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Die Venus vom Galgenberg ist eine kleine Frauenstatuette aus grünem Serpentin aus der archäologischen Kultur des Aurignacien. Mit einer Radiokohlenstoffdatierung der Fundschicht von mehr als 30.000 BP ist sie neben der 2008 gefundenen Venus vom Hohlen Fels die weltweit älteste sogenannte Venusfigurine.[1][2]
Inhaltsverzeichnis |
Die Statuette wurde bei der Ausgrabung eines Wohnplatzes von Jägern aus der Zeit des Aurignaciens (jüngere Altsteinzeit) am 23. September 1988 gefunden. Der Fundort liegt auf dem Galgenberg bei Stratzing, unmittelbar auf der Gemeindegrenze zwischen Stratzing und Krems-Rehberg in Niederösterreich.[3] Etwa 25 km entfernt davon liegt aufwärts entlang der Donau die Fundstelle der etwa 7.000 Jahre jüngeren Venus von Willendorf.
Die Steinplastik ist 7,2 cm groß und wiegt 10 g. Die Rückseite der Figur ist flach, die Vorderseite plastisch gestaltet. Sie weist eine tänzerische Haltung auf. Durch diese Darstellung bekam sie gleich beim Auffinden den Spitznamen: "Fanny – die tanzende Venus vom Galgenberg", nach der bekannten Tänzerin Fanny Elßler. Da die Darstellung nicht eindeutig ist, wird sie aber auch als Jäger mit einer Keule gedeutet.
Wie die Schnitzabfälle zeigen, dürfte die Statue am Fundort hergestellt worden sein. Auch der Stein stammt aus der Gegend. Die Altersbestimmung fußt auf der 14C-Datierung umliegender Holzreste.
Das Original ist im Naturhistorischen Museum Wien zu sehen, eine Kopie der Skulptur im Weinstadtmuseum Krems an der Donau.