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Walter Auerbach (* 22. Juli 1905 in Hamburg; † 23. März 1975 in Bonn) war ein deutscher sozialdemokratischer Politiker und Widerstandskämpfer gegen den Nationalsozialismus.
Inhaltsverzeichnis |
Walter Auerbach studierte in Hamburg, Freiburg im Breisgau und Köln Germanistik, Geschichte und Soziologie. 1929 wurde er mit einer Dissertation über „Presse und Gruppenbewusstsein“ zum Dr. phil. promoviert. Bereits 1926 war er in die SPD eingetreten.
Von 1930 bis 1933 war Auerbach beim Gesamtverband der Arbeitnehmer der öffentlichen Betriebe und des Personen- und Warenverkehrs beschäftigt. Am 2. Mai 1933 wurde er durch die Nationalsozialisten verhaftet, konnte jedoch entkommen und flüchtete am 16. Mai nach Amsterdam. Dort arbeitete er als Redakteur des Informationsdienstes „Faschismus“ im Generalsekretariat der Internationalen Transportarbeiter-Föderation (ITF).
Im Oktober 1939 übersiedelte Auerbach mit seiner Familie nach England. Vom 7. Oktober 1940 bis zum 30 April 1942 propagiert der von ihm ins Leben gerufene Sender der europäischen Revolution (SER) eine rätesozialistische Neuordnung. Zu diesem Zweck gründete Auerbach u. a. die Aktionsgemeinschaft Gewerkschaftlicher Freiheitsbund gegen das Hakenkreuz (GFgH).
1945–46 hielt Auerbach Vorträge über sozialpolitische und gewerkschaftliche Fragen in verschiedenen Kriegsgefangenenlagern. 1946 übernahm er das Amt des Vizepräsidenten des Zentralamtes für Arbeit in Lemgo. Im Herbst 1948 wurde er Staatssekretär im niedersächsischen Arbeits- und Sozialministerium. Von Oktober 1969 bis April 1972 war er Staatssekretär im Bundesministerium für Arbeit.
Artikel:
Namen in [ ] sind die im Artikel verwendeten Pseudonyme
in Die Zeitung
in der Sozialistische Warte:
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Auerbach, Walter |
| KURZBESCHREIBUNG | deutscher Politiker (SPD) und Widerstandskämpfer |
| GEBURTSDATUM | 22. Juli 1905 |
| GEBURTSORT | Hamburg |
| STERBEDATUM | 23. März 1975 |
| STERBEORT | Bonn |