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Unternehmensberater (oft auch als Managementberater bezeichnet) bieten anderen Unternehmen eine Beratung als Dienstleistung an. Oft ist das Management der Kunden (bzw. Klienten) Gegenstand der Beratung, manchmal aber auch fachliche Entscheidungen und Veränderungen wie z. B. bei speziellen Ingenieurleistungen oder Personalfragen.
Inhaltsverzeichnis |
Für die Unternehmensberatung gibt es unterschiedliche Bezeichnungen:
Unternehmensberater erbringen ihre Dienstleistung mit und am Kunden, weshalb umgangssprachlich häufig von „Mandat“ oder „Engagement“ gesprochen wird und die Kunden als „Klienten“ oder „Mandanten“ bezeichnet werden.
Beratungsfirmen sind zuerst in den USA im Zusammenhang mit der Etablierung von Management als Gegenstand akademischer Studien entstanden. Die erste Beratungsfirma, Arthur D. Little, wurde 1886 von dem gleichnamigen MIT-Professor gegründet. Obwohl Arthur D. Little später eine allgemeine Beratungsfirma wurde, war sie zunächst auf Beratung in technologischer Forschung spezialisiert. Die Managementberatung entwickelte sich in Amerika im Zuge des Scientific Management welches von F. W. Taylor entwickelt wurde.[1] Booz & Company wurde 1914 von Edwin G. Booz, einem Absolventen der Kellogg School of Management an der Northwestern University gegründet und beriet Privatunternehmen und Regierungsstellen. Die Entwicklung von Unternehmensberatungen wurde in Amerika vor allem durch die Weltwirtschaftskrise beschleunigt. Banken und Investmenthäuser hatten die Kontrolle über ihre Schuldner übernommen. Unternehmensberater unterstützten sie bei deren Sanierung.[2] 1926 gründete James Oscar McKinsey McKinsey & Company in Chicago. In den 30er Jahren kam es zu einem vermehrten Wachstum, da durch ein Gesetz den Banken verboten wurde, Beratungs- und Reorganisationsaktivitäten durchzuführen.[2] Nach dem Zweiten Weltkrieg wurden in den USA eine Reihe weiterer bedeutender Beratungsfirmen gegründet, insbesondere Proudfoot Consulting (1946) und die Boston Consulting Group (1963).
Die ersten Beratungsunternehmen entstanden zu Beginn der 20er Jahre. Diese wurden von akademischen Schülern der wissenschaftlichen Betriebsführung in Berlin gegründet. Im Vordergrund standen produktionstechnische Fragen, Betriebsorganisation, Kostenrechnung und - planung. Den ersten Wachstumsschub erlebte die Branche zu Beginn der 30er Jahre.[2] Die Berufsbezeichnung "Unternehmensberater" wurde 1954 im deutschsprachigen Raum mit Gründung des Bundes dt. Unternehmensberater (BDU) eingeführt. Seit 1964 ist McKinsey in Deutschland tätig, 1967 gründete Roland Berger seine Unternehmensberatung. In den frühen 60er Jahren kam es zu einer Ausweitung der Unternehmensberatung von den USA auf Europa, ab den 60er Jahren dominierten amerikanische Firmen weltweit den Markt für Beratungsleistungen.[2] Während in den Anfangsjahren produktionstechnische Fragestellungen im Mittelpunkt standen wurden in den 60er Jahren zunehmend Probleme des Absatzes und des Marketings aktuell. Die 70er Jahre waren geprägt von Fragen der Organisations- und Personalentwicklung und seit den 80er Jahren nahm die Beratung im Bereich EDV beständig zu. In der Wirtschaftskrise 2008/2009 musst die Branche leichte Umsatzrückgänge hinnehmen, die Mitarbeiterzahlen steigen jedoch immer noch an.
