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| Unreal | |||
|---|---|---|---|
| Entwickler | Digital Extremes, Epic Games | ||
| Publisher | GT Interactive | ||
| Erstveröffent- lichung | |||
| Plattform(en) | Linux, Mac OS[3], Mac OS X[4], Microsoft Windows | ||
| Spiel-Engine | Unreal Engine 1.0 | ||
| Genre | Ego-Shooter | ||
| Thematik | Science Fiction | ||
| Spielmodi | Einzelspieler, Mehrspieler | ||
| Steuerung | Tastatur, Maus | ||
| Systemminima | 166 MHz CPU, 16 MB RAM, 100 MB Festplatte, 2 MB Grafikkarte | ||
| Medien | 1 CD-ROM, Download (GoG) | ||
| Sprache | Deutsch | ||
| Aktuelle Version | 226f (Juli 2000)[5] 227h autorisierter Fan-Patch (2. Juni 2011)[6] | ||
| Altersfreigabe | |||
| Information | Die deutsche Version ist von der USK ab 16 Jahren freigegeben und gegenĂŒber der englischen Originalversion zensiert worden.[7] | ||
Unreal [ËÊnËriÉl] (engl. fĂŒr âunwirklichâ) ist ein futuristischer Ego-Shooter, der von Epic Games und Digital Extremes entwickelt und durch GT Interactive im Jahre 1998 veröffentlicht wurde.
Inhaltsverzeichnis |
Die zugrunde liegende Engine, die zuvor ĂŒber drei Jahre lang in der Garage von Tim Sweeney entwickelt wurde[8], verdankt dem Spiel ihren Namen. Wegen des Erfolgs von Unreal erschienen ein Nachfolger und mehrere Ableger.
Epic Games veröffentlichte spĂ€ter mit dem Fusion Map Pack ein offizielles Bonuspaket. Es enthĂ€lt einige neue Maps fĂŒr den Mehrspielermodus und kann gratis im Internet heruntergeladen werden.[9]
Am 31. Mai 1999[10] wurde eine eigenstÀndige Erweiterung unter dem Namen Unreal Mission Pack 1: Return to Na Pali veröffentlicht. Unreal und Unreal Mission Pack 1: Return to Na Pali wurden am 21. Januar 2000[11] als Unreal Gold[12] zusammengefasst verkauft. Diese Version enthielt bereits sÀmtliche, bis dato erschienene Patches.
Der Soundtrack zu Unreal und der Erweiterung Return to Na Pali wurde von Alexander Brandon, Michiel van den Bos, Dan Gardopée und Andrew Sega in Trackerformaten komponiert.[13]
Der Spieler ĂŒbernimmt die Rolle von Prisoner 849[14], einem HĂ€ftling an Bord des Gefangenentransporters Vortex Rikers, als plötzlich Turbulenzen auftreten und das Raumschiff auf einem unerforschten Planeten namens Na Pali abstĂŒrzt. Der Planet ist die Heimat der Nali, einer in StĂ€mmen organisierten Rasse vierarmiger Humanoiden. Die Nali und ihr Planet wurden jedoch von den Skaarj[15] unterjocht, einer Rasse brutaler, jedoch technologisch fortgeschrittener, reptilĂ€hnlicher Humanoiden. Truppen der Skaarj stĂŒrmen das Schiffswrack und töten fast alle Ăberlebenden. Prisoner 849 gelingt es jedoch, sich zu bewaffnen und zu entkommen.
Der Planet Na Pali ist reich an Tarydium[16], einem exotischen Kristall mit hoher Energiedichte, was der eigentliche Grund der Besetzung durch die Skaarj ist. Das Schiff stĂŒrzte in der NĂ€he einer der vielen Minen und Verarbeitungsanlagen, die die Skaarj errichtet haben ab. Nachdem sich Prisoner 849 durch die Minen gekĂ€mpft und dort mehrere versklavte Nali getroffen hat, findet er einige Ruinen von StĂ€dten und Dörfern der Nali. Erst dies fĂŒhrt ihm das volle AusmaĂ des Leidens und der Ausbeutung der Nali vor Augen.
