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| UniversitÀt Paderborn | |
|---|---|
| Motto | Die UniversitÀt der Informationsgesellschaft |
| GrĂŒndung | 1972 |
| TrÀgerschaft | Land Nordrhein-Westfalen (staatlich) |
| Ort | Paderborn |
| Bundesland | Nordrhein-Westfalen |
| Staat | Deutschland |
| Leitung | Nikolaus Risch |
| Studenten | ca. 17.500[1] |
| Mitarbeiter | 2.024[2] |
| davon Professoren | 202[2] |
| Jahresetat | 155 Mio.⏠(inkl. Drittmittel und StudienbeitrÀge)[2] |
| Netzwerke | Netzwerk MittelgroĂe UniversitĂ€ten |
| Website | www.uni-paderborn.de |
Die UniversitĂ€t Paderborn in Paderborn, Deutschland, ist eine 1972 gegrĂŒndete UniversitĂ€t in Nordrhein-Westfalen.
Inhaltsverzeichnis |
Die UniversitĂ€t Paderborn ist eine CampusuniversitĂ€t mit ca. 17.500[1] Studenten (Stand: Wintersemester 2011/2012) und gehört damit zu den mittelgroĂen UniversitĂ€ten in Deutschland. Es bestehen ĂŒber 130 Kooperationen mit Hochschulen in aller Welt. Die UniversitĂ€t Paderborn hat 202 Professuren, 618 wissenschaftliche Mitarbeiter und 683 nichtwissenschaftliche Mitarbeiter (inkl. Auszubildende) sowie 521 Mitarbeiter aus Drittmitteln. Sie bietet ein breites Feld von 106 StudiengĂ€ngen.[2]
Im Jahre ihrer GrĂŒndung studierten an der UniversitĂ€t Paderborn 2.500 Studierende. Diese Zahl ist bis heute auf ca. 17.500 angestiegen, wobei vor allem im Wintersemester 2011/12 die Zahl um rund 2000 Studenten von 15.228 anstieg.[2]
Der Leitidee âDie UniversitĂ€t der Informationsgesellschaftâ folgend, liegt der Forschungsschwerpunkt auf der einen Seite in den Bereichen Informatik, Wirtschaft, Technik und Mathematik und auf der anderen Seite in den Geistes- und Sozialwissenschaften (hier vor allem in Anglistik, Mittelalterlicher Geschichte und Germanistik).
Von besonderer Bedeutung ist das Fach Informatik, das im Hochschulranking 2006[3] des CHE/Die Zeit in der Gesamtbewertung zu den ersten drei FakultĂ€ten in Deutschland gehört. Die Wirtschaftsinformatik der UniversitĂ€t Paderborn zĂ€hlt laut CHE-Ranking 2005 ebenfalls zur vordersten Gruppe. Im gleichen Ranking von 2005 liegt auch das Fach Anglistik/Englisch auf einem der ersten PlĂ€tze. Ebenso belegte die UniversitĂ€t im Förder-Ranking der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) 2006 im Bereich Elektrotechnik, Informatik, Systemtechnik eine Platzierung im Spitzenfeld. Die UniversitĂ€t Paderborn konnte im Jahr 2010 mit 37,6 Mio. Euro an Forschungsdrittmitteln planen.[2] Wegen der groĂen Nachfrage nach StudienplĂ€tzen aus ganz Deutschland und Europa wurden seit dem Wintersemester 2006/2007 an der UniversitĂ€t Paderborn 43 StudiengĂ€nge mit einem Numerus clausus (NC) belegt, welcher zum Teil aufgrund der zahlreichen Bewerber in einzelnen FĂ€chern sehr hoch ausfĂ€llt.
Neben den vielen Angeboten durch die UniversitĂ€t selbst und die LehrstĂŒhle bieten auch die studentischen Gruppen oft umfangreiche Zusatzangebote.
Die am 1. August 1972 als Gesamthochschule wiedergegrĂŒndete UniversitĂ€t Paderborn, die neben der UniversitĂ€t mehrere Fachhochschulabteilungen umfasste, wurde 2002 ausschlieĂliche UniversitĂ€t. Diese kann ĂŒber ihre VorgĂ€ngereinrichtungen in Paderborn auf eine lange akademische Tradition zurĂŒckblicken.
