|
|
Lexikon auf Ihrer Homepage |
|
Lexikon als Lesezeichen hinzufügen |
Der Weihnachtsbaum (je nach Region auch als Christbaum oder Tannenbaum bezeichnet) ist ein Nadelbaum, der zur Weihnachtszeit in Kirchen, Wohnungen und in Ortschaften aufgestellt und mit Lichterketten, Kerzen, Glaskugeln, Lametta, Engeln oder anderen Figuren geschmĂŒckt wird. Dieser Weihnachtsbrauch verbreitete sich im 19. Jahrhundert von Deutschland aus ĂŒber die ganze Welt.
Inhaltsverzeichnis |
HauptsĂ€chlich werden Tannen als Weihnachtsbaum genutzt, doch Fichten und andere NadelbĂ€ume sind heute ebenfalls weit verbreitet. In Deutschland wird ĂŒberwiegend (rund 16 Millionen StĂŒck jĂ€hrlich) die Nordmann-Tanne als Weihnachtsbaum verwendet. Ihr Anbau findet vor allem auf landwirtschaftlichen FlĂ€chen im Sauerland sowie in Schleswig-Holstein und DĂ€nemark statt, wobei DĂ€nemark mit einem Export von mehr als 10 Millionen StĂŒck MarktfĂŒhrer ist.
In Deutschland wurden 2006 etwa 616 Millionen Euro fĂŒr 28 Millionen WeihnachtsbĂ€ume ausgegeben, pro Baum also ca. 22 Euro.[1] In den letzten Jahren ist eine Preissteigerung festzustellen, die auch 2007 zu beobachten war. Insbesondere durch zunehmendes Interesse und daraus resultierendem Bedarf der chinesischen Bevölkerung stieg 2007 der Preis des typischen Weihnachtsbaums.[2][3] Die benötigte AnbauflĂ€che fĂŒr den Anbau der 28 Millionen WeihnachtsbĂ€ume betrĂ€gt ca. 40.000 ha. Die durchschnittliche Ausbeute betrĂ€gt zwischen 60 und 70 Prozent der gepflanzten BĂ€ume, kann aber je nach Betrieb, Pflege und NatureinflĂŒssen stark variieren.
In Ăsterreich werden im Jahr ca. 2,4 Millionen WeihnachtsbĂ€ume aufgestellt, wovon 85 % aus heimischen WĂ€ldern stammen. Von diesen kommt der GroĂteil aus Niederösterreich, das auch den Wiener Markt beliefert. Die Importe aus DĂ€nemark sind in den letzten Jahren rĂŒcklĂ€ufig.[4]
In anderen LĂ€ndern werden auch vielfach kĂŒnstliche ChristbĂ€ume aus Metall oder Kunststoff verwendet, die meist zusammenlegbar und wiederverwendbar sind.
Der Werdegang vom Samenkorn bis zu einem Zwei-Meter-Weihnachtsbaum dauert, je nach Pflanzenart, zwischen acht und zwölf Jahren.
Samen werden zuerst aus Zapfen Ă€lterer BĂ€ume gewonnen. Das Samenkorn wird dann in Baumschulen zum SĂ€mling gezogen und nach drei bis vier Jahren an Forst- und Weihnachtsbaumbetriebe als Jungpflanzen verkauft. Die weiteren Form- und Wachstumsentwicklungen der WeihnachtsbĂ€ume hĂ€ngen stark von der BodenqualitĂ€t, den klimatischen VerhĂ€ltnissen und von den durchgefĂŒhrten Pflegearbeiten ab.
