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| Universität Klagenfurt | |
|---|---|
| Gründung | 1970/1975/1993 |
| Trägerschaft | staatlich |
| Ort | Klagenfurt am Wörthersee, Österreich |
| Rektor | Heinrich Christian Mayr |
| Studenten | 10.050[1] (Stand: WS 2009/10) |
| Mitarbeiter | 854, davon 538 wissenschaftliche Mitarbeiter (inkl. Projektstellen) |
| davon Professoren | 71 |
| Website | www.uni-klu.ac.at |
Die Universität Klagenfurt (auch Alpen-Adria-Universität Klagenfurt) ist die führende Bildungs- und Forschungsinstitution im österreichischen Bundesland Kärnten mit Standorten in Klagenfurt, Wien und Graz. Sie war seit 1964 im Aufbau und nahm den regulären Studienbetrieb 1973 in der Amtszeit des Landeshauptmanns Hans Sima auf.
Sie ist gegliedert in die Fakultäten für Kulturwissenschaften, Wirtschaftswissenschaften, Technische Wissenschaften (einschließlich Informatik) und die Fakultät für interdisziplinäre Forschung und Fortbildung (IFF). Die IFF-Fakultät unterhält auch Institute an den Standorten Wien und Graz. Neben den Instituten und Abteilungen der jeweiligen Fakultäten bestehen zentrale Einrichtungen wie das Musil-Institut (u. a. Coorganisator des Bachmann-Preises), das Universitätskulturzentrum (UNIKUM), das Industriestiftungsinstitut eBusiness (biztec), das Zentrum für Friedensforschung, das build! Gründerzentrum, das Universitätssportinstitut (USI) sowie die Universitätsbibliothek Klagenfurt. Aus wirtschaftlicher Sicht ist die Universität einer der größten Arbeitgeber und „Multiplikatoren“ der Region.
Die Universität Klagenfurt erhielt nach dem bisher einzigen österreichischen Universitätsranking Bestnoten und schneidet auch beim deutschen CHE-Ranking[2] hervorragend ab, zuletzt mit den Studien der Informatik und der Geschichte. Rektor der Universität ist seit April 2006 Heinrich Christian Mayr. Dem Senat sitzt seit Jänner 2006 Oliver Vitouch, dem Universitätsrat (2008–2013) Herta Stockbauer vor.
Inhaltsverzeichnis |
1964 wurde der bis heute als Förderverein der Universität bestehende Kärntner Universitätsbund konstituiert. Zwei Jahre darauf folgte das Projekt „Wirtschaftshochschule Klagenfurt“, 1968 wurde die „Hochschule für Bildungswissenschaften in Klagenfurt“ projektiert.
Im Jahr 1970 erfolgte die parlamentarische Verabschiedung des Bundesgesetzes über die Gründung der Hochschule für Bildungswissenschaften in Klagenfurt, ein Jahr darauf übergab man bereits das so genannte Vorstufengebäude an die Hochschule für Bildungswissenschaften. 1972 folgte die erste Promotion an der Hochschule.
Von 1973–1978 richtete man die wissenschaftlichen Diplom-, Lehramts- und Doktoratsstudien ein. Darin enthalten waren Bereiche wie Philosophie, Pädagogik, Geschichte, Germanistik, Anglistik und Amerikanistik, Romanistik, Slawistik, Mathematik, Geographie und Sprachwissenschaften. Der reguläre Studienbetrieb wurde 1973 aufgenommen. Im darauffolgenden Jahr war der Baubeginn des Hauptgebäudes mit der ersten Baustufe.
1975 erfolgte eine Namensänderung in Universität für Bildungswissenschaften, bedingt durch das Inkrafttreten des Universitätsorganisationsgesetzes 1975. Anno 1976 fand die erste Sitzung des Universitätskollegiums als oberstes Organ der Universität (gemäß UOG) statt. Ein Jahr später wurde die erste Sponsion durchgeführt.
