€higkeiten. Die Bezeichnung fĂŒr diese industriellen USB-Varianten lautet Retail USB, PoweredUSB, USB PlusPower oder USB +Power.[19]
Insbesondere fĂŒr GerĂ€te mit geringerem Platzangebot (digitale Kameras, Mobiltelefone, MP3-Player und andere mobile GerĂ€te) existieren auch verschiedene kompaktere USB-Steckverbinder. Im USB-2.0-Standard verankert sind dabei lediglich fĂŒnfpolige Mini- und Micro-Varianten (plus Schirm) (auf dem Foto in der Mitte abgebildet), die gegenĂŒber den normalen USB-Steckverbindern ĂŒber einen zusĂ€tzlichen ID-Pin verfĂŒgen.
ZunĂ€chst wurde im Jahr 2000 ein trapezförmiger Mini-B-Steckverbinder fĂŒr die Downstream-Seite definiert, der in der Farbe Schwarz ausgefĂŒhrt werden sollte. Bei zukĂŒnftigen GerĂ€ten sollen GerĂ€tehersteller jedoch auf die Micro-USB-Verbinder (siehe unten) ausweichen.[20] Auch Mini-A- (in weiĂer Farbe) und Mini-AB-Steckverbinder (in Grau) waren fĂŒr eine gewisse Zeit Teil des Standards und sollten insbesondere in Verbindung mit USB On-the-Go (OTG) eine Rolle spielen, wurden jedoch im Mai 2007 offiziell zurĂŒckgezogen.[21]
Im Januar 2007 wurden mit der Standarderweiterung Micro-USB fĂŒr USB 2.0 noch kleinere Steckverbinder vorgestellt, die eine besonders kompakte Bauform der GerĂ€te ermöglichen. Die Micro-USB-Spezifikation kann USB On-the-Go (OTG) unterstĂŒtzen, was Verkabelung und Kommunikation auch ohne PC als Host ermöglicht.[22] Micro-USB-Steckverbinder sollen bei neueren GerĂ€ten in naher Zukunft den Mini-Verbinder komplett ersetzen, lediglich der relativ weit verbreitete Mini-B-Verbinder wird derzeit noch geduldet. Die Micro-USB-Verbinder sind elektrisch gleichwertig, mechanisch allerdings nicht steckkompatibel, dafĂŒr jedoch dank der im Standard geforderten Edelstahlkrampe deutlich stabiler ausgefĂŒhrt. GemÀà USB-2.0-Standard gibt es drei Varianten, die genau wie bei Mini-USB allesamt fĂŒnfpolig ausgefĂŒhrt sind: Micro-A (rechteckige Bauform, fĂŒr die Host-Seite, Farbe WeiĂ), Micro-AB (rechteckige Bauform, fĂŒr USB-On-the-Go-GerĂ€te, Farbe Grau) und Micro-B (Trapez-Bauform, fĂŒr die GerĂ€teseite, Farbe Schwarz). Die Open Mobile Terminal Platform OMTP hat Micro-USB 2007 als Standardverbinder fĂŒr den Datentransfer und die Energieversorgung von MobilfunkgerĂ€ten ĂŒbernommen, in China mĂŒssen Mobiltelefone seitdem mit dieser Schnittstelle ausgestattet werden, um eine Zulassung zu bekommen.[23] Mit USB 3.0 kommen neue Varianten der Micro-A-, AB- und -B-Steckverbinder auf den Markt (siehe unten).
