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Village People

Village People
Village People in Asbury Park, New Jersey, am 3. Juni 2006
Village People in Asbury Park, New Jersey, am 3. Juni 2006
Allgemeine Informationen
Genre(s) Disco
GrĂŒndung 1977
Auflösung 1986
NeugrĂŒndung zwischen 1987 und 1988
Website http://www.officialvillagepeople.com
GrĂŒndungsmitglieder
Felipe Rose
Polizist & Marineoffizier, LeadsÀnger
Victor Willis (1977–1979, 1982-1984)
Alexander Briley
Bauarbeiter
David „Scar“ Hodo (1978–1982, ab 1987)
Biker in Leder
Glenn Hughes (1977–95 & 1997) († 2001)[1]
Randy Jones (1977–1980, 1987–1991)
Aktuelle Besetzung
Indianer
Felipe Rose
Polizist, LeadsÀnger
Ray(mond) Simpson (1979–1982, ab 1987)
Soldat
Alexander Briley
Bauarbeiter
David „Scar“ Hodo (1977–1982, ab 1985)
Biker, Lederfetischist
Eric Anzalone (ab Nov. 1995)
Jeff Olson (1980–1985, ab 1990/91)
Ehemalige Mitglieder
Polizist
Miles Jaye (1983–1984)
Polizist
Ray Stephens (1984–1985)
Polizist
Py Douglas (zeitweise)
Bauarbeiter
Marc Lee (1982–1985)
Bauarbeiter oder Biker
Bill Whitefield (zeitweise)
Hintergrund
Produzent, Musik
Jacques Morali († 1991)
Produzent, Textidee
Henri Belolo
Textreinschrift
Victor Willis (1977–1979)
Textreinschrift
Phil Hurt, Boris Whitehead
viele Vocal-Arrangements, Harmonien
Alexander Briley

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Village People sind eine US-amerikanische Disco-Band, die in den spÀten 1970er Jahren entstanden ist.

Markenzeichen der fĂŒr eine schwule Zielgruppe gecasteten Band[2] sind neben den eingĂ€ngigen Melodien die KostĂŒme, durch welche die Bandmitglieder maskuline Stereotype verkörpern: der Polizist, der Indianer, der Bauarbeiter, der Soldat, der Cowboy und der Biker in Leder. Themen, die mit mĂ€nnlicher HomosexualitĂ€t assoziiert werden, sind - subtil eingewoben - in den Texten und Songtiteln zu finden. Ihre Gassenhauer (Y.M.C.A., In the Navy, Macho Man) werden bis heute oft gespielt und fungieren (auch unbemerkt) als Schnittstelle zwischen schwuler Subkultur und Mainstream.[3]

Inhaltsverzeichnis

Werdegang

GrĂŒndung

Die Band wurde von dem französischen Produzenten-Duo Jacques Morali / Henri Belolo ins Leben gerufen. Der Bandname der im Rahmen eines Castings[4] gegrĂŒndeten Gruppe nahm Bezug auf das von schwuler Subkultur stark geprĂ€gte Stadtviertel Greenwich Village[5], das zu Manhattan gehört und umgangssprachlich nur The Village (dt. Das Dorf) genannt wird.[6]

Es gibt zwei recht Ă€hnliche Versionen bezĂŒglich der Auslöser fĂŒr die BandgrĂŒndung. Die Version von Henri Belolo selbst[7]: Die beiden Produzenten sahen in besagtem New Yorker Stadtteil den als Indianer verkleideten Felipe Rose die Straße hinuntergehen und folgten ihm in eine Gay-Bar, wo er bediente und tanzte. Als sie bemerkten, dass ein Cowboy Rose beim Tanzen zusah, kamen sie auf die Idee, eine Gruppe von fĂŒnf MĂ€nnern zusammenzustellen, die durch eine Verkörperung unterschiedlicher Modelle von klassischer MĂ€nnlichkeit ein schwules Publikum ansprechen sollten. Eine weiter verbreitete Mainstream-Version der BandgrĂŒndung[8] findet Jacques Morali Felipe Rose in seinem IndianerkostĂŒm in einer Menge in New Yorks Greenwich Village tanzend. Roses Outfit bringt ihn auf die Idee, eine Gruppe von Village-Ikonen aus verschiedenen amerikanischen sozialen Gruppen zusammenzustellen.

Beim Schreiben der Songs fĂŒr das erste Album dachte das Autoren- und Produzenten-Duo an Orte in den USA, die von schwulem Leben geprĂ€gt waren. So kamen sie auf Hollywood, San Francisco, Key West (auf dem 2. Album) und Fire Island. Fire Island ist eine kleine Insel bei Long Island, die fĂŒr ihre „Tea dance partys“ am Sonntag um 17 Uhr berĂŒhmt war, wo die besten DJs auflegten.

FĂŒr das Komponieren gab es eine Arbeitsteilung. Morali war fĂŒr die Melodien zustĂ€ndig, Belolo hatte die Ideen fĂŒr die Texte und schrieb sie in französisch und/oder schlechtem Englisch. Am Anfang ĂŒbertrug sie Victor Willis in amerikanisches Englisch, spĂ€ter holte man sich UnterstĂŒtzung von einem Team von guten Textern wie Phil Hurt und Boris Whitehead. Auch bei der Produzentenarbeit gab es eine grobe Teilung: Moralis war die meiste Zeit im Studio und Belolo kĂŒmmerte sich ums GeschĂ€ftliche.

Bei den Aufnahmen zum ersten Album Village People war nur Victor Willis (Original-Polizist) als LeadsĂ€nger dabei. Als BackgroundsĂ€nger wurden Profis engagiert. Indianer Felipe wurde zu den Aufnahmen als „Maskottchen“ eingeladen und kam auch auf die ersten Fotos fĂŒr das Cover und eine Zeitungsanzeige.

Im Juni 1976, am Abend vor dem Treffen mit Neil Bogart von Casablanca Records (wo dann die meisten Aufnahmen erschienen) in Los Angeles, ließen sie einen DJ einen Titel spielen. Dieser wĂ€hlte San Francisco aus und in den ersten Sekunden schien es zuerst ein Reinfall zu werden, da das Publikum von der TanzflĂ€che ging. Als aber der Refrain einsetzte, kamen sehr viele Besucher wieder zurĂŒck. So konnten sie selbstbewusst die Verhandlungen antreten.

Das Album wurde ein Untergrund-Erfolg. Als 100.000 StĂŒck verkauft waren, stellten die Produzenten eine reale Gruppe zusammen, warben Glenn Hughes (Biker), Alexander Briley (Soldat), David Hodo (Bauarbeiter) und Randy Jones (Cowboy) an und tourten durch die Clubs.

Als der DJ Franki Crocker (eine Legende in diesem Metier) im New Yorker Radiosender WBLS die Songs von Village People zu spielen begann, kam der Durchbruch.

Musikalische Karriere

Macho Man

Das zweite Album Macho Man kam nur ungefÀhr zu den Top 20, aber der Titel Macho Man wurde von vielen Radiosendern gespielt und die Band wurde vom Underground-Tipp zur Mainstream-Band.

Cruisin’ mit Y.M.C.A.

Unter reger Beteiligung des Publikums singen die Village People ihren Hit Y.M.C.A..

Als die Produzenten an den Liedern zum dritten Album arbeiteten, gingen die beiden eine Straße entlang; Henri sah das Schild YMCA und fragte, was das sei. Jacques antwortete, dass es ein Ort sei, wo viele Leute hingingen wenn sie in der Stadt seien, dort gute Freunde finden wĂŒrden und dann miteinander ausgingen. Henri meinte, darĂŒber könnte man doch einen Song schreiben. So entstand Y.M.C.A. fĂŒr das dritte Album Cruisin. Das Musikarrangement dazu stammt von Horace Ott.

Die YMCA (Young Men’s Christian Association, dt. CVJM, Christlicher Verein Junger MĂ€nner, seit 1985 in Deutschland Christlicher Verein junger Menschen, in den USA gibt es eine eigene YWCA (Young Women’s Christian Association) war zur damaligen Zeit in den USA bekannt fĂŒr ihre Familien-, Unterrichts- und Gesundheitsprogramme, Sommerlager, Sportzentren und die preisgĂŒnstigen Jugendherbergen, die in dem Lied erwĂ€hnt werden. Da es sich um einen Verein fĂŒr MĂ€nner handelte, war er bei Schwulen durchaus beliebt. Daher lebt der Song bis heute von seiner Doppeldeutigkeit, da er sich vordergrĂŒndig als Lobeshymne auf den Verein prĂ€sentiert, jedoch auch insbesondere Bezug auf die ihm angehörenden Schwulen und die Gemeinschaft unter ihnen nimmt.[4]

Mit dem Song schaffte die Band den Durchbruch und der Song wurde weltweit in den Charts und in den Clubs Nummer-Eins-Hit, bis auf die Billboard-Charts in den USA, wo sie nur auf dem zweiten Platz landeten, da Rod Stewart mit Do Ya Think I’m Sexy die Spitzenposition besetzte. Y.M.C.A. ist bis heute einer der kommerziell erfolgreichsten Popsongs der Musikgeschichte.

