|
|
Lexikon auf Ihrer Homepage |
|
Lexikon als Lesezeichen hinzufügen |
| Verlagsgruppe Rhein Main (VRM) | |
|---|---|
| | |
| Rechtsform | GmbH & Co. KG |
| Sitz | Mainz |
| Produkte | Verlag, Zeitung |
| Website | www.vrm.de |
Die Verlagsgruppe Rhein Main (VRM) ist eine Regionalverlagsgruppe für das Rhein-Main-Gebiet mit Sitz in Mainz. Die VRM erreicht mit ihren Zeitungen über eine halbe Million Leser in Rheinland-Pfalz und Hessen.
Einige Redakteure der Allgemeinen Zeitung Mainz zählten zu den Gründern der Frankfurter Allgemeinen Zeitung.
Inhaltsverzeichnis |
Die zur Verlagsgruppe Rhein Main gehörige Rhein Main Presse publiziert insgesamt 22 verschiedene Tageszeitungsausgaben mit einer verkauften Auflage von 185.119 Exemplaren.[1]
Jeden Dienstag liegt den Tageszeitungen die Fernsehzeitschrift rtv bei. Freitags erscheint das Veranstaltungsmagazin pepper, samstags das Wochenend-Supplement Journal mit der zusätzlichen Beilage ReiseJournal in allen Ausgaben.
In der Verlagsgruppe Rhein Main erscheinen auch die Rhein Main Wochenblätter, die in elf Lokalausgaben mit einer Gesamtauflage von rund 640.000 kostenlos allen Haushalten zugestellt wird.
Das Druckzentrum der VRM befand sich 1975–2010 in Mainz-Mombach. Der direkte Anschluss Mombachs an den Mainzer Ring bot logistische Vorteile. Ein zweiter Bauabschnitt wurde 1985 fertig gestellt. Im Druckzentrum wurden drei 48-seitige Hochleistungs-Zeitungsdruckmaschinen (WIFAG OF-7) eingesetzt. Die in der Druckvorstufe erstellten Zeitungsseiten wurden digital direkt auf die Druckplatte belichtet. Drei Belichter boten eine Kapazität von 510 Platten pro Stunde und die drei Rollenoffset-Rotationsdruckmaschinen konnten bei maximaler Geschwindigkeit 105.000 Zeitungen je Stunde ausstoßen. Pro Jahr wurden ca. 15.000 t Papier bedruckt, wofür etwa 450.000 Druckplatten jährlich eingesetzt wurden. Der Farbverbrauch lag bei etwa 215 Tonnen pro Jahr.[2]
Das Druckzentrum schloss 2010. Eine direkte Übernahme der 200 Mitarbeiter in das neue Druckzentrum erfolgte (aufgrund geänderter Qualifikationen) nicht.[3] Ein im September 2009 veröffentlichter Sozialplan sah jedoch Transfermaßnahmen sowie den Wechsel in eine Transfergesellschaft vor.[4]
Ende 2010 wurde die Produktion im Druckzentrum Rhein Main (DRM) in Rüsselsheim aufgenommen. Auf vier Produktionslinien können bis zu 180.000 Zeitungsexemplare mit 48 vierfarbigen Seiten pro Stunde produziert werden.[5] Das DRM ist ein Gemeinschaftsunternehmen der Verlagsgruppe Rhein Main und des Medienhauses Südhessen (Darmstädter Echo).
Die VRM ist über die Gesellschaft für kirchliche Publizistik Mainz mbH & Co. KG Mitgesellschafter der Kirchenzeitungen der Bistümer Mainz (Glaube und Leben), Limburg (Der Sonntag) und Fulda (Bonifatiusbote). Darüber hinaus bestehen Beteiligungen an den privaten Rundfunksendern Radio RPR und Hit Radio FFH.
Durch die Postreform in den 1990er Jahren begann die VRM im April 2002 ihr Zeitungszustellnetz zu nutzen, um als privater Postdienstleister Briefe mit dem Tochterunternehmen Postino zuzustellen. Der Dienst wurde 2007 über die Zwischenholding West Mail Zustelldienste II GmbH an die PIN Group veräußert. Im Zusammenhang mit dem Inkrafttreten des Postmindestlohns wurde Anfang 2008 Insolvenzantrag für die Mehrzahl der PIN-Gesellschaften gestellt, unter anderem auch für die West Mail Zustelldienste II GmbH.