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Die Universität von Paris war das Dach der berühmtesten akademischen Lehreinrichtungen in Paris, nicht zuletzt der Sorbonne, deren Name im allgemeinen Sprachgebrauch zur synonymen Bezeichnung der Universität wurde. Sie entwickelte sich vom Hort der Scholastik zur Kaderschmiede für Nobelpreisträger. Sie hat Monarchie, Revolution und Restauration überlebt, aber nicht die Studentenunruhen von 1968. Seit 1970 erfolgte eine so gründliche Dezentralisierung und Neugründungswelle, dass ein Erkennen der Traditionsnachfolge schwer möglich ist. Die 2005 gegründete Paris Universitas entspricht organisatorisch der alten Universität von Paris noch am ehesten.
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Zu den Heroen dieser Epoche gehören Albertus Magnus (1200–1280), Bonaventura (1221–1274), Thomas von Aquin (1225–1274) und Boetius von Dacien.
Das Morgenländische Schisma brachte den viel gefragten Theologen und Kirchenrechtlern der Universität Ruhm und Ehre ein, das Abendländische Schisma, eine französische Angelegenheit, führte in dem noch heute erzkatholischen Land zu einer Entfremdung von Rom und dem Gedanken der Trennung von Kirche und Staat. Das führte wiederum zum Verlust von Einfluss und Reputation der Universität. Absolutismus und Aufklärung waren allenthalben Motor für Neugründungen, in Frankreich führten sie jedoch zur Schließung der Universität während der Französischen Revolution 1793. Das gesamte Erziehungssystem von der Schule an wurde Angelegenheit der Nation. Der Freund der Wissenschaften Napoléon Bonaparte war Diktator genug, um 1806 mit der Université impériale das Bildungssystem an sich zu binden.
Erst während der Dritten Republik unter Félix Faure wurde 1896 die nouvelle Université de Paris wieder eingerichtet und von Henri Paul Nénot in der Folge mit prächtigen Bauten ausgestattet. Ihr Weg in die Moderne wurde eine Geschichte des Erfolges im Konzert der europäischen Universitäten.
Nach den Studentenunruhen von 1968 wurde die Universität zum 1. Januar 1971 in 13 selbständige Universitäten aufgeteilt. Deren Expansion geht über das Stadtgebiet hinaus.