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Viitasaari

Viitasaaren kaupunki
Wappen Karte
Wappen von Viitasaari Datei:Viitasaari.sijainti.suomi.2008.svg
Basisdaten
Staat: Finnland
Landschaft: Mittelfinnland
Verwaltungsgemeinschaft: Saarijärvi-Viitasaari
Geographische Lage 63° 4′ N, 25° 52′ O63.066666666725.8666666667126Koordinaten: 63° 4′ N, 25° 52′ O
Höhe: 126 m
Fläche: 1.589,24 km²
davon Land: 1.248,78dep1
Einwohner: 7.447  (31. Juni 2006[1])
Bevölkerungsdichte: 4,7 Einwohner je km²dep1
Sprache(n): Finnisch
Website: www.viitasaari.fi

Viitasaari ist eine Stadt mit rund 7.500 Einwohnern in Mittelfinnland.

Sie besteht als eigenständiges Kirchspiel seit 1635, als politische Gemeinde in ihrer heutigen Form seit 1868. Seit 1996 besitzt Viitasaari das Stadtrecht. Sie umfasst neben dem Kirchdorf Viitasaari die Orte Haapaniemi, Haarala, Huopana, Ilmolahti, Jurvansalo, Keihärinkoski, Keitelepohja, Kolima, Kotvala(-Valkeisjärvi), Kumpumäki, Kymönkoski, Löytänä, Muikunlahti, Mäntylä, Niinilahti, Pasala - Viitakangas, Soliskylä, Suovanlahti(-Haarala), Taimoniemi, Vuoskoski und Vuorilahti. Der Hauptort Viitasaari liegt am Ufer des Sees Keitele, der über einen Kanal zum Päijänne an die Schiffswege der Finnischen Seenplatte angeschlossen ist.

Rund 1.000 km² des 1.588 km² großen Stadtgebiets sind bewaldet, weitere 340 km² werden von hunderten von Seen eingenommen; die Gesamtuferlänge der Seen ist über 900 km lang. Die landwirtschaftlich genutzte Fläche beträgt nur 5.545 Hektar. Entsprechend zählen Forstwirtschaft und die holzverarbeitende Industrie zu den bedeutendsten Wirtschaftszweigen. Nach der Gemeindeverwaltung selbst ist mit 180 Beschäftigten die Firma Viitapuu größter Arbeitgeber vor Ort; sie ist einer der größten Haustürhersteller Europas. Es folgen der Hausarmaturenhersteller Pisla und das Sägewerk Er-saha. Auch der Tourismus ist von großer Bedeutung; im Gemeindegebiet gibt es mehr als 1.600 Mökkis. Von touristischem Interesse sind auch das jährlich stattfindende Musikfestival Musiikin aika und das seit 2004 stattfindende Metal-Festival Heavy Metal Meeting.

Viita ist der Geburtsort von Henrik Gabriel Porthan, dem „Vater der finnischen Geschichtsschreibung.“ An der Stelle seines Geburtshauses nahe dem heutigen Stadtzentrum erinnert an ihn ein Gedenkstein. Die heutige Pfarrkirche wurde 1849 erbaut und 1925 unter Leitung von Alvar Aalto umgestaltet und renoviert. Seit 1989 besteht in Viitasaari auch eine neobyzantinische Tsasouna, ein Gebetshaus für die rund 140 Köpfe zählende russisch-orthodoxe Gemeinde, die sich aus Flüchtlingen aus Ostkarelien und deren Nachkommen zusammensetzt.

Viitasaari unterhält Städtepartnerschaften zu den Orten Sør-Odal in Norwegen, zu Nõo (deutsch Nüggen) in Estland, zu Staffanstorp und Storuman in Schweden sowie zur Gemeinde Schlangen in Nordrhein-Westfalen. Seit 1987 gibt es eine Kirchgemeindepartnerschaft mit der Gemeinde in Nohra (bei Weimar).

Politik

Die beiden größten finnischen Parteien, die Sozialdemokraten und die Zentrumspartei, lagen bei der Kommunalwahl 2008 etwa gleichauf und stellen jeweils elf von 27 Sitzen im Stadtrat, der höchsten Entscheidungsinstanz bei lokalen Angelegenheiten, gefolgt von der Zentrumspartei mit drei Sitzen. Jeweils ein Mandat konnten das Linksbündnis und die Christdemokraten erringen.

Zusammensetzung des Stadtrats (2009–2012)
Partei Wahlergebnis 2008[2] Sitze
Sozialdemokraten 38,1 % 11
Zentrumspartei 36,1 % 11
Nationale Sammlungspartei 11,8 % 3
Christdemokraten 6,4 % 1
Linksbündnis 4,1 % 1

Weblinks

Commons Commons: Viitasaari – Sammlung von Bildern und/oder Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. Väestörekisterikeskus
  2. Finnisches Justiziministerium: Ergebnis der Kommunalwahlen 2008
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