Bereits fĂŒr das 8. Jahrhundert lĂ€sst sich eine karolingische Domschule nachweisen. Im Jahr 1614 grĂŒndete Dietrich IV. von FĂŒrstenberg eine UniversitĂ€t in Paderborn, die Ă€lteste in Westfalen. Hier lehrte einige Jahre Friedrich Spee von Langenfeld, der mit seiner Cautio criminalis fĂŒr seinen Einsatz gegen die Hexenverfolgung berĂŒhmt wurde. Die Hochschule besteht heute in Form der Theologischen FakultĂ€t weiter. 1803 entdeckte der NeuhĂ€user Apotheker Friedrich Wilhelm Adam SertĂŒrner das Morphin. Er gewann es aus Opium, dem eingedickten Milchsaft unreifer Kapseln des Schlafmohns. Im Jahre 1790 wurde die Normalschule in Paderborn zur Lehrerausbildung gegrĂŒndet.
1972 wurde in Paderborn eine moderne UniversitĂ€t gegrĂŒndet, die bewusst an die alte akademische Tradition anknĂŒpfen wollte. Die GrĂŒndung als UniversitĂ€t-Gesamthochschule war ein Zusammenschluss aus der PĂ€dagogischen Hochschule Westfalen-Lippe (PH), der Ingenieurschule, der Wirtschaftsfachhochschule sowie des Landesforschungszentrums, und kam auf Initiative der Ratsherrin Ellen Rost, des PH-Institutsdirektors Helmar Gunter Frank und des Paderborner Computerpioniers Heinz Nixdorf zustande. Nixdorf verhalf dabei der UniversitĂ€t zu einem internationalen Forschungsschwerpunkt in Informatik. Die Verbindung zwischen Heinz Nixdorf und der UniversitĂ€t Paderborn fand 1987 Ausdruck in der GrĂŒndung des Heinz Nixdorf Instituts (HNI). Dieses interdisziplinĂ€re Forschungsinstitut ist eine der zentralen Forschungseinrichtungen der UniversitĂ€t. Zugleich bietet die UniversitĂ€t ein groĂes Spektrum von FĂ€chern, das von der Informatik, der Mathematik, den Ingenieurswissenschaften sowie der Physik und der Chemie ĂŒber die Wirtschafts- und Sozialwissenschaften bis hin zur Philosophie, Theologie, Geschichte, Romanistik, Anglistik und Germanistik reicht und ebenso die FĂ€cher Sport, Kunst und Musik umfasst.
| Jahr | PreistrÀger | Lehrstuhl |
|---|---|---|
| 1992 | Burkhard Monien und Friedhelm Meyer auf der Heide |
Theoretische Informatik |
| 2002 | Frank Vollertsen | Umformende und spanende Fertigungstechnik |
| 2011 | Christine Silberhorn | Quantenoptik |
Die UniversitĂ€t hat in den letzten Jahren mehrere TrĂ€ger des Gottfried-Wilhelm-Leibniz-Preises der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) hervorgebracht. Weltweites Aufsehen erregte der von dem rumĂ€nischen Mathematiker Preda MihÄilescu an der UniversitĂ€t Paderborn im April 2002 vorgelegte Beweis der Catalanâschen Vermutung, die auf den belgischen Mathematiker EugĂšne Charles Catalan (1814â1894) zurĂŒckgeht. Letzterer formulierte im Jahr 1844 die Annahme, dass sich ausschlieĂlich die beiden Potenzen <math>2^3 = 8</math> und <math>3^2 = 9</math> um den Wert 1 unterscheiden.
Von wissenschaftlicher Bedeutung ist auch das an die Germanistik der UniversitĂ€t Paderborn angeschlossene Institut zur Erforschung der berĂŒhmten FĂŒrstlichen Bibliothek Corvey in Höxter, in der August Heinrich Hoffmann von Fallersleben gearbeitet hat.
Von internationaler Bedeutung ist ebenso die an der UniversitĂ€t Paderborn angesiedelte Koordinierungsstelle (einschlieĂlich einer Forschungsprofessur) fĂŒr das UNESCO-Weltkulturerbe.