Eingedeutscht wurde der Titel von der Berliner Vokal-Gruppe Sunday (noch bevor SĂ€nger Dieter Bohlen zu der Gruppe stieß) als CVJM (1978, bei Toledo, B-Seite: Bleib noch eine Nacht). Das Album Cruisin' bekam Platin und wurde weltweit fĂŒnf bis sechs Millionen Mal verkauft. Zum Lied erdachten Fans einen Tanz, bei dem die vier Buchstaben des Titels mit Armen und Beinen dargestellt werden.

Go West mit In the Navy

Village People bei In the Navy

Als Hauptsong fĂŒr das vierte Album Go West war eigentlich der gleichnamige Songtitel gedacht. Die Vermutung war nicht so falsch, da der Titel 1993 in der Cover-Version von den Pet Shop Boys zum weltweiten Hit wurde.

Damals wurde die Single aber kaum angenommen, und so versuchte man es mit der Auskopplung von In the Navy. Dieser wurde dann von den Radiosendern gespielt. Zu diesem frĂŒhen Zeitpunkt wurden die Village People von der US-Navy kontaktiert, da diese den Song in einem Radio- und Fernsehwerbespot fĂŒr die Rekrutierung neuer Soldaten verwenden wollte. Als Gegenleistung wurde kein Geld, sondern UnterstĂŒtzung beim Drehen des Videoclips verlangt. Drei Wochen spĂ€ter drehte man in einem der grĂ¶ĂŸten FlottenstĂŒtzpunkte der Welt, der San Diego Naval Base in Kalifornien, und bekam ein Kriegsschiff, fĂŒnf Flugzeuge (Phantom) und 200 bis 300 Soldaten zur VerfĂŒgung gestellt. Zwei Wochen nachdem der Videoclip und die Werbung zum ersten Mal ausgestrahlt wurden, titelte eine große New Yorker Tageszeitung: Die Navy verwendet Steuergelder, um eine Band mit einem Video zu unterstĂŒtzen. Daraufhin stellte die Navy die Werbekampagne sofort ein. Die Medienaufmerksamkeit war aber eine gute Verkaufsförderung; In the Navy wurde ein riesengroßer Hit. Auf der großen Tour mit einer Big Band durch 52 StĂ€dte spielte man zweimal im ausverkauften Madison Square Garden in New York und einmal im ausverkauften Felt Forum in Los Angeles.

Die GerĂŒchte zu dieser Episode reichen von der Annahme, dass der Song im Auftrag der Navy geschrieben wurde, die sich nach einem Neumitgliederboom bei YMCA etwas Ă€hnliches wĂŒnschte, bis zur Annahme, dass die Werbung nicht verwendet wurde, nachdem die Navy merkte, dass der Song die gegen Homosexuelle gerichtete Politik der Navy aufs Korn nahm.

2007 brachten die Hot Banditoz eine spanische Cover-Version unter dem Titel „A La Playa“ heraus.

In der 289. Ausgabe des Rolling Stone vom 19. April 1979 wurde ĂŒber Disco berichtet und dazu waren Village People auf dem Cover abgebildet.[9]

Can’t Stop the Music

Ende 1979 wurde Victor Willis durch Ray Simpson ersetzt. Nach Angaben einer englischen Musikzeitschrift sei Willis unzuverlĂ€ssig und allĂŒrenhaft geworden. Allerdings habe man ihm eine Karriere als Solist als „EntschĂ€digung“ versprochen. Ein Solo-Album von Victor Willis soll aufgenommen, dann aber nie veröffentlicht worden sein.

1980 kam der Film Supersound und flotte SprĂŒche (OT: Can’t Stop the Music) heraus, in dem eine erfundene Biografie der Village People erzĂ€hlt wird. In diesem Werk treten auch zwei andere SchĂŒtzlinge von Morali und Belolo auf, nĂ€mlich David London und The Ritchie Family. In den USA wurden der Film und das Album ein Reinfall, in Australien Nummer eins. Belolo meint, dass der Film zu spĂ€t, als Disco schon an PopularitĂ€t verlor, veröffentlicht wurde. Andere kritisieren zusĂ€tzlich, dass er ein eindeutig heterosexuelles Bild der Band zeichnet, das keinen Raum fĂŒr die ĂŒblichen Spekulationen lĂ€sst. Wie in Australien trat der PopularitĂ€tsverlust des Disco auch in Europa zwei Jahre spĂ€ter ein, und so wurde die Platte auch hier ein recht guter Erfolg.

Mit dem Ende der Disco-Ära kam auch das Ende von Neil Bogarts Casablanca Records. 1980 verkaufte er sein Label an PhonoGram (PolyGram Records, Philips & Siemens, heute Universal Music Group). Ab da erschienen die Platten der Village People auf anderen Labels. Neil Bogart starb am 8. Mai 1982 an Krebs und das Label wurde 1984 komplett geschlossen.

1981–1983

Der Mainstreamgeschmack Ă€nderte sich von Disco zu New Wave. Deshalb ersetzte man die KostĂŒme durch einen neuen Look, welcher durch New Romantic inspiriert war, und brachte 1981 das Album Renaissance mit dem Song 5 O’clock In The Morning heraus. Die Band schaffte aber den Wandel nicht und das Album blieb kommerziell erfolglos.

Bei den beiden folgenden Alben (Fox on the Box 1982 bei RCA-Victor, In the Street 1983) wurde der Look wieder maskuliner.

Sex Over the Phone

Figuren aus Star Wars tanzen mit dem Publikum Y.M.C.A. beim 3. Star-Wars-Wochenende 2007 in den Disney-MGM-Studios
SchĂŒler einer texanischen Highschool tanzen Y.M.C.A. zur BegrĂŒĂŸung aus dem Einsatz zurĂŒckkehrender Soldaten.

1985 wurden die Auswirkungen vom 1981 entdeckten AIDS immer sichtbarer und bedrohlicher. Mit Sex Over the Phone (bei Black Scorpio-CBS) griff erstmalig ein Lied die Thematiken AIDS und Safer Sex auf. Es gelang ihnen damit sogar, in Deutschland wieder in die unteren RÀnge der Charts zu kommen, in England gelang es ihnen fast. Mitgeholfen hat möglicherweise auch, dass sie sich auf ihre Wurzeln besannen und wieder die 6 Stereotypen darstellten. Dies war ihr letztes komplett neues Album, danach erschienen nur noch Best-of-Alben, zwei neue Singles und zahlreiche Remixes.

Morali war durch AIDS verÀngstigt und beschloss, wieder nach Paris zu gehen. Belolo schloss sich ihm an, und sie hörten auf, in den USA zu produzieren. Morali erkrankte dennoch an AIDS, wurde durch den absehbaren Tod verbittert und haderte mit dem Schicksal. Am 15. November 1991 verstarb er in Paris.

Heute

1986 legten sie eine Pause ein, um sich vom Tourleben zu erholen, trennten sich und verfolgten ihre individuellen Karrieren. Bis dahin verkauften sie insgesamt 65 Millionen TontrÀger (1987 Dance Music Report).

Zwischen 1987 und 1989 (1988 ?) fanden sie sich erneut zusammen, und grĂŒndeten die Sixuvus Ltd. („six of us“), die sie jetzt vertritt.

Die drei großen Hits (Y.M.C.A., In the Navy, Macho Man) der Village People sind bis heute populĂ€r, sodass sie bis jetzt immer wieder Auftritte absolvieren, manchmal auch im privaten Rahmen. Im Jahr sind sie 80–120 Tage gemeinsam unterwegs.

1990 landeten sie in Australien einen Überraschungserfolg mit der Single Living In The Wildlife.

Zur Fußball-Weltmeisterschaft 1994 nahmen sie zusammen mit der deutschen Nationalmannschaft die Titel Far Away in America und United We’ll Go auf. Die Single erreichte in Deutschland die unteren ChartrĂ€nge.

1999 brachten die Pet Shop Boys New York City Boy (auf dem Album Nightlife und als Single) – gemĂ€ĂŸ deren Aussage als Hommage an die Village People – heraus. Er ahmt den klassischen Village-People- und Morali/Belolo-Discosound nach und wurde in Zusammenarbeit mit dem Remixer David Morales produziert.

