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| Wervik | ||
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| Staat | Belgien | |
| Region | Flandern | |
| Provinz | Westflandern | |
| Bezirk | Ypern | |
| Koordinaten | 50° 47′ N, 3° 3′ O50.77972222223.04527777778Koordinaten: 50° 47′ N, 3° 3′ O | |
| Fläche | 43,61 km² | |
| Einwohner (Stand) | 17.775 Einw. (1. Januar 2008) | |
| Bevölkerungsdichte | 408 Einw./km² | |
| Postleitzahl | 8940 | |
| Vorwahl | 056 | |
| Bürgermeister | Johnny Goos (sp.a) | |
| Adresse der Stadtverwaltung |
Stad Wervik Sint-Maartensplein 16 8940 Wervik | |
| Webseite | www.wervik.be | |
Wervik (frz. Wervicq) ist eine belgische Stadt im Süden der Region Flandern mit etwa 17.600 Einwohnern. Sie besteht aus der Kernstadt, dem Ortsteil Geluwe und dem Straßendorf Kruiseke.
Inhaltsverzeichnis |
Wervik ist eine der ältesten Siedlungen Belgiens. Ihre Ursprünge können zum einen auf die menapische Siedlung Virovos und zum anderen auf die römische Wegestation Viroviacum zurückgeführt werden. Beide Siedlungen bestanden schon vor der Zeitenwende. Das zur Provinz Gallia Belgica gehörende Viroviacum lag an einer Furt der Leie. Hier verlief die Heerstraße zwischen Köln und Boulogne-sur-Mer. Es ist als Virovino auf der Peutingerschen Karte verzeichnet.
Werviks Blütezeit war das 13. Jahrhundert. Neben Ypern, Brügge und Gent war Wervik eines der bedeutenden Zentren der flandrischen Tuchmacherei. Die Tuche aus Wervik waren als panni de vervi bekannt. Die Stadt wurde jedoch durch zahlreiche Kriege zwischen Frankreich, Flandern und Burgund immer wieder in ihrer Entwicklung zurückgeworfen. So wurde Wervik 1382 nach dem Aufstand der flämischen Zünfte gegen Graf Ludwig II. von Flandern nahezu vollständig zerstört. 1401 stiftete Johann Ohnefurcht eine Tuchhalle zur Wiederbelebung der Tuchmacherei.
Nach dem endgültigen Niedergang der Tuchindustrie wurde der Tabakanbau und -handel ab Ende des 17. Jahrhunderts einer der wichtigsten Wirtschaftszweige Werviks. Im 18. Jahrhundert war Wervik ein Zentrum des Tabakschmuggels nach Frankreich. Noch heute werden mehr als 90 Prozent des belgischen Tabaks in Wervik und Umgebung angebaut.
Der Friede von Utrecht teilt Wervik in einen nördlichen, österreichischen Teil (die heutige belgische Stadt) und einen südlichen, französischen Teil.
Im Ersten Weltkrieg wird Wervik durch deutsche Truppen besetzt und 1917/18 durch englische Artillerie nahezu vollständig zerstört. Auch im Zweiten Weltkrieg kommt es zu Kampfhandlungen im Gebiet von Wervik. Der Widerstand der zweiten belgischen Kavalleriedivision im verlustreichen Gefecht von Geluwe (25./26. Mai 1940) während der Leieschlacht zählt zu den letzten Kampfhandlungen der belgischen Streitkräfte vor der Kapitulation am 28. Mai 1940.
In Wervik wird der westflämische Dialekt des Niederländischen gesprochen.
Die nächsten Autobahnabfahrten befinden sich bei Menen an der A19, Wevelgem an der A17 und Kortrijk an der A14 (E17). Wervik besitzt einen Regionalbahnhof an der Bahnstrecke Poperinge-Wervik-Kortrijk. In Lille, Brügge und Gent halten auch überregionale Schnellzüge. Bei Lille befindet sich ein Regionalflughafen und nahe der belgischen Hauptstadt Brüssel gibt es einen internationalen Flughafen.
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