Wieland FörsterDatei:Bundesarchiv Bild 183-1982-0104-301, Volker Braun, Ruth Berghaus, Wieland Förster.jpg Wieland Förster (rechts) 1981 mit Ruth Berghaus und Volker Braun bei der Berliner Begegnung zur Friedensförderung Wieland Förster (* 12. Februar 1930 in Dresden) ist ein deutscher bildender Künstler und Schriftsteller.
LebenWieland Förster ist der Sohn eines Kraftfahrers und einer Angestellten. Er wuchs in ärmlichen Verhältnissen auf. Von 1944 an absolvierte er eine Lehre als technischer Zeichner und Rohrleger. 1946 wurde er wegen angeblichen Waffenbesitzes von der sowjetischen Besatzungsjustiz zu zehn Jahren Zwangsarbeit verurteilt, die er in einem Lager in Bautzen abzuleisten hatte. 1950 kam er durch eine Amnestie frei und arbeitete anschließend als technischer Zeichner. In diese Zeit fällt seine erste intensive Beschäftigung mit der Werken der Weltliteratur. Von 1953 bis 1958 studierte er Bildhauerei an der Hochschule für Bildende Künste in Dresden, von 1959 bis 1961 war er Meisterschüler an der Deutschen Akademie der Künste in Ost-Berlin bei Fritz Cremer. Ab 1960 entstanden lithografische Arbeiten, ab 1962 Radierungen und erste Plastiken für den öffentlichen Raum. In den folgenden Jahren unternahm Förster zahlreiche Reisen ins Ausland, von denen besonders ein Aufenthalt in Tunis im Jahre 1967 von großem Einfluss auf Försters Schaffen als bildender Künstler war. In den Jahren 1968 bis 1972 verhängten staatliche Stellen der DDR aus ideologischen Gründen Ausstellungsverbote gegen Förster und behinderten die Arbeit des Künstlers. 1974 wurde er dank der Unterstützung Konrad Wolfs Mitglied der Ost-Berliner Deutschen Akademie der Künste und konnte (organisiert von Rudolf Tschäpe) seine erste große Werkausstellung in Potsdam im alten Observatoriumsbau auf dem Telegraphenberg veranstalten. Von 1979 bis 1990 war Förster als Vizepräsident der Deutschen Akademie der Künste zuständig für die Ausbildung von Meisterschülern. Nach der Wende trat er 1991 aus der Deutschen Akademie der Künste aus; 1996 war er Mitbegründer der Sächsischen Akademie der Künste in Dresden. Er lebt heute in Berlin und Wensickendorf. Wieland Förster ist als bildender Künstler auf den Gebieten Bildhauerei, Zeichnung, Grafik und Malerei aktiv. Daneben hat er seit den Siebzigerjahren eine Reihe von literarischen Werken veröffentlicht, die teilweise das eigene künstlerische Schaffen reflektieren. Wieland Förster gehört seit 1991 dem PEN-Zentrum der Bundesrepublik Deutschland an. Er erhielt u.a. 1973 den Kunstpreis der DDR, 1974 den Käthe-Kollwitz-Preis, 1976 und 1983 einen Nationalpreis 2. Klasse der DDR, 1977 den Kleist-Kunstpreis der Stadt Frankfurt an der Oder, 1978 den Kunstpreis des FDGB sowie 2000 das Bundesverdienstkreuz 1. Klasse. WerkeHeinrich Böll-Denkmal von Wieland Förster in Berlin Datei:Hans Purrmann.jpg Porträtstele Hans Purrmann in Langenargen Schriften
Skulpturen (Auswahl)Im Jahr 1985 schuf Förster die überlebensgroße Bronzeplastik Trauender Mann. Sie erinnert an die Opfer der Luftangriffe auf Dresden im Februar 1945. Ursprünglich stand die Plastik auf dem Georg-Treu-Platz in Dresden, heute am Dresdner Zwinger. In Dresden steht an der Ostseite der St. Petersburger Straße vor den Studentenwohnheimen die Gruppenplastik Studentische Jugend aus dem Jahr 1963.[1]
Buchillustrationen
Ausstellungskataloge
Einzelnachweise
Weblinks
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