Glenn Hughes, der erste Biker, starb am 4. MĂ€rz 2001 an Lungenkrebs. Auch wenn er nach 1995 nur bei dem 20-jĂ€hrigen JubilĂ€um (1997?) auftrat, war er die Verkörperung der Village People fĂŒr die Tausenden Fans, mit denen er in regem Mailkontakt stand.

Von 2004 bis April 2005 tourten sie als Vorgruppe bei Chers Farewell-Tour.

Vom 18. Juli bis zum 20. Juli 2004 traten sie als Opener bei drei Shows der Ärzte in der Berliner Wuhlheide auf.

Unter dem Namen The Amazing Veepers haben sie zwei neue Singles aufgenommen: Gunbalanya (5 verschiedene Mixes) und Loveship 2001 (vier verschiedene Mixes).

Die Bandmitglieder

Felipe Rose (Indianer)

Felipe Rose ist wirklich indianischer Abstammung und arbeitete im Anvil, einer Gay-Bar im Greenwich Village, als er von Morali entdeckt wurde. Heute lebt er mit seinem langjĂ€hrigen LebensgefĂ€hrten Charles Sadler in Richmond und fĂŒhrt ein Plattenlabel fĂŒr Musik amerikanischer Ureinwohner, wofĂŒr er schon einige Preise bekommen hat. In der Band war er vor allem fĂŒr die Choreographien maßgeblich verantwortlich.

Victor Willis (Polizist, orig.)

Als Victor Willis fĂŒr die erste Platte der Village People engagiert wurde, hatte er gerade ein Engagement im Musical The Wiz (of Oz, dt. Das zauberhafte Land) am Broadway. Er half Belolo, die ersten Songs in gutes amerikanisches Englisch zu fassen, und war auch Co-Autor bei Macho Man und In the Navy. 1978 heiratete er die Schauspielerin Phylicia Allen (heute Phylicia Rashad), besser bekannt als Claire Huxtable in der Bill-Cosby-Show. Die Ehe hielt nur 2 Jahre. In der Band wurde er wegen seines Kokainkonsums 1979 ersetzt. 1997 wurde er wegen eines RaubĂŒberfalls und Kokainbesitzes verhaftet. Heute (2006) lebt er in einer Wohnwagensiedlung in Daly City (sĂŒdlich von San Francisco) und wurde wiederholt verhaftet. 2006 sah Victor Willis einer bis zu 4œ-jĂ€hrigen Haftstrafe wegen illegalen Waffenbesitzes sowie Verstoßes gegen das BetĂ€ubungsmittelgesetz entgegen.

Seit dem 26. MÀrz 2006 befindet sich Victor Willis in Untersuchungshaft, nachdem er sich trotz Absprache mit der Staatsanwaltschaft den Ermittlungsbehörden entzog.

Alexander Briley (Soldat)

Alexander Briley wurde am 12. April 1951 in Harlem, New York City geboren. Er wuchs in Harlem auf und lebte spÀter in Mount Vernon. Briley studierte Gesangsunterricht an der University of Hartford. Er spielte mit dem Jazzmusiker Bobbi Humphrey und trat in Broadway Shows wie Music Magic auf sowie im Drama A Lesson from Aloe von Althol Fugard. Er lebt gegenwÀrtig in Westchester, New York.

Glenn R. Hughes (Biker, orig.)

Glenn R. Hughes wurde am 18. Juli 1950 geboren. Als er 1977 auf eine Anzeige von Morali antwortete, in der nach SĂ€ngern im Macho-Look mit Schnauzbart gesucht wurde, arbeitete er gerade als Kassierer an der Mautstelle vom Brooklyn-Battery Tunnel. Auf diese Begebenheit wird auch im Kinofilm „Can’t Stop the Music“ bezug genommen.

Hughes begleitete die Gruppe bis zu seinem Ausstieg. Seit Beginn der 90er Jahre arbeitete Hughes nebenbei kabarettistisch und verließ schließlich 1996 Village People, um sich ganz seinem erfolgreichen kabarettistischen Programm in New York City zu widmen. Nebenbei betreute er aber das Mailpostfach der Village People. Eines seiner liebsten Hobbys war es, mit seinem Custom-Bike, einer Harley-Davidson, durch die Straßen von New York City zu fahren. Glenn R. Hughes verstarb am 4. MĂ€rz 2001 im Alter von 50 Jahren in seiner Wohnung in Manhattan an Lungenkrebs. Auf eigenen Wunsch wurde er in seiner Lederkluft beerdigt. Er hinterlĂ€sst keine unmittelbaren Verwandten.

Randy Jones (Cowboy, orig.)

Randy Jones wurde am 13. September 1952 in Raleigh, North Carolina geboren. Er besuchte die Enloe High School in Raleigh und graduierte in den 1970er. GegenwÀrtig lebt Randy Jones in New York City.

David Hodo (Bauarbeiter, orig)

David Hodo wurde am 7. Juli 1947 in Palo Alto, Kalifornien geboren. Er ist GrĂŒndungsmitglied der Band und tritt als Bauarbeiter auf.

Ray Simpson (Polizist, akt.)

Ray Simpson wurde am 15. Januar 1954 in New York City geboren und wuchs in der Bronx von New York City auf. Ray Simpson graduierte am City College of New York und absolvierte spÀter eine erfolgreiche Solokarriere, bevor er Mitglied von Village People wurde. Er trat vor seiner Teilnahme bei den Village People mit Nick Ashford und Valerie Simpson auf. Ray Simpson ist mit Leslie Simson verheiratet und hat mit ihr eine gemeinsame Tochter. GegenwÀrtig lebt die Familie in Teaneck, New Jersey.

Eric Anzalone (Biker, akt.)

Eric Anzalone besuchte von 1988 bis 1990 die University of Miami in Coral Gables, Florida, wo er Theater studierte. Danach zog er nach Kalifornia und 1992 nach New Jersey. 1995 löste Anzalone Glenn Hughes als Biker in der Band ab.

Jeff Olson (Cowboy, akt.)

Jeff Olson wurde in New York City geboren und war Besitzer einer Bar in Los Angeles, bevor er 1980 Bandmitglied wurde. Er löste Randy Jones als Cowboy ab. Jeff Olson lebt in Connecticut.

Diskussion um das VerhÀltnis der Band zu HomosexualitÀt

MĂ€nner in KostĂŒmen der Village People beim Brithon Gay Pride 2007

Die Fragen „Warum sind die Village People bei vielen Schwulen besonders beliebt?“ und „Ist die Band ein Beispiel fĂŒr die Verbindung der Themen HomosexualitĂ€t und Kunst?“ werden bei keiner anderen Band schon so lange und so oft gestellt.[10] Dies wurde auch von der Gruppe unterstĂŒtzt.[11] FĂŒr den großen Erfolg war es erforderlich, dass sie sich nie zu klar als Band mit schwulem Hintergrund identifizierten. Und manches Ă€nderte sich auch mit dem aufkommenden Erfolg im Mainstream.

„Obwohl sich die Gruppe nie selbst als schwul identifiziert hat, war doch ihre primĂ€re Zielgruppe eindeutig ein schwules Publikum. Sie setzte die Interessen, die kodierte Sprache und die Ikonografie der schwulen Subkultur erfolgreich in eine Musik um, welche in den Mainstream-Pop gelangte.
Weil die Bedeutungen und Zweideutigkeiten der Texte und der mit der Gruppe verbundenen KostĂŒme dem allgemeinen Publikum weitgehend unbekannt waren, erfreute sich das schwule Publikum nicht nur der Musik um ihrer selbst Willen, sondern genoss auch, dass ein Mainstream-Publikum unwissend subkulturelle Werte und Bilder umarmte.“

– Robert Kellerman: glbtq.com[12]

HintergrĂŒnde

Eine gewisse AnrĂŒchigkeit, die aber nie wirklich bestĂ€tigt wird, ist manchmal verkaufsfördernd. So wie in der Showbranche alles Geheimnisvolle interessant ist, solange es nicht bestĂ€tigt ist. Wenn alles herausgefunden ist, wird man leichter uninteressant.[11] Schwule sind und vor allem waren es meist gewohnt, zwischen den Zeilen zu lesen, da das Thema der schwulen Liebe selten offen angesprochen wurde. In Literatur und Film war es gang und gĂ€be, oft nur verklausulierte Andeutungen zu machen (→The Celluloid Closet – Gefangen in der Traumfabrik), da sonst die Zensur eingeschritten wĂ€re, und das auch bei harmlosen Szenen, die in heterosexuellem Kontext sonst unbeanstandet geblieben wĂ€ren. Und wenn es nichts anderes gibt, adoptiert man auch einmal ein passendes Lied, wie etwa Over the Rainbow.[13] Die Village People waren „schwul genug um einen schwulen Markt anzusprechen und subtil genug um nicht den Mainstream zu krĂ€nken.“[11][14]

Glad to be Gay von Tom Robinson wurde noch 1979 als offen schwules Lied von der BBC boykottiert.[15] Sich erfolgreich ĂŒber Konventionen hinwegzusetzen gelang erstmals in Europa der englischen Band Bronski Beat im Jahre 1984 mit Smalltown Boy und Why auf ihrem DebĂŒtalbum Age of Consent. Die Single Smalltown Boy erreichte Platz 3 in den UK-Charts und Platz 48 in den US-Charts, Why Platz 6 in den UK-Charts. Besonders, wenn es sich um lesbische Liebe handelt, kann man heutzutage sogar etwas weiter gehen, wie die Inszenierung der ersten Zeit von t.A.T.u. von 1999 bis 2004 zeigte.

