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Ethnologie (gr. ἔθνος ethnos „Volk“, „Stamm“ und -logie) oder Völkerkunde ist eine Kultur- und Sozialwissenschaft, die seit Ende des 19. Jahrhunderts (zunächst in Deutschland, dann in Großbritannien und schließlich in den USA) als eigenständiges Fach an Universitäten gelehrt wird.[1] Im englischsprachigen Raum entspricht das Fach der amerikanischen cultural anthropology oder der britischen Sozialanthropologie.
Inhaltsverzeichnis |
Die klassische Völkerkunde wandte ihr Augenmerk vornehmlich der Kultur außereuropäischer und schriftloser Völker zu, die überwiegend in die Gruppe der indigenen Völker fallen oder sich selbst als solche verstehen. Heute widmet die Ethnologie sich allen Kulturen. In anderen Ländern haben sich andere Bezeichnungen für das Fach entwickelt. Das Feld der ethnologischen Forschung wird vor allem in der angelsächsischen Sprache mit den Begriffen cultural anthropology (USA) und social anthropology (Vereinigtes Königreich) beschrieben. Der bedeutende französische Ethnologe Claude Lévi-Strauss nannte sein Programm auch strukturale Anthropologie. Die Fachorganisation der deutschen Ethnologen ist die Deutsche Gesellschaft für Völkerkunde.
Im 19. Jahrhundert entwickelte sich Ethnologie als ein Nischenfach. Sie hatte vor allem jene Völker und Kulturen zum Gegenstand, die von bereits länger etablierten Wissenschaften (Soziologie, Geschichte, Philologie, Indologie usw.) nicht erforscht wurden, mit denen aber vor allem europäische Kolonisatoren, Missionare und Reisende sehr oft zu tun hatten.
Seitdem das Fach gegen Ende des 19. Jahrhunderts Einzug in die Universitäten hielt, erweist sich die Definition des Gegenstandes dieser neuen Wissenschaft als schwierig, weil sie ursprünglich meist defensiv in Abgrenzung zu anderen Wissenschaften geschah und die erforschten Gesellschaften oft nur durch das bestimmt wurden, was ihnen im Gegensatz zu großen staatlichen Kulturen fehlte. Deshalb wurden vor allem folgende Negativ- bzw. Mangeldefinitionen des Gegenstandes gewählt:
Oft wurden besonders auch diejenigen Gesellschaften untersucht, bei denen man davon ausging, dass sie vom Aussterben bedroht seien. Zusammenfassend und positiv gewendet lässt sich sagen, dass sich mit der Ethnologie eine Wissenschaft herausbildete, die zum allergrößten Teil stabile, überschaubare Kleingruppen im Zentrum hat, die sich durch hohe Kommunikationsdichte aller abhängigen Gesellschaftsmitglieder auszeichnen (Face-to-Face-Beziehungen) und sehr oft verwandtschaftlich oder quasi-verwandtschaftlich organisiert sind. Auch wenn sich Kleingruppen innerhalb von größeren gesellschaftlichen Verbänden organisieren, sind sie öfter ein Gegenstand ethnologischer Erforschung (Urbanethnologie, Unternehmensethnologie).
Vor allem in Kleingruppen kann man mit der Methode der teilnehmende Beobachtung zu sinnvollen und modellhaften Aussagen gelangen, ohne dabei statistische und quantitative Verfahren anwenden zu müssen. Durch die weitgehende und oft lange währende Unabhängigkeit der untersuchten Gruppen wurde einerseits eine holistische Perspektive möglich, in der ähnlich der Soziologie das Ganze einer Gesellschaft in den Blick genommen werden kann, während sie andererseits breiteste Vergleichsmöglichkeiten bietet, da in den Ethnographien ein riesiger Erfahrungsschatz unterschiedlichster menschlicher Lebensformen ausführlich verschriftlicht wurde. Sie eignet sich damit besonders gut für den Test von Generalisierungen.