Im Jahr 1978 wurde das Interuniversitäre Forschungsinstitut für Unterrichtstechnologie, Mediendidaktik und Ingenieurpädagogik eingerichtet (es wurde 1988 wieder aufgelöst), im darauf folgenden Jahr wurde das Interuniversitäre Forschungsinstitut für Fernstudien (seit 1991: Interuniversitäres Institut für interdisziplinäre Forschung und Fortbildung – IFF) gegründet. Seit 1981 bestehen Partnerschaftsabkommen mit ausländischen Universitäten, mittlerweile sind dies international 28.
Ab 1983 erfolgte der Auf- und Ausbau der Studienrichtungen „Angewandte Betriebswirtschaft“ und „Angewandte Informatik“. Zehn Jahre darauf wurde der Name der Universität in Universität Klagenfurt geändert; gleichzeitig wurden eine Fakultät für Kulturwissenschaften und eine Fakultät für Wirtschaftswissenschaften und Informatik eingerichtet. Ab 1994 wurde mit der Implementierung des Universitätsorganisationsgesetzes 1993 begonnen, dessen Umsetzung fand zum 1. Jänner 1996 statt.
Der Erweiterungsbau (Südtrakt) wurde im Jahr 2000 in Betrieb genommen. Zwei Jahre darauf begann man mit der Implementierung des Universitätsorganisationsgesetzes 2002 sowie der Erarbeitung der neuen Strukturen und der Satzung im Gründungskonvent. Mit dem 1. Jänner 2004 wurde die Fakultät für Interdisziplinäre Forschung und Fortbildung (IFF) gegründet. Sie ist die Nachfolgeeinrichtung des Interuniversitären Instituts für Interdisziplinäre Forschung und Fortbildung der Universitäten Klagenfurt, Wien, Graz und Innsbruck (IFF). Somit besteht die Universität Klagenfurt ab diesem Zeitpunkt aus drei Fakultäten. Ab 1. Oktober 2004 ist die offizielle Bezeichnung der Universität Alpen-Adria-Universität Klagenfurt (implementiert unter dem Rektorat von Günther Hödl). Dabei ist „Alpen-Adria“ ein – im fremdsprachigen Gebrauch nicht benutzter – Zusatz (Cognomen) und keine formale Umbenennung.
Die Universität hatte im Jahr 2006 ca. 7.200 Studierende bei rund 65 Professuren und etwa ebenso vielen Außerordentlichen Professuren. Die meistgewählten Fächer waren Betriebswirtschaftslehre (inkl. Wirtschaft & Recht), Psychologie und Publizistik- & Kommunikationswissenschaft. Seit 1. Jänner 2007 verfügt die Universität über eine vierte, Technische Fakultät (Schwerpunkte Angewandte Informatik und Ambient Intelligence), die den Forschungsbetrieb im Verbund mit dem Lakeside Science & Technology Park aufnahm. Mit Wintersemester 2007/08 stieg die Studierendenzahl erstmals über 8.000.
(Stand: Sommersemester 2008)
Diplom-, Bachelor- und Masterstudien[3]
Lehramt[4]
Doktoratsstudium[5]
Keiner Fakultät zugeordnet[6]
Fakultät für Kulturwissenschaften[7]
Fakultät für Wirtschaftswissenschaften[8]
Fakultät für interdisziplinäre Forschung und Fortbildung[9]
Die Fakultät für Kulturwissenschaften umfasst derzeit elf Institute und zwei besondere fakultäre Einrichtungen. Ihr Bestreben ist neben den fachspezifischen Aufgaben in Forschung und Lehre auf interdisziplinäre Zusammenarbeit, auf Förderung der Mehrsprachigkeit und der interkulturellen Bildung - insbesondere auch im Alpen-Adria-Raum - ausgerichtet.[10]
Die Fakultät für Wirtschaftswissenschaften der Alpen-Adria-Universität Klagenfurt ist in ihrem Bereich die "Angewandte" unter den österreichischen Fakultäten. Die Kerndisziplin der Fakultät sind Angewandte Betriebswirtschaftslehre, interdisziplinär verbunden mit anwendungsbezogener Geographie, Rechtswissenschaft, Soziologie und Volkswirtschaftslehre. Die Fakultät setzt sich in diesen Disziplinen Themenschwerpunkte, die sie im Spannungsfeld von Kultur, Wirtschaft und Gesellschaft in Forschung und Entwicklung, Lehre und Beratung vertritt.[12]
Die IFF dient der Entwicklung, Erprobung und Evaluation neuartiger Formen von Wissenschaft in Forschung, Lehre und Organisation. Ziel ist die Bearbeitung ausgewählter aktueller gesellschaftlicher Problemfelder durch Gestaltung geeigneter Forschungs- und Lernprozesse.
