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Wetzikon

Dieser Artikel beschreibt die Stadt Wetzikon im Schweizer Kanton Zürich, zum Ort Wetzikon im Kanton Thurgau siehe Wetzikon TG.
Wetzikon ZH
Wappen von Wetzikon ZH
Basisdaten
Staat: Schweiz
Kanton: Zürich
Bezirk: Hinwilw
BFS-Nr.: 0121i1f3f4
Postleitzahl: 8620
UN/LOCODE: CH WZK
Koordinaten: 702413 / 24199147.3208348.793331535Koordinaten: 47° 19′ 15″ N, 8° 47′ 36″ O; CH1903: 702413 / 241991
Höhe: 535 m ü. M.
Fläche: 16.73 km²
Einwohner: i22'061 (31. Dezember 2010)[1]
Website: www.wetzikon.ch
Wetzikon vom Bachtel aus gesehen. In der Bildmitte rechts der Pfäffikersee, ganz links der Greifensee.

Wetzikon vom Bachtel aus gesehen. In der Bildmitte rechts der Pfäffikersee, ganz links der Greifensee.

Karte
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Über dieses Bild
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Wetzikon ist die grösste politische Gemeinde im Bezirk Hinwil des Kantons Zürich in der Schweiz. Die Stadt zählt 22061 Einwohner und ist somit die sechstgrösste Stadt im Kanton.

Inhaltsverzeichnis

Wappen

Blasonierung

In Schwarz ein goldener Pfahl, belegt mit drei grünen Windlichtern mit roten Flammen

Die Schildfarben Schwarz und Gold stimmen überein mit denjenigen der um 1300 ausgestorbenen Freiherren von Wetzikon. Die drei grünen Windlichter mit den roten Flammen symbolisieren das ewige Licht des christlichen Glaubens.

Geographie

Wetzikon befindet sich im Bezirk Hinwil. Den Pfäffikersee teilt Wetzikon zusammen mit den Gemeinden Seegräben und Pfäffikon ZH. Weitere Nachbargemeinden sind Bäretswil, Hinwil, Gossau ZH und Mönchaltorf (Exklave Heusberg, mit gemeinsamer Grenze von knapp 500m).

Zur Gemeinde Wetzikon gehören die Ortschaften Robenhausen, Kempten, Oberwetzikon, Unterwetzikon, Ettenhausen, Medikon und Robank.

Bevölkerung

Nationalität 31.12.2010[2] 31.12.2011[3]
Flag of Switzerland.svg Schweiz 76,8% 76,5%
ItalienItalien Italien 5,5% 5,2%
DeutschlandDeutschland Deutschland 3,9% 3,9%
PortugalPortugal Portugal 2,4% 2,6%
TurkeiTürkei Türkei 1,7% 1,7%
SerbienSerbien Serbien 1,8% 1,7%
KosovoKosovo Kosovo 1,2% 1,4%
MazedonienMazedonien Mazedonien 1,1% 1,1%
Bevölkerungsentwicklung der Stadt Wetzikon
Jahr 1850 1900 1930 1950 1970 1980 2000 2005 2010[4] 2011[5]
Einwohner 3'364 5'690 6'904 8'017 13'469 15'859 18'079 19'313 22'081 22'636


Religion

Zugehörigkeit 31.12.2010[6] 31.12.2011[7]
Evangelisch-reformierte Landeskirche 34,21% 32,99%
Römisch-katholische Kirche 29,29% 28,96%
Christkatholische Kirche 0,07% 0,08%
Jüdische Liberale Gemeinde 0,01% 0,01%
Israelitische Cultusgemeinde 0,005% 0,004%

In der lokalen Sektion der Evangelischen Allianz zusammengeschlossen sind die reformierte Kirche, die Evangelisch-methodistische Kirche und die Freie Christengemeinde.[8]

Weitere christliche Freikirchen sind die Freie Evangelische Gemeinde, die Gemeinde für Christus (früher: Evangelischer Brüderverein), die Freie Missionsgemeinde, die Bachtel-Gemeinde (früher: Menorah-Gemeinde), die Christliche Gemeinde Wetzikon und der ICF Zürcher Oberland.

Ebenfalls vertreten sind die Mormonen, die Adventisten und die Neuapostolische Kirche.

