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Walter Schulz (SA-Führer)

Walter Schulz (* 2. September 1897 in Kolberg; † 1. Juli 1934[1]) war ein deutscher SA-Führer und Opfer des Röhm-Putsches.

In seiner Jugend nahm Schulz am Ersten Weltkrieg teil. Nach dem Krieg engagierte er sich unter anderem im Freikorps Rossbach. Schulz trat am 1. Mai 1933 in die NSDAP ein (Mitgliedsnummer 1.853.763). Zu dieser Zeit verdiente er seinen Lebensunterhalt als Kaufmann und Prokurist.

1934 war Schulz Stabschef der von Hans Peter von Heydebreck geführten SA-Gruppe Pommern. Am 30. Juni oder 1. Juli 1934 wurde Schulz anlässlich der als Röhm-Putsch bekannt gewordenen politischen Säuberungswelle vom Frühsommer 1934 verhaftet und an einem unbekannten Ort erschossen. Dass Schulz als einer der Hauptverantwortlichen für die angeblichen Putschpläne der SA im Raum Pommern angesehen wurde, belegt der Umstand, dass der Gruppenführer Friedrich am 14. August 1934 um die Einleitung eines Hochverratsverfahrens gegen den SA-Standartenführer Doelger ersuchte, was er damit begründete, dass dieser „intime Beziehungen“ zu „Heydebreck, Spreti, Schulz und Karpenstein“ unterhalten und „deshalb von deren Plänen gewusst habe“.[2] Aus Akten, die man angeblich bei Schulz gefunden hatte, soll zudem hervorgegangen sein, dass die SA-Standarte 9 den Auftrag gehabt habe, die Kolberger und Belgarder Kasernen zu besetzen.[3]

Siehe auch

Einzelnachweise

  1. Otto Gritschneder: Der Führer hat sie zum Tode verurteilt, 1993, S. 145.
  2. Robert Thevoz, Hans Branig: Die Geheime Staatspolizei in den Preussischen Ostprovinzen 1934–1936. Pommern 1934/35 im Spiegel von Gestapo-Lageberichten und Sachakten (Darstellung/Quellen), Grote, Köln und Berlin, 1974 (=Veröffentlichungen aus den Archiven Preußischer Kulturbesitz ; Bd. 11), ISBN 3-7745-0294-3, Bd. 2, S. 290.
  3. Robert Thevoz, Hans Branig: Die Geheime Staatspolizei in den Preussischen Ostprovinzen 1934–1936. Pommern 1934/35 im Spiegel von Gestapo-Lageberichten und Sachakten (Darstellung/Quellen), Grote, Köln und Berlin, 1974 (=Veröffentlichungen aus den Archiven Preußischer Kulturbesitz ; Bd. 11), ISBN 3-7745-0294-3, Bd. 2, S. 287.
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