Die handelnden Personen

Die Frage, ob die Mitglieder der Band schwul sind, wurde lange Zeit weder positiv noch negativ beantwortet. FĂŒr die gesamte Band lĂ€sst es sich auch heute nicht beantworten. FĂŒr den Status als Kult-Band der Gay-Community ist diese Frage nur von untergeordneter Bedeutung.

Am wichtigsten ist die Verbindung der eigentlichen Köpfe der Band – der Produzenten – zur Szene.

  • Der Franzose Jacques Morali, Initiator des Projekts, zustĂ€ndig fĂŒr die Melodien, die Studioarbeit und so manches Liedkonzept, war schwul.

„Listen. Seriously you know, I want to tell you something. I am gay, you know, myself, so I am not the kind of person to joke about the statement. Because it's my statement, you know? Knowing that the group is gay and that I'm really believing and trusting what I'm doing, it's not a parody at all.“

– Jacques Morali: Herbst 1978[16]

  • Henri Belolo stammt aus Casablanca im damaligen französischen Protektorat Marokko. Er war zustĂ€ndig fĂŒr die Textideen, den grundlegenden Textentwurf in französisch und/oder schlechtem Englisch und das GeschĂ€ftliche. Auch wenn er heterosexuell ist, zog er mit Morali zusammen durch die Clubs, hatte viele Freunde in der Community und sprach mit ihnen ĂŒber ihre Vorlieben, ihren Lebensstil, ihre musikalischen Vorlieben, ihre TrĂ€ume und Fantasien, was auch in seine Texte einfloss.[7] Zu Beginn des ersten Albums war er jedoch noch nicht dabei.

Da die Bandmitglieder heute vor allem ihren eigenen Wegen nachgehen und sich die Zeiten geĂ€ndert haben, ist von einigen mehr ĂŒber ihr Privatleben bekannt geworden.

  • Die Originalmitglieder: Felipe Rose und Randy Jones leben schon viele Jahre mit ihren gleichgeschlechtlichen Partnern zusammen. Victor Willis, der auch fĂŒr einige Textausarbeitungen verantwortlich ist, war 2 Jahre lang verheiratet. 2008 sagt er von sich, dass er das einzige heterosexuelle Bandmitglied war.[17] Glenn Hughes starb zwar unverheiratet und ohne Nachkommen, war aber dem Vernehmen nach heterosexuell. Von David Hodo und Alexander Briley ist nichts ĂŒber feste Partner oder AffĂ€ren bekannt.
  • SpĂ€tere Mitglieder: Ray Simpson ist mit Leslie verheiratet und hat eine Tochter. Auch Eric Anzalone hat eine Tochter. Über Jeff Olson ist nichts ĂŒber feste Partner bekannt.

Maskuline Stereotype

Bis in die 1960er Jahre hinein waren in Amerika viele Schwulenbars in den StĂ€dten von effiminierten Tunten und Queens geprĂ€gt. Selbst die unauffĂ€lligen Schwulen hatten ein Repertoire weibischer Gesten, welche untereinander oft ironisch akzentuiert eingesetzt wurden. Bei Sexualkontakten wurde hĂ€ufig zwischen „aktiver“ und „passiver“ Rolle unterschieden. Die Schwulenbars konkurrierten mit Travestie-Shows um die Gunst ihrer Besucher.[18] Die Homophilenbewegung propagierte fĂŒr die Straße totale Anpassung und UnauffĂ€lligkeit. Man verhielt sich so, wie es die Skripte der Mehrheitsgesellschaft vorgaben, eine Art selbsterfĂŒllende Prophezeiung. Klarerweise darf dies nicht auf jeden Menschen generalisiert werden. ZusĂ€tzlich gab es schon ab dem Zweiten Weltkrieg eine kleine S&M-Lederszene, erste Motorradclubs gab es ab den frĂŒhen 1950er Jahren und einzelne Bars ab Mitte der 1950er Jahre.[19] Geballte MaskulinitĂ€t gab es als Anschauungsobjekt in der damaligen „Pornographie“ ab den 1950er Jahren. Es handelte sich dabei um Bilder von athletischen MĂ€nnern oder Bodybuildern in statischen Posen, den „physique pictures“.[20] Dabei spielte auch der Cowboy immer wieder eine Rolle.[21]

Durch die Sexuelle Revolution in den 1960ern und vor allem durch die Selbstbehauptung um Stonewall 1969 kam Gay Pride auf, dadurch mehr Freiheit und man kĂ€mpfte auch aktiv um sie und bat nicht nur um Toleranz. Zum Entsetzen der Homophilen wurde effiminiertes Verhalten außerhalb der Bars sichtbar. In den Schwulenvierteln herrschte Aufbruchstimmung, der Drang nach Freiheit. Die Szene vergrĂ¶ĂŸerte sich auch schnell, wurde vielfĂ€ltiger, die Lederszene wurde mehr integriert[19] und man hinterfragte sein Selbstbild. Travestie-Shows verschwanden aus den Bars, man kĂŒmmerte sich nicht mehr groß um die Unterscheidung von „aktiv“ und „passiv“, sondern „alle machten alles“. (Ähnliches vollzog sich auch schon nach 1953/1955 in Amsterdam, als die Lokalpolitik der Polizei liberaler wurde und etwa zwei schwule Tanzlokale toleriert wurden.[22]) Das Pendel schlug sogar stark in die entgegengesetzte Richtung aus. Es wurde ein aus historischer Sicht gesehen notwendiges Gegen-Klischee entlang der traditionellen gesellschaftlichen Vorgaben ĂŒber MaskulinitĂ€t aufgebaut,[23] welches nicht nur die alten Vorurteile der Gesellschaft, sondern auch die im eigenen Kopf endgĂŒltig zerstören sollte, und es entwickelte sich eine HypermaskulinitĂ€t gegenĂŒber dem damaligen durchschnittlichen MĂ€nnlichkeitsideal. (Erst nach beiden Extremen war es fĂŒr die Masse möglich, die Entkopplung von Sexualverhalten und Geschlechtsrollenverhalten selbst zu vollziehen und es pendelte sich ab den 1980ern ein.)[18] Zu dieser Zeit entstand der Castro-Clone[24] mit oft dickem Schnurrbart und viele Bars verwendeten Western-Themen und -Namen.[21] Es handelte sich dabei aber großteils um dieselben Leute wie frĂŒher.[18]

Entstehung

Ende der 1970er Jahre, als die Village People entstanden sind, war diese Erscheinung voll im Gang. Morali sah Rose mit IndianerkostĂŒm und Glöckchen an den FĂŒĂŸen in der schwulen Bar namens Anvil („Amboss“). Eine Woche spĂ€ter sah er ihn wieder in der Diskothek namens 12 West in West Village, einem Teil von Greenwich Village. Rose tanzte in der NĂ€he eines Mannes, der wie ein Cowboy gekleidet war und einem anderen, der einen Bauhelm trug. „Und danach sagte ich zu mir selbst: ‚Weißt du, das ist fantastisch‘ – den Cowboy zu sehen, den Indianer, den Bauarbeiter mit den ganzen anderen MĂ€nnern rundherum. Und ich dachte auch, dass schwule Menschen keine Gruppe haben, niemanden, der schwule Menschen personifiziert, weißt du? Und ich sagte zu Felipe: ‚Eines Tages werde ich dich brauchen.‘“[25] Noch ohne Gedanken an eine auftretende Gruppe begann Morali mit diesen Hintergedanken zu produzieren. „Ich hab nie gedacht, dass eine heterosexuelle Zielgruppe dies aufgreifen wird. Ich wollte etwas nur fĂŒr den schwulen Markt machen.“[26][27] Dies ist auch an den ersten Liedern deutlich zu hören, wenn einem die Szene bekannt ist. Es wurden SĂ€nger fĂŒr die Aufnahme engagiert und Models fĂŒr das Foto des Plattencovers. Das erste Cover (es gibt zwei verschiedene fĂŒr die erste Platte) mit den engagierten Models wirkt, als stĂŒnde ein Gruppe MĂ€nner an einem warmen Abend vor einer schwulen Bar / Lederbar. Darunter die bisher angesprochenen Archetypen, aber auch Castro Clones, ein Lederkerl und auf der RĂŒckseite sogar ein Mann im Smoking. Es war mit dem Indianer, einigen Weißen und einigen Schwarzen eine ethnisch gemischte Gruppe. Einfache Menschen, die man zu sehen bekommt, wenn man im (Greenwich) Village ausgeht. Und auch der spĂ€ter hinzugefĂŒgte Matrose und KapitĂ€n entspricht diesem Bild.[23]

