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Eine Website (englische Aussprache [ËwÉbsaÉȘt]; von englisch site fĂŒr âOrtâ, âPlatzâ, âStelleâ und von lateinisch situs fĂŒr âLageâ oder âStellungâ) â im deutschen Sprachgebrauch auch Webauftritt (Internetauftritt), WebprĂ€senz (InternetprĂ€senz), Webangebot (Internetangebot) sowie Webplattform (Internetplattform) genannt â ist ein virtueller Platz im World Wide Web, an dem sich meist mehrere Webseiten (Dateien) und andere Ressourcen befinden. Diese sind ĂŒblicherweise durch eine einheitliche Navigation (durch Hypertext-Verfahren) zusammengefasst und verknĂŒpft.
So ist etwa die Wikipedia als Gesamtes eine Website, die im Internet auf einem oder mehreren Host-Rechnern (Servern) gespeichert ist, wĂ€hrend das, was im Browser angezeigt wird, speziell als ein einzelnes Dokument betrachtet wird. Die Website der deutschsprachigen Wikipedia umfasst derzeit ĂŒber eine Million Webseiten.
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Die deutsche Bezeichnung ist vom englischen Begriff website oder web site (englisch site âder Platz, die Stelleâ) abgeleitet. Der Anglizismus Website und Webseite (Webpage, deutsch als Ăbersetzung zu englisch page, ursprĂŒnglich âSeite (eines Buches)â) sind heute im Deutschen falsche Freunde und werden leicht verwechselt.
Die Webseite ist in der Regel[1] eine HTML-Datei. Die Website ist eine Ressource, die unter einer URL angesprochen werden kann.
In den FrĂŒhzeiten des Internets waren eigene Webserver teuer und die meisten Benutzer hatten keine eigene Domain, sondern waren unter einer Webseite erreichbar, die tief in der Domain angesiedelt war (anfangs meist die Domains von UniversitĂ€ten oder gröĂeren Firmen) â deshalb waren damals die AusdrĂŒcke Website (âeigener Platz im Internetâ) und Webpage (âeine HTML-Seite im Internetâ) synonym. Homepage ist ursprĂŒnglich die Frontpage (Startseite) einer Website. In dem umgangssprachlichen Ausdruck âeine eigene Homepage habenâ fĂŒr komplexer aufgebaute Websites wird Homepage gelegentlich als Website verstanden.
Das Wort Webspace (englisch space âder Platz, der Raumâ) bezeichnet die Kombination aus Adresse und Datenspeicherressource, die ein Internetprovider einem Kunden zur VerfĂŒgung stellt, damit er dort seine Website einrichten kann oder ein anderes Internetangebot, etwa ein Online-E-Mail-Konto, nutzen kann.
Website, WebprÀsenz sowie InternetprÀsenz werden im Allgemeinen synonym verwendet. Im Fachdiskurs wird manchmal InternetprÀsenz (Webanwendungen + Dienste/Daemons wie FTP und E-Mail) weiter gefasst als WebprÀsenz (nur Webanwendungen).
WÀhrend Internetplattform im Allgemeinen synonym mit Website verwendet wird, wird Webplattform aber nur in einem Teil der FÀlle synonym mit Website verwendet, siehe BegriffsklÀrungsseite Webplattform.
Die erste Website, die sozusagen online ging, wurde am 13. November 1990 von dem am CERN beschĂ€ftigten Wissenschaftler Tim Berners-Lee geschaffen und veröffentlicht. Am 30. April 1993 kĂŒndigte das CERN an, dass das World Wide Web fĂŒr jedermann frei zugĂ€nglich sein werde.