Im Oktober 2004 erhielt sie den Negativpreis Big Brother Award in der Kategorie âRegionalâ fĂŒr ihre KameraĂŒberwachung in HörsĂ€len und Rechnerpools.[4]
Am 25. April 2007 wĂ€hlte die UniversitĂ€t Paderborn als erste Hochschule Nordrhein-Westfalens gemÀà dem Hochschulfreiheitsgesetz einen Hochschulrat. Dieser besteht aus Hubertus Benteler, Herbert Hanselmann (dSPACE GmbH), Gertrud Höhler (Publizistin, Politik- und Unternehmensberaterin), Jutta Langenbacher-Liebgott (UniversitĂ€t Paderborn), Friedhelm Meyer auf der Heide (UniversitĂ€t Paderborn), Winfried Schulze (Ludwig-Maximilians-UniversitĂ€t MĂŒnchen), Leena Suhl (UniversitĂ€t Paderborn) sowie Klaus Töpfer (Bundesumweltminister a. D., Leiter des UN-Umweltprogramms a. D.).[5]
Der Innovationspreis des Landes Nordrhein Westfalen wurde 2008 in der Kategorie Innovation an die beiden Paderborner Professoren Reinhold NoĂ© und Ulrich RĂŒckert auf Grund ihrer Forschungen zur optischen Nachrichtentechnik verliehen.
Die UniversitĂ€tsbibliothek (UB) hat die Aufgabe, die Forschung, Lehre und Studium der UniversitĂ€t Paderborn mit wissenschaftlicher Literatur und Information zu versorgen. Zu diesem Zweck baut sie lokale InformationsbestĂ€nde auf, bietet Zugriff auf weltweit vorhandene fĂŒr die Hochschule relevante Information, sorgt fĂŒr rasche ZugĂ€nglichkeit und Lieferung benötigter Dokumente und fördert durch Beratung und Schulung die Kompetenz zur Informationsnutzung und zum elektronischen Publizieren.
Die UB gilt als eine der Besten in Deutschland. Im nationalen Bibliotheksranking Bibliotheksindex fĂŒr Wissenschaftliche Bibliotheken (BIX-WB) erreicht sie seit Jahren sehr gute PlĂ€tze. Einen der vordersten PlĂ€tze aller UniversitĂ€tsbibliotheken in Deutschland belegt sie bezĂŒglich ihres Bestands an elektronischen Medien. Zudem ist sie fĂŒr ihre langen Ăffnungs- und Ausleihzeiten bekannt.[6]
Das Zentrum fĂŒr Informations- und Medientechnologien (IMT) hat die Aufgabe, den Einsatz von Medien und Mediensystemen einschlieĂlich der zentralen Kommunikations- und Datenverarbeitungsinfrastruktur in Forschung, Lehre, Studium, wissenschaftlicher Weiterbildung und Verwaltung an der Hochschule technisch und organisatorisch zu ermöglichen und zu betreuen. Das IMT umfasst die Bereiche Informationstechnik, Medientechnik, Schulungen (doIT) und Notebook-CafĂ© (NBC).
Das im Eingangsbereich der UniversitÀtsbibliothek gelegene Notebook-Café bietet den Studierenden Support rund um PC und Notebook. Das Team von doIT organisiert Schulungen u. a. zur Internetsicherheit sowie zu zahlreichen Programmen (Software).
Der Bereich Medientechnik betreut u. a. die medientechnische Ausstattung von HörsĂ€len und SeminarrĂ€umen. AuĂerdem haben Studierende die Möglichkeit, Filme zu drehen, sie zu schneiden und zu vertonen. Kameras, SchnittplĂ€tze etc. stellt das IMT zur VerfĂŒgung. Auch HörfunkbeitrĂ€ge können realisiert werden. So werden u. a. das studentische Campusradio LâUniCo und der Radical Audio Pool unterstĂŒtzt.
Der Bereich Informationstechnik sorgt u. a. dafĂŒr, dass Studierende und Mitarbeitende der Uni mit ihren ĂŒber 10.000 Rechnern Zugang zum Internet haben (Web, E-Mail etc.). Das campusweite Funknetz ist flĂ€chendeckend mit mehr als 200 Access Points ausgebaut.
Siehe auch Paderborn Center for Parallel Computing.
