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Walter Troeltsch (* 6. Juli 1866 in Mergelstetten; † 23. Februar 1933 in Marburg) war Nationalökonom an der Philipps-Universität Marburg, wo er die wirtschaftswissenschaftliche Seminarbibliothek begründete.
Walter Troeltsch war Sohn eines Fabrikbesitzers und studierte Staatswissenschaften an den Universitäten München, Tübingen und Berlin. Am 26. April 1890 wurde er in Tübingen zum Dr. phil. promoviert und habilitierte sich am 19. August 1891. Während der anschließenden Zeit als Privatdozent widmete er sich der Lehrtätigkeit und fachbezogenen Veröffentlichungen. Um 1896/1897 veröffentlichte er Die Calwer Zeughandlungskompagnie und ihre Arbeiter. Diese Studie gilt auch heute noch als grundlegende Arbeit zu Standortfaktoren und ihren Auswirkungen auf den Arbeitsmarkt.
Nach einer außerordentlichen Professur in Tübingen, die er am 27. Dezember 1897 antrat, wurde er zum 8. Mai 1899 zum ordentlichen Professor an der Technischen Hochschule Karlsruhe berufen. Ab dem 1. April 1902 folgte die Stellung als Ordinarius in Marburg.
Troeltsch untersuchte hauptsächlich die Ursachen und Wirkungen von Arbeitslosigkeit. Mithilfe von empirischen Untersuchungen legte er dar, dass es keine einheitliche Ursache für die Arbeitslosigkeit gibt.
Zu Troeltschs Schülern zählen Gustav Heinemann und Wilhelm Röpke.
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Troeltsch, Walter |
| KURZBESCHREIBUNG | deutscher Volkswirtsprofessor in Marburg |
| GEBURTSDATUM | 6. Juli 1866 |
| GEBURTSORT | Mergelstetten, Württemberg |
| STERBEDATUM | 23. Februar 1933 |
| STERBEORT | Marburg |