Geschichte

Der Ort Wetzikon ist urkundlich erstmals im Jahre 1044 als Wenzinchofa erwähnt. Die Vorzüge des Klimas und der Lage lockten schon in grauer Vorzeit Menschen in diese Gegend, davon zeugen Grabhügel, die von Jägern und Sammlern der Steinzeit angelegt wurden. Ebenfalls noch vor unserer Zeitrechnung siedelten die sesshafteren Fischer und Ackerbauern in sogenannten Pfahlbauten am nahe gelegenen Pfäffikersee. Bis zur Helvetischen Revolution 1798 hatten die Dörfer der heutigen Gemeinde Wetzikon nur wenig miteinander zu tun. Das Gebiet lag im Grenzbereich dreier Zürcher Landvogteien: Ettenhausen gehörte zur Landvogtei Kyburg, das benachbarte Kempten mit Ober- und Unterwetzikon zur Landvogtei Grüningen, während für Robenhausen und Robank der Landvogt von Greifensee zuständig war. Kempten unterstand zudem den Gerichtsherren von Kempten, Ober- und Unterwetzikon denjenigen von Wetzikon beziehungsweise Walfershausen. Bis ins 18. Jahrhundert deutete nichts darauf hin, dass die sogenannten Dorfgemeinden später einmal zur selben Gemeinde zusammengefasst werden sollten. In den 1920er Jahren forderten die Regierungs- und Bezirksräte die Auflösung der Zivilgemeinden. Ein Grossaufgebot von Bezirksräten lud die Zivilvorsteherschaften am 12. Oktober 1927[9] zu einer Orientierung ein. Am 17. November 1928, morgens um acht Uhr, fand die Übergabe aller Geschäfte und Gemeindegüter an die Politische Gemeinde statt. Seither sind die ehemals eingenständigen Dorf- und Zivilgemeinden Wetziker Gemeindeteile geworden.

Keine Epoche hat Wetzikons Dorf- und Siedlungsbild so stark verändert wie die Industrielle Revolution im 19. Jahrhundert. Am Aabach und am Kemptnerbach entstanden in grosser Zahl neue Siedlungen mit Fabrikgebäuden, Fabrikantenvillen und Arbeiterwohnhäusern. 1857 wurde Wetzikon durch die Fortsetzung der Linie Wallisellen-Uster an das Eisenbahnnetz angeschlossen. 1876 folgte die Eröffnung der Kempttallinie.

Industriegeschichte

In den Sechziger Jahren gehörten folgende Betriebe zu den Aushängeschildern des Wetziker Wirtschaftslebens:

  • Lastwagen und Autobusse des Herstellers Franz Brozinčević Wetzikon (FBW).
  • Rolba AG, die unter anderem die grössten Schneeräumungsmaschinen der Welt bauten (heute noch im Einsatz beim Flughafen Zürich).
  • Webereien Gubelmann und Bosshard-Bühler
  • Sullana, Zigarettenfabrik
  • Giesserei Honegger
  • Kemp AG
  • Mechanische Eisenwarenfabrik Kempten (MEK)
  • Colgate-Cosmina-Steinfels AG
  • Idewe, Dürsteler AG, Seidenstrumpffabrik

Kunst, Kultur

Verschiedene Kulturhäuser[10] in Wetzikon prägen das kulturelle Leben:

  • Kulturfabrik
  • Scala
  • Jazz-Club
  • Kinos
  • Kulturplatz
  • camera.lit.obscura
  • Musikkollegium Zürcher Oberland

Alle zwei Jahre wird der Kulturpreis "chapeau!wetzikon"[11] durch die Stadt verliehen. Alternierend dazu wird die "Wetziker Flamme" als Vereins- und Funktionärspreis verliehen.

Schulen

In Wetzikon befindet sich die Kantonsschule Zürcher Oberland. Zudem befinden sich eine Gewerbliche Berufsschule, eine Kaufmännische Berufs- und Berufsmittelschule, die Berufswahlschule (10. Schuljahr) und eine Rudolf-Steiner-Schule (kurz RSSZO) in Wetzikon.

Politik

In der Exekutive führen sieben nebenamtliche Gemeinderäte in zwei Sitzungen pro Monat die Geschicke der viertgrössten Stadt (ohne Zürich und Winterthur) des Kantons Zürich.

Für die Amtsdauer 2010 bis 2014 setzt sich der Gemeinderat wie folgt zusammen:

  • Urs Fischer (FDP) – Gemeindepräsident
  • Hans Peter Beyeler (SVP)
  • Hans Peter Bosshard (FDP)
  • Andreas Erdin (GLP)
  • Alfred Iten (CVP)
  • Ruedi Rüfenacht (EVP)
  • Marc Thalmann (FDP)

Alle Versuche, in Wetzikon die Gemeindeversammlung durch ein Stadtparlament zu ersetzen, sind bisher gescheitert.

Partnerstädte

Seit 5. Juni 2010 ist die italienische Stadt Badolato in der Provinz Catanzaro in Kalabrien Partnerstadt von Wetzikon.

Die tschechische Metropole am Zusammenfluss von Moldau und Elbe ist seit 1991 Partnerstadt von Wetzikon.

Medien

Der Zürcher Oberländer ist die lokale Tageszeitung und amtliches Publikationsorgan für das Zürcher Oberland. Zusätzlich erscheint die Wochenzeitung «regio.ch», welche als Gratiszeitung in sämtliche Haushalte verteilt wird.

Verkehr

Wetzikon ist mit zwei Bahnhöfen durch den öffentlichen Verkehr gut erschlossen. Es verkehren die S3 (Wetzikon - Aarau), S5 (Pfäffikon SZ - Rafz/Niederweningen), S14 (Hinwil - Zürich) und S15 (Affoltern am Albis - Rapperswil SG) über Wetzikon. Zudem wird die Stadt durch die Verkehrsbetriebe Zürichsee und Oberland (VZO) bedient.

Wetzikon liegt zwischen den Autobahnanschlüssen in Hinwil und Uster, welche beide in wenigen Minuten erreicht werden können. Zürich-Flughafen oder die Stadt Zürich können so in zirka 30 Minuten erreicht werden.

Wetzikon soll mit der geplanten Schliessung der Lücke in der Oberlandautobahn[12] zwischen Uster und Wetzikon künftig direkt ans Autobahnnetz angebunden werden. Wetzikon liegt dann an einer direkten Autobahn-Verbindungsachse Deutschland-Italien via San Bernardino.

Sport

Die Stadt Wetzikon bietet folgende Sportangebote:

  • eine multifunktionale Kunsteisbahn mit zwei Eisfeldern welche auch als Eventhalle genutzt werden kann
  • Curlinghalle mit 6 Rinks
  • 4 Fussballplätze, davon 2 Kunstrasenfelder
  • Finnenbahn
  • Beachvolleyballplatz mit 3 Spielfeldern
  • diverse Turnhallen
  • Hartplätze für Basketball, Handball und Tennis
  • Tennisplätze in- und outdoor
  • Badminton- und Squashhalle
  • Freibad Meierwiesen
  • Strandbad Auslikon
  • gemütliches Wandergebiet
  • 2.2 km langer Vita-Parcours
  • gut beschildertes Radwegnetz
  • Bowlingcenter

In Wetzikon bestehen über 50 Sportvereine[13]. Die bekanntesten Sportvereine sind der Fussballclub Wetzikon, Eishockeyclub Wetzikon, Curling Club Wetzikon, Eislaufclub Zürcher Oberland, Handballclub Wetzikon, Volleyballclub Wetzikon, Basketballclub KZO Wetzikon, Turnverein STV Wetzikon und der Unihockeyclub Schwarz-Gelb Wetzikon.

Persönlichkeiten

  • Elisabeth von Wetzikon (*1235 †1298), Fürstäbtissin des Fraumünsterklosters in Zürich und Herrin der Stadt Zürich
  • Johannes Schmidlin (*1722 †1772), Pfarrer und Komponist
  • Hans Georg Nägeli (*1773 †1836), Sängervater
  • Heinrich Leuthold (*1827 †1879), Dichter
  • Jakob Messikommer (*1828 †1917), Pfahlbauforscher Robenhausen
  • Hans Staub (*1894 †1990), Fotoreporter bei der Zürcher Illustrierten
  • Hedi Lang (*1931 †2004), Politikerin
  • Andreas Schweizer (*1979), Kunstturner

Fotogalerie

Weblinks

 Commons: Wetzikon – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. Statistisches Amt des Kantons Zürich – Bevölkerung in den Gemeinden und Regionen des Kantons Zürich, 2010
  2. http://www.wetzikon.ch/Verwaltung/Einwohnerdienste/bevoelkerungsstatistiken/Statistik%202008.pdf/at_download/file (abgerufen am 27. Februar 2012).
  3. http://www.wetzikon.ch/Verwaltung/Einwohnerdienste/bevoelkerungsstatistiken/Jahresstatistik%20Homepage.pdf/at_download/file (abgerufen am 5. März 2012).
  4. http://www.statistik.zh.ch/internet/justiz_inneres/statistik/de/aktuell/mitteilungen/2012/bev_2011.html (abgerufen am 27. Februar 2012).
  5. http://www.statistik.zh.ch/internet/justiz_inneres/statistik/de/aktuell/mitteilungen/2012/bev_2011.html (abgerufen am 27. Februar 2012).
  6. http://www.wetzikon.ch/Verwaltung/Einwohnerdienste/bevoelkerungsstatistiken/Statistik%202008.pdf/at_download/file (abgerufen am 27. Februar 2012).
  7. http://www.wetzikon.ch/Verwaltung/Einwohnerdienste/bevoelkerungsstatistiken/Jahresstatistik%20Homepage.pdf/at_download/file (abgerufen am 5. März 2012).
  8. [1] (abgerufen am: 10. Februar 2012)
  9. Quelle: Wetzikon - Eine Geschichte von Beat Frei
  10. Kulturhäuser in Wetzikon
  11. wetzipedia.ch: Chapeau!wetzikon – Ortsarchiv, Zugriff am 2. März 2011
  12. Website Kanton Zürich über die Oberlandautobahn
  13. Sportvereine in Wetzikon
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