|
|
Lexikon auf Ihrer Homepage |
|
Lexikon als Lesezeichen hinzufügen |
| WGZ BANK AG Westdeutsche Genossenschafts-Zentralbank, Düsseldorf | |
|---|---|
| | |
| Rechtsform | Aktiengesellschaft |
| Gründung | Gründung: 1884 (Vorgängerinstitut) |
| Sitz | Düsseldorf (Hauptsitz), Deutschland |
| Leitung | Werner Böhnke (Vorstandsvorsitzender) |
| Mitarbeiter | 1.135 (2010)[1] |
| Bilanzsumme | 46,645 Mrd. Euro[1] |
| Branche | Banken |
| Website | www.wgzbank.de |
Die WGZ Bank – eigene Schreibweise: WGZ BANK, offizielle Firmierung: WGZ BANK AG Westdeutsche Genossenschafts-Zentralbank – mit Sitz in Düsseldorf ist die Zentralbank der über 200 Volksbanken und Raiffeisenbanken im Rheinland sowie in Westfalen. Sie unterhält Niederlassungen in Koblenz und Münster (Westfalen). Gemäß Satzung ist der Zweck der WGZ Bank die wirtschaftliche Förderung und Stärkung ihrer Mitgliedsbanken. Die Volksbanken und Raiffeisenbanken sind als Mitgliedsbanken sowohl Hauptkundengruppe als auch Hauptanteilseigner der WGZ Bank.
Neben ihrer Funktion als Zentralbank ist die WGZ Bank Geschäfts- und Handelsbank für Firmenkunden und Kapitalmarktpartner. Sie ist traditioneller Finanzierungspartner des nordrhein-westfälischen Mittelstandes.
Die WGZ Bank-Gruppe erreichte im Jahre 2010 eine Bilanzsumme von rund 94,1 Mrd. Euro.
Inhaltsverzeichnis |
Die WGZ Bank ist eingebunden in die genossenschaftlichen FinanzGruppe. Die FinanzGruppe mit ihren rund 1.150 Volksbanken und Raiffeisenbanken, zwei Zentralbanken, Verbundunternehmen und Sonderinstituten ist mit 190.000 Mitarbeitern und einer Bilanzsumme von 1.017 Milliarden Euro eine der tragenden Säulen des deutschen Kreditgewerbes. Die Genossenschaftsidee entstand bereits in der Mitte des 19. Jahrhunderts aus dem Gedanken der solidarischen Selbsthilfe. Dies prägt bis heute das Selbstverständnis der FinanzGruppe.
Die WGZ Bank ist Mitglied des Rheinisch-Westfälischen Genossenschaftsverbands (RWGV), aus welchem überwiegend die eigenen Mitglieder stammen. Schwesterinstitut der WGZ Bank ist die Frankfurter DZ Bank, die für die Genossenschaftsbanken außerhalb des Rheinlands und von Westfalen als Dachinstitut fungiert.
Der Vorstand der WGZ Bank besteht aus (Stand: Januar 2012):
Die Geschichte der WGZ Bank ist geprägt durch die Ursprünge und Leitgedanken des Genossenschaftswesens, die auf Friedrich Wilhelm Raiffeisen und Hermann Schulze-Delitzsch zurückgehen.
Im Jahre 1866 gab es in der preußischen Rheinprovinz bereits die ersten ländlichen Kreditgenossenschaften für Kunden aus Landwirtschaft und Gewerbe. Für Raiffeisen war es wichtig, den kleinen, von der Landwirtschaft saisonal beanspruchten Spar- und Darlehnskassenvereinen einen gemeinschaftlichen Rückhalt durch eine starke Zentralbank zu bieten. Auch Schulze-Delitzsch entschied sich später aufgrund zeitweiliger Finanzierungsprobleme der Volksbanken ebenfalls für die Gründung eines zentralen Refinanzierungsinstituts, das den lokalen Kreditgenossenschaften über Phasen der Anspannung hinweghelfen und Gemeinschaftsaufgaben übernehmen sollte. Die ersten Zentralbanken mit regionaler Zuständigkeit entstanden bereits in der zweiten Hälfte des neunzehnten Jahrhunderts.
Die Wege zur heutigen WGZ Bank als Zentralinstitut der Volksbanken und Raiffeisenbanken in Westfalen und der früheren preußischen Rheinprovinz verliefen durchaus verschlungen. Neben der Ländlichen Centralkasse, Münster, der Genossenschaftlichen Zentralbank Rheinland, Köln (* 1892), und der Zentralkasse westdeutscher Volksbanken, Münster/Köln (* 1897), hat es noch etwa ein Dutzend weiterer Vorfahren der WGZ Bank gegeben. Während es im Rheinland früher zu Fusionen kam, vereinigten sich die zwei Häuser am Standort Münster erst 1970, zusammen mit der Genossenschaftlichen Zentralbank Rheinland in Köln als Drittem im Bunde zur Westdeutschen Genossenschafts-Zentralbank eG.
Auch nach der Zusammenführung unter dem Namen „WGZ Bank“ wurde die kontinuierliche, mitglieder- und marktorientierte Weiterentwicklung der Bank fortgesetzt.
Im Jahre 1999 hat sich die WGZ Bank unter dem Leitmotiv „WGZ Bank – Die Initiativbank“ neu positioniert. Im Rahmen der Neupositionierung wurde auch das Kundenmagazin „Initiativbanking“ aus der Taufe gehoben. Am 30. August 2005 folgte mit der Umstellung des Unternehmenslogos die Annäherung an das Erscheinungsbild der Volksbanken und Raiffeisenbanken.
Die seit längerem andauernden Gespräche über eine Fusion der WGZ Bank mit ihrem Schwesterinstitut DZ Bank wurden im September 2006 wieder intensiviert, jedoch zum Ende des Jahres 2006 wieder abgebrochen.
Im Jahr 2008 wurden die Gespräche mit der DZ Bank wieder aufgenommen und von beiden Instituten eine Absichtserklärung verfasst, wonach die WGZ Bank bis zum Frühsommer 2009 rückwirkend zum 1. Januar 2009 auf die DZ Bank verschmolzen werden soll. Am 1. April 2009 teilten beide Institute mit, dass sie ihre Fusionsgespräche nicht weiter verfolgen.[2] Grund hierfür war, dass trotz intensiver und gründlicher Due-Diligence-Phase die WGZ-Anteilseigner etwaige Bewertungsrisiken der DZ BANK für nicht ausreichend berücksichtigt befanden.
| Überschrift | 2009 | 2010 |
|---|---|---|
| Bilanzsumme (Mrd. €) | 46,604[1] | 46,645[1] |
| Mitarbeiterzahl | 1.111[1] | 1.135[1] |
Die Mitgliedsbanken haben ihre Aktienanteile an der WGZ Bank weitestgehend in der WGZ Beteiligungs GmbH & Co. KG gebündelt. Der Zweck der Beteiligungsgesellschaft beschränkt sich auf das Verwalten und Erwerben von WGZ Bank-Aktien. Sie ist zur wirtschaftlichen Förderung ihrer Gesellschafter, den Mitgliedsbanken, und zur Unterstützung der WGZ Bank bei der Erfüllung ihrer satzungsmäßigen Aufgaben verpflichtet.
51.2195646.797582Koordinaten: 51° 13′ 10″ N, 6° 47′ 51″ O