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| Landeshauptstadt Stuttgart | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
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| Stadtbezirk Untertürkheim | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Stadtteil-Wappen | Stadtkarte | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Liste der Stadtteile Stuttgarts | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Eingemeindung: | Untertürkheim 1. April 1905 Rotenberg 1. Mai 1931 | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Höhe: | 225–411 m ü. NN | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
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| Bevölkerungsdichte | 2.723 Einw./km² | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Postleitzahl: | 70327 | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Vorwahl: | 0711 | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Adresse des Bezirksrathauses: |
Großglocknerstr. 24 70327 Stuttgart | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Website (offizielle): | www.stuttgart.de | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Bezirksvorsteher: | Klaus Eggert | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Quelle: Datenkompass Stuttgart | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
Untertürkheim am Neckar ist einer der direkt am Neckar liegenden Stadtbezirke von Stuttgart, umgeben von Obertürkheim, Wangen, Bad Cannstatt und Fellbach.
Siehe auch Luginsland und Rotenberg .
Inhaltsverzeichnis |
Untertürkheim wurde 1121 erstmals als Durinkheim urkundlich erwähnt. Der Name geht vermutlich auf einen alemannischen Häuptling im 4. Jahrhundert zurück. Nach diesem wurde der Ort Duringoheim benannt[1]. Durch die Lage am Fluss war früher die Neckarflößerei eine wichtige Einnahmequelle. Daneben war und ist der Weinanbau aufgrund der Exposition der Neckartalhänge in Untertürkheim von großer Bedeutung. Zahlreiche Weinbaubetriebe (teils mit Besenwirtschaften) sowie zwei Genossenschaftskeltern befinden sich in Untertürkheim (Weinmanufaktur Untertürkheim) und in Rotenberg (Collegium Wirtemberg).
Am 22. Oktober 1845 verkehrte die erste württembergische Eisenbahn von Cannstatt nach Untertürkheim.
Im Jahre 1889 eröffnen die Bettfedernfabriken Straus & Cie aus Cannstatt ihre Produktionsstätte in Untertürkheim. Die jüdischen Inhaber werden 1938 zwangsweise enteignet und die weltweit größte Bettfedernfirma aufgelöst.
1898 siedelte die 1857 von Ernst Staengel in Stuttgart gegründeten Kakao- und Schokoladenfabrik Staengel & Ziller – aus den Initialen entstand der Name „Eszet“ – nach Untertürkheim. Hier wurden ab 1933 die berühmten Eszet-Schnitten produziert. Seit 1975 werden sie vom Kölner Stollwerck-Konzern hergestellt, Staengel & Ziller existiert nicht mehr.
Durch das Verhandlungsgeschick des Untertürkheimer Schultheißen Eduard Fiechtner mit Gottlieb Daimler konnte 1900 ein Kaufvertrag mit der Daimler-Motoren-Gesellschaft abgeschlossen werden. Bereits 1903 siedelte sich in Untertürkheim die Automobilfabrik an, da deren Motorenwerk in der benachbarten Oberamtsstadt Cannstatt abgebrannt war, sie wurde somit die zweite Produktionsstätte der Daimler-Motoren-Gesellschaft. Seit April 2006 ist hier wieder der Konzernsitz der Daimler AG.
1902 erwerben die Vereinigten Seifenfabriken Stuttgart Wasengelände nahe dem Untertürkheimer Bahnhof und lassen durch Architekt Philipp Jakob Manz dort große Gebäude für die Seifensiedekessel erstellen. Bis 1933 wird in Untertürkheim unter anderen die „Feurio"-Seife produziert. Die Gebäude werden danach an Daimler-Benz verkauft.
Die Firma Eugen Bauer GmbH bekannt als „Kino-Bauer“, einst weltweit größter Hersteller von Amateur- und Kinofilmprojektoren, gegründet 1907 von Eugen Bauer in Stuttgart, produzierte seit 1928 in Untertürkheim gegenüber dem Bahnhof. 1932 wurde Bauer von der Robert Bosch GmbH übernommen („Bosch-Photokino“), schlussendlich wurde dann Anfang der 1980er Jahre auch die Produktion von Filmprojektoren eingestellt und 1992 schließlich wurde der Produktbereich Photokino komplett aufgelöst.
Das Unternehmen Fahrzeugbau Hurst von Arthur Friedrich Hurst aus Stuttgart begann 1946 mit der Produktion von "Hurst 250" Automobilen. Ab Sommer 1949 erfolgte die Produktion in Untertürkheim. Anfang 1950 wurde die Fahrzeugfertigung nach 47 Exemplaren eingestellt.
