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| Vertrag von Tientsin | |
|---|---|
| Chinesischer Name | |
| Kurzzeichen | 中日天津会议专条 |
| Langzeichen | 中日天津會議專條 |
| Pinyin | Zōngrì tiānjīn huìyì zhuāntiáo |
| Japanischer Name | |
| Kanji | 天津条約 |
| Hepburn | Tenshin jōyaku |
| Koreanischer Name | |
| Hangeul | 톈진 조약 |
| Hanja | 天津條約 |
| Revidierte Romanisierung | Tyenjin joyak |
| McCune-Reischauer | T'yenjin choyak |
Der Vertrag von Tientsin war eine Vereinbarung zwischen dem Kaiserreich China der Qing-Dynastie und dem Kaiserreich Japan der Meiji-Zeit. Er wurde von beiden Seiten am 18. April 1885 in Tientsin unterschrieben. Man nannte diesen auch "Li-Itō-Vertrag" nach den beiden Verhandlungsführern Li Hongzhang für die chinesische und Itō Hirobumi für die japanische Seite.
Nach dem Gapsin-Putsch 1884 im Korea der Joseon-Dynastie eskalierten die Spannungen zwischen China und Japan aufgrund beiderseitiger Hegemonie bzgl. der Koreanischen Halbinsel. Um diese Spannungen abzubauen wurde nach umfassenden Verhandlungen folgende Einigung erzielt:
Der Vertrag schob Chinas Forderung nach einer ausschließlichen Kontrolle über Korea eine Riegel vor und machte Korea zu einem beiderseitigem Protektorat, sowohl von Japan, als auch von China.[1] Trotz der Verhandlungen war für beide Seiten der Vertrag kein ernst zu nehmendes Vorbeugungsmittel gegen weitere Konflikte, und die nächste ernsthafte Konfrontation bezüglich Korea eskalierte alsbald zum Ersten Japanisch-Chinesischen Krieg.