In der klassischen Völkerkunde standen zunächst außereuropäische, schriftlose und nicht-staatenbildende Gesellschaften und ethnische Gruppen im Mittelpunkt. Heute sind alle Formen sozialer Lebensbewältigung, -führung und -gestaltung Gegenstand ethnologischer Forschung. Das Fachgebiet ist auch nicht mehr auf bestimmte Regionen der Welt beschränkt, auch die stark industrialisierten Länder, sowie urbane Räume,[2] sind Gegenstände des Fachs geworden. Bis vor kurzem wurden kultur-/ethnohistorische Studien kaum mehr als zum Beruf des Faches gehörend betrieben, sie dienten meist nur als Vehikel des Verstehens zeitgenössischer Phänomene.[3] In der gegenwärtigen Zeit umfasst die Ethnologie auch wieder kulturhistorische Studien, sie fokussiert aber nach wie vor hauptsächlich auf das Spektrum der ethnologischen Erforschung der Gegenwart. Dazu gehören neben den nach wie vor mühsamen und entbehrungsreichen Forschungen bei traditionellen Gesellschaften in Übersee auch relativ junge Bereiche wie etwa die Erforschung transnational zusammengesetzter Online-Gemeinschaften[4] und Themen wie die technische Erweiterung des menschlichen Körpers.[5]
Eine deutsche Besonderheit ist die Volkskunde, die an deutschsprachigen Hochschulen als eigenständiges Fach auch unter den Namen Europäische Ethnologie oder Kulturanthropologie geführt wird. Die Volkskunde untersucht das Andere in der eigenen (deutschen bzw. europäischen) Kultur und betont in ihrer Herangehensweise Phänomene des Alltags. Der Schwerpunkt liegt dabei im europäischen Raum, wobei Prozesse wie Globalisierung oder Transnationalisierung den Blick über die Grenzen Europas hinweg notwendig gemacht und zu einer größeren Schnittmenge mit der Ethnologie geführt haben. Diese bis heute anhaltenden inhaltlichen wie methodischen Annäherungen haben in den letzten Jahren zu Debatten um die Demarkationslinien der beiden Fächer geführt.[6]
Als Zusammenfassung dieser Aspekte wurde Ethnologie auch als die „Wissenschaft vom kulturell Fremden“ oder dem Anderen an sich gefasst, dem quasi grundsätzlich Nicht-Eigenen.
Definitionen einzelner Wissenschaftler:
Die Ethnologie hat so gut wie sämtliche gesellschaftswissenschaftlichen Einzeldisziplinen als Unterdisziplin: Religions-, Rechts-, Politik-, Wirtschaftsethnologie, Ethnolinguistik, Kognitionsethnologie, Ethnopädagogik, Kunst- und Musikethnologie oder Ethnophilosophie und Oral History. Aber auch naturwissenschaftliche Aspekte wie Ethnomedizin, Ethnobotanik oder Ethnomathematik erregen wachsendes Interesse. Interessant ist die große Rolle der Verwandtschaftsethnologie, die in anderen Fächern nur in der Familiensoziologie Entsprechung findet.
Die Ethnologie erhebt damit den Anspruch einer interdisziplinären Grund- oder Leitwissenschaft[7], da die erforschten Gesellschaften, aufgrund ihrer großen historischen bzw. räumlichen Trennung sehr weitreichende Vergleiche erlauben und andererseits einen besonders guten Blick auf die Interdependenzen gesellschaftlicher Subsysteme, die sonst meist nur einzeln untersucht werden.
Bis in das frühe 20. Jahrhundert ließen Ethnologen ihre Daten auf Expeditionen durch Reisende, Kolonialbeamte oder Missionare erheben, seit den 1920er Jahren erheben sie diese Daten zumeist selbst. Die Ethnologie gewann früher vor allem materielle Daten, es wurden ethnographische Objekte und Felsbildzeichnungen und weniger die orale Kultur (Erzählungen, Mythen) ausgewertet. Der materielle Schwerpunkt ergab sich aus der Tatsache, dass die meisten Ethnologen nicht wie heute an Universitäten tätig waren, sondern an Museen.
Heute ist das bedeutendste Verfahren zur Datenerhebung die ethnologische Feldforschung. Die charakteristischste Methode während des Feldaufenthaltes ist die teilnehmende Beobachtung, worunter die Integration des Forschers in das Leben einer Gruppe gefasst wird, um ihren Alltag wirklich zu verstehen. Die langanhaltende Augenzeugenschaft vor Ort ist für alle Ethnologen – sofern sie sich nicht kulturhistorischen Fragestellungen (einer der Feldforschungsethnologie gleichwertigen Ausrichtung) verschrieben haben – eine unabdingbare Grundlage der Forschung. Dies unterscheidet die Ethnologie auch von anderen Disziplinen wie den Cultural Studies, die sich zumeist der Analyse von Medienerzeugnissen zuwenden, und von der qualitiv arbeitenden Soziologie, die allenfalls Interviews durchführt.
In der Zeit der Feldforschung leben Ethnologen und Ethnologinnen eng mit der örtlichen Bevölkerung zusammen und lernen deren Alltag kennen. Die Besonderheit dieser Methode ist das kommunikationsgeleitete Vorgehen, um sich bei der Arbeit von den Begegnungen vor Ort leiten zu lassen. Dies führt im Übrigen dazu, dass das Fach weniger theoriegeleitet arbeiten kann als etwa die Nachbardisziplinen: aus dem Felde selbst ergeben sich und häufig erst die letztendlich relevanten theoretischen Fragestellungen – und die Forschungsergebnisse.