Daneben gibt es noch eine ganze Reihe proprietĂ€rer, das heiĂt gerĂ€teherstellerspezifische Miniaturbauformen der Steckverbinder (siehe auch Bild), die zwar in der Regel elektrisch mit USB 2.0 kompatibel sind, jedoch nur ĂŒber teilweise schwer erhĂ€ltliche Adapterkabel mit USB-Komponenten gemÀà dem USB-Standard verbunden werden können. FĂ€lschlicherweise werden jedoch auch diese Steckverbinder hĂ€ufig als âMiniâ-USB bezeichnet, was immer wieder zu MissverstĂ€ndnissen fĂŒhrt und vermieden werden sollte. Nicht zuletzt deshalb soll der Micro-USB-Standard hier den Wildwuchs beenden. Verbreitet sind unterschiedlichste AusfĂŒhrungen mit vier Pins (insbesondere Varianten von Mitsumi, Aiptek, Hirose) sowie eine groĂe Zahl von Varianten mit acht Pins (darunter mehrere inkompatible Varianten, die sich bei Digitalkameras in begrenztem Rahmen auch ĂŒber Herstellergrenzen hinweg verbreitet haben), elf Pins (ExtUSB fĂŒr HTC-Mobiltelefone; kompatibel zu Mini-USB), zwölf Pins (fĂŒr verschiedene Olympus-Digitalkameras) und 14 Pins (zwei Varianten fĂŒr verschiedene Fuji-Finepix-Digitalkameras und als Nokias Pop-Port fĂŒr manche Mobiltelefone), die auch noch andere, nicht-USB-spezifische Signale im gleichen Konnektor vereinen.[24]
Im Rahmen des im Jahr 2008 verabschiedeten USB-3.0-Standards wurden weitere sechs Steckverbindertypen mit zusÀtzlichen Kontakten definiert:
Diese unterteilen sich in je drei Steckverbinder, die als weitestgehend rĂŒckwĂ€rtskompatible Erweiterungen der bisherigen Typ A- und Typ B-Steckverbinder angesehen werden können (genannt: USB 3.0 Standard-A, USB 3.0 Standard-B und USB 3.0 Powered-B) sowie drei kleinere Verbinder, die sich an die bisherigen Micro-USB-Verbinder anlehnen (genannt: USB 3.0 Micro-A, USB 3.0 Micro-AB und USB 3.0 Micro-B). Zur eindeutigen Kennzeichnung werden die bisherigen Steckverbinder nun als USB 2.0 Standard-A, USB 2.0 Standard-B, USB 2.0 Micro-A, USB 2.0 Micro-AB und USB 2.0 Micro-B bezeichnet. Zur besseren Unterscheidung sollen die USB-3.0-Standard-A-Verbinder in der Farbe Blau (Pantone 300C) ausgefĂŒhrt und gegebenenfalls mit einem doppelten S-Symbol gekennzeichnet werden.
| Aufnahmetyp | Steckertyp |
|---|---|
| USB 3.0 Standard-A | USB 3.0 Standard-A, USB 2.0 Standard-A |
| USB 2.0 Standard-A | USB 2.0 Standard-A, USB 3.0 Standard-A |
| USB 3.0 Powered-B | USB 3.0 Powered-B, USB 3.0 Standard-B, USB 2.0 Standard-B |
| USB 3.0 Standard-B | USB 3.0 Standard-B, USB 2.0 Standard-B |
| USB 2.0 Standard-B | USB 2.0 Standard-B |
| (USB 2.0 Mini-AB) | (USB 2.0 Mini-A, USB 2.0 Mini-B) |
| USB 2.0 Mini-B | USB 2.0 Mini-B |
| USB 3.0 Micro-AB | USB 3.0 Micro-A, USB 3.0 Micro-B, USB 2.0 Micro-A, USB 2.0 Micro-B |
| USB 2.0 Micro-AB | USB 2.0 Micro-A, USB 2.0 Micro-B |
| USB 3.0 Micro-B | USB 3.0 Micro-B, USB 2.0 Micro-B |
| USB 2.0 Micro-B | USB 2.0 Micro-B |
| Anschlusstyp | Standard | Mindestanzahl der Steckzyklen |
|---|---|---|
| USB | USB 1.0-2.0 | 500Ă, spĂ€ter 1500Ă |