Die Ă€ltesten GebĂ€ude stammen noch aus der Zeit der Staatlichen Ingenieursschule und sind mit den Buchstaben P (P1âP7) bezeichnet. Kern der neuen GebĂ€ude ist ein Quadrat, das im Uhrzeigersinn mit A bis D bezeichnet ist. An den Eckpunkten schlieĂen sich weitere, nach auĂen zeigende GebĂ€ude an, E, H und J. Die Bezeichnung der GebĂ€ude leitet sich dabei von ihrer Position auf gedachten, konzentrischen Kreisen ab [7]. Das GebĂ€ude E kam erst spĂ€ter als VerbindungsgebĂ€ude zum GebĂ€ude N (das frĂŒhere FEoLL) hinzu. Relativ neu ist das GebĂ€ude W, an das sich das RailCab-VersuchsgelĂ€nde anschlieĂt. Im Januar 2006 wurde ein neues GebĂ€ude P8 fertiggestellt. Das GebĂ€ude F (Heinz Nixdorf Institut) befindet sich nicht auf dem Campus. Zum Wintersemester 2007 wurde darĂŒber hinaus der neue Hörsaal G mit ca. 420 SitzplĂ€tzen fertiggestellt.
Hinzu kommen verschiedene spezielle GebÀude, wie die Bibliothek (BI), die Mensa (ME) und das AudiMax (AM).
Das sich neu im Bau befindliche K-GebĂ€ude schlieĂt im Nordosten an das J-GebĂ€ude an und soll ab Wintersemester 2010 weitere Forschungs- und LernplĂ€tze zu VerfĂŒgung stellen. Das fiskalisch als ErweiterungsgebĂ€ude projektierte O-GebĂ€ude wird in der NĂ€he des SĂŒdrings auf dem ehemaligen GelĂ€nde des Campushotels (westlich des RailCab-GelĂ€ndes) ab ca. FrĂŒhjahr 2011 erbaut werden. Ziel ist es - neben der Schaffung zusĂ€tzlicher Wohneinheiten - ein integriertes Wohn-/Lern-Konzept seitens des Studentenwerks anzubieten, das sich vor allem an Bafög-EmpfĂ€nger richtet. [2] Als weiteres spezielles, fachbezogenes GebĂ€ude wurde die West-Erweiterung des NW-GebĂ€udes am 17. Dezember 2009 abgeschlossen. Die insgesamt 2,8 Millionen Euro teure Aufstockung der Anbauhalle NW des Dekanats fĂŒr Chemie bietet ab Mitte des Wintersemesters 2009/10 etwa 90 Studenten in drei SeminarrĂ€umen Platz, 40 BĂŒros stehen forschenden Wissenschaftlern zur VerfĂŒgung. Die Modulbauweise sieht den Anschluss der Neubauhalle NW an das noch fertigzustellende, östlich gelegene K-GebĂ€ude durch einen Durchgangstunnel ĂŒber den Kernbereich des GebĂ€udeteiles J vor. [3] Zudem wurden zum Wintersemester 2010/11 vier Zelte (Z1-Z4) nördlich des AudiMax aufgebaut, sie sollen einen Teil der aufkommenden Raumnot temporĂ€r abfangen. Sie bieten jeweils 80 Studenten Platz und sind, wie ein normaler Seminarraum, voll ausgestattet. [4]
Die Paderborner UniversitÀt wurde zusammen mit anderen UniversitÀten in NRW geplant, so dass sich ein Àhnlicher Baustil und zum Teil gleiche GebÀude-Module auch bei den UniversitÀten Dortmund, Duisburg-Essen, Siegen und Wuppertal wiederfinden.
Die UniversitĂ€t Paderborn belegt in Umfragen und bei Einstufungen (Rankings) im Bereich Informatik, ebenso wie in Englisch (Lehramt) immer wieder gute bis sehr gute PlĂ€tze. Im CHE-Hochschulranking von 2006[8], das im ZEIT-StudienfĂŒhrer erschienen ist, erreichten die Bereiche Informatik und Englisch (Lehramt) vordere PlĂ€tze.
