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Der Ausdruck Weltbild wird häufig im Sinn von Weltanschauung, Weltansicht[1] oder Weltsicht unspezifisch für eine Haltung gegenüber dem Leben und Sein gebraucht.[2] Dabei kann ein eher objektiver und theoretischer Akzent vorherrschen gegenüber einer subjektiver und praktischer verstandenen „Weltanschauung“.[3] Spezifischer wird der Begriff Weltbild im Gegensatz zu Menschenbild gebracht. Während das Menschenbild eine (populäre) anthropologische Anschauung bezeichnet, wäre das Weltbild als populäre Kosmologie zu bezeichnen, welche nach dem Sein der Welt, ihren Gesetzmäßigkeiten und ihrer Stellung im Kosmos fragt.
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Erstbeleg des deutschen Ausdrucks ist die Übersetzung von Martianus Capella, De nuptiis Philologiae et Mercurii von Notker. Dort wird lat. forma ideaque mundi übersetzt mit uuerlt-pilde und damit jeweils in platonisierendem Sinne Bezug genommen auf ein geschnitztes Bild, das für die Ideen steht, deren Realisierungen die endliche Welt abbildhaft ausfaltet.[4]
Der Ausdruck „Weltbild“ findet auch allgemeine Verwendung für kosmologische Vorstellungen, wie sie in überholten astronomischen Theorien zum Ausdruck kommen. Siehe hierzu die Einzelartikel:
Das älteste uns derart überlieferte Weltbild ist das des Schamanismus des Paläolithikums, wie er sich in Höhlen- und Felsbildern, Bestattungen und Idolen präsentiert. Bereits im Neolithikum findet sich eine massive Veränderung aufgrund der neuen agrarischen und hirtennomadischen Wirtschaftsform. Die nun entstehenden Stadtstaaten entwickeln diese Weltbilder dann weiter bis zur Bronzezeit und zu den dann erstmals entstehenden Flächenstaaten. Sie orientieren sich dabei an den nun zunehmend sich ausweitenden Erkenntnissen der Astronomie und anderer sich entwickelnder Naturwissenschaften und werden Teil des immer stärker systematisierten und machtpolitisch etablierten Religionen und des sich in ihnen ausbildenden Priestertums, entwickeln dabei parallel auch philosophische Systeme (etwa im alten Griechenland). Die Entwicklung über Antike, Mittelalter und Neuzeit sowie in den entsprechenden Kulturphasen im außereuropäischen Bereich sind von nun an vorwiegend religiös-machtpolitisch bestimmt. Das gilt bis in die allerneueste Zeit mit den Weltbildern, welche den Ideologien zugrunde liegen, die nun häufig von philosophischen Elementen (Marxismus, Kapitalismus, Materialismus etc.) beherrscht werden, nachdem die Religion ihr Deutungshoheit nach dem Ende des Mittelalter parallel zur Entwicklung der modernen Wissenschaft und Technik nach und nach verloren hat. Eine Gegenentwicklung stellen dabei die oft rückwärtsgewandten Weltbilder der modernen Sekten oder der Esoterik, aber auch des orthodoxen Islam und Judentumes dar.[5]