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| Volterra | ||
|---|---|---|
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| Staat: | Italien | |
| Region: | Toskana | |
| Provinz: | Pisa (PI) | |
| Koordinaten: | 43° 24′ N, 10° 52′ O43.401388888910.8611111111531Koordinaten: 43° 24′ 5″ N, 10° 51′ 40″ O | |
| Höhe: | 531 m s.l.m. | |
| Fläche: | 252 km² | |
| Einwohner: | 11.077 (31. Dez. 2010)[1] | |
| Bevölkerungsdichte: | 44 Einw./km² | |
| Postleitzahl: | 56048 | |
| Vorwahl: | 0588 | |
| ISTAT-Nummer: | 050039 | |
| Demonym: | Volterrani | |
| Schutzpatron: | SS. Giusto e Clemente (5. Juni) | |
| Website: | Volterra | |
Volterra, lateinisch Volaterrae, ist eine italienische Stadt mit 11.077 Einwohnern (Stand 31. Dezember 2010) in der Provinz Pisa (Region Toskana).
Inhaltsverzeichnis |
Volterra liegt etwa 50 Kilometer südlich von Pisa und 50 Kilometer vom Mittelmeer entfernt. Die Stadt gilt mit ihrem spektakulären landschaftlichen Umfeld als eine der schönsten in der Toskana.
Der Kern der heutigen Stadt liegt abgeschieden auf einem 550 m hohen Bergrücken über dem Tal der Cecina (Val di Cecina) inmitten einer kargen, zerfurchten Hügellandschaft. Die Felsabbrüche und Geröllhalden sind das Produkt jahrhundertelanger Erosion. Das Gebiet Le Balze im Nordwesten Volterras vermittelt einen beispielhaften Eindruck dieses Phänomens.
Die Stadt wird beherrscht von einer heute als Staatsgefängnis benutzten Festung der Medici. Volterra ist ein Zentrum der Alabasterverarbeitung.
Zu den Ortsteilen zählen Saline di Volterra und Villamagna.
Die Nachbargemeinden sind Casole d’Elsa (SI), Colle di Val d’Elsa (SI), Gambassi Terme (FI), Lajatico, Montaione (FI), Montecatini Val di Cecina, Peccioli, Pomarance und San Gimignano (SI).
Volterra kann auf eine lange Geschichte zurĂĽckblicken; bereits im 4. Jahrhundert v. Chr. entstand der Ort aus der Verbindung mehrerer kleiner etruskischer Ansiedlungen, deren Bestand bis ins 7. Jahrhundert v. Chr. zurĂĽckverfolgt werden kann. Zu dieser Zeit bauten die Etrusker eine sieben Kilometer lange Ringmauer und nannten die nunmehr vereinigte Stadt Velathri.
Volterra war eine der ältesten und größten der zwölf Bundesstädte Etruriens. Später war es eine römische Stadt mit den Rechten eines Municipiums. Ihre hohe Lage machte sie zu einer starken Festung, die Sulla im ersten Bürgerkrieg erst nach zweijähriger Belagerung 79 v. Chr. einnehmen konnte.
Im 12. und 13. Jahrhundert war Volterra eine Republik; im 14. Jahrhundert fiel es an Florenz.
Architektonische und kĂĽnstlerische Zeugnisse der verschiedenen Epochen zeugen von der wechselvollen Existenz und Bedeutung der Stadt. Einige der etruskischen Nekropolen und mittelalterlichen Kirchenmauern sind jedoch in der Vergangenheit der Erosion zum Opfer gefallen.
Von besonderer Bedeutung ist das archäologische Museo Guarnacci im Palazzo Desideri Tangassi. Guarnacci (1701–1785), ein vielseitig interessierter Gelehrter, widmete seine Studien der antiken Geschichte. Dabei konnte er durch Ankäufe und Ausgrabungen eine ansehnliche Menge Belegmaterial über die etruskische Zivilisation sammeln.
Ein bedeutender Teil der Sammlung umfasst Ascheurnen sowie Stücke aus Bronze und Keramik. Die Urnen bestehen aus Tuffstein, Alabaster und Tonerde. Eine der bekanntesten ganz Etruriens ist die „Urna degli Sposi“ (Urne der Brautleute), auf deren Deckel ein Paar beim Festmahl liegend dargestellt ist.
Das bedeutendste Stück der Sammlung ist jedoch die Bronzefigur Ombra della Sera (stiller Abendschatten). Es ist mit der Zeit zu einer „Ikone“ für das Museum und die Stadt Volterra geworden. Seine Berühmtheit verdankt es hauptsächlich seiner einzigartigen Form, die an den Schatten einer menschliche Figur erinnert. Es ist ein Meisterwerk etruskischer Bronzegießer aus der hellenistischen Periode.
Weitere Ausstellungsstücke sind verschiedene Mosaikböden aus der römischen Kaiserzeit, die aus Volterra und Segalari stammen. Hinzu kommt eine Münzsammlung mit seltenen etruskischen Münzen aus Gold, Silber und Bronze. Schließlich sind noch mit Edelsteinen verzierte etruskische und römische Schmuckstücke zu sehen.
Sehenswert in Volterra ist auch das Foltermuseum (Museo della Tortura). Präsentiert werden Folterinstrumente und -methoden der vergangenen Jahrhunderte bis in die Gegenwart.
Volterra ist durch Städtepartnerschaften verbunden mit
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