| USB | USB 3.0 | Standard Class: 1500Ă, High Durability Class: 5000Ă |
| Mini-USB | USB 2.0 | 5000Ă |
| Micro-USB | USB 2.0-3.0 | 10000Ă |
| Zum Vergleich: | ||
| eSATA | 5000Ă | |
| Firewire/IEEE 1394 | 1500Ă | |
| Stecker | Steckerabmessungen | passende Buchsen |
erlaubte Kabeltypen |
|---|---|---|---|
| A | |
A | â Stecker B â Stecker Mini-B â Stecker Micro-B |
| B | |
B | â Stecker A |
| USB 3.0 B | |
USB 3.0 B | â Stecker USB 3.0 A â Stecker A |
| Mini-B | |
Mini-B | â Stecker A |
| Micro-A | |
Micro-AB | â Stecker Micro-B â Buchse A (als Adapter) |
| Micro-B | |
Micro-B Micro-AB |
â Stecker A â Stecker Micro-A |
Verbreitet haben sich weiterhin 1Ă4-, 1Ă5- und 2Ă2-polige Varianten von Stiftleisten im RastermaĂ 2,54 Millimeter auf PC-Mainboards, ebenso wie Doppel-USB-Verbinder mit 2Ă4 oder 2Ă5 Polen im RastermaĂ 2,54 mm. Gab es zunĂ€chst mehrere zueinander inkompatible Belegungsvarianten, hat sich im Zuge neuerer Mainboard-Spezifikationen von Intel inzwischen eine bestimmte 2Ă5-polige Belegung etabliert, die auch mit uDOC-Flashmodulen kompatibel ist.
In einem USB-Kabel werden vier Adern benötigt. Zwei Adern ĂŒbertragen dabei die Daten, die anderen beiden versorgen das angeschlossene GerĂ€t mit einer Spannung von 5 V. Der USB-Spezifikation entsprechende GerĂ€te dĂŒrfen bis zu 100 mA oder 500 mA aus dem Bus beziehen, abhĂ€ngig davon, wie viel der Port liefern kann, an den sie angeschlossen werden. GerĂ€te mit einer Leistung von bis zu 2,5 W können also ĂŒber den Bus versorgt werden. Je nach KabellĂ€nge muss der Querschnitt der beiden Stromversorgungsadern angepasst sein, um den zulĂ€ssigen Spannungsabfall einzuhalten; auch daher sind VerlĂ€ngerungsleitungen nicht standardgemĂ€Ă.
Die Kabel mĂŒssen je nach Geschwindigkeit unterschiedlich abgeschirmt werden. Kabel, die lediglich der Spezifikation low speed entsprechen, dĂŒrfen ĂŒber keinen B-Stecker verfĂŒgen, sondern mĂŒssen fix am GerĂ€t montiert sein oder einen herstellerspezifischen Stecker verwenden. Sie sind weniger stark abgeschirmt, kommen ohne verdrillte Adern aus und sind dadurch flexibler als Full/High-Speed Kabel. Sie sind daher gut fĂŒr zum Beispiel MĂ€use und Tastaturen geeignet. Die geringe Abschirmung des Kabels kann zu Problemen bei GerĂ€ten mit höheren Geschwindigkeiten fĂŒhren.
Die LĂ€ngen von Full-/High-Speed- und Low-Speed-Kabeln vom Hub zum GerĂ€t sind auf fĂŒnf beziehungsweise drei Meter begrenzt. LĂ€ngere Strecken kann man ĂŒberwinden, indem USB-Hubs zwischengeschaltet werden. Sogenannte USB-Repeaterkabel entsprechen in ihren Funktionen einem Bus-Powered Hub (s. u.) mit einem einzigen Downstream-Port und einem fest angeschlossenen Kabel am Upstream-Port. Da die elektrischen Auswirkungen dieser Kabel im USB-Bus denen eines Bus-Powered-USB-Hubs mit fĂŒnf Meter Kabel entsprechen, sollten bei ihrer Verwendung zusĂ€tzlich die BeschrĂ€nkungen beim Verschachteln von USB-Hubs beachtet werden.