Die zehn umsatzstärksten Anbieter von Managementberatung waren im Jahr 2010:[3]
| Rang | Unternehmen | Umsatz in Deutschland in Mio. Euro | Mitarbeiterzahl in Deutschland |
|---|---|---|---|
| 1 | McKinsey & Company Inc. 1) | >500,0 | 2.300 |
| 2 | The Boston Consulting Group GmbH 2) | 444,0 | 1.620 |
| 3 | Roland Berger Strategy Consultants GmbH | 406,0 | 800 |
| 4 | Oliver Wyman Group | 255,0 | 700 |
| 5 | Booz & Company GmbH | 245,0 | 560 |
| 6 | Steria Mummert Consulting AG | 236,0 | 1.668 |
| 7 | A.T. Kearney GmbH | 221,0 | 587 |
| 8 | Capgemini Consulting 3) | 214,0 | 830 |
| 9 | Deloitte Consulting 4) | 211,0 | 1.037 |
| 10 | Bain & Company Germany Inc. | 210,0 | 500 |
Anmerkungen:
1) Umsatz >500 Mio. Euro
2) Inklusive der verrechneten Kosten für Professional-Expert-Teams
3) Umsätze mit Managementberatung in Deutschland ohne IT-Beratung und Systemintegration
4) Umsätze mit Managementberatung in Deutschland
Die Aufnahme in dieses Ranking unterliegt genau definierten Kriterien. Mehr als 60 Prozent des Umsatzes müssen mit klassischer Unternehmensberatung wie Strategie, Organisation, Führung oder Marketing erzielt werden.
Die Lünendonk GmbH, Kaufbeuren, betrachtet seit Mitte der 90er Jahre kontinuierlich den Managementberatungsmarkt in Deutschland. Dabei erhebt das Marktforschungsunternehmen nicht den Anspruch, den Gesamtmarkt abzubilden. Es konzentriert sich vielmehr darauf, die führenden Anbieter in einem bestimmten Marktsegment zu betrachten. Daneben werden einige mittelgroße und kleine Managementberatungsunternehmen in die Analysen zu Vergleichszwecken einbezogen. Diese Unternehmen zusammengenommen repräsentieren die Grundstruktur des deutschen Managementberatungsmarktes und besitzen so hohe Umsatzanteile am Markt, dass Folgerungen für die Gesamtsituation und -entwicklung möglich sind. Die Analyse des Jahres 2011 umfasst 63 Unternehmen inklusive der Top 25.
Dem Bundesverband Deutscher Unternehmensberater BDU e. V. (BDU) zufolge existieren in Deutschland rund 13.850 Gesellschaften für Unternehmensberatung mit insgesamt rund 87.350 Beratern und 30.150 sonstigen Mitarbeitern. Die Größe der Anbieter variiert dabei enorm: Weniger als ein halbes Prozent der Beratungsunternehmen deckt allein fast 45 Prozent des Marktvolumens ab; andererseits erwirtschaften fast drei Viertel der 13.850 Dienstleister jeweils weniger als 0,5 Millionen Euro Jahresumsatz und zusammen nur 13 Prozent des Marktvolumens. Der Markt ist also geprägt von wenigen großen sowie einer Vielzahl kleiner und kleinster Managementberatungen – häufig auch Einzelberatern.
Der BDU schätzte das Marktvolumen für klassische Management- und Unternehmensberatung für das Jahr 2010 auf rund 18,9 Milliarden Euro, nach 17,6 Milliarden Euro im Jahr 2009. Damit konnten die Anbieter den krisenbedingten Rückgang im Jahr 2009 im Folgejahr wieder mehr als wettmachen (2008: 18,2 Milliarden Euro). 2009 schrumpfte das Marktvolumen folglich um 3,3 Prozent; 2010 wuchs es dagegen um 7,4 Prozent.
Diese Zahlen sind jedoch zum Teil durch Beratungs- und Serviceleistungen im Bereich der Informationstechnik geprägt. Ohne die mit IT-Themen zusammenhängenden Umsätze weist der deutsche Markt für klassische Managementberatung 2010 mit den Themen Strategie, Organisation, Führung, Betriebswirtschaft, Logistik und Marketing ein Volumen von 14,7 Milliarden Euro (2009: 13,6 Milliarden Euro) auf. Damit fiel das Wachstum der klassischen Managementberatung mit 8,1 Prozent höher aus als dasjenige der Beratungsleistungen inklusive des IT-Bereichs (6,9%).
Für das Jahr 2011 rechneten die 63 von Lünendonk analysierten Managementberatungen im Schnitt mit einem Marktwachstum von 6,9 Prozent. Allerdings erwartete beinahe die Hälfte eine Zunahme um maximal fünf Prozent. Mittelfristig (bis 2016) erscheint eine durchschnittliche jährliche Zunahme um 6,2 Prozent wahrscheinlich. Langfristig (2016-2020) prognostizierten die Anbieter ein Wachstum von durchschnittlich 5,4 Prozent p.a.