Ein Ranking der ZEIT sieht die wirtschaftswissenschaftliche FakultÀt ebenso wie den Bereich Wirtschaftsinformatik im Mittelfeld bzw. der Schlussgruppe. [9] [10]. Ebenso erfasst ein CHE-Ranking den BWL-Master in Paderborn als Schlusslicht in Deutschland.[11]
Der Bereich Wirtschaftsinformatik konnte zum dritten Mal in Folge die Spitzengruppe erreichen, und dies in allen Kategorien. Im Jahr 2008 schlossen die Bachelor- und MasterstudiengĂ€nge Wirtschaftsinformatik im CHE-Ranking erneut gut ab.[12]. Das Handelsblatt hat eine umfassende Studie im Bereich der Betriebswirtschaftslehre durchgefĂŒhrt und hier einige Professoren der UniversitĂ€t Paderborn unter die Top 100 bzw. 200 Betriebswirte Deutschlands eingestuft. [13] In den Rankings des Spiegel und des Stern erzielte die UniversitĂ€t Paderborn in diesen Bereichen sehr gute PlĂ€tze. Ebenso belegte die UniversitĂ€t im Förder-Ranking der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) 2006 im Bereich Elektrotechnik, Informatik, Systemtechnik eine Platzierung im Spitzenfeld. Dies gilt ebenfalls fĂŒr die Zahl der DFG-Bewilligungen pro Wissenschaftler in den Ingenieurswissenschaften.[14] Der Maschinenbau belegt den vierten Platz aller deutschen MaschinenbaufakultĂ€ten laut einer Einstufung der Zeitschrift âKarriereâ.[15]
Deutschlandweit einmalig bietet die UniversitĂ€t Paderborn im Fach Chemie den besten 45 SchĂŒlerinnen und SchĂŒlern in einem mehrwöchigen und kostenlosen Intensivsommerkurs an, in Experimenten und Vorlesungen chemisches Wissen zu erwerben. Ein entsprechendes Zertifikat wird bei einem spĂ€teren Chemiestudium an der UniversitĂ€t Paderborn als erstes Semester anerkannt, so dass dann sofort ab dem zweiten Semester Chemie in Paderborn studiert werden kann.
GemÀà § 49, Absatz 10 des Hochschulfreiheitsgesetzes des Landes NRW steht es den nordrhein-westfĂ€lischen UniversitĂ€ten frei, in ihren PrĂŒfungsordnungen von bestimmten Erfordernissen bei der Einschreibung, wie beispielsweise der Allgemeinen Hochschulreife, abzusehen. An der UniversitĂ€t Paderborn wird in bestimmten, vorrangig naturwissenschaftlich-technischen und zugleich zulassungsfreien StudiengĂ€ngen dadurch das Studium mit Fachhochschulreife ermöglicht. Dazu ist eine mindestens durchschnittliche Fachhochschulreife und das Durchlaufen einer EignungsprĂŒfung erforderlich, die eine Allgemeinbildung auf Hochschulniveau feststellen soll. Bei der EignungsprĂŒfung werden Kenntnisse in Deutsch, Englisch und Mathematik schriftlich geprĂŒft sowie eine fachliche Eignung festgestellt.
Zum Wintersemester 2008/09 war die Zulassung in folgenden StudiengÀngen möglich:[16]
Der Zugang zum Bachelorstudiengang Wirtschaftswissenschaften mit Fachhochschulreife wurde zum Wintersemester 2008/09 eingestellt. Statistiken, die nachweisen könnten, dass Studierende mit Fachhochschulreife ihr Studium hÀufiger vorzeitig abbrechen, konnten allerdings nicht vorgelegt werden.
Die Studierendenschaft der UniversitĂ€t Paderborn bietet wie die meisten Studierendenschaften ihren Mitgliedern Beratungs- und Serviceangebote, wie beispielsweise eine kostenfreie Rechtsberatung durch AnwĂ€lte oder Beratungsangebote zum BAFöG. Weiterhin betreibt die Studierendenschaft den AStA-Copyservice, welcher mit ca. 40 GerĂ€ten den Studierenden ein Druck- und Kopiersystem, gröĂtenteils in Selbstbedienung, in der UniversitĂ€t sowie der Bibliothek bietet. Der Allgemeine Studierendenausschuss (AStA) der UniversitĂ€t veranstaltet jĂ€hrlich das AStA-Sommerfestival, zu dem in den letzten Jahren regelmĂ€Ăig mehr als 10.000 Besucher kamen und das damit eines der gröĂten Unifestivals Deutschlands ist. Neben studentischen und regionalen Bands spielten dort Gruppen wie Wir sind Helden, Silbermond, Fettes Brot, Gentleman, Culcha Candela oder Juli.[17]
Das Studierendenparlament an der UniversitĂ€t Paderborn besteht aus 29 Sitzen und wird jĂ€hrlich in personalisierter Listenwahl gewĂ€hlt. WĂ€hler stimmen dabei fĂŒr eine Person einer Liste; die Sitzverteilung im Parlament errechnet sich aus dem VerhĂ€ltnis der Stimmen fĂŒr die Listen, die Reihenfolge der Kandidaten der einzelnen Listen nach deren Stimmenzahl.[18] Die GeschĂ€fte der Studierendenschaft werden vom AStA gefĂŒhrt, der zur Zeit aus 12 Referenten [19] (unter anderem fĂŒr die Bereiche Hochschulpolitik, Presse, Finanzen, Kultur sowie Soziales, Antifaschismus) besteht.