Durch den Anbau werden Sauerstoff, welcher dann den Umsatz mit Kohlenstoff ermöglicht, sowie Biomasse produziert, wodurch eine temporÀre Bindung von Kohlendioxid möglich ist. Bei einer AnbauflÀche von 25.000 ha ergeben sich aus dem Anbau folgende Werte:[5]
Der Weihnachtsbaum wird vor dem Heiligen Abend aufgestellt. WĂ€hrend er im evangelischen Raum traditionellerweise spĂ€testens zum Epiphaniasfest am 6. Januar abgeschmĂŒckt und entfernt wurde, bleibt er in katholischen Familien oft bis zum Fest der Darstellung des Herrn (Lichtmess, 2. Februar), frĂŒher dem Ende der Weihnachtszeit, stehen (seit der Liturgiereform endet die Weihnachtszeit allerdings mit dem Fest der Taufe des Herrn). Ausgediente ChristbĂ€ume werden teilweise gesammelt und im Osterfeuer verbrannt. Sofern WeihnachtsbĂ€ume noch nicht ausgetrocknet sind, können sie auch Elefanten und anderen Tieren im Zirkus oder Zoo als Nahrung dienen.[6]
Ein ChristbaumstĂ€nder dient zum Arretieren des Weihnachtsbaums in einer senkrechten Position. Er besteht aus einer meist runden Form, Ă€hnlich einem groĂen Blumentopf, die mit Wasser gefĂŒllt werden kann, und einer Haltevorrichtung aus Metall, die sich in der Form befindet.
Das Arretieren wird durch unterschiedliche Verfahren erreicht. Manche ChristbaumstÀnder halten den Baum mittels Schrauben, andere nutzen ein Drahtseil zum Festspannen oder einen Dorn zum Aufstecken. ChristbaumstÀnder der neuen Generation haben noch zusÀtzlich einen Wassertank, um den Baum mit Wasser zu versorgen.
Es gibt heute noch vereinzelt ChristbaumstĂ€nder, die mehrheitlich aus der Zeit um 1900 stammen, mit einem Aufzugsmechanismus, der zum einen fĂŒr eine Drehbewegung des Baumes sorgt und auĂerdem gleichzeitig eine Spieluhr in Betrieb setzt, die ein oder mehrere Weihnachtslieder dazu abspielt.
Bis zum Ende des 19. Jahrhunderts war es in manchen Regionen ĂŒblich, den Weihnachtsbaum, teilweise auch verkehrt herum, an der Zimmerdecke aufzuhĂ€ngen.[7] Im niederösterreichischen Waldviertel findet man noch in den Stuben und WohnrĂ€umen Ă€lterer GebĂ€ude Haken an der Zimmerdecke zur Befestigung des Weihnachtsbaumes.
GeschmĂŒckt wird der Weihnachtsbaum meist mit bunten Glaselementen (z. B. Christbaumkugeln, oder Nikolausfiguren), Lametta, Strohsternen, kleinen Holzfiguren sowie SĂŒĂigkeiten. Auf die Spitze setzt man normalerweise einen Stern (in Anlehnung an den Stern von Betlehem), einen Engel oder eine Glasspitze. Die einzelnen Ăste des Baumes werden mit Kerzen geschmĂŒckt. Unter dem Baum werden oft die Krippe und daneben die Weihnachtsgeschenke aufgebaut.
Um 1830 wurden die ersten Christbaumkugeln geblasen. Nach und nach wurde die Sitte der StubenbegrĂŒnung auch beim gewöhnlichen Volk beliebt und diese holten Zweige und âDannenreisigâ ins Haus. Der Lamettabrauch wurde 1878 als Neuerung in NĂŒrnberg entwickelt. Als Christbaumbehang symbolisiert Lametta nach das Aussehen von glitzernden Eiszapfen. In einigen Regionen wird traditionell kein Lametta verwendet, beispielsweise in Oberfranken.
Die Verwendung des Christbaumes hat keinen historisch nachweisbaren Anfang, sondern findet in BrĂ€uchen verschiedener Kulturen ihren Ursprung. ImmergrĂŒne Pflanzen verkörperten Lebenskraft, und darum glaubten die Menschen in frĂŒheren Zeiten, sich Gesundheit ins Haus zu holen, wenn man sein Zuhause mit GrĂŒnem schmĂŒckte.
Die Römer bekrĂ€nzten zum Jahreswechsel ihre HĂ€user mit Lorbeerzweigen. Durch das SchmĂŒcken eines Baums zur Wintersonnenwende ehrte man im Mithras-Kult den Sonnengott. Auch in nördlichen Gegenden wurden im Winter schon frĂŒh Tannenzweige ins Haus gehĂ€ngt, um bösen Geistern das Eindringen und Einnisten zu erschweren, gleichzeitig gab das GrĂŒn Hoffnung auf die Wiederkehr des FrĂŒhlings.