USB arbeitet mit einem Wellenwiderstand von 90 <math>\Omega</math>, direkte Verbindungskabel sollten daher auch in diesem Wellenwiderstandswert ausgefĂŒhrt sein.
FĂŒr die ĂberbrĂŒckung von LĂ€ngen ĂŒber 30 Metern werden USB-Line-Extender angeboten. Diese bestehen aus zwei Komponenten: Einem Base-Modul, das an den Computer angeschlossen wird, und einem Remote-Modul fĂŒr den Anschluss des USB-GerĂ€tes. Zur DistanzĂŒberbrĂŒckung zwischen diesen beiden Komponenten werden meist Ethernetkabel oder Lichtleiter eingesetzt. Da sich diese Line-Extender jedoch immer auf bestimmte, nicht vom Standard vorgeschriebene Verhaltensdetails der angeschlossenen GerĂ€te verlassen und zudem bei langen Kabelstrecken die Signallaufzeit zu Protokollverletzungen fĂŒhrt, ist der Einsatz dieser GerĂ€te oft mit Problemen verbunden.
Eine andere Möglichkeit, USB-GerĂ€te weiter entfernt vom Rechner anzuschlieĂen, sind Lösungen, die einen âremote hostâ verwenden, also einen USB-Hostcontroller, der auĂerhalb des PCs liegt. Dabei geschieht die Kommunikation zwischen PC und Hostcontroller zum Beispiel ĂŒber Ethernet. Das Ethernet ersetzt dabei den lokalen Bus, an dem sonst der Hostcontroller angeschlossen wĂ€re. Auf dem PC muss also nur ein entsprechender Treiber installiert werden, der die Kommunikation mit dem Hostcontroller ĂŒbernimmt. Alle Treiber fĂŒr die USB-GerĂ€te erkennen dann keinen Unterschied zu einem lokal angeschlossenen GerĂ€t. Ein Beispiel fĂŒr ein solches GerĂ€t ist der USB-Server von Keyspan, oder die USB-Fernanschlussfunktion einer FRITZ!Box.
Der USB-Standard legt neben der Belegung der Schnittstelle auch die Namen der einzelnen Stecker-Pins und die Aderfarbe fest. Die Nummer eines Stecker-Pins kann in den oben angefĂŒhrten Schemazeichnungen abgelesen werden.
| Pin | Name | Farbe | Beschreibung |
|---|---|---|---|
| 1 | VCC | Rot | +5 V |
| 2 | D- | WeiĂ | Data â |
| 3 | D+ | GrĂŒn | Data + |
| 4 | GND | Schwarz | Masse |
| Pin | Name | Farbe | Beschreibung |
|---|---|---|---|
| 1 | VCC | Rot | +5 V |
| 2 | D- | WeiĂ | Data â |
| 3 | D+ | GrĂŒn | Data + |
| 4 | ID | keine | erlaubt Unterscheidung von
Micro-A- und Micro-B-Stecker Typ A: Masse (OTG-GerÀt arbeitet als Host) Typ B: nicht verbunden (OTG-GerÀt arbeitet als Peripherie) |
| 5 | GND | Schwarz | Masse |
Ein USB-Hub ist ein USB-GerĂ€t, das das USB-Signal an mehrere Ports verteilt. HandelsĂŒblich sind USB-Hubs mit bis zu sieben Downstream-Ports.
Hubs können ihren Strom aus dem Bus selbst beziehen (als Bus-Powered oder passiver Hub bezeichnet) oder ĂŒber eine eigene Stromversorgung verfĂŒgen (als Self-Powered oder aktiver Hub bezeichnet). Die meisten Self-Powered-Hubs werden ĂŒber ein Steckernetzteil mit Strom versorgt. Manche Monitore haben auch einen USB-Hub eingebaut, der ĂŒber die Stromversorgung des Monitors mitgespeist wird. Self-Powered-Hubs haben den Vorteil, dass jedes an sie angeschlossene GerĂ€t bis zu 500 mA Strom beziehen kann. Bei Bus-Powered-Hubs dĂŒrfen der Hub und alle an ihn angeschlossenen GerĂ€te gemeinsam maximal 500 mA beziehen. Hybride Self- und Bus-Powered-Hubs sind möglich â der Hub ist dann Self-Powered, wenn ein Netzteil an ihn angeschlossen ist, ansonsten Bus-Powered. Manchmal werden Bus-Powered-Hubs auch als âpassivâ und Self-Powered-Hubs als âaktivâ bezeichnet; technisch ist das jedoch falsch.