Ăber das Spiel hinweg stolpert der Spieler immer wieder auf Hinterlassenschaften oder Ăberreste anderer Menschen und findet dabei oft TagebĂŒcher, die die letzten Stunden der Toten beschreiben oder Hinweise auf die Todesursache geben. Im Normalfall sind das Geschichten ĂŒber die Versuche, den Skaarj oder anderen blutrĂŒnstigen Bewohnern des Planeten zu entkommen.
Prisoner 849 bahnt sich weiter seinen Weg durch eine Serie auĂerirdischer Anlagen, abgestĂŒrzter Raumschiffe und antiker Tempel der Nali, die allesamt von den Skaarj und ihren Lakaien befallen sind. Innerhalb einer Burg der Nali findet er einen Teleporter, der ihn direkt in das Mutterschiff der Skaarj fĂŒhrt. Das Schiff stellt sich als ein gewaltiges Labyrinth heraus, aber Prisoner 849 schafft es, den Reaktor des Schiffes zu finden und zu zerstören, wodurch das Schiff in Dunkelheit getaucht wird. Nachdem er sich weiter durch die dunklen Korridore navigiert, trifft er in einer groĂen Kammer auf die Königin der Skaarj. Er tötet sie und rettet sich in letzter Sekunde mit einer Rettungskapsel aus dem auseinanderfallenden Mutterschiff. Der Spieler entkommt mit Hilfe der Rettungskapsel der Gravitation von Na Pali, treibt jedoch danach ohne Navigation oder Treibstoff im All[17], mit wenig Hoffnung auf Rettung.
Unreal hat den fĂŒr einen Ego-Shooter typischen Aufbau: Waffen und Spielwelt, Gegner gegen Spieler. Neben den Waffen können innerhalb der Spielwelt diverse GegenstĂ€nde wie etwa Munition, eine Taschenlampe oder ein AtemgerĂ€t fĂŒr lĂ€ngere TauchgĂ€nge gefunden werden. Diese GegenstĂ€nde teilen sich in zwei Sorten auf: GegenstĂ€nde mit direkter Wirkung[18] (zum Beispiel Bandagen und RĂŒstungen) und solche, die von dem Spieler erst manuell aktiviert werden mĂŒssen.[19] Das Inventar ist kein eigenes MenĂŒ, sondern direkt auf dem HUD sichtbar, dort lassen sich die GegenstĂ€nde durchblĂ€ttern und per Tastendruck manuell aktivieren.
Der wichtigste Gegenstand ist der UniversalĂŒbersetzer, der es dem Spieler ermöglicht, sĂ€mtliche Monitore und Inschriften im Spiel zu entziffern.[19] Sobald das GerĂ€t einen Text gefunden und ĂŒbersetzt hat, ertönt ein akustisches Signal um den Spieler darauf aufmerksam zu machen. Ein GroĂteil der Handlung wird auf diese Weise erzĂ€hlt. Oft werden so auch Hinweise fĂŒr die Lösung von RĂ€tseln gegeben.
TĂŒren, bewegliche Plattformen und AufzĂŒge werden meist automatisch (etwa durch Betreten) aktiviert. Oft muss der Spieler dafĂŒr zusĂ€tzlich auch Schalter â durch Beschuss oder simples Dagegenlaufen â aktivieren.
Schauplatz von Unreal ist der Planet Na Pali. Der Planet ist der Erde Ă€hnlich: Es gibt eine atembare AtmosphĂ€re, FlĂŒsse, WasserfĂ€lle, Vegetation, Tiere und Insekten. Abgesehen von der PlanetenoberflĂ€che gibt es auf Na Pali auch eine ganze Reihe von anderen abgestĂŒrzten Raumschiffen, Dörfer, Burgen und unterirdischen Tempelanlagen der Nali.
Neben dem Einzelspieler-Modus sind auch Mehrspieler-Modi verfĂŒgbar, darunter:
Nebenbei wurden von der Community viele Fan-Mods und Karten veröffentlicht, welche den Mehrspielermodus stark erweiterten, auch neue Einzelspieler-Missionen wurden erstellt. Dies war vor allem auf den enthaltenen UnrealEd zurĂŒckzufĂŒhren.