Die befragten Unternehmen erhöhten ihren Umsatz in Deutschland im Jahr 2010 durchschnittlich um 13,2 Prozent; der Gesamtumsatz wuchs sogar um 13,8 Prozent. Für 2011 sagten die Anbieter im Durchschnitt einen Anstieg um 12,7 Prozent voraus; mittelfristig (bis 2016) verringert sich dies auf durchschnittlich 10,3 Prozent pro Jahr.
Im Durchschnitt waren bei den 63 analysierten in Deutschland aktiven Managementberatungsunternehmen 366 Mitarbeiter angestellt. Insgesamt meldeten sie für 2010 23.066 fest angestellte Mitarbeiter. Die zehn umsatzstärksten Teilnehmer vereinten dabei 51 Prozent (11.805) Beschäftigte auf sich. Gegenüber 2009 haben sich die Gesamtmitarbeiterzahlen im Jahr 2010 im Durchschnitt um 9,9 Prozent erhöht.
Die Kunden der von Lünendonk untersuchten Managementberater in Deutschland stammten 2011 – wie auch in den Vorjahren – vor allem aus der Industrie. Die Finanzdienstleister (Banken: 15,3%, Versicherungen: 6,0%) bildeten den nachfolgenden Marktsektor. Zweistellige Anteilswerte wiesen außerdem die Automobilindustrie (12,5%), Chemie/Pharma (11,2%) und Energie, Verkehr, Logistik (10,8%) auf.
Für diese Kunden erbrachten die analysierten Anbieter 2010 eine Vielfalt von Dienstleistungen. Auf den ständig zunehmenden Spezialisierungszwang seitens ihrer Kunden reagierten sie mit einer ständigen Verbreiterung ihrer Angebotspalette. Dabei gewinnen aber auch die spezialisierten Beratungsunternehmen am Markt an Bedeutung. Im Durchschnitt lag beim Leistungsspektrum die Organisations-/Prozessberatung (27,8%) vorn, gefolgt von der Strategieberatung (23,3%). Alle übrigen Tätigkeitsgebiete haben jeweils maximal zehn Prozent Anteil. Gegenüber 2009 sind die Anteile von Strategieberatung und Organisationsberatung leicht gesunken. Von den anderen Leistungsarten haben IT-Beratung und Logistikberatung Anteile verloren.
Lünendonk untersucht die Unternehmen, die überwiegend IT-Beratung anbieten, in dem Dienstleistungsbereich „IT-Beratung und Systemintegration“. Deshalb fällt in dem vorliegenden Ranking der führenden Managementberater in Deutschland der Umsatzanteil der IT-Beratung mit 5,6 Prozent relativ niedrig aus. Für die IT-Berater und Systemintegratoren in Deutschland existiert ein separates Ranking.[4]
Laut einer Studie des Bundesverbandes Deutscher Unternehmensberater BDU e.V. aus dem Jahr 2003, wurde rund die Hälfte des Gesamtumsatzes der Branche von den Top-Unternehmen erzielt. In der gleichen Studie wurde außerdem festgestellt, dass sich der Umsatz, der zwischen 1993 und 2003 durch Beratung erzielt wurde, mehr als verdoppelt hat und von etwa 0,3% auf circa 0,6% des deutschen BIP angestiegen ist.[5]
Neben den großen Beratungsunternehmen haben sich im Umfeld von Universitäten und Fachhochschulen zahlreiche studentische Unternehmensberatungen etabliert. Diese verfolgen neben der eigentlichen Beratungsleistung den primären Zweck, Studenten die praxisnahe Anwendung des erworbenen Wissens zu ermöglichen. Ein Großteil der oben aufgezählten Beratungsbereiche wird inzwischen auch von den studentischen Unternehmensberatungen abgedeckt, allerdings tendenziell eher weniger umfangreiche Beratungsprojekte. Die meisten studentischen Unternehmensberatungen sind in einem der beiden bundesweiten Dachverbände (BDSU e.V. und JCNetwork e.V.) organisiert. Durch die Dachverbände oder auch durch professionelle Beratungen holen sich viele studentische Unternehmensberatungen Unterstützung für ihre Arbeit.
