|
|
Lexikon auf Ihrer Homepage |
|
Lexikon als Lesezeichen hinzufügen |
Volker von Törne (* 14. März 1934 in Quedlinburg; †30. Dezember 1980 in Münster) war ein deutscher Schriftsteller. Bisweilen schrieb er unter dem Pseudonym Waldemar Graf Windei.
Inhaltsverzeichnis |
Volker von Törne war der Sohn eines SS-Standartenführers. Er ging in Seesen und Gandersheim zur Schule und studierte von 1954 bis 1956 Pädagogik in Braunschweig und ab 1956 das damalige Kombistudium Politik/Wirtschaft/Arbeit an der Hochschule für Arbeit, Politik und Wirtschaft in Wilhelmshaven-Rüstersiel. Anschließend arbeitete er drei Jahre lang als Bauarbeiter.
Seit 1962 lebte er in Berlin, wo er anfangs Redakteur und Mitarbeiter der Zeitschrift „Alternative“ war und ab 1963 Geschäftsführer der Aktion Sühnezeichen. In dieser Funktion reiste er häufig nach Osteuropa und Israel, wo er sich in Vorträgen für Aussöhnung, Verständigung und Frieden einsetzte. Volker von Törne wurde am 13. Januar 1981 auf dem Berliner St.-Annen-Kirchhof beigesetzt.
Sein schmales literarisches Werk besteht zu einem großen Teil aus engagierter Lyrik, nicht selten Sonetten, womit von Törne eine große Kunstfertigkeit offenbart. Obwohl sein Werk sowohl in Deutschland als auch in übersetzter Form im Ausland bei seinen Lesern großen Anklang fand, ist der Autor, der sich zeit seines Lebens dem Literaturbetrieb verweigert hatte, nach seinem frühen Tod weitgehend in Vergessenheit geraten.
Biogramm in: Thomas Leiberg, Der St. Annen-Kirchhof in Berlin-Dahlem, Berlin: Stapp Verlag 1995. ISBN 3-87776-423-1, S. 48–49
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Törne, Volker von |
| ALTERNATIVNAMEN | Waldemar Graf Windei (Pseudonym) |
| KURZBESCHREIBUNG | deutscher Lyriker und Schriftsteller |
| GEBURTSDATUM | 14. März 1934 |
| GEBURTSORT | Quedlinburg |
| STERBEDATUM | 30. Dezember 1980 |
| STERBEORT | Münster |