Als ĂŒber 200.000 Platten verkauft waren begann man per Zeitungsanzeige in der Village Voice nach „SĂ€ngern und TĂ€nzern, gutaussehend und mit Schnurrbart“[28][29] zu suchen. Nach einem glanzlosen ersten Auftritt in der Fernsehshow Soul Train, gruppierte Morali um und rekrutierte die endgĂŒltigen GrĂŒndungsmitglieder. Diese nahmen dann Macho Man auf und tourten durch die USA. 1978 verkaufte Morali seine Rechte an der Gruppe an Bill Aucoin, Manager der Gruppe Kiss, fĂŒr eine Million US$, blieb aber weiter fĂŒr die Musik verantwortlich und Produzent.[27]

VerÀnderung

„Ich denke nicht 
, dass das Hetero-Publikum weiß, dass sie eine schwule Gruppe sind 
. Wie auch immer, die Village People schauen nicht wie Tunten aus sondern wie Burschen. Und die Hetero-Jungs in Amerika erwarten den Macho-Look zu bekommen.“[16][30] Und so blieb es auch großteils, trotz des Artikels im Herbst 1978 im Rolling Stone und gefördert durch die Gruppe. Hodo erzĂ€hlt 1978, dass er bald anfing zu das ganze zu parodieren, da man damit so mehr Spaß hatte.[31] GegenĂŒber Morali, Belolo und Willis nahm der Rest der Gruppe das ganze mit Humor und Hodo erklĂ€rte dadurch einen Teil des Erfolges.[32] „Wir machen uns selbst fĂŒr so viele Interpretationen wie möglich verfĂŒgbar.“[16][33] Nach Rose (2008) steckte von der Gruppe keine subversive Absicht dahinter. Aber der Wille arbeiten zu wollen und Geld zu verdienen.[10] Nach Jones (2005) wurde dadurch ihre Musik verbreitet sowie subtil und subersiv – auf nicht offensive Weise – ihre „liberation message“ („Befreiungsbotschaft“). Die Gruppe realisierte, dass wenn sie erfolgreich werden wollen, auch im Merchandising mit Halloween-KostĂŒmen und Jausendosen und wenn das Poster in Teenagerzeitschriften erscheinen soll und wenn Teenager die Poster aufhĂ€ngen sollen, hat man keine dahingehende Frage direkt zu beantworten. Die Medien der Schwulenszene waren vor allem anfangs nicht glĂŒcklich darĂŒber, da man ein positives Rollenbild zum vorzeigen haben wollte, welche damals so gut wie nicht vorhanden waren.[11]

Die Stereotypen aus der Schwulenszene wurden vermengt mit schon der Gesellschaft vertrauten und akzeptierten Stereotypen aus der Filmindustrie. Das Publikum vor dem die Gruppe anfangs live auftrat waren vor allem Schwarze, Latinos und Schwule. Mit der Tour wurde es eine große heterosexuelle Fangemeinde. Womit die Aussage „Wir starteten nicht als schwule Gruppe.“[34] auch ihre Berechtigung hat. Nach Hughes sahen die weiblichen Fans sie nicht als homosexuell, sondern als „six humpy guys“ („sechs attraktive Kerle“), und glaubt, dass die Frauen „auf den Sex abfahren, den wir verkaufen.“ Das Konzept der Gruppe sprach das aufkommende Konzept des Narzissmus gepaart mit psychologischer und körperlicher Gesundheit an, der Selbstakzeptanz ausstrahlte.[16]

Mit der Zeit wurde der Inhalt der Lieder, den man als schwule Codes verstehen kann, weniger. Im Film Can't Stop the Music aus dem Jahre 1980 ist dann oft eine vollbusige Blondine an der Seite der Gruppe, auch im rein MĂ€nnern zur VerfĂŒgung stehenden YMCA. Sie ist auch die erste Frau auf einem Plattencover der Gruppe. Nach ihrem New Age Versuch 1981 sitzt auf dem nĂ€chsten Plattencover von Fox on the Box (1982) eine schwarze Schönheit am Mischplatz eines Studios und wird von den Jungs umschwĂ€rmt. Da die Gruppe unterschiedlich ist und das Publikum sehr weitgestreut, hat man etwas dagegen zu öffentlich als „schwule Gruppe“ bezeichnet zu werden.[35] Es kann noch immer Leute abschrecken.

WĂ€hrend die anderen Bandmitglieder und Belolo seit irgendwann nach 2000 hie und da ein wenig aus vergangenen Zeiten und von HintergrĂŒnden erzĂ€hlen, aber die sexuelle Orientierung der anderen Bandmitglieder großteils unbeachtet lassen, fĂ€llt Ex-Mitglied Willis dadurch auf, sich auf seiner Homepage als einzig Heterosexueller der originalen Village People zu rĂŒhmen[17]. Über die ganzen Jahre hat er nach eigenen Angaben kein Interview gegeben, aber ĂŒber die Publizistin Alice Wolf, die gleich hinzufĂŒgte, dass Willis nichts gegen HomosexualitĂ€t habe, ließ er 2007 ausrichten, die von ihm geschriebenen Hits (ab der zweiten Platte) keinen schwulen Hintergrund hĂ€tten und er sei entsetzt gewesen ĂŒber den schwulen Subtext den sie nur durch die schwulen Assoziationen mit der Band bekommen hĂ€tten, habe gefĂŒrchtet, dass dies in einem Nischenmarkt enden wĂŒrde. Deshalb habe er die Gruppe nach dem RĂŒckzug des Werbevideos durch die US-Navy aus Frustration die Band verlassen, was der bisherigen Darstellung ĂŒber seinen Fortgang widerspricht. Als Textautor erhĂ€lt er noch immer jĂ€hrlich etwa 1 Million Dollar an Tantiemen. Zwei Wochen nach der Mitteilung sollte eine 30-Jahres-Show von Willis in Las Vegas stattfinden und eine Tour von ihm und ein Buch wurden fĂŒr ein dreiviertel Jahr spĂ€ter angekĂŒndigt. Simpson sagt zum Buch, dass er seinem Kollegen alles Gute wĂŒnsche und es fĂŒr jede Geschichte auch eine andere Geschichte gĂ€be.[35]

Liedtexte

Man kann sie mit „schwulen Ohren“ hören, aber man muss es nicht, sie sind allgemein genug. Da sich die Zeiten Ă€ndern und auch historisches Hintergrundwissen verlorengeht hier einige ErklĂ€rungen der vorkommenden Verbindungen:

