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Der Wiener Eistraum ist ein mobiler Eislaufplatz, der seit 1996[1] alljährlich in immer wieder erweiterter Form auf dem Rathausplatz in Wien aufgebaut wird und zu den Publikumsmagneten der Stadt zählt.
