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Vincenzo Galilei (* um 1520 in Santa Maria a Monte; † 2. Juli 1591 in Florenz) war ein italienischer Lautenist, Musiktheoretiker und Komponist. Er ist der Vater des großen Naturwissenschaftlers Galileo Galilei sowie des Komponisten Michelangelo Galilei.
Vincenzo Galilei war Schüler der Musiktheoretiker Gioseffo Zarlino und Girolamo Mei. Später wirkte er einige Zeit als Lautenlehrer in Pisa, bevor er endgültig nach Florenz übersiedelte. In Florenz war er Mitglied der Florentiner Camerata des Giovanni de’ Bardi, einer Gruppe, die sich die Wiederbelebung antiker Vorbilder zum Ziel gesetzt hatte. In seinem de’ Bardi gewidmeten Werk Dialogo della musica antica e della moderna von 1581 zeigte er sich als erster Vertreter einer Aristoxenos-Renaissance, da er die Auffassung vertrat, die Laute müsse gleichstufig temperiert gestimmt werden; er gab die Saiten-Proportion 18:17 als sehr gute Näherung des gleichstufig temperierten Halbtons an. In der gleichen Schrift setzte er sich auch für eine Wiederbelebung der antiken Monodie (Einstimmigkeit) ein und wandte sich gegen die herkömmliche Polyphonie. Dies tat er aber in modifizierter Weise, dergestalt, dass er den Sologesang mit Instrumentalbegleitung propagierte. Seine Schrift wurde wegweisend für die Entwicklung des Rezitativs. Er selbst komponierte die ersten monodischen Werke mit Lautenbegleitung, die aber nicht erhalten sind. Erhalten sind von ihm aber einige mehrstimmige Madrigale und Lautenstücke.
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Galilei, Vincenzo |
| KURZBESCHREIBUNG | italienischer Lautenist, Musikwissenschaftler und Komponist |
| GEBURTSDATUM | um 1520 |
| GEBURTSORT | Santa Maria a Monte |
| STERBEDATUM | 2. Juli 1591 |
| STERBEORT | Florenz |