Bei der Verschachtelung von Hubs werden die Grenzen durch die maximal 127 möglichen USB-GerĂ€te pro root-hub und durch die Signallaufzeit festgelegt â jeder Hub erhöht die Laufzeit, die Verschachtelungstiefe ist auf maximal fĂŒnf (Hub-)Ebenen unterhalb des Hostcontrollers beziehungsweise des Root-Hubs begrenzt. Die maximale Distanz zwischen zwei mit USB verbundenen GerĂ€ten liegt wegen der BeschrĂ€nkung von 5 m pro USB-Kabel bei 30 m â sechs Kabel mit je fĂŒnf Meter LĂ€nge und dazwischen fĂŒnf Hubs.
Low-, Full- und High-Speed-GerÀte lassen sich an einem USB-2.0-Host fast beliebig mischen, ohne dass Geschwindigkeitsnachteile entstehen. Hubs nach dem USB-1.x-Standard können an USB-2.0-Hosts verwendet werden. GerÀte, die direkt oder indirekt an einen solchen Hub angeschlossen werden, können allerdings lediglich die Geschwindigkeit Full Speed erreichen, also 12 Mbit/s.
Ein USB-2.0-Host und ein USB-2.0-Hub kommunizieren immer mit High Speed, selbst wenn an dem Hub Low- oder Full-Speed-GerĂ€te angeschlossen sind. Es ist Aufgabe des Hubs, die Daten dieser GerĂ€te in das High-Speed-Protokoll zu verpacken, dazu hat er einen oder mehrere sogenannte âTransaction Translatorsâ eingebaut. Die Anzahl der Transaction Translators bestimmt, wie viele langsame GerĂ€te an einen USB-2.0-Hub angeschlossen werden können, ohne sich gegenseitig auszubremsen. Wird diese Zahl ĂŒberschritten, so bricht die Datenrate aller an diesen Host angeschlossenen Low-Speed- und Full-Speed-GerĂ€te auf Geschwindigkeiten deutlich unter denen eines USB-1.1-Hosts ein; der Durchsatz von High-Speed-GerĂ€ten am selben Hub bleibt jedoch unbeeinflusst. An der Spezifikation des Stromverbrauchs hat sich bei USB 2.0 im Vergleich zu USB 1.1 nichts geĂ€ndert.
Unter USB 3.0 gibt es ein neues Hub-Konzept. Hubs bestehen aus zwei Unter-Hubs. Der eine ist speziell fĂŒr den neuen SuperSpeed-Modus zustĂ€ndig, der andere fĂŒr die bisherigen Geschwindigkeitsmodi (Low-Speed, Full-Speed, High-Speed). Erst an den Ports werden beide Teile zusammengefĂŒhrt. Im Dezember 2009 hat das Unternehmen VIA die ersten Chips fĂŒr USB-3.0-Hubs vorgestellt. Der VL810 genannte Chip ist mit allen Geschwindigkeitsmodi kompatibel.[26]
Der Cardbus-Standard[27] (PC Card Standard 5.0) wurde ursprĂŒnglich fĂŒr PCMCIA-Karten als Datenspeichermedium entwickelt, unterscheidet sich aber vom eigentlichen PCMCIA-Standard durch eine völlig andere Architektur. Es sind auch Steckkarten mit CardBus-Controller am Markt erhĂ€ltlich, die USB in CardBus umsetzen, so dass USB-Stecker beispielsweise auch an MobilgerĂ€ten ohne integrierte USB-Schnittstelle verwendet werden können â sie sind aber auf den 32 Bit breiten CardBus beschrĂ€nkt. Ein NachrĂŒsten bei Computern mit 16-Bit-Bus ist daher nicht möglich.[28] CardBus wurde vom neueren und leistungsfĂ€higeren ExpressCard-Standard abgelöst.