Am 31. März 1958 wird der Stuttgarter Hafen durch Bundespräsident Theodor Heuss eröffnet. Der nordöstliche Teil des Neckarhafens (Ölhafen) gehört zu Untertürkheim.
Bei der Verwaltungsreform des Landes Württemberg 1818 kommt Untertürkheim zum Oberamt Cannstatt und damit zum Neckarkreis. Der Weingärtnerort wurde am 1. April 1905 mit Cannstatt und Wangen mit Stuttgart vereinigt.
Bei der Einteilung der Stadt Stuttgart in Stadtbezirke im Jahre 1956 wurde der Stadtteil Untertürkheim mit dem Stadtteil Luginsland und dem am 1. Mai 1931 eingemeindeten Stadtteil Rotenberg zum neuen Stadtbezirk Untertürkheim vereinigt.
Bei der Neugliederung der Stuttgarter Stadtteile zum 1. Januar 2001 wurde der Stadtteil Untertürkheim in die Stadtteile Benzviertel, Bruckwiesen, Flohberg, Gehrenwald, Lindenschulviertel und Untertürkheim aufgeteilt. Seither verwaltet das Rathaus in Untertürkheim insgesamt acht Stadtteile des Stadtbezirks Untertürkheim.
In Untertürkheim gibt es fünf Schulen: die Auschule (Förderschule), die Linden-Realschule, die Luginslandschule (Grund- und Hauptschule), die Wilhelmsschule (Grundschule) und das Wirtemberg-Gymnasium.
Bereits seit 1899 gibt es in Untertürkheim eine eigene Tageszeitung, die Untertürkheimer Zeitung. Sie kooperiert heute als Stuttgarter Lokalausgabe zusammen mit der Cannstatter Zeitung mit der Eßlinger Zeitung im Verlagshaus Bechtle.
| Verkehrsverbindungen | |
|---|---|
| Schiffsanlegestelle Untertürkheim am Neckar | |
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| S 1 (Kirchheim/Teck – Stuttgart – Herrenberg) R 11 „Schusterbahn“ nach Kornwestheim | |
| U4 (Untertürkheim – Charlottenplatz – Hölderlinplatz) U13 (Giebel – Bad Cannstatt –Hedelfingen) | |
![]() Bahnhof Untertürkheim 1898 |
(Quellen: Heimatbuch Untertürkheim und Rotenberg, 1985 sowie Statistisches Amt der Stadt Stuttgart)
| Jahr | Untertürkheim | Rotenberg | Stadtbezirk |
|---|---|---|---|
| 1834 | 1.861 | 505 | |
| 1852 | 2.308 | 527 | |
| 1871 | 2.755 | 499 | |
| 1900 | 4.954 | 545 | |
| 1905 | 6.761 | 583 | |
| 1925 | 9.455 | 652 | |
| 1933 | 12.009 | 645 | 12.654 |
| 1946 | 14.296 | 710 | 15.006 |
| 1950 | 17.210 | 807 | 18.017 |
| 1961 | 18.482 | 985 | 19.467 |
| 1970 | 18.031 | 1.059 | 19.090 |
| 1980 | 16.183 | 933 | 17.116 |
| 1990 | 16.658 | ||
| 2000 | 16.027 | ||
| 2005 | 15.663 | 789 | 16.452 |
| 2007 | 15.653 | 781 | 16.434 |
| 2009 | 15.736 | 754 | 16.490 |
Neben den zahlreichen Hocketsen der örtlichen Vereine wird jährlich Mitte Juni bei Kerzenlicht die „Lange Rotweinnacht“ in der Fußgängerzone gefeiert. Ende Juli präsentiert die Untertürkheimer Zeitung ihr großes Sommerfest mit volkstümlicher Musik. Zur „Weintour Untertürkheim“ wandern am letzten Sonntag im Juli tausende Besucher durch die Weinberge Untertürkheims. Den Höhepunkt des Jahres bilden am dritten Wochenende im September das traditionelle Weinfest und die Kirbe rund um die Kelter. Am letzten Sonntag im Oktober präsentiert sich der Handel beim verkaufsoffenen „Fleggatreff“ und den Abschluss bildet der Weihnachtsmarkt am 2. Adventssamstag.
Innere Stadtbezirke: Stuttgart-Mitte | Stuttgart-Nord | Stuttgart-Ost | Stuttgart-Süd | Stuttgart-West
Äußere Stadtbezirke: Bad Cannstatt | Birkach | Botnang | Degerloch | Feuerbach | Hedelfingen | Möhringen | Mühlhausen | Münster | Obertürkheim | Plieningen | Sillenbuch | Stammheim | Untertürkheim | Vaihingen | Wangen | Weilimdorf | Zuffenhausen