Die Fakultät für Technische Wissenschaften widmet sich der Forschung und Lehre in den Bereichen der Informatik, Informationstechnik und der technischen Mathematik. Die Fakultät wurde im Jänner 2007 gegründet und ging aus der Fakultät für Wirtschaftswissenschaften und Informatik sowie aus einem neuen Fachbereich für Informations- und Kommunikationstechnik hervor. Die Fakultät wird geleitet von Dekan Martin Hitz und Prodekan Mario Huemer. Sie ist in sieben Institute organisiert und bietet vier Bachelorstudiengänge, vier Masterstudiengänge, zwei Doktoratsstudien sowie zwei Lehramtsstudien an:[15]
Der Forschungsschwerpunkt selbstorganisierende vernetzte Systeme wird in dem Forschungscluster Lakeside Labs[16] betrieben. Zudem ist die Fakultät an dem Erasmus-Mundus Doktoratskolleg Interactive and Cognitive Environments (ICE)[17] beteiligt.
Die Alpen-Adria-School of Management, Organizational Development and Technology mit den Standorten Klagenfurt und Wien konzentriert sich auf eine berufsbegleitende Weiterbildung und Entwicklung von Entscheidungsträgern mit Führungsverantwortung in Wirtschafts- und Non-Profit-Organisationen.[18]
Universitäten: Universität Wien „Alma Mater Rudolphina“ | Karl-Franzens-Universität Graz | Leopold-Franzens-Universität Innsbruck | Paris-Lodron-Universität Salzburg | Technische Universität Wien | Technische Universität Graz | Montanuniversität Leoben | Universität für Bodenkultur Wien | Veterinärmedizinische Universität Wien | Wirtschaftsuniversität Wien | Johannes Kepler Universität Linz | Alpen-Adria-Universität Klagenfurt | Universität für Weiterbildung Krems
Kunstuniversitäten: Universität für angewandte Kunst Wien | Universität für Musik und darstellende Kunst Wien | Universität Mozarteum Salzburg | Universität für Musik und darstellende Kunst Graz | Universität für künstlerische und industrielle Gestaltung Linz | Akademie der bildenden Künste Wien
Medizinische Universitäten: Medizinische Universität Wien | Medizinische Universität Graz | Medizinische Universität Innsbruck
Privatuniversitäten: Anton Bruckner Privatuniversität Linz | Danube Private University | European Peace University Private Universität | Katholisch-Theologische Privatuniversität Linz | Konservatorium Wien Privatuniversität | Modul University Vienna | Paracelsus Medizinische Privatuniversität | PEF Privatuniversität für Management | Private Universität für Gesundheitswissenschaften, Medizinische Informatik und Technik | Privatuniversität der Kreativwirtschaft | Privatuniversität Schloss Seeburg | Sigmund Freud PrivatUniversität Wien | Webster University Vienna
Siehe auch: Liste der Universitäten und Fachhochschulen in Österreich
46.616388888914.265Koordinaten: 46° 36′ 59″ N, 14° 15′ 54″ O