Alle USB-Transaktionen werden durch die USB-Software auf dem Host-Computer realisiert. Das geschieht durch den jeweiligen USB-GerÀtetreiber, der mit seinem GerÀt kommunizieren will. Der USB-Bustreiber ist die Schnittstelle zwischen dem USB-GerÀtetreiber und dem USB-Host-Controller.
Die Aufgabe des USB-GerĂ€tetreibers (USB device driver) ist die Erzeugung von Anfragen (Requests) an den USB-Bustreiber. FĂŒr eine Anfrage werden I/O-Request-Packets (IRP) verwendet. Diese IRPs initiieren einen Transfer von oder zu USB-GerĂ€ten (Interrupt-Transfer der Tastatur durch Erzeugung eines entsprechenden IRP auslösen).
Der USB-Bustreiber (USB-Driver) kennt die spezifischen Kommunikationseigenschaften der einzelnen USB-GerĂ€te, zum Beispiel die Datenmenge pro Frame oder AbstĂ€nde zwischen den periodischen Zugriffen. Er erkennt diese Eigenschaften beim Analysieren der GerĂ€te-Deskriptoren wĂ€hrend der Konfigurationsphase. Wenn der USB-Bustreiber ein IRP von einem USB-GerĂ€tetreiber erhĂ€lt, erzeugt er entsprechend diesem Request einzelne Transaktionen, die innerhalb des Ăbertragungsrahmens (Frame) von einer Millisekunde ausfĂŒhrbar sind.
Der Universal-Serial-Bus-Host-Controller-Treiber (host controller driver) organisiert die zeitliche Abfolge der einzelnen Transaktionen (Scheduling). Dazu baut er eine Folge von Transaktionslisten auf. Jede dieser Listen besteht aus den noch nicht abgearbeiteten Transaktionen in Richtung eines GerĂ€tes, das am Bus angeschlossen ist. Sie definiert die Reihenfolge der Transaktionen innerhalb des 1-ms-Zeitrahmens. Der USB-Bustreiber kann eine einzelne Anfrage fĂŒr einen Datentransfer in mehrere Transaktionen zerlegen. Das Scheduling hĂ€ngt von einer Reihe von Einflussfaktoren wie Transferart, GerĂ€teeigenschaften und Busbelastung ab. Der USB-Host-Controller-Treiber löst die Transaktionen dann ĂŒber den Root-Hub aus. Dieser setzt der Reihe nach alle Transaktionen um, die in der aktuellen Liste enthalten sind.
Bei Betriebssystemen ohne USB-UnterstĂŒtzung kann das BIOS nach Aktivieren von âUSB Legacy Supportâ (engl. etwa âUSB-UnterstĂŒtzung fĂŒr Altlastenâ) in seinen Einstellungen Abhilfe schaffen, dadurch erscheinen USB-EingabegerĂ€te wie "MĂ€use" und Tastaturen dem Betriebssystem gegenĂŒber als PS/2-GerĂ€te. Je nach BIOS wird meist genau ein USB-Laufwerk (wie USB-Stick, USB-Kartenleser, USB-Festplatte, USB-Floppy) eingebunden. USB-CD/DVD-Laufwerke werden nur dann eingebunden, wenn von ihnen gebootet wird.
