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| Vegetarierbund Deutschland | |
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| Gründung | 1892, Leipzig |
| Sitz | Frankfurt am Main |
| Personen |
Sebastian Zösch (Geschäftsführer), Thomas Schönberger (Vorsitzender) |
| Aktionsraum | Deutschland |
| Schwerpunkt | Ernährung, Gesundheit, Ökologie, Welternährung, Tier und Ethik |
| Methode | Öffentlichkeitsarbeit |
| Website | http://www.vebu.de |
Der Vegetarierbund Deutschland (VEBU) ist eine Vereinigung von Vegetariern. Ziel des Vereins ist es, durch Aufklärung und Aktionen eine größere Akzeptanz und Verbreitung der vegetarischen Lebensweise zu bewirken.[1] Bis März 2008 trug er den Namen Vegetarier-Bund Deutschlands.
Der Verein hat seinen satzungsmäßigen Sitz in Frankfurt am Main.[2] Der Mitgliederservice befindet sich in einer Geschäftsstelle in Hannover. In Berlin besteht ein Hauptstadtbüro.[3] Aktuell hat der VEBU etwa 5.000 Mitglieder und er ist im deutschsprachigen Raum die größte Organisation vegetarisch lebender Menschen.[4]
Inhaltsverzeichnis |
Der Beginn der Vegetarierbewegung in Deutschland liegt im 19. Jahrhundert. Im Jahr 1867 wurde von Eduard Baltzer in Nordhausen der „Deutsche Verein für natürliche Lebensweise“ gegründet, dem eine Reihe anderer Vegetariervereine folgten. Der Verein schloss sich am 7. Juni 1892 mit dem Hamburger Vegetarierverin zum „Deutschen Vegetarierbund“ zusammen. Der Verein wurde in Leipzig mit dem Ziel gegründet, den Fleischkonsum in Deutschland deutlich zu senken und dadurch zu einer globalen Verbesserung ökologischer sowie gesundheitlicher Probleme beizutragen. Die Vereinszeitschrift trug in dieser Zeit den Namen „Vegetarische Rundschau“, später „Vegetarische Warte“.[5]
Nachdem sich noch im Jahr 1932 Vegetarier aus der ganzen Welt in Oranienburg treffen konnten, konnte die Vereinszeitschrift seit 1935 nicht mehr erscheinen. Der Verein musste sich im Jahr 1935 auf Druck der Nationalsozialisten auflösen.
Nach dem Zweiten Weltkrieg kam es zur Neugründung, die jedoch durch die Trennung der Besatzungszonen erschwert wurde. Auf Betreiben von Adolf Briest entstanden deshalb zunächst zwei Vereine, die Vegetarier-Union Deutschlands (VUD) und die Deutsche Vegetarier-Union (DVU). Die Zeitschrift „Der Vegetarier“ wurde gegründet. Den Namen „Vegetarier-Bund Deutschlands“ trägt die Organisation seit 1973.
Der Verein ist Mitglied in der Europäischen Vegetarier-Union (EVU) und in der Internationalen Vegetarier-Union (IVU). Der Vorsitzende ist seit 1996 Thomas Schönberger.
Als lokale Anlaufstelle für Vegetarier wurden etwa 100 Regionalgruppen in jeder größeren Stadt gegründet. [6][7]
Der VEBU ist in Deutschland Lizenzgeber des V-Label, welches ein Gütesiegel für vegetarische Produkte darstellt. Die Vereinszeitschrift erscheint seit 1999 unter dem Titel natürlich vegetarisch viermal jährlich mit einer Auflage von bis zu 6.000 Heften und einem Umfang von 48 Seiten.[8][9] Der VEBU war Veranstalter des 38. Welt-Vegetarier-Kongresses 2008 in Dresden.
Erklärtes Ziel des VEBU ist es, den durchschnittlichen Pro-Kopf-Fleischverbrauch zu senken, das Wissen und das Bewusstsein über die Bedürfnisse und Interessen der Tiere stärken sowie der Tierrechte sollen auf der Ernährungs-, Konsum- und Gesetzgebungsebene verankert werden. Wissenschaftliche Erkenntnisse über die positiven Auswirkungen eines vegetarischen bzw. veganen Lebensstiles auf die Umwelt, insbesondere auf das Weltklima und die Welthungerproblematik, sollen verbreitet und eine ökologisch und ökonomisch zukunftsfähige Ernährungsweise soll weltweit gefördert werden.[10]
Um diese Ziele zu verfolgen, fördert und initiiert der VEBU eine Reihe von Aktionen, darunter insbesondere „Donnerstag ist Veggietag“, womit vegetarisches Essen in Restaurants und in der Kantinenverpflegung gefördert werden soll,[11] oder Kampagnen zum fleischarmen oder zum fleischlosen Grillen[12] oder vegetarischer Weihnachtsmenüs.[13]
Im Februar 2011 fand die erste „VeggieWorld“, eine Messe rund um die fleischfreie Lebensweise mit rund 40 Ausstellern, unter der Trägerschaft des VEBU in Wiesbaden mit mehr als 20.000 Besuchern statt.[14]
Der Vegetarierbund Deutschland finanziert sich durch Mitgliedsbeiträge und durch Spenden. Daneben gibt es einen „Aktiv-Fonds“ zur Unterstützung der Öffentlichkeitsarbeit.[15]