Eine Website besteht im einfachsten Fall zumindest aus einer HTML-Datei, die in einem Verzeichnis im Pfad einer Domain liegt. Im Allgemeinen ist sie heute aber aus zahlreichen HTML-Dateien aufgebaut, die auch in einer verschachtelten Verzeichnisstruktur untergebracht werden können. AuĂerdem ist zu beachten, dass eine HTML-Datei selbst meist aus einer Datei mit der Endung .html oder auch .htm und einem gleichnamigen Verzeichnis besteht, in dem die nicht HTML-konformen Elemente (Bilder, Medien, usw.) untergebracht sind; dazu gehören Dateien ĂŒber die CSS-Klassentypisierungen und diverse Skriptdateien (JavaScript).
So stellt es sich zumindest dar, wenn die angezeigte Seite vom Browser auf der Festplatte des Besuchers abgespeichert wird; intern kann sie synthetisch vollstĂ€ndig durch Skriptsprachen und Datenbankinhalte erzeugt sein, so dass die Existenz einer echten Datei lediglich vorgetĂ€uscht wird (teilweise deshalb, weil man sich davon bessere Positionen bei Suchmaschinen verspricht). CSS und JavaScript-Dateien werden typischerweise fĂŒr eine Website zentral vorgegeben und bei Massenhostern sogar vom Provider fĂŒr den ganzen Webspace vorgegeben.
Homepage bezeichnet die Seite eines Web-Auftrittes, die als zentraler Dreh- und Angelpunkt angelegt ist. Die Startseite (auch Eintritt-, Index-Seite) ist die erste aufgerufene Seite einer Website, also ein Tor (daraus die Bildung Webportal und Portalseite). Dies kann die Homepage oder eine Intro-Seite sein.
In den meisten FĂ€llen ist die Homepage auch die Startseite einer Website. In besonderen FĂ€llen ist ihr jedoch eine Intro-Seite vorgeschaltet. Dies in der Regel deshalb, weil anschlieĂend eine Frame-Lösung gezeigt wird, deren Erfassung durch Suchmaschinen oft nicht optimal ist. Das Intro soll dann ĂŒber die fĂŒr den Besucher unsichtbaren, fĂŒr Suchmaschinen bestimmten Inhalte und Stichworte die nötigen Informationen liefern, sofern die Folgeseiten fĂŒr diese "unsichtbar" bleiben. Daher erscheint das Intro oft extrem spartanisch und sagt fĂŒr den Besucher nichts aus; es wird oft als lĂ€stig und als Hindernis empfunden. Dem versucht man vielfach mit Flash-Animationen zu begegnen, die jedoch von vielen Besuchern ebenfalls als Zumutung und Zeitverschwendung betrachtet werden. Als Reaktion darauf wird meist ein Link zum Ăberspringen angeboten.
Websites werden vorwiegend in der plattformunabhĂ€ngigen Auszeichnungssprache HTML oder XHTML geschrieben, um zu gewĂ€hrleisten, dass sie von möglichst allen Browsern dargestellt werden können. Heute werden Websites mit CSS gestaltet, denn diese ermöglichen eine einfache Gestaltung von Inhalten, die mit HTML oder XHTML strukturiert wurden. Bei aufwendigeren Websites erfolgt das Erzeugen des HTML-Quelltextes meist unter Verwendung serverseitiger Skript- (PHP, Perl, Python, Ruby, VBScript) oder Programmiersprachen (Java), die unter anderem auch die Verwendung von Datenbanksystemen (MySQL, PostgreSQL, Oracle) erlauben. Oft kommen auch clientseitige Skriptsprachen wie JavaScript zum Einsatz, die normalerweise mehr fĂŒr die Benutzerinteraktion als fĂŒr die vollstĂ€ndige Erstellung einer Website verwendet werden. Serverseitige Skripte oder Programme erzeugen als Ausgabe vorzugsweise HTML-Text, der dann vom Browser des Benutzers gerendert wird. Die Website wird auf einem Webserver abgelegt, der hĂ€ufig in einem Rechenzentrum von einem so genannten Webhoster betrieben und an den Inhaber der Website vermietet wird.
Die Entwicklung von Websites wird als Webdesign oder Webauthoring bezeichnet.