Inzwischen sind auch ausgefallene GerĂ€te auf den Markt gekommen, wie beispielsweise USB-Heizplatten, mit denen etwa eine Kaffeetasse ĂŒber die USB-Schnittstelle warmgehalten werden kann. Eine weitere âErfindungâ ist ein USB-Raketenwerfer, der auf Befehl kleine Schaumstoffraketen abfeuert. Daneben gibt es auch mehr oder weniger sinnvolle Hardware, wie USB-Lampen fĂŒr Notebooks, um die Tastatur zu beleuchten, USB-Tastatur-Staubsauger, USB-Ventilatoren, USB-WeihnachtsbĂ€ume oder beheizbare USB-Handschuhe und USB-Pantoffeln. Des Weiteren ist ein Trend zu beobachten, USB als standardisierte Spannungsquelle einzusetzen. Namhafte Mobiltelefonhersteller haben sich darauf geeinigt, Micro-USB als Standard-GerĂ€tebuchse fĂŒr den Ladekontakt einzusetzen.[30]
Der USB-Standard sieht vor, dass GerÀte zunÀchst im Low Power-Mode (100 mA oder 150 mA) starten und bei höherem Strombedarf diesen erst vom Host anfordern, bevor sie den normalen Modus schalten. Das können bei USB 2.0 bis zu weiteren 4x 100 mA sein, bei USB 3.0 bis zu weiteren 5x 150 mA sein. SchlÀgt diese Anforderung fehl, muss sich das GerÀt abschalten.
Die meisten der vorgenannten Spielzeuge verwenden den USB-Anschluss jedoch ungefragt nur als Spannungsquelle und verstoĂen gegen den USB-Standard, indem sie ohne Erlaubnis des Hosts mehr als 100 mA Strom beziehen. Das könnte im Extremfall den USB-Anschluss des Host beschĂ€digen oder das Energiemanagement des Rechners durcheinanderbringen, was zu instabilem Verhalten fĂŒhren kann.
Sparsame 2,5"-Notebook-Festplatten können meist mit 2,5 W (500 mA) an einem 2.0 USB-Port mit Adapter betrieben werden, gröĂere 3,5"-Festplatte jedoch nicht. Weiterhin gibt es sparsame Notebook-CD/DVD/Bluray-Brenner, die am USB-Port betrieben werden können. Deren Stromaufnahme liegt jedoch insbesondere beim Brennen mit höheren Geschwindigkeiten mit teilweise permanent ĂŒber 1000 mA weit auĂerhalb der USB-Spezifikation.
Mittlerweile gibt es Netzteile, die an einer USB-A-Buchse oder einem Kabel mit Micro-USB-B-Stecker 5 V zur VerfĂŒgung stellen. Der verfĂŒgbare Strom ist dabei meist 1000 mA (allgemein zwischen 500 und 1500 mA). Einfache GerĂ€te stellen einfach eine Spannungsquelle dar, bessere GerĂ€te zusĂ€tzlich ein USB-GerĂ€t, das zumindest die Befehle des Powermanagements beherrscht. Letzteres ist notwendig, wenn das zu ladende GerĂ€t sich exakt an den USB-Standard hĂ€lt und nur den Strom entnimmt, der ihm genehmigt wurde. Ein bekannter Vertreter ist das iPhone.
Ajay Bhatt wurde aus der Gruppe der Entwickler des USB-Standards besonders hervorgehoben, als er in dem Werbespot Ajay Bhatt - The Real USB Rock Star! des Unternehmens Intel als Rockstar portrÀtiert wurde.[31][32]
Das wohl Kurioseste in Bezug auf ausgefallene USB-GerĂ€te stellt ein Werbespot dar, in dem der Verkauf von Wein per USB beworben wird.[33]. So ein USB-GerĂ€t ist natĂŒrlich aufgrund physischer Gegebenheiten nicht umsetzbar.
Im November 2010 erklÀrte eine Gruppe evangelikaler Christen in Brasilien, dass der USB-Anschluss wegen seines Dreizack-Symbols Teufelswerk sei und nicht verwendet werden sollte.[34]
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Dieser Artikel wurde am 8. November 2006 in dieser Version in die Liste der exzellenten Artikel aufgenommen. |