Schon im Mittelalter bestand vielerorts der Brauch, zu bestimmten öffentlichen Festlichkeiten ganze BĂ€ume zu schmĂŒcken, wie zum Beispiel den Maibaum oder den Richtbaum. Zu Weihnachten wurden in der Kirche Paradiesspiele aufgefĂŒhrt, weil der 24. Dezember frĂŒher der liturgische Gedenktag Adam und Evas war, an dem ein Paradiesbaum, der durchaus auch ein Laubbaum sein konnte, mit Ăpfeln behĂ€ngt wurde. Der Apfel diente dabei als Zeichen der verbotenen Frucht vom Baum der Erkenntnis und erinnerte an den SĂŒndenfall und an die Befreiung des Menschen von der ErbsĂŒnde durch Jesus Christus. Noch bis ins 19. Jahrhundert schmĂŒckte man in Norddeutschland seinen Christbaum mit Adam und Eva und Schlange aus Holz oder GebĂ€ck.
Die Aussage, dass die erste urkundliche ErwĂ€hnung eines Christbaumes aus dem Jahre 1419 stammt, ist weit verbreitet, kann allerdings mittlerweile nicht mehr durch Quellen belegt werden.[8] Die Freiburger BĂ€ckerschaft soll nach dieser unbelegten Aussage einen Baum mit allerlei Naschwerk, FrĂŒchten und NĂŒssen behĂ€ngt haben, den die Kinder nach AbschĂŒtteln an Neujahr plĂŒndern durften.[9]
Von 1521 datiert ein Eintrag in einem Rechnungsbuch der Humanistischen Bibliothek in Schlettstadt: âItem IIII schillinge dem foerster die meyen an sanct Thomas tag zu hietenâ (4 Schillinge dem Förster zu bezahlen, damit er ab dem St. Thomastag, dem 21. Dezember, die BĂ€ume bewacht). Ab dieser Zeit steht der Weihnachtsbaum in den HĂ€usern der vornehmen BĂŒrger als weihnachtlicher Schmuck.
Von den SchwarzhĂ€uptern in Riga und Reval wurden in der ersten HĂ€lfte des 16. Jahrhunderts gegen Ende der Weihnachtszeit TannenbĂ€ume (aus den GildehĂ€usern?) auf den Markt getragen, geschmĂŒckt und zum Schluss verbrannt.[10]
Von 1539 gibt es wieder einen urkundlichen Beleg, dass im StraĂburger MĂŒnster ein Weihnachtsbaum aufgestellt wurde. Die ZĂŒnfte und Vereine waren es schlieĂlich, die ein immergrĂŒnes BĂ€umchen in die ZunfthĂ€user stellten.
In einer Lohnabrechnung der Reichsstadt Gengenbach von 1582 wird erwĂ€hnt, dass der Förster âime Strohbachâ einen âWiehnachtsbaum uf die Ratsstubenâ gebracht habe.[11]
Die ersten Aufzeichnungen ĂŒber den Christbaum als einen allgemein ĂŒblichen Gebrauch stammen aus dem Jahre 1605. Wieder ist es ein ElsĂ€sser, der die entscheidenden Zeilen festgehalten hat. Er schreibt: âAuff Weihnachten richtet man DannenbĂ€ume zu StraĂburg in den Stuben auf. Daran henket man RoĂen auĂ vielfarbigem Papier geschnitten, Aepfel, Oblaten, Zischgold [dĂŒnne, geformte FlitterplĂ€ttchen aus Metall] und Zuckerâ. 1611 schmĂŒckte Herzogin Dorothea Sibylle von Schlesien den ersten Weihnachtsbaum mit Kerzen.
Auch die nĂ€chste Nachricht ĂŒber den Weihnachtsbaum stammt aus StraĂburg. In einer zwischen 1642 und 1646 verfassten Schrift ereiferte sich der Prediger am MĂŒnster Johann Conrad Dannhauer gegen den Brauch, in den HĂ€usern WeihnachtsbĂ€ume aufzustellen: âUnter anderen Lappalien, damit man die alte Weihnachtszeit oft mehr als mit Gottes Wort begehet, ist auch der Weihnachts- oder Tannenbaum, den man zu Hause aufrichtet, denselben mit Puppen und Zucker behĂ€ngt, und ihn hernach abschĂŒttelt und abblĂŒhen (abrĂ€umen) lĂ€sst. Wo die Gewohnheit herkommt, weiĂ ich nicht; ist ein Kinderspielâ.
