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| Eigenschaften | |||||||
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| Allgemein | |||||||
| Name, Symbol, Ordnungszahl | Ununoctium, Uuo, 118 | ||||||
| Serie | Edelgase | ||||||
| Gruppe, Periode, Block | 18, 7, p | ||||||
| CAS-Nummer | 54144-19-3 | ||||||
| Atomar | |||||||
| Atommasse | 294 u | ||||||
| Elektronenkonfiguration | [Rn] 5f14 6d10 7s2 7p6 | ||||||
| Physikalisch | |||||||
| Isotope | |||||||
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| Weitere Isotope siehe Liste der Isotope | |||||||
| Sicherheitshinweise | |||||||
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| weitere Sicherheitshinweise | |||||||
| Radioaktivität | |||||||
| Radioaktives Element | |||||||
| Soweit möglich und gebräuchlich, werden SI-Einheiten verwendet. Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen. | |||||||
Ununoctium (lat. unus, „eins“, und lat. octo, „acht“, entsprechend der Ordnungszahl 118) ist das bisher schwerste bekannte chemische Element. Der Name ist ein systematischer Elementname. Es wird auch als Eka-Radon (sanskr. eka, „eins“, und Radon, also „eins unter Radon“) mit dem Symbol Eka-Rn bezeichnet.
Inhaltsverzeichnis |
Ein Bericht über die Erzeugung der Elemente Ununhexium und Ununoctium im Lawrence Berkeley National Laboratory wurde 1999 in der Fachzeitschrift Physical Review Letters veröffentlicht.[2] Im folgenden Jahr wurde der Bericht zurückgezogen, da die beschriebenen Ergebnisse von anderen Wissenschaftlern nicht zu reproduzieren waren.[3][4] Im Juni 2002 gab der Direktor der Berkeley Labs bekannt, dass die ursprüngliche Veröffentlichung auf höchstwahrscheinlich gefälschten Daten beruhte. Der Mitarbeiter Victor Ninov wurde verdächtigt, Zerfallsreihen manipuliert zu haben. Ninov erklärte dagegen die Messapparatur für fehlerhaft und bestand auf seiner Unschuld.
Im Jahr 2006 wurde erneut die Erzeugung des Elements 118 bekanntgegeben.[5][6][7] Die insgesamt drei nachgewiesenen Atome wurden bereits 2002 und 2005 in Dubna in einer Joint-Venture-Einrichtung des Vereinigten Instituts für Kernforschung und des Lawrence Livermore National Laboratory künstlich hergestellt.
Die Wissenschaftler produzierten dabei durch den Beschuss von Californium mit Calcium-Ionen zwei unterschiedliche, superschwere Atomkerne. Nach dem Beschuss verschmolzen wenige Atome für eine geringe Zeit und wurden als Element mit der Ordnungszahl 118 erkannt.
Ununoctium ist radioaktiv und mit einer Halbwertszeit von 0,89 ms sehr kurzlebig. Durch Alphazerfall zerfällt Ununoctium in das Element Ununhexium, welches jedoch auch in Millisekunden weiter zerfällt. Es zählt zu den Transactinoiden und gehört chemisch zur Gruppe der Edelgase. Ob es tatsächlich bei Raumtemperatur gasförmig ist, ist noch unbekannt. Da sich Ununoctium auf der diagonalen Grenze zu den Halbmetallen befindet, ist es möglich, dass dies nicht der Fall ist. Das Halogen Astat, welches sich ebenfalls auf dieser Diagonale befindet, ist vom Aussehen beispielsweise eher metallisch.
Auf Grund relativistischer Effekte verhält sich Ununoctium möglicherweise nicht wie ein Edelgas; diese Eigenschaft wird hingegen eher von Copernicium (Element 112) erwartet. Andererseits verhält sich Copernicium laut einer Pressemitteilung des Paul Scherrer Instituts im Mai 2006 chemisch ähnlich wie Quecksilber (Hg).[8]
Derzeit ist dies Gegenstand aktueller theoretischer Diskussionen, weil über die chemischen Eigenschaften von Ununoctium bisher keine experimentellen Befunde existieren, da das Element lediglich indirekt anhand seiner typischen Zerfallsprodukte nachgewiesen wurde.
Weil die chemischen Eigenschaften von Ununoctium möglicherweise von denen der Edelgase abweichen, könnte es in wässriger Lösung in Form von Oxiden und nicht atomar auftreten.
Nach Meldungen planen die Entdecker, den Namen Moskowium für das neue Element vorzuschlagen, der dann von der IUPAC bestätigt werden muss. In den Medien wird diese Bezeichnung bereits teilweise verwendet. Die amerikanische Gruppe um Ninov hatte zunächst zur Ehrung ihres Kollegen Albert Ghiorso, der entscheidend an der Entdeckung der Elemente 95 bis 106 beteiligt war, den Namen Ghiorsium vorgesehen. Der Vorschlag wurde nach der Entdeckung der Fälschungen jedoch obsolet.
Einstufungen nach der Gefahrstoffverordnung liegen nicht vor, weil diese nur die chemische Gefährlichkeit umfassen und eine völlig untergeordnete Rolle gegenüber den auf der Radioaktivität beruhenden Gefahren spielen. Auch letzteres gilt nur, wenn es sich um eine dafür relevante Stoffmenge handelt, was bei den hier vorliegenden Mengen von weniger als einem Dutzend Atomkernen nicht gegeben ist (weniger als einige hundert Zerfälle).