  • Das DebĂŒtalbum Village People (1977) hat nur 4 Lieder in Maxi-LĂ€nge (etwa 5 Minuten), jeweils zwei auf einer Seite. Die A-Seite behandelt schwules Leben der WestkĂŒste (San Francisco / Hollywood) und die B-Seite schwules Leben der OstkĂŒste (Fire Island / [Greenwich] Village People). Hodo: „Our first album was possibly the gayest album ever.“[34] Die Texte kamen von Morali, Phil Hurtt und Peter Whitehead.
    • San Francisco (You've Got Me) ist eine LiebeserklĂ€rung an die Stadt. Mit Folsom-, Polk-, und Castro-Street werden die drei wichtigsten Straßen der dortigen Schwulenszene beschrieben und mit Leder, „Schillernde der Nacht“ (Queens, mĂ€nnliche Prostituierte) und Jeans (Castro Clone) die dazugehörigen Besucher. Auch die LiberalitĂ€t der Stadt wird besungen. Der zweite Teil des Liedes ist das Liebesspiel mit der Stadt, oder mit einem anderen Partner in der Stadt, je nach Auslegung.[36]
    • In Hollywood (Everybody Is A Star) handelt von jemanden, der alles verkauft, vielleicht noch Kredite aufnimmt, nach Hollywood zieht, seinen Namen Ă€ndert, sich seinen Traum verwirklicht ein Star zu werden – denn jeder in Hollywood ist ein Star – und vergisst was er einmal war. Ihm ist nur das teuerste gut genug, die New Yorker werden bald aufblicken, aber es ist mehr ein Spiel, eine Angeberei. Ob er wirklich jemals in Hollywood oder erfolgreich war, sei dahingestellt, wenn er sich selber anrufen muss. Es ist eine allgemeine Geschichte, aber auch in der Szene gut bekannt, besonders mit NamensĂ€nderung um möglichst unerkannt zu bleiben. West Hollywood erlebte in den Anfang der 1970er einen starken Zuzug von Schwulen.
    • Fire Island handelt von der kleinen Insel in der NĂ€he von New York, wo man ein „funky weekend“ verbrachte, es „die Sonne und das Meer“ gibt und „wo die Liebe frei ist“. Es werden die Clubs „Ice Palace“, „Monster“, „Blue Whale“, „Sandpiper“ und „Botel“ erwĂ€hnt, wo es von den „Tea dance partys“ um fĂŒnf Uhr nachmittags bis in die frĂŒhen Morgenstunden tanzte. Sie wurden zu einem großen Teil von Schwulen besucht, DJs liebten sie, weil das Publikum experimentierfreudiger war und man eher neue Dinge ausprobieren konnte und es wurde dort ein Teil der Disco-Geschichte geschrieben.[37][38][39] Auf der Insel gibt es auch Cruising-Gebiete. „Don't go in the bushes, someone might grab ya“ („Geh nicht in die BĂŒsche, es könnte jemand nach dir grapschen.“) oder „someone might stab ya“ („jemand könnte dich ‚stechen‘“) sind die wohl eindeutigsten Zeilen in allen Village People Liedern.
    • Village People ist quasi eine Hymne der Zeit fĂŒr die Bewohner („Village People“) und Aktivisten von Greenwich Village, die an der „Gay Liberation“ teilnahmen. „Nun ist die Zeit“, „dein Kampf ist meiner“, „lasst uns fĂŒr die Rechte kĂ€mpfen, und dies wĂ€hrend des Tages tun“ (nicht mehr in der Nacht verstecken), „deine Freiheit ist in Sicht“, „wir können nicht abgestritten werden, die Zeichen sind auf unserer Seite jetzt“, „wir sind jetzt eins und nehmen unseren Platz in der Sonne“ und „wir mĂŒssen frei sein“ sind recht eindeutig, besonders mit der Entstehungsgeschichte und der Namensherkunft der Band.
  • Bei Macho Man (1978) haben schon Willis und Belolo mitgearbeitet. Es sind 5 Lieder in Maxi-LĂ€nge (4-6 Min.), zwei auf der A-Seite und drei auf der B-Seite, wobei eines auf der B-Seite ein Medley aus zwei Liedern ist.
    • Der Titelsong Macho Man behandelt das Thema Fitnessstudio und Training. Ein sehr allgemeines Thema – daher im Mainstream erfolgreich –, aber auch eine Hymne an die hypermaskuline schwule „Clone“-Generation, die Archetypen, welche die Gruppe darstellt. Relativ eindeutig ist die Zeile „Call him Mister Eagle, dig his chains.“ („Nenn ihn Mister Eagle, fahr auf seine Ketten ab.“) Eagle ist der Name oder Namensbestandteil einiger Lederbars rund um die Welt. In New York gab es beispielsweise von 1970 bis 2000 The Eagle's Nest.[40] Auch das Thema Freiheit ist wieder enthalten und wird im Folgelied fortgesetzt. „Jedermann sollte ein Macho sein. Um ein Leben in Freiheit leben, bezieht der Macho Stellung. Hab deine eigenen Lebensstile und Ideale. Zugang zum Band der Kompetenz erreichen, das ist die Kunst.“ Willis distanziert sich 2008 von einem schwulen Zusammenhang.[35]
    • Das Lied geht auf der LP nahtlos in I Am What I Am ĂŒber. Dies ist ein Grundthema der Gay Liberation und wurde fĂŒnf Jahre spĂ€ter von Jerry Herman (I Am What I Am) noch treffender umgesetzt. Auch bei den Village People ist es eine Hymne so sein zu dĂŒrfen, wie man ist. Menschen haben ein Recht der zu sein, der sie sind, egal wen sie lieben oder welche Hautfarbe sie haben. Menschen haben das Recht auf einen freien Willen und Liebe ist keine SĂŒnde. Menschen haben das Recht zu leben mit wem sie es wĂŒnschen, glĂŒcklich und „niemand hat das Recht meine Liebe fĂŒr mich zu wĂ€hlen. Ich bin frei geboren.“ „Ich habe nicht gewĂ€hlt was ich bin. Ich sage ich bin was ich bin. Dies ist mein LebensgefĂ€hrte. [
] Ich sage ich bin was ich bin. Bitte versuch es zu verstehen.“
    • In Key West sagt einer zu seiner Mutter, dass es ihm zu kalt ist und es ihn nach Key West in die Sonne zieht. Key West ist vor allem seit der Kubakrise ein Tourismusgebiet in das es viele exzentrische Leute und auch Schwule zieht. Key West ist fĂŒr den Protagonisten der SchlĂŒssel zum GlĂŒck, dort wird er Spaß haben. Die FreizeitnĂ€chte sind dort die besten, am Tag wird er in der Sonne liegend zubringen, die NĂ€chte sich um die Ohren schlagen.
    • Das Medley Just A Gigolo / I Ain't Got Nobody wurde schon 1956 von Louis Prima aufgenommen. Mit der ErwĂ€hnung von sweet Mamma, also einer Sugar Mommy behandelt dieses Lied eindeutig ein heterosexuelles Thema. Das Medley besteht aus der englischen Version des Liedes Schöner Gigolo (Originalinterpret: Richard Tauber) und dem Lied I Ain't Got Nobody (Originalinterpretin: Marion Harris).
    • Die letzte Nummer Sodom And Gomorrah erzĂ€hlt die Geschichte der beiden StĂ€dte und ist eine Mischung zwischen Disco und Gospel. Das Thema wird seit langem mit HomosexualitĂ€t in Verbindung gebracht, wobei auch diskutiert wird was die wirkliche SĂŒnde von Sodom ist. Im Lied wird vor allem von Lust gesprochen und von den bösen/geilen MĂ€nnern, welche sich um die Besucher in Lots Haus sammeln. Es ist keine ErklĂ€rung bekannt aus welchen GrĂŒnden das Lied mit aufgenommen wurde, wo doch mit dem Hinweis auf diese Geschichte Homosexuelle mit dem Tode bestraft wurden um die eigene Stadt zu schĂŒtzen.
  • Der Name der dritten LP Cruisin' kann generell mehrere Bedeutungen haben. Einmal kann es gewöhnliches, lockeres herumkreuzen mit einem Schiff oder auch Fahrzeug bedeuten, dann die Erweiterung zum Cruisen von meist Teenagern und das schwule Cruising, wobei im Englischen die verwendeten Worte meist dieselben sind. Letztere Bedeutung wurde zwei Jahre spĂ€ter einem grĂ¶ĂŸeren Publikum bekannt, als der Film Cruising (Film) herauskam.
    • Zum Lied Y.M.C.A. gibt es verschiedene Komponenten, die im Artikel behandelt werden. Das gesamte Lied ist vom Text her nicht schwul, allerdings kann der von Morali stammende Refrain so gelesen werden. Den Rest des Textes schrieb Willis nach Moralis Konzept. Auch hat das Lied einen schwulen Entstehungshintergrund und ist musikalisch eine Hymne wie teilweise Village People und vor allem I am what i am und die spĂ€ter folgenden Go West und Liberation.
    • Das Medley The Women / I'm a Cruiser thematisiert eindeutig heterosexuelles. I'm a Cruiser gibt es allerdings auch alleine. Dort kann man beispielsweise die Refrainzeilen „I'm a cruiser, cruising everything i see, / I'm a cruiser, do you look so good to mee“ („Ich bin ein Cruiser, (er)cruise alles was ich sehe, / Ich bin ein Cruiser, du schaust fĂŒr mich so gut aus“) problemlos ĂŒbertragen.
    • In My Roommate beschwert sich jemand ĂŒber seinen Zimmergenossen, der ein TanzverrĂŒckter ist, glaubt er sei der grĂ¶ĂŸte TĂ€nzer aller Zeiten, immer neue Schritte ausprobieren muss und in der Dusche leicht falsch singt. Der ErzĂ€hler kann dadurch nicht schlafen, sei es am Tag, zu Mittag oder in der Nacht, er klagt verrĂŒckt zu werden. Der Zimmergenosse bricht alle Regeln und als der ErzĂ€hler den Kasten aufmacht um seine Jacke herauszunehmen findet er einen Zettel mit der Nachricht: „Ich bin in die Disco gegangen, ich habe deine beste Jacke genommen.“ Durch das ganze Lied zieht sich die immer vom Chor gesungene Zeile: „My roommate, my roommate“, die zwar etwas genervt, aber nicht sauer klingt, fast schon wie eine Hymne an den Zimmergenossen. FĂŒr Randy Jones ist es 2005 der schwulste Song der Village People.[11]
  • Go West
    • Bei In the Navy gibt es nur den Zusammenhang, dass es wie YMCA ein reiner MĂ€nnerverein ist. Willis distanziert sich 2008 von einem schwulen Zusammenhang.[35]
    • Das Lied Go West handelt von einem liebenden Paar, welches von der Hektik im Osten genug hat, zusammen in den ruhigeren Westen aufbrechen und ein neues Leben beginnen will. Am neuen Ort gibt es Meer, Strand, Sonne im Winter und viel Freiraum. Der allgemeine Slogan „Go West“ gibt es schon lange. Auf dem LP-Plattencover wird mit Hawaii-Hemden, Cocktails und einer Ananas indirekt suggeriert, dass es sich um Hawaii handeln könnte. Der Slogan „Go West“ hatte auch in der Schwulenszene schon ĂŒber lĂ€ngere Zeit eine Bedeutung und ein Ziel: Kalifornien bzw. San Francisco. Als das Lied herauskam war gerade der Höhepunkt einer „schwulen Flucht“ nach Kalifornien, die sogar Aktivisten in der Kleinstadt Clearfield (Utah) bekannt war und mit dem Lied in Verbindung gebracht wurde.[41] Willis streitet von seiner Seite jede schwulenthematische Intention ab.[35] Dies kann gut sein und es kann trotzdem einen schwulenthematischen Hintergrund haben, wenn Moralis der Initiator und Konzeptverfasser war. Die Pet Shop Boys haben in ihrer 1993 erschienen Cover-Version einige Kleinigkeiten verĂ€ndert, die es offensichtlicher machen.
  • Live And Sleazy enthĂ€lt vor allem Live-Versionen bekannter Lieder und wenig neues.
  • Im Film Can't Stop the Music ist eine vollbusige Blondine immer dabei, auch im YMCA.
    • Liberation ist eine allgemeine Hymne fĂŒr Freigeister die fĂŒr ihre Überzeugung einstehen und an Einfluss gewinnen. Sie ist 1:1 auf die Gay Liberation ĂŒbertragbar.
  • Das Album Sex Over the Phone aus dem Jahre 1985 hat als Grundthema SexualitĂ€t. Zum zeitlichen Rahmen: 1984 ergaben Untersuchungen in Afrika, dass Aids bei Frauen und MĂ€nnern gleich hĂ€ufig auftrat, unabhĂ€ngig von Drogenkonsum und Bluttransfusionen. In der Allgemeinheit sprach man noch nicht viel darĂŒber. Am 25. Juli 1985 gab Rock Hudson bekannt an Aids erkrankt zu sein und am 2. Oktober 1985 starb er. 1985 wurde der erste Antikörpertest zugelassen und zB in Deutschland sind ab Oktober 1985 nur mehr getestete PrĂ€parate zugelassen. Es fand in diesem Jahr die erste Aids-Konferenz statt und in diesem Jahr sorgte auch ein erster Bericht ĂŒber durch Blutkonserven angesteckte Bluter und dass 70% ihrer Frauen infiziert waren zu einer erhöhten Aufmerksamkeit. Es kommt Bewegung in die allgemeine Aids-PrĂ€vention. Es wurde viel diskutiert, davor vor allem in der Schwulenszene, besonders ab 1983, wĂ€hrend die Allgemeinheit das Thema erst ab 1985 nĂ€her interessierte.
    • Es wurde auch ĂŒber die Zukunft der SexualitĂ€t diskutiert. Sex Over the Phone, welches schon 1984 aufgenommen wurde, war dabei eine Möglichkeit von Safer Sex. Es gilt daher als erste Thematisierung von Safer Sex in der Musik und die ist völlig heterosexuell umgesetzt. Auch am Single-Plattencover findet sich auf der Vorderseite eine Dame im Dessous und auf der RĂŒckseite Mann mit freiem Oberkörper.

