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| Wengernalpbahn
<tr><td valign="top" colspan="2"> BDhe 4/8 vor Grindelwald </td></tr><tr><td valign="top">Fahrplanfeld:</td><td>311/312</td></tr><tr><td valign="top">Streckenlänge:</td><td>19.11 km</td></tr><tr><td valign="top">Spurweite:</td><td>800 mm (Schmalspur)</td></tr><tr><td valign="top">Stromsystem:</td><td>1500 =</td></tr><tr><td valign="top">Maximale Neigung:</td><td> 250 ‰</td></tr><tr><td valign="top">Minimaler Radius:</td><td>60 m</td></tr><tr><td valign="top">Zahnstangensystem:</td><td>Riggenbach-Pauli/von Roll</td></tr>
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| Lauterbrunnen–Grindelwald[1] | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
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Die Wengernalpbahn (WAB) ist eine 1893 eröffnete schmalspurige Zahnradbahn im Kanton Bern. Sie führt von Lauterbrunnen über Wengen und die Kleine Scheidegg nach Grindelwald. Benannt wurde sie nach dem landschaftlich reizvollen Streckenabschnitt von Wengen auf die Wengernalp.
Inhaltsverzeichnis |
Die ursprüngliche, alte Strecke genannte Linienführung war mit bis zu 250 ‰ zwischen Lauterbrunnen und Wengen sehr steil und eine große Belastung für die Triebfahrzeuge. Aufgrund ihres Verlaufs war sie eisschlaggefährdet und wurde deshalb jeweils im Winter gesperrt. 1910 wurde eine neue Trasse eröffnet, die durch die Führung in zahlreichen Tunneln entstanden ist und nur noch Steigungen von 180 ‰ aufweist. Die alte Strecke blieb allerdings bis Ende 2007 in Betrieb und wurde für den Güterverkehr und Leerzüge verwendet. Jeweils im September verkehrten während des Jungfrau-Marathons fahrplanmäßig Nostalgiezüge über die alte Strecke, die mit gewöhnlichen Fahrscheinen benutzt werden konnten. 2009 wurde die Strecke zurück gebaut, zurück blieb auf weiten Strecken alleine das Schotterbett. Ein Grund dafür war neben zu hohen Betriebskosten, dass die Strecke unterhalb von Wengen durch einen Rutschhang verläuft, der trotz anhaltender Eingriffe zur Stabilisierung nicht zur Ruhe kommt.[2]
Jeweils in Lauterbrunnen und Grindelwald bestehen Umsteigemöglichkeiten zur Berner-Oberland-Bahn (BOB) nach Interlaken. In Lauterbrunnen besteht noch Anschluss an die Bergbahn Lauterbrunnen-Mürren (BLM) sowie die Buslinien nach Stechelberg und Isenfluh. Auf der Kleinen Scheidegg beginnt ausserdem die Jungfraubahn (JB).
1946 legten die Betriebsgemeinschaft Wengernalpbahn / Jungfraubahn (JB) ihre Direktionen mit den Berner-Oberland-Bahnen (BOB) zusammen; die Bahnen in der Jungfrau-Region werden seither gemeinsam verwaltet und betrieben. Die Verwaltungsgemeinschaft erhielt im Jahr 2000 als Jungfraubahnen Management AG ihre eigene Rechtspersönlichkeit, als gemeinsames Tochterunternehmen der Jungfraubahn Holding (deren 100%-Tochter die WAB ist) und der BOB.
Die Streckenlänge beträgt 19,201 Kilometer mit Zahnstangen auf der ganzen Länge. Die Spurweite beträgt 800 Millimeter, der kleinste Kurvenradius 60 Meter. Die Zahnstangen gehören zum System Riggenbach, verändert durch Arnold Pauli. Die neusten Triebwagen erreichen 28 km/h auf der Bergstrecke.
Dank der betrieblichen Möglichkeit, dem eigentlichen Kurszug in kurzem Abstand weitere Züge folgen zu lassen, kann in verkehrsstarken Zeiten die Kapazität optimal den Bedürfnissen angepasst werden. Auf der Grindelwaldner Seite verkehren die Züge im Halbstundentakt mit schlanken Anschlüssen von und nach Interlaken Ost. Zwischen Lauterbrunnen und Kleine Scheidegg fahren die Züge ebenfalls halbstündlich und ermöglichen gute Anschlüsse zu den Zügen der BOB.
Bei der WAB befindet sich das Triebfahrzeug immer talseitig. Wie bei den meisten Zahnradbahnen mit grossen Neigungen sind die Antriebe asymmetrisch, die Triebzahnräder befinden sich jeweils auf der Talseite jedes Drehgestells. Auch ist die Inneneinrichtung der Fahrzeuge, insbesondere die Neigung der Sitze, so gestaltet, dass es immer eine «Bergseite» und eine «Talseite» gibt. Dies erlaubt es auch, die Bremsausrüstung für Talfahrt einer Fahrtrichtung zuzuordnen und so wesentlich zu vereinfachen. So ist ein Überfahren des Passes bei der Kleinen Scheidegg nicht ohne weiteres möglich; die Züge verkehren von Lauterbrunnen respektive Grindelwald aus bis zur Kleinen Scheidegg, wo der Zug für die Weiterfahrt gewechselt werden muss. Zum Austauschen von Fahrzeugen zwischen den beiden Linien war ursprünglich eine Drehscheibe vorhanden. Diese wurde 1947 durch ein Gleisdreieck ersetzt, dessen Ausziehgleis in den Berg, in den 110 Meter langen Tunnel Kleine Scheidegg hinein gebaut wurde. Es erlaubt das Umstellen ganzer Zugskompositionen, wird aber im Fahrplanverkehr nicht genutzt, die Benützung für bestellte Sonderfahrten ist hingegen möglich.
Die Wengernalpbahn besass nur einen einzigen zweiachsigen Personenwagen, der bereits 1907 ausrangiert und das Untergestell zum Bau eines Güterwagens verwendet worden war. Alle anderen Personenwagen hatten und haben Drehgestelle. 1961/62 erhielten alle Personenwagen neue Nummern; hier aufgeführt sind nur diese.