In Deutschland unterliegt die Tätigkeit des Unternehmensberaters keinem Berufsschutz. Jeder in der Unternehmensberatung Tätige kann sich Unternehmensberater nennen. Dies führt in der Praxis insbesondere im Bereich der Wirtschaftsberatung zu ungewünschten Erscheinungen: Als Unternehmensberatung getarnt werden Dienstleistungen (z.B. Versicherungen) ausgewählter Vertragspartner angeboten, was mit einem unabhängigen und objektiven Beratungsprozess wenig zu tun hat. In Deutschland unterliegen selbstständige und qualifizierte Unternehmensberater in der Regel nicht der Gewerbeordnung, sondern üben eine freiberufliche Tätigkeit aus. Dazu gehört gemäß der in § 18 Abs. 1 EStG aufgeführten Katalogberufe (neben der Tätigkeit von Ärzten, Rechtsanwälten, Ingenieuren, Architekten oder Steuerberatern) auch die selbstständige Berufstätigkeit der beratenden Volks- und Betriebswirte. Das Bild des beratenden Wirtschaftsingenieurs oder Betriebswirtes entspricht dabei im Regelfall dem des Unternehmensberaters. Voraussetzung für eine freiberufliche Tätigkeit ist dessen Qualifikation, hier in der Regel ein (Fach-) Hochschulstudium und damit, dass der betreffende Selbstständige „auf Grund eigener Fachkenntnisse leitend und eigenverantwortlich tätig wird“ (§ 18 EStG). Eine Ausnahme bildet hierbei der Beruf 'staatlich geprüfter Betriebswirt', der lt. ständiger Rechtsprechung des Bundesfinanzhofes, das Mindestmaß an Qualifikation für einen beratenden Betriebswirt widerspiegelt. Damit ist durchaus eine Abgrenzung des Berufsbildes möglich. Die Qualifikation zur Unternehmensberatung erlangt aus akademischer Perspektive in der Regel derjenige, welcher nach einem wirtschaftswissenschaftlichen Hochschulstudium oder einem Hochschulstudium mit betriebswirtschaftlichem Zusatzstudium eine Berufserfahrung von mindestens drei Jahren vorweisen kann oder in diesem Zeitraum als Junior Consultant in einer Unternehmensberatung tätig war. Auch Quereinsteiger sind in der Unternehmensberatung tätig, wenn sie genügend Berufserfahrung vorweisen können; bzw. um entsprechende Unternehmen sinnvoll zu beraten, sind sie oft sogar nötig - wie Mediziner und Chemiker für die Pharmabranche. Als hauptberuflich beratend gilt nach Auffassung der Fachverbände, wer 150 Beratungstage jährlich nachweisen kann. Hinzu kommen Fortbildungen, die mindestens 30 Stunden im Jahr umfassen sollten.
In Österreich unterliegen die Unternehmensberater (ca. 12.000) der Gewerbeordnung und sind Mitglieder des Fachverbands UBIT (Unternehmensberatung und Informationstechnologie) in der Wirtschaftskammer Österreich. Die Wirtschaftskammer definiert das Gewerbe so: "Laut GewO § 29 sind für den Umfang der Gewerbeberechtigung insbesondere die für die Ausübung erforderlichen eigentümlichen Arbeitsvorgänge, die historische Entwicklung sowie die in den beteiligten gewerblichen Kreisen bestehenden Anschauungen und Vereinbarungen maßgebend." Steuerlich werden Unternehmensberater aber als Freie Berufe behandelt. UBIT bietet den Unternehmensberatern eine (freiwillige) Berufshaftpflichtversicherung und spezielle Standesregeln (proEthik) an.
Vereinigungen von Unternehmensberatern umschreiben häufig Grundsätze für Beratungen in einem Berufs- und Ehrenkodex (engl.: Code of Ethics), z. B. die Association of Management Consulting Firms (AMCF)[6], der Bundesverband Deutscher Unternehmensberater e.V. (BDU) oder die Fachgruppe beratende Volks- und Betriebswirte im bdvb e.V. sowie der Verband "Die KMU-Berater - Verband freier Berater e.V". Diese enthalten in der Regel folgende Elemente:
In Österreich sind die Berufsgrundsätze der Arbeitsgemeinschaft proEthik ein freiwilliger Bestandteil qualifizierter Unternehmensberatung
Unternehmensberatungen beschäftigen in der Regel Hochschulabsolventen aus nahezu allen Fachrichtungen. Insbesondere bei den großen Gesellschaften sind „nur“ zu etwa 50 % Absolventen der Betriebswirtschaftslehre zu finden. Daneben sind besonders die Studiengänge Physik, Mathematik, Pädagogik, Psychologie und Medizin stark vertreten. Zu einem kleinen Anteil werden auch Personen mit Berufserfahrung angestellt.
Die Beratungsdienstleistungen sind eine Bedarfsdeckung Dritter dienende auftragsindividuelle
Beratungsdienstleistungen sind auch hochgradig integrativ, da die Nachfrager an der Erstellung der Leistung mitwirken, und daher ist ein hoher Grad an Interaktivität zwischen Berater und Kunden notwendig.[8]
Weitere Merkmale der Dienstleistung Unternehmensberatung sind:
Eine Art Produkthaftung besteht für Beratungsleistungen nur insofern, als nachweislich falsche Auskünfte zu Schäden führen. Da der Unternehmensberater in der Regel nicht oder nur partiell an der Umsetzung der erarbeiteten Lösungswege beteiligt ist, kann er für Ausführungsfehler in der Umsetzung ebenso wenig haftbar gemacht werden wie für Ratschläge oder Konzeptionen, die auf Fehl- oder Falschinformationen des Kunden (bzw. Klienten) basieren.
Der Beratungsprozess ist durch stets wiederkehrende Elemente gekennzeichnet. Einer Situationsanalyse (IST-Aufnahme) schließt sich die Zielformulierung (SOLL-Zustand) für das Beratungsprojekt an. Ab diesem Zeitpunkt ist eine Kalkulation des voraussichtlichen Beratungsaufwands möglich. Es folgen die Konzeptentwicklung, die Konzeptpräsentationen, ggf. die Mithilfe (Coaching) bei der Umsetzung (Implementierung) sowie ein Maßnahmencontrolling (d.h. eine ständige Überprüfung, ob und inwieweit das gewünschte Ziel schon erreicht wurde).
Der Beratungsprozess erfordert eine Mithilfe des Kunden (bzw. Klienten). Somit stellt Unternehmensberatung eine Dienstleistung unter Einbezug des externen Faktors dar.
Unternehmensberater fokussieren sich üblicherweise auf eines von mehreren Beratungsthemen, wie z.B.:
Es lassen sich im Wesentlichen sehr unterschiedliche Beratungsthemen unterscheiden:
In der Beratungsliteratur werden Beratungsarten unterschieden, die sich am tatsächlichen Beratungsgeschäft von Beratungsfirmen orientieren:
Einer Studie von Walger und Scheller [2] zufolge, führten Ende der 90er Jahre 1,7% der von ihnen untersuchten Unternehmen Gutachtenberatung, 84,7% Expertenberatung, 11,4% Organisationsentwicklungs- und Personalentwicklungsberatung und 2,2% systemische Beratung durch. Nur ein Teil dieser Aktivitäten kann jedoch auch als Beratung im engeren Sinne verstanden werden, wenn man eine wissenschaftliche Definition zugrunde legt. Sobald der 'Berater' an der Umsetzung von Lösungsvorschlägen beteiligt ist und er dabei als Co-Manager (bezogen auf seine Funktion - nicht: auf die Dauer seiner Anwesenheit im Betrieb) in Erscheinung tritt, würden Sozialwissenschaftler nicht mehr von Beratung sprechen. Dies war jedoch nach Walger und Scheller bei 41% der 'Expertenberatung' der Fall. Daher können Teile der Expertenberatung (34,7%) und die gesamte Gutachtenberatung, insgesamt 36,4% aller untersuchten Beratungsarten, nicht als Beratung im engeren Sinne deklariert werden. Die Systemische Beratung sowie die Organisationsentwicklungs- und Personalentwicklungsberatung entsprechen hingegen qua Definition einem engeren Beratungsverständnis.[9]
Die Hauptkritikpunkte an der Tätigkeit von Unternehmensberatern sind:[10]