Im Zuge der Umstellung auf die neue zentrale Organisations-, Informations- und Aktionsplattform wurden zum Wintersemester 2009/2010 StudienanfÀnger mit einem Netbook ausgestattet.[20]
Alle 3 Jahre wird von der UniversitĂ€t Paderborn der Margarete-Schrader-Preis fĂŒr Literatur verliehen.
Die UniversitÀt Paderborn besitzt mit der Domain uni-paderborn.de seit MÀrz 1988 eine der ersten 6 registrierten DE-Domains. [21]
Seit November 2009 sendet das Paderborner Campusradio LâUniCo im Stadtgebiet Paderborn auf der UKW-Frequenz 89,4 MHz.
Am 29. Oktober 2009 kam es wegen intransparenter Informationspolitik seitens der Uni-FĂŒhrung zu massiven Studentenprotesten. [22] Sie erwirkten zunĂ€chst die Ăffentlichkeit und Verlegung einer nur fĂŒr die Presse vorgesehenen Konferenz, die dann am Abend im Audimax fĂŒr ĂŒber 1.000 Studenten und auch Lehrenden stattfand. Die Stellungnahmen wurden gefolgt von ausfĂŒhrlichen und emotionalen Diskussionen zwischen Verantwortlichen und Studierenden.
Dem Studentenwerk Paderborn gehören drei Wohnheimanlagen, die sich in unmittelbarer NÀhe zum UniversitÀtsgelÀnde befinden. Die drei Wohnheimanlagen liegen im Vogeliusweg, im Mersinweg und im Peter-Hille-Weg. Sie umfassen insgesamt 1123 WohnplÀtze. Der Bau eines weiteren Wohnheimes am Pohlweg ist Ende 2009 begonnen worden.
Als EhrenbĂŒrger können (in der Regel nicht der UniversitĂ€t angehörende) Personen ausgezeichnet werden, die der Hochschule in besonderer Weise verbunden sind. Bis zum Jahr 2011 wurden folgende Personen zu EhrenbĂŒrgern ernannt:[23]
UniversitÀten:
RWTH Aachen |
UniversitÀt Bielefeld |
Ruhr-UniversitÀt Bochum |
Rheinische Friedrich-Wilhelms-UniversitÀt Bonn |
Technische UniversitÀt Dortmund |
Heinrich-Heine-UniversitĂ€t DĂŒsseldorf |
UniversitÀt Duisburg-Essen |
FernuniversitÀt in Hagen |
UniversitÀt zu Köln |
Deutsche Sporthochschule Köln |
WestfĂ€lische Wilhelms-UniversitĂ€t MĂŒnster |
Philosophisch-Theologische Hochschule MĂŒnster |
Deutsche Hochschule der Polizei |
UniversitÀt Paderborn |
Theologische FakultÀt Paderborn |
UniversitÀt Siegen |
Philosophisch-Theologische Hochschule SVD St. Augustin |
UniversitÀt Witten/Herdecke |
Bergische UniversitÀt Wuppertal |
Kirchliche Hochschule Wuppertal/Bethel
Kunst- und Musikhochschulen:
Hochschule fĂŒr Musik Detmold |
Kunstakademie DĂŒsseldorf |
Robert-Schumann-Hochschule DĂŒsseldorf |
Folkwang UniversitĂ€t der KĂŒnste |
Hochschule fĂŒr Musik und Tanz Köln |
Kunsthochschule fĂŒr Medien Köln |
Kunstakademie MĂŒnster |
Alanus Hochschule fĂŒr Kunst und Gesellschaft |
Hochschule fĂŒr Kirchenmusik der Evangelischen Kirche von Westfalen |
Internationale Filmschule
51.70805555568.77222222222Koordinaten: 51° 42âČ 29âł N, 8° 46âČ 20âł O