Ăhnlich wie bei dem im selben Jahr erschienenen Half-Life zeichnete sich die fĂŒr Unreal programmierte Unreal Engine insbesondere durch nahtlose Darstellung einer zusammenhĂ€ngenden Spielwelt aus. Die ĂbergĂ€nge zwischen InnenrĂ€umen und weitlĂ€ufigen AuĂenlandschaften, deren grafische QualitĂ€t damals einen neuen Höhepunkt erreichte, sind flieĂend.
Die Unreal Engine wurde aufgrund der damaligen technischen LeistungsfÀhigkeit und des benutzerfreundlichen UnrealEd auch von anderen Spieleherstellern lizenziert, welche mit dieser bekannte Spiele wie zum Beispiel Deus Ex, Rune, Tactical Ops oder Star Trek Deep Space Nine: The Fallen entwickelt haben.
Unreal wurde nach seiner Veröffentlichung nicht nur wegen seiner Grafik und der AtmosphÀre gelobt, auch die KI und das Gameplay fanden in der Fachpresse viel Anklang:
âSeit Wing Commander 3 hat mich jedenfalls kein Spiel in seinen Bann gezogen, das ich den Monitor erst nach der Endsequenze [sic] abkĂŒhlen lassen konnte.â
âAls actionorientierter Egomane muss man von "Unreal" einfach ĂŒberwĂ€ltigt sein.â
âBrillante Grafik und packende Soundeffekte mit clever designten Leveln.â
Wermutstropfen waren jedoch die â fĂŒr die damalige Zeit â sehr hohen Systemanforderungen von Unreal. Mit den angegebenen Mindestvoraussetzungen war das Spiel nur mit sehr groĂen Einschnitten in der GrafikqualitĂ€t spielbar und lief oftmals trotzdem nicht völlig flĂŒssig. Erschwert wurde eine tiefgehende grafische Konfiguration noch durch ein teilweise unverstĂ€ndliches und provisorisch anmutendes OptionsmenĂŒ, das besonders fĂŒr Laien kaum zu durchschauen war.
âTechnisch und inhaltlich brillante Actionkost mit gewaltigem Hardware-Hunger.â
â Bravo Screenfun: Ausgabe 08/1998, Note: 1[25]
Das Spiel wurde auĂerdem von einigen Spielemagazinen â unter anderem der Bravo Screenfun in Ausgabe 12/1998 â zum Spiel des Jahres 1998 gekĂŒrt. Macworld verlieh die Auszeichnung "Mac Game of the Year".[26]
Am 31. Mai 1999[10] wurde mit Unreal Mission Pack 1: Return to Na Pali eine eigenstĂ€ndige Erweiterung zu Unreal veröffentlicht. Das Spiel wurde von Legend Entertainment entwickelt und knĂŒpft direkt an das Ende der Handlung von Unreal an. Hier wird der Spieler zwar von einem Raumschiff des MilitĂ€rs gerettet, jedoch wieder auf den Planeten zurĂŒckgeschickt, um aus einem abgestĂŒrzten Raumschiff â der UMS Prometheus â die Daten eines Waffenprojektes zu bergen.
Die Erweiterung bietet unter anderem neue Waffen, Gegner und Spielebenen. Die meisten Levels sowie MusikstĂŒcke der Erweiterung stammen aus einer alten Betaversion von Unreal, welche viel mehr Karten als die offizielle Verkaufsversion enthielt. Diese wurden im Rahmen der Veröffentlichung von Return to Na Pali weiter ausgebaut und an den Stil der originalen Levels angepasst.
Bereits 1990 war ein Amiga-Spiel mit dem Namen Unreal erschienen, das von Oxford Digital Enterprises entwickelt und von Ubi Soft (heute Ubisoft) vertrieben worden war. Das auf drei Disketten ausgelieferte Spiel aus dem Arcade-Genre erhielt Wertungen zwischen 74 und 94 Prozent.[27] 1991 wurde es auf den Atari ST portiert.[28]
Hauptreihe: Unreal âą Unreal II: The Awakening
âUnreal Tournamentâ-Reihe: Unreal Tournament âą Unreal Tournament 2003 âą Unreal Tournament 2004 âą Unreal Tournament 3
âUnreal Championshipâ-Reihe: Unreal Championship âą Unreal Championship 2: The Liandri Conflict