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| Vargas | |||
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| Symbole | |||
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| Basisdaten | |||
| Staat | Venezuela | ||
| Hauptstadt | La Guaira | ||
| Fläche | 1.496 km² | ||
| Einwohner | 332.900 (2007) | ||
| Dichte | 222,5 Einwohner pro km² | ||
| Gründung | 1998 | ||
| ISO 3166-2 | VE-X | ||
| Webauftritt | www.estadovargas.gov.ve (spanisch) | ||
| Politik | |||
| Gouverneur | Jorge Luís García Carneiro | ||
| Partei | Vereinigte Sozialistische Partei Venezuelas | ||
Benannt nach Venezuelas erstem nicht-militärischen Präsidenten José María Vargas, ist Vargas ein Bundesstaat Venezuelas.
Der Hauptort des Bundesstaates ist La Guaira.
Inhaltsverzeichnis |
Am 29. Juni 1589 gründete Don Diego de Osorio y Villegas die Siedlung San Pedro de la Guaria, aus der sich das heutige La Guaira entwickelte. In der Folge gelangte der Hafen recht schnell zu Reichtum, da über ihn große Teile des Hinterlandes mit Waren versorgt wurden und immer noch werden. Dieser Reichtum zog natürlich Piraten und Freibeuter an; trotz der strategisch wichtigen Position konnten diese die Stadt mehrfach plündern und verwüsten.
Ab 1825 gehörte La Guaira zur Provinz von Caracas. Im Jahre 1850 wurde Maiquetía gebildet. 1864 schließlich wurden La Guaira und Maiquetía zu einem Distrikt zusammengeschlossen. 1872 wurde der Bundesdistrikt gebildet, der 1904 wieder in zwei Teile aufgeteilt wurde, von denen einer der Vargasdistrikt war. 1986 wurde Vargas zum unabhängigen Stadtbezirk deklariert, der aber noch Teil des Bundesdistrikts blieb. 1998 wurde hier dann der 23. Bundesstaat Venezuelas kreiert.
Am 15. Dezember 1999 erlitt der mittlere Teil Vargas' eine schwere Flutkatastrophe mit Erdrutschen, bekannt als "La Tragedia" (die Tragödie). Große Teile der Bevölkerung flohen, wobei mehrere Kleinstädte praktisch völlig verlassen wurden. Zehntausende Menschen kamen um, zwei Drittel der Bevölkerung des Staates mussten evakuiert werden. Es regnete in 24 Stunden so viel wie normalerweise in zwei Jahren.
Vargas liegt im Norden des Landes und grenzt im Westen an Aragua, im Osten an Miranda (Venezuela), an den Hauptstadtdistrikt im Süden und im Norden an die Karibische See.
Die Geologie des Staates deckt sich mit der des gesamten Küstengebirges.
Das Relief des Bundesstaates wird durch einen schmalen Küstenstreifen von etwa 160 Kilometer Länge gebildet, der steil zum Meer hin abfällt. Es gibt Erhebungen, die über die 2.000-Meter-Marke hinausragen, etwa Agustín Codazzi (2.425 Meter ü. NN) oder Naiguatá (2.765 Meter ü. NN).
In Vargas herrscht das tropisch-warme Klima vor. Die jährliche Durchschnittstemparatur schwankt zwischen 25,6 °C und 27 °C. Laut der klimatischen Klassifikation von Wladimir Peter Köppen ist dies Steppenklima, das von Trockenheit charakterisiert wird, da die Verdunstung den Niederschlag überwiegt. Der jährliche Niederschlag schwankt zwischen 900 und 1530 mm.
Die tropisch-trockenen Wälder formen einen parallel zur Küste verlaufenden Streifen, in dem Spezies wie Mesquiten, Caesalpinia coriaria, Tabebuia chrysantha, Bursera, Ceiba und Hura crepitans leben.
Vargas besteht aus 12 Bezirken (Municipios), Vargas bildet einen "Stadtbezirk". Insgesamt bedeckt Vargas eine Fläche von 1.497 km².
Im Bundesstaat leben nach Schätzungen für 2007 332.000 Einwohner, 1990 waren es noch 280.439. Die Bevölkerung verteilt sich wie folgt auf die Bezirke:
Die Hauptwirtschaftszentren im Staat sind der Hafen und der Flughafen. Der Bundesstaat investierte vor der Katastrophe von 1999 viel Geld in Wohngebiete, gesellschaftliche Vereine, Hotels, Restaurants und andere Einrichtungen. Mit der Tragödie von 1999 sind viele dieser Investmentzweige niedergegangen, das Land hat an Wert verloren und viele Vereine sind verschwunden.
Der Hafen von La Guaira ist der zweitgrößte Hafen von Venezuela, was Ladungsvolumen betrifft, und bildet das Hauptportal, über das sehr viele Konsumgüter ins Land kommen, die für Caracas und die Bundesstaaten Vargas, Miranda und Aragua bestimmt sind.
Der internationale Flughafen Aeropuerto Internacional de Maiquetía Simón Bolívar in Maiquetía liegt etwa 21 Kilometer von Caracas entfernt. Von der Bevölkerung einfach Maiquetia genannt, ist dies der wichtigste der internationalen Flughäfen in Venezuela. Von hier gehen Flüge in viele wichtige Städte in den USA, der Karibik und Europa ab.
Von den Höhen des Ávila-Massivs aus kann man die kurvenreiche Küstenlinie der karibischen See betrachten, die von Königspalmen gesäumt ist. Einige Kilometer außerhalb von Caracas befinden sich ausgedehnte Strände: Playa Grande, Catia La Mar, Macuto, Caraballeda, El Palmar, Naiguatá und Anare. Eine Straße verbindet Chuspa und andere Dörfer mit Higuerote, im Bundesstaat Miranda.
La Guaira hat neben den verschiedenen maritimen und kommerziellen Aktivitäten die Atmosphäre der Kolonialzeit bewahrt. Die Forts von El Vigía und La Pólvora erinnern uns an die Zeiten, in denen die Stadt sich gegen die Angriffe von Freibeutern verteidigen musste. Denn der Reichtum, den La Guaira durch den Handel erlangte, zog auch Piraten an, die die Stadt mehrmals plünderten und verwüsteten.
Unter den Überresten der Kolonialzeit sind in und um La Guaria folgende Monumente erhalten geblieben:
Des Weiteren erwähnenswert sind die Bolívarstraße, die Guamacho- und Muchinga-Landungsbrücken, Pasaje Urrutia und Puente Jesús.
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