Neben dieser sehr zeitaufwändigen Forschung kommen verschiedene weitere qualitative Techniken der Datengewinnung zum Einsatz: ethnographische Interviews, die strukturiert, halbstrukturiert und offen sein können, Experten- und Fokusgruppengespräche, systematische Beobachtungen, biographische Methoden. Das Erlernen der im Forschungsgebiet gesprochenen Sprache(n) wird als unabdingbar angesehen. Entsprechend der Ausrichtung aktueller Fragestellungen auf die Verbindungen und Verflechtungen zwischen unterschiedlichen Orten hat sich auch die Forschung an mehreren Orten (multi-sited ethnography) als eine mögliche Vorgehensweise etabliert.
Das Fach pflegt bestimmte Perspektiven, mit denen es sich von anderen Disziplinen unterscheidet. Klassischerweise spielte vor allem der Blickwinkel von unten (d. h. der Machtlosen und Unterprivilegierten) eine wesentliche Rolle (etwa von Minderheitengruppen, Kolonisierten oder Marginalisierten). Heute werden dagegen zunehmend auch vorherrschende Gruppen (z. B. gesellschaftliche Eliten) untersucht.
Ein weiterer wichtiger Blickwinkel ist die Perspektive von innen (auch emische Perspektive), d. h. der Versuch, die innere Wirklichkeit einer Kultur und ihrer Mitglieder zu würdigen, zu verstehen und zu erklären.
Drittens wird klassischer Weise v. a. das Fremde untersucht, während das Eigene erst langsam ins Blickfeld der Völkerkunde rückt. Dabei wurde häufig angenommen, dass das Fremde wie das Eigene und die Grenze dazwischen als gegeben und als selbstverständlich vorliegen. Heute wird, in Anlehnung an Fredrik Barths Ethnizitätstheorie, zunehmend auch auf den Grenzziehungsprozess zwischen dem Eigenen und dem Fremden hingewiesen.
Die Ethnologie arbeitet heute eher theorieexplorierend und -generierend als theorieprüfend: während die meisten anderen Disziplinen Theorien entwickeln und diese dann auf die empirische Realität anwenden, geht die Ethnologie den entgegengesetzten Weg und entwickelt ihre Theorien aus dem empirischen Material heraus. Bedeutende Theorien in der Fachgeschichte: Analytische Ethnologie, Evolutionismus, Funktionalismus, Strukturfunktionalismus, Strukturalismus, Neoevolutionismus, Kulturrelativismus, Kulturmaterialismus, Kognitive Ethnologie, Kulturökologie, Interpretative Ethnologie.
Ethnologie – in einem weiteren Sinn Ethnographie (d. h. die Beschreibung fremder Völker) – wurde schon in der griechischen und römischen Antike betrieben. Im 5. Jahrhundert v. Chr. gab Herodot von Halikarnassos bereits eine ausführliche und empirisch gestützte Darstellung der Völker der damals bekannten Welt und ihrer Sitten. Beschreibungen anderer Kulturen finden sich auch bei Platon, Aristoteles und anderen.
Zwei theologische Schulen prägten Universalideen:
Neben den oben genannten abendländischen Schulen müssen auch Traditionen bedacht werden, die in anderen Kulturkreisen wurzeln. Dazu gehört die Wahrnehmung des Fremden durch jene Kulturen, denen sich die Ethnologie traditionellerweise zuwendet. Fritz W. Kramers Arbeit Der rote Fes über die Wahrnehmung europäischer Invasoren durch afrikanische Stämme ist ein Werk, das sich solchen Spiegelungen exemplarisch zuwendet.
Europa war eine religiöse, aber keine politische Einheit. Die Wertegemeinschaft des Christentums wirkte der politischen Uneinigkeit Europas entgegen. Daher hat Glaube auch heute noch politische Bedeutung. Die spanische Inquisition stellte das Christentum als den rechten Glauben dar und hoffte auf diese Weise das Maurenproblem zu lösen. 1492 wurde das letzte maurische Königreich zerstört, Amerika von Christoph Kolumbus wiederentdeckt, und 1610 erfolgten die letzten Vertreibungen von Mauren aus Spanien. Spanier und Portugiesen reisten nach Afrika, Indien, Mittel- und Südamerika, um Rohstoffe, Gold und Reichtümer zu rauben. Das Christentum sollte verbreitet werden. Nach den Entdeckungen überwog eine eurozentristische Sichtweise, die bis ins 20. Jahrhundert von Forschern und Kolonialisten nur wenig hinterfragt wurde.
Bernardino de Sahagún (1499–1590) thematisiert in der Historia general de las cosas de Nueva Espana Bräuche, Praktiken, Promiskuität und Kannibalismus.
Hans Staden (ca. 1525 – ca. 1576) schrieb 1557 die Wahrhaftige Historia und unterstützte das feindliche Verhalten gegenüber Wilden, die mit brutaler Härte als Nicht-Menschen angesehen wurden. Staden stand auf Seiten der Kirche. Verzerrte Darstellungen aus dieser Zeit schilderten Nacktheit, Kannibalismus und Promiskuität. Aus Vermutungen und Phantasien entstanden nachteilige Darstellungen, zum Beispiel auch auf Stichen. Kannibalen in Naturvölkern seien nicht missionierbar, Wilde nicht für das Christentum gewinnbar. Die weltanschauliche Botschaft verhinderte eine gegenseitige Achtung und überwand die Tötungshemmung.
Thomas Hobbes (1588–1679) Leviathan (1649/1651), Antonio de Oliveira de Cadornega (1610–1690), Joseph-Francois Lafiteau (1681–1746), Jean-Jacques Rousseau über den Contrat Social (1762).
Für die Neuzeit hat zunächst die Epoche der großen Entdeckungsreisen zu neuen Kontakten mit fremden Völkern geführt, die sich vielfältig in Reiseliteratur und anderen Texten widerspiegeln (z. B. bei Montaigne (Über Kannibalen), bei Montesquieu und vielen anderen).
Im 19. Jahrhundert war die Völkerkunde vom Evolutionismus bestimmt, dessen Anliegen der Entwurf einer kulturellen Abfolge war. Oftmals stützten sich die Theorien nicht auf eigene Forschungen, sondern auf Berichte von Missionaren (Lehnstuhlethnologie).
In Deutschland arbeiteten die meisten Ethnologen des späten 19. und frühen 20. Jahrhunderts kulturhistorisch, d. h. man versuchte, die Geschichte der schriftlosen Völker zu rekonstruieren. Dieses Interesse wurde in anderen akademischen Nationen nicht geteilt – so fragten die britischen Social Anthropologists, die das Interesse an Geschichtlichem unwissenschaftlich empfanden, eher nach der Funktionsweise von Gesellschaften.
Neben den Kulturhistorikern (insbesondere die Wiener Schule um Pater Wilhelm Schmidt, aber auch weniger dogmatische, an Geschichte ausgerichtete Forscher) arbeiteten in Deutschland bis in die 1950er Jahre hinein v.a. kulturmorphologisch ausgerichtete Ethnologen (in der Tradition von Leo Frobenius). Die ethnosoziologische Ausrichtung Richard Thurnwalds, die seit den 1960er Jahren durch seinen SchĂĽler Wilhelm Emil MĂĽhlmann so einflussreich geworden ist, spielte bis dahin in Deutschland eher eine geringe Rolle.
Die Geburt der Ethnologie als wissenschaftlicher Disziplin fand im Schatten des Kolonialismus seit der Mitte des 19. Jahrhunderts statt. Häufig wird die Entstehung auf diesen kolonialen Bezug eingeengt. Insofern ist es nicht falsch, wenn man sie als eine Art verwissenschaftlichten schlechten Gewissens der Kolonialpolitik der europäischen Staaten bezeichnet – aber darin erschöpft sich die Fachgeschichte nicht. Nicht alle Ethnologen haben für die Kolonialregierungen gearbeitet. Es existieren auch Fachtraditionen, die gerade den Unterdrückten und Ausgebeuteten auch der Kolonien eine Stimme und damit eine Ermächtigung zu verleihen beabsichtigten oder sich einer humanistischen, rein beschreibenden Forschungstradition verpflichtet fühlten.
In der Zeit des Nationalsozialismus war die deutschsprachige Ethnologie rassistisch und teilweise esoterisch ausgerichtet.[8]
Obwohl schon frühere Ethnologen feldforschend tätig waren, begründete erst Bronisław Malinowski (1884–1942) die Forschungsmethode der teilnehmenden Beobachtung, die auch heute noch für das Fach wesentlich ist, als zentrale Zugangsweise des Faches.
Die Ethnologie war lange eine westeuropäisch geprägte Wissenschaft und hat ihre wichtigsten Exponenten in einigen jener Staaten gefunden, die rund um die Welt Macht beansprucht haben, vor allem England und Frankreich. Somit trägt sie beispielhaft den Vorwurf des Eurozentrismus aus. Heute wird das Fach maßgeblich von der amerikanischen Kulturanthropologie beeinflusst, so dass man eher von einem Amerozentrismus als einem Eurozentrismus sprechen könnte. Längst haben sich in den Ländern außerhalb Europas (z. B. in Indien, Brasilien und Japan) z. T. starke Ethnologien entwickelt. Völkerkundler aus der Dritten Welt werden in der weltweiten fachlichen Auseinandersetzung immer gegenwärtiger. Als Gegenkonzept zum Ethnozentrismus wurde die Interkulturalität entwickelt.
Portal:Ethnologie – Übersicht zu Wikipedia-Inhalten zum Thema Ethnologie