Seit der ersten HĂ€lfte des 18. Jahrhunderts werden die Nachrichten ĂŒber den Weihnachtsbaum dann hĂ€ufiger. Johann Heinrich Jung-Stilling, 1740 im Nassauischen geboren, scheint eine Erinnerung an seine Kindheit zu bringen, wenn er in seinem 1793 veröffentlichten Das Heimweh von dem hell erleuchtenden Lebensbaum mit vergoldeten NĂŒssen, zu dem das Kind am Morgen des Christtages gefĂŒhrt wird, spricht.
Das weitere Auftreten des Weihnachtsbaumes ist an den Namen Goethes geknĂŒpft, der ihn auch in Die Leiden des jungen Werther 1774 erstmals in die deutsche Literatur einfĂŒhrte: Werther kommt am Sonntag vor Weihnachten zu Lotte und spricht von den Zeiten, da einen die unerwartete Ăffnung der TĂŒre und die Erscheinung eines âaufgeputzten Baumesâ mit Wachslichtern, Zuckerwerk und Ăpfeln in paradiesisches EntzĂŒcken versetzte. Schiller hat in seinen Werken zwar keine Weihnachtsszene geschildert, aber er liebte das Fest unter dem Baum. 1789 schrieb er an Lotte, dass er zu Weihnachten nach Weimar komme und meinte: âIhr werdet mir hoffentlich einen grĂŒnen Baum im Zimmer aufrichtenâ. Im Jahre 1805 wurde der Weihnachtsbaum einem groĂen Leserkreis dadurch bekannt, dass ihn Hebel in seinen Alemannischen Gedichten in dem Lied Die Mutter am Christabend erwĂ€hnte. E.T.A. Hoffmanns MĂ€rchen Nussknacker und Mausekönig vom Jahre 1816 ist das erste Berliner Literaturdenkmal, in dem der lichterglĂ€nzende, mit goldenen Ăpfeln und Bonbons geschmĂŒckte Tannenbaum in der Mitte der Weihnachtsbescherung erscheint.
Da TannenbĂ€ume in Mitteleuropa selten waren, konnten sich diese zunĂ€chst nur die begĂŒterten Schichten leisten und die Stadtbevölkerung musste mit Zweigen und anfallendem GrĂŒn auskommen. Erst als ab der zweiten HĂ€lfte des 19. Jahrhunderts vermehrt Tannen- und FichtenwĂ€lder angelegt wurden, konnte der stĂ€dtische Bedarf gedeckt werden.
Die Kirche, der groĂe Waldgebiete gehörten, schritt gegen das PlĂŒndern des Waldes zur Weihnachtszeit ein und billigte diesen âheidnischenâ Brauch nicht. Mit der Zeit ĂŒbernahm sie den Brauch. Als in evangelischen Kreisen der Christbaum ins Brauchtum ĂŒbernommen wurde, trat der Christbaum seinen Siegeszug an. Bis zum Ende des 19. Jahrhunderts ist der Weihnachtsbaum auch in den katholischen Regionen Deutschlands und Ăsterreich bezeugt. Der erste Weihnachtsbaum in Wien wurde 1814 von Fanny von Arnstein, einer aus Berlin stammenden angesehenen jĂŒdischen Gesellschaftsdame, aufgestellt,[12] in deren Hause auch Vertreter des Hochadels ein und aus gingen. Bereits 1816, anderen Quellen zufolge 1823,[13] wurde diese Tradition von Henriette von Nassau-Weilburg, der Gattin Erzherzog Karls, aufgegriffen[14][15] und breitete sich von da an in allen Gesellschaftsschichten Ăsterreichs aus.
1815 verbot die niederösterreichische Landesregierung âdas AbstĂ€mmeln und Ausgraben der BĂ€ume zum Behuf der Fronleichnams-Prozessionen, Kirchenfeste, WeihnachtsbĂ€ume und dergleichenâ. âMit âdergleichenâ waren wohl die NikolausbĂ€umchen gemeint, die 1782 als âgrĂŒner Baum mit brennenden Kerzchen bestekket, auf welchem etwelche Pfunde candirtes Zuckerbacht ebenso glĂ€nzen wie der vom Reife candirte Kirschenbaum zur Winterszeit schimmertâ beschrieben wurden. Offensichtlich bestanden eine Zeitlang beide Geschenktermine nebeneinander.â[16]
1832 stellte der deutschstĂ€mmige Harvard-Professor Karl Follen als erster einen Weihnachtsbaum in seinem Haus in Cambridge (Massachusetts) auf und fĂŒhrte so diesen Brauch in Neuengland ein.[17]
Als sich die Königin Viktoria 1840 mit Albert von Sachsen-Coburg und Gotha vermĂ€hlte, kam der Weihnachtsbaum nach London. Auch die Niederlande, Russland, besonders Petersburg und Moskau, wo er allerdings nur in den höchsten Kreisen ĂŒblich war, und Italien verdanken ihren Weihnachtsbaum den Deutschen. 1837 fĂŒhrte die Herzogin Helene von Orleans den Weihnachtsbaum in die Tuilerien ein, spĂ€ter machte sich die Kaiserin Eugenie um seine Verbreitung verdient. Zwei Jahrzehnte spĂ€ter wurden in Paris bereits 35.000 ChristbĂ€ume verkauft. Nach Nordamerika gelangte der Christbaum durch deutsche Auswanderer und Matrosen. Alte US-Zeitungen berichten, Gustav Körner habe die typisch deutsche Sitte des beleuchteten und geschmĂŒckten Weihnachtsbaums in den USA eingefĂŒhrt â und dies schon bald nach Ankunft im Bundesstaat Illinois zu seinem ersten Weihnachtsfest in den USA im Jahr 1833. In den USA wurden schon gegen Ende des 19. Jahrhunderts ChristbĂ€ume aus Eisen hergestellt. Diese Wunderwerke der Technik waren teilweise schon mit Gas beleuchtet: âDurch die hohlen Ăste flutet das Gas und wo sonst Kerzen erstrahlen, zuckt aus schmaler Ritze die Gasflamme emporâ.
In Ăsterreich ist es in den letzten Jahrzehnten Tradition geworden, ChristbĂ€ume an verschiedene Einrichtungen und Organisationen im Ausland als Geschenke zu ĂŒberbringen. So steht seit dem EU-Beitritt ein österreichischer Nadelbaum vor dem EU-Parlament in BrĂŒssel. Auch Schneiden, Sonder-Strassentransport, Aufstellen und Beleuchten in einer Hauptstadt werden als Spektakel des stĂ€dtischen Adventmarkts inszeniert, wie das Beispiel eines 30 m hohen 140 Jahre alten Nadelbaums 2011 in Graz zeigt.[18][19] Desgleichen wird jedes Jahr mit Beginn des Weihnachtsmarktes ein Tannenbaum auf dem Hamburger Rathausmarkt aufgestellt, der ein Geschenk eines nordischen Staates an den Stadtstaat ist.
Freizeittaucher gehen im Advent zum âChristbaum-Versenkenâ ins kalte Wasser eines Sees, um mit diesem mitteleuropĂ€ischen Brauch eines tauchunfallfreien Jahres zu gedenken.[20]
Seit Mitte des 19. Jahrhunderts wurde der Lichterbaum selbst Gegenstand von Weihnachtsliedern und -erzÀhlungen, oft ohne Bezug auf die Geburt Christi:
Eine Erweiterung erfuhr der Brauch durch das Christbaum-Versenken bei manchen GewĂ€ssern. So veranstaltet in Klagenfurt der Tauchklub seit den 1960er-Jahren[25] ein Christbaum-Versenken im Wörthersee. Von Tauchern wird ein geschmĂŒckter Christbaum in die Tiefe gebracht. Dabei wird der im See Umgekommenen gedacht. Auch in anderen Seen, wie im Neufelder See, wurde dieser Brauch ĂŒbernommen.[26]