Diskografie

Alben

Jahr Titel US UK DE AT CH
1977 Village People
D-A-CH: ? San Francisco?
54 - - - -
1978 Macho Man 24 - - - -
1978 Cruisin' 3 24 1 1 -
1979 Go West 8 14 - 22 -
1979 Live and Sleazy (live)(2LP) 32 ? 0 ? ?
1980 Can’t Stop the Music (OST) 47 9 - - -
1981 Renaissance 138 - - - -
1982 Fox on the Box - ? ? ? ?
1983 In the Street - ? ? ? ?
1985 Sex Over the Phone - - - - -

Außerdem wurden zahlreiche Best-Of-Zusammenstellungen veröffentlicht, von welchen Greatest Hits (1989) auch Gold- oder Platinstatus in den USA erlangte. Auf manchen waren verschiedene Remixes, vor allem von Y.M.C.A., enthalten.

Singles

Alle Singles, welche in US bei Casablanca Records erschienen sind, und jene, welche sich im deutschsprachigen Raum oder in England in den Charts platzieren konnten.

Jahr Titel US UK AU DE AT CH
1977 San Francisco (You’ve Got Me) /
Village People
- 45 - - -
1978 Macho Man /
Key West
30 - - - -
1978 Y.M.C.A.(3:30) /
The Women
2 1 1 1 1 1
1979 In the Navy /
Manhattan Woman
3 2 3 5 7
1979 Go West /
Citizens of the World
45 15 - - -
1979 Sleazy /
Save Me (Uptempo)
- - - -
1979 Sleazy /
Ready for the 80's
52 - - - -
1979 I Am What I Am / - 32 - -
1980 Can’t Stop the Music /
Milkshake
- 11 1 10 19 -
1981 5 O’Clock in the Morning /
Food Fight
1985 Sex Over the Phone /
Sex Over the Phone (Instr.)
59 40 - -
1989 Megamix /
Y.M.C.A. (Version 1989) (3:56)
1989 Y.M.C.A. (3:30) /
In The Navy
1990 Living in the Wildlife T10 / / /
1993 Y.M.C.A (3* remix) /
Go West (CD)
/ 12 96 / /
1994 DFB & Village People
Far Away in America /
United We’ll Go
/ / / 44 - -
1994 In the Navy (7*Remix)(CD) / 36 / / / /
1997 IT) / / / / / /
1997 Go West /
We Want You – Megamix 97 (3*Rmx)(CD)
/ / / / /
1999 YMCA Millennium Mix (3*Rmx)(CD) / 35 / / / /
2004 David Hodo >My Sweet Lord ( CD-Single / Dance Street Records, Germany )
2005 DJ Tyson vs. Village People
Y.M.C.A. (3* remix)(CD &; 12")
2007 Randy Jones >New York City Boy ( CD-Single / Dance Street Records, Germany )
2008 Randy Jones >Your Disco Needs You ( CD-Single / Dance Street Records, Germany )
2008 Randy Jones > If I CanÂŽt Have You ( CD-Single / Dance Street Records, Germany )
  • Megamix enthĂ€lt Y.M.C.A. / In the Navy / San Francisco / Macho Man / Can’t Stop the Music
  • Y.M.C.A. (3*remix) = '93 Remix (3:46) von Dave Ford / 12" PWL Remix (6:16) von Dave Ford / P.K.A. Remix (6:04) von PKA / (Go West) [anscheinend nur in UK erschienen]
  • In the Navy (7* remix) = Ibiza Radio Mix (3:17) / St. Tropez Radio Mix (3:26) / Marbella Radio Mix (3:35) / Full Ibiza Club Mix (5:57) / Marbella Club Mix (4:25) / Ibiza Dub Mix (5:59) / Marbella Dub Mix (5:45) [möglicherweise nur in UK erschienen]
  • 5 O’Clock in the Morning (2*) = Club Edit (6:15) von Francesco Marchetti, Max Moroldo / Radio Edit (4:39) von Francesco Marchetti, Max Moroldo / Original Version (3:31) [nur in Italien erschienen]
  • DJ Tyson vs. Village People – Y.M.C.A. (3* remix) = Original Mix (5:40) / Club House Mix (5:43) / Royal Gigolos Mix (5:50)
  • Go West / We Want You – Megamix 97: Go West – Radio Remix 97 / We Want You – Megamix 97 / Go West – Extended Remix 97 [nur in UK erschienen]
  • YMCA Millennium Mix CD Single: Millennium Mix Edit / Sven’s 7" Edit / The Bold and the Beautiful Mix [nur in UK erschienen]

Filmographie

Videos

  • 1993: Village People – Best Of, (PAL-VHS), 73 Minuten, Videos & Live.
  • 2002: The Best Of The Village People (PAL-DVD), 73 Minuten, Videos & Live.
  • 2003: The Village People Collection, (PAL-DVD).
  • 2003: Village People – Live in Japan (DVD), 68 Minuten (oder auch 2005)
  • 2004: The Best (Golden Box) (+ Audio-CD) (PAL-DVD), Videos & Live, DSS 5.1/Digitally Remastered.

Auszeichnungen

Literatur

  • Randy Jones, Mark Bego: Macho Man: The Disco Era and Gay America's „Coming Out“, Praeger Publishers, 2008, ISBN 0-275-99962-9
  • John Donald Gustav-Wrathall: Take the Young Stranger by the Hand: Same-Sex Relations and the YMCA aus: Chicago Series on Sexuality, History, and Society, University of Chicago Press
  1. 2000, (Paperback) ISBN 0-226-90785-6
  2. 1998, (Hardcover) ISBN 0-226-90784-8

Weblinks

 Commons: Village People â€“ Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Quellen

Allgemein

Village People, vor allem heute

Dance Street Records in Germany hatte mit David Hodo im Jahr 2004 noch eine neue Single produziert ( My Sweet Lord ) und mit Randy Jones von 2007 bis 2008 gleich 3 neue Singles ( Your Disco Needs You, New York City Boy und If I CanÂŽt Have You )- die allesamt von ZYX Music vertrieben wurden und auch auf zahlreichen Compilations zu finden sind

Casablanca Records

Einzelnachweise

  1. ↑ http://www.spiegel.de/kultur/musik/0,1518,123190,00.html
  2. ↑ laut.de: Village People (Biografie [1]
  3. ↑ Musicline.de: Village People - Biografie [2]
  4. ↑ a b Spin Magazine Online: Y.M.C.A. (An Oral History)
  5. ↑ Filmbesprechung: Gay Sex in the 70s: [3], 2000
  6. ↑ classicbands.com[4], 2000
  7. ↑ a b disco-disco.com: Interview mit Henri Belolo, 2000
  8. ↑ officialvillagepeople.com – History, gesehen am 13. MĂ€rz 2007, ebenso in vielen Kurzartikeln
  9. ↑ 1979 Rolling Stone Covers 7/26, rollingstone.com
  10. ↑ a b Steve Wildsmith: MACHO MEN: The Village People still going strong, 30 years later, The Daily Times, 5. September 2008
  11. ↑ a b c d e „Randy Jones interview (January 2005)“ in: Script for Jan 24 & 31, 2005, QMH, Queer Music Heritage
  12. ↑ Robert Kellerman: Village People, glbtq.com, gesehen am 21. MĂ€rz 2007
  13. ↑ The pink hit parade: Sing if you're glad to be gay, The Independent on Sunday, 1. November 2006
  14. ↑ Moderator: „It was like it was gay enough to appeal to the gay market, and subtle enough not to offend the main stream“ Randy Jones: „Yes, what it was, if you were gay and you were aware of it, or you knew people that were gay, or had been there, then you would get it at that level, what it was that we were doing at that level. But if you didn't, you just see it as a big old celebration of a place. There wasn't anything in there we said about gay, or anything about having sex with men.“
  15. ↑ Linda Rapp: Robinson, Tom, 2004, Version: 22. Januar 2006, in: Claude J. Summers (Hrsg.): glbtq: An Encyclopedia of Gay, Lesbian, Bisexual, Transgender, and Queer Culture
  16. ↑ a b c d Michael DeAngelis: Gay fandom and crossover stardom: James Dean, Mel Gibson, and Keanu Reeves, Duke University Press, 2001, ISBN 0-8223-2738-4, S. 137
  17. ↑ a b Victor Willis World - About Vivtor, Version: 4. August 2008, Abruf: 21. Oktober 2008
    „Visually, Village People was a group of dancers. But on stage, radio and in the ears of millions of fans, Village People was and still is the voice of Victor Willis, its legendary original lead singer and only straight member.“
  18. ↑ a b c Erwin J. Haeberle: BisexualitĂ€ten - Geschichte und Dimensionen eines modernen wissenschaftlichen Problems, erschienen in:
    E. J. Haeberle und R. Gindorf: BisexualitÀten - Ideologie und Praxis des Sexualkontaktes mit beiden Geschlechtern, Gustav Fischer Verlag, Stuttgart 1994, S. 1-39
  19. ↑ a b Matthew D. Johnson: Leather Culture, 2004, Version: 23. November 2006, in: Claude J. Summers (Hrsg.): glbtq: An Encyclopedia of Gay, Lesbian, Bisexual, Transgender, and Queer Culture
  20. ↑ Gay leather magazines, Cuirmale, Netherlands, Aufgerufen: 5. April 2009
  21. ↑ a b Eric Patterson: [www.glbtq.com/literature/western.html The Western], Version: 12. MĂ€rz 2008, HTML-S. 9 & 10, in: Claude J. Summers (Hrsg.): glbtq: An Encyclopedia of Gay, Lesbian, Bisexual, Transgender, and Queer Culture
  22. ↑ Gert Hekma: The Amsterdam Bar Culture And Changing Gay/Lesbian Identities, Gay Studies University of Amsterdam
  23. ↑ a b Martin P. Levine, Michael S. Kimmel: Gay macho: the life and death of the homosexual clone, New York University Press, 1998, ISBN 0-8147-4695-0, Kapitel: „(I Wanna Be a) Macho Man“ - The Masculinization of Clone Social Life, S. 55 ff.
  24. ↑ Castro Clone, homowiki.de
  25. ↑ „And after that I say to myself,“ Morali told Rolling Stone' s Emerson, „‚You know, this is fantastic‘ – to see the cowboy, the Indian, the construction worker with other men around. And also, I think in myself [sic] that the gay people have no group, nobody to personalize the gay people, you know? And I say to Felipe, ‚One of these days I'm going to employ you.‘“ Aus einem Interview im Rolling Stone vom 5. Oktober 1978
  26. ↑ „I never thought that straight audiences were going to catch on to it“, Morali divulged to Emerson. „I wanted to do something only for the gay market.“ Zitate aus einem Interview im Rolling Stone, 1978
  27. ↑ a b Marjorie Burgess: The Village People Biography, musicianguide.com; mit Ausschnitten aus einem Interview von Ken Emerson mit Jacques Morali, welches im Rolling Stones erschienen ist.
  28. ↑ „gay singers and dancers, very good-looking and with moustaches“, es gibt andere ErwĂ€hnungen ohne gay, daher habe ich es weggelassen.
  29. ↑ Dave Laing : Glenn Hughes, 30. MĂ€rz 2001
  30. ↑ „I don't think 
 that straight audiences know they are a gay group 
. Anyway, the Village People don't look like queens, they look like boys. And the straight guys in Amerika want to get the macho look.“ Jacques Morali im Herbst 1978, wahrscheinlich Rolling Stone, sonst New Yorker
  31. ↑ Robert Hofler: Village People celebrate milestone At 30, they're still here and queer, Variety, 12. April 2007
  32. ↑ Village People, songtext.net, Abfrage: 7. April 2009
  33. ↑ „We makes ourselves available to as many interpretations as possible“
  34. ↑ a b Jeff Pearlman: "Y.M.C.A." (An Oral History), 27. Mai 2008
  35. ↑ a b c d e Canadian Press: 'Macho Man,' 'Y.M.C.A.' about straight fun: publicist, ctv.ca, 2. August 2007
  36. ↑ San Francisco (Lied) auf homowiki.de
  37. ↑ Rosa Reitsamer: From „Disco“ to DISCO
  38. ↑ Bill Brewster: Gay Pop, ehemals bei djhistory.com gesehen am 29. MĂ€rz 2007, jetzt bei archive.org
  39. ↑ Discoguy: Barry Lederer, disco-disco.com, 2005-2009
  40. ↑ The Eagle's Nest at 142 Eleventh Avenue: 1970 - 2000, History of Gay Bars in New York, 23. Dezember 2007
  41. ↑ Connell O'Donovan: „Go West - This is Our Destiny“: Arcadia, Gay Flight, and the Idea(l) of California, Juni 1999
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