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Wahlergebnisse und Landesregierungen in Thüringen

Landtagswahl 2009
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Gewinne und Verluste
Im Vergleich zu 2004
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</div>Seit der Wiedereinrichtung des Landes Thüringen 1990 haben fünf Wahlen zum Thüringer Landtag stattgefunden.

Dabei konnte sich die CDU Thüringen bisher immer als stärkste Partei behaupten. Ihre Wahlergebnisse lagen bis zur Landtagswahl 2009 immer etwa zwischen 40 und 50 Prozent der abgegebenen Zweitstimmen. Die SPD Thüringen war zunächst noch zweitstärkste Partei im Landtag, jedoch gingen ihre Wahlergebnisse von Wahl zu Wahl zurück, sodass inzwischen Die Linke die zweitstärkste Kraft im Landesparlament ist. Sie konnte ihr Ergebnis bisher von Wahl zu Wahl steigern. Die beiden kleineren Parteien FDP und Bündnis 90/Die Grünen waren von 1994 bis 2009 nicht im Landtag vertreten, sodass in diesem Zeitraum im Thüringer Landtag nur noch drei Parteien vertreten waren: CDU, PDS bzw. deren Nachfolgepartei Die Linke und SPD.

Tendenziell ist die CDU auf dem Land stärker, während SPD und Die Linke ihre höchsten Ergebnisse in den größeren Städten erzielen. Grünen-Hochburgen sind die Städte Jena und Weimar, Die Linke ist in Ostthüringen und in den Städten Suhl und Gera besonders stark. Eine CDU-Hochburg ist das Eichsfeld, die einzige größere katholische Region Thüringens und Heimat des ehemaligen Ministerpräsidenten Dieter Althaus.

Sitz des Thüringer Landtags ist die Landeshauptstadt Erfurt.

Inhaltsverzeichnis

1920–1933

siehe Wahlergebnisse und Landesregierung in Thüringen während der Weimarer Republik

1945–1952

Zwischen 1945 und 1952 fanden 1946 halbfreie Landtagswahlen (siehe Landtagswahlen in der SBZ 1946) und 1950 Scheinwahlen (siehe Landtagswahlen in der DDR 1950) statt. 1952 wurde Thüringen und damit auch der Landtag aufgelöst.

Wahl zum ersten Thüringer Landtag

  • Wahltermin: 20. Oktober 1946
  • Sitze im Landtag: 100 (absolute Mehrheit: 51 Sitze)
  • Legislaturperiode: 1946–1952
Partei Ergebnis Sitze im Landtag
SED 49,3 % 50
LDP 28,5 % 28
CDU 18,9 % 19
VdgB 3,3 % 3
  • Landesregierung: Koalition aus SED und VdgB
  • Ministerpräsident: Rudolf Paul (SED) (bis 9. Oktober 1947), Werner Eggerath (SED) (ab 9. Oktober 1947)
  • Sitz des Landtages: Weimar, ab 1950: Erfurt

Seit 1990

Seit 1990 fanden bisher fünf Landtagswahlen in Thüringen statt.

Wahlergebnisse

Wahltag Wahlbeteiligung CDU SPD PDS/Linke* FDP Grüne** Andere Sonstige
14. Oktober 1990 45.4 22.8 9.7 9.3 6.5 DSU 3.3 3.0
16. Oktober 1994 74.8 42.6 29.6 16.6 3.2 4.5 REP 1.3 2.2
12. September 1999 59.9 51.0 18.5 21.3 1.1 1.9 DVU 3.1 3.1
13. Juni 2004 53.8 43.0 14.5 26.1 3.6 4.5 FW 2.6, REP 2.0, NPD 1.6 2,1
30. August 2009 56.2 31.2 18.5 27.4 7.6 6.2 NPD 4.3, FW 3.9 0.9

*Ab 2009 Die Linke**1990 Neues Forum/Grüne/Demokratie Jetzt

Wahl zum ersten Thüringer Landtag

  • Wahltermin: 14. Oktober 1990
  • Sitze im Landtag: 89 (absolute Mehrheit: 45 Sitze)
  • Legislaturperiode: 4 Jahre
Partei Ergebnis Sitze im Landtag
CDU 45,4 % 44
SPD 22,8 % 21
PDS 9,7 % 9
FDP 9,3 % 9
NF/Grüne/DJ 6,5 % 6
DSU 3,3 % 0

Wahl zum zweiten Thüringer Landtag

  • Wahltermin: 16. Oktober 1994
  • Sitze im Landtag: 88 (absolute Mehrheit: 45 Sitze)
  • Legislaturperiode: 5 Jahre
  • Wahlbeteiligung: 74,8 %
Partei Ergebnis Sitze im Landtag Höchstes Ergebnis Niedrigstes Ergebnis
CDU 42,6 % 42 Landkreis Eichsfeld (60,4 %) Jena (30,1 %)
SPD 29,6 % 29 Jena (34,0 %) Landkreis Eichsfeld (22,4 %)
PDS 16,6 % 17 Suhl (29,2 %) Landkreis Eichsfeld (8,5 %)
Bündnis 90/Die Grünen 4,5 % 0 Jena (7,7 %) Landkreis Eichsfeld (2,9 %)
FDP 3,2 % 0 Landkreis Hildburghausen (4,8 %) Eisenach (2,1 %)
REP 1,3 % 0 Saale-Orla-Kreis (2,2 %) Erfurt,
Landkreis Eichsfeld,
Unstrut-Hainich-Kreis (0,9 %)
FORUM 1,1 % 0 Suhl (2,5 %) Kyffhäuserkreis (0,5 %)

Wahl zum dritten Thüringer Landtag

  • Wahltermin: 12. September 1999
  • Sitze im Landtag: 88 (absolute Mehrheit: 45 Sitze)
  • Legislaturperiode: 5 Jahre
  • Wahlbeteiligung: 59,9 %
Partei Ergebnis Sitze im Landtag Höchstes Ergebnis Niedrigstes Ergebnis
CDU 51,0 % 49 Landkreis Eichsfeld (68,4 %) Jena (41,1 %)
PDS 21,3 % 21 Gera (32,6 %) Landkreis Eichsfeld (11,1 %)
SPD 18,5 % 18 Landkreis Nordhausen (23,1 %) Landkreis Eichsfeld (13,8 %)
DVU 3,1 % 0 Landkreis Sömmerda (4,0 %) Erfurt, Jena (2,0 %)
Bündnis 90/Die Grünen 1,9 % 0 Jena (5,4 %) Landkreis Sonneberg (0,9 %)
FDP 1,1 % 0 Jena (2,0 %) Suhl (0,6 %)

Wahl zum vierten Thüringer Landtag

  • Wahltermin: 13. Juni 2004
  • Sitze im Landtag: 88 (absolute Mehrheit: 45 Sitze)
  • Legislaturperiode: 5 Jahre
  • Wahlbeteiligung: 53,8 %
Partei Ergebnis Sitze im Landtag Höchstes Ergebnis Niedrigstes Ergebnis
CDU 43,0 % 45 Landkreis Eichsfeld (66,2 %) Jena (31,7 %)
PDS 26,1 % 28 Suhl (35,7 %) Landkreis Eichsfeld (12,4 %)
SPD 14,5 % 15 Jena (19,2 %) Landkreis Eichsfeld (9,7 %)
Bündnis 90/Die Grünen 4,5 % 0 Weimar (12,5 %) Landkreis Altenburger Land (2,5 %)
FDP 3,6 % 0 Jena (4,4 %) Landkreis Eichsfeld (3,0 %)
Wartburgkreis (3,0 %)
Freie Wähler 2,6 % 0 Wartburgkreis (10,1 %) Erfurt, Landkreis Eichsfeld (0,8 %)
Rep 2,0 % 0 Weimarer Land (3,2 %) Landkreis Eichsfeld (0,9 %)
NPD 1,6 % 0 Kyffhäuserkreis (3,0 %) Eisenach (0,8 %)

Sitzverteilung im Thüringer Landtag 2004 bis 2009

Wahl zum fünften Thüringer Landtag

  • Wahltermin: 30. August 2009
  • Sitze im Landtag: 88 (absolute Mehrheit: 45 Sitze)
  • Legislaturperiode: 5 Jahre
  • Wahlbeteiligung: 56,2 %
Partei Ergebnis Sitze im Landtag Höchstes Ergebnis Niedrigstes Ergebnis
CDU 31,2 % 30 Landkreis Eichsfeld (49,2 %) Jena (22,5 %)
Die Linke 27,4 % 27 Suhl (38,4 %) Landkreis Eichsfeld (14,4 %)
SPD 18,5 % 18 Landkreis Gotha (22,7 %) Landkreis Eichsfeld (13,1 %)
FDP 7,6 % 7 Jena (9,2 %) Wartburgkreis (5,9 %)
Bündnis 90/Die Grünen 6,2 % 6 Weimar (14,8 %) Landkreis Sonneberg (3,1 %)
NPD 4,3 % 0 Landkreis Saalfeld-Rudolstadt (6,1 %) Jena (2,0 %)
Freie Wähler 3,9 % 0 Landkreis Sömmerda (6,1 %) Landkreis Nordhausen (1,5 %)
REP 0,4 % 0 Landkreis Hildburghausen,
Landkreis Saalfeld-Rudolstadt (0,6 %)
Landkreis Eichsfeld, Gera (0,3 %)
ödp 0,4 % 0 Landkreis Eichsfeld (1,7 %) Landkreis Nordhausen,
Landkreis Sonneberg (0,3 %)

Sitzverteilung im Thüringer Landtag seit 2009

Quellen und Literatur

Weblinks

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