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Der Begriff Unternehmenskommunikation umfasst allgemein das Kommunikationsmanagement von profit-orientierten Organisationen. Der in der Praxis unscharfe Begriff wird oftmals synonym mit unternehmensbezogener PR-Arbeit verwendet.
Inhaltsverzeichnis |
Innerhalb der Kommunikations-, Sozial- und Wirtschaftswissenschaften existieren unterschiedliche Ansätze der Unternehmenskommunikation. Während Unternehmenskommunikation innerhalb der Kommunikationswissenschaft in die gleichwertigen Teilbereiche Public Relations und Marketing differenziert wird, ordnen marketingorientierte Ansätze die Public Relations dem Marketing unter. Die Organisationstheorie und die Theorie der Unternehmensführung akzentuieren demgegenüber die unternehmensinterne oder Organisationskommunikation.
Überschneidungen des Begriffs der Unternehmenskommunikation ergeben sich mit dem englischen Corporate Communications. Hiermit ist eine Managementfunktion für Kommunikation in der Unternehmensführung gemeint. Auch die Abgrenzung gegenüber Business Communication ist nicht eindeutig. Dieser Begriff schließt teils die elektronischen Geschäftsprozesse ein, teils deckt er das Führen von Gesprächen mit Mitarbeitern, die Moderation von Sitzungen, Verhandlungen mit Kunden, Lieferanten und Beratern oder die Präsentation von Projekten und Erfolgen ab.[1]
Verschärfte Kommunikationsbedingungen, ein erheblicher Anstieg des Kommunikationsangebotes sowie die Informationsüberlastung von Rezipienten führten zur Herausbildung von Konzepten der integrierten Unternehmenskommunikation.[2]
Integrierte Unternehmenskommunikation bezeichnet dabei die
Integration sämtlicher Kommunikationsmaßnahmen und -instrumente.
Durch die Integration soll die Effizienz und Effektivität der Unternehmenskommunikation auf Basis einer einheitlichen Datenplattform gesteigert werden.
Ulrike Röttger ist der Auffassung, dass die Unternehmenskommunikation ein Teilaspekt des strategischen Marketings ist und bezeichnet die Balanced Scorecard als einen Anknüpfungspunkt zu derselben.[3]
Jan Lies definiert Unternehmenskommunikation (corporate communications) als Teilbegriff der Unternehmensführung, der mit Hilfe des Wahrnehmungsmanagements die Reputation (Ruf) prägt.[1]
Ansgar Zerfaß versteht unter Unternehmenskommunikation alle kommunikativen Handlungen von Organisationsmitgliedern, mit denen ein Beitrag zur Aufgabendefinition und -erfüllung in gewinnorientierten Wirtschafteinheiten geleistet wird.[4]
Das Modell von Zerfaß differenziert die Unternehmenskommunikation in drei Bereiche:
Das Studium der Unternehmenskommunikation unter verschiedenen Bezeichnungen und mit verschiedenen Schwerpunkten (Unternehmenskommunikation, Kommunikationsmanagement, Organisationskommunikation, Public Relations) wird im deutschsprachigen Raum an verschiedenen Universitäten und Fachhochschulen angeboten. Die Angebote unterscheiden sich bzgl. der Organisation (Vollzeit-/Teilzeit), Abschlüsse (Bachelor, Master), Zugangsvoraussetzungen und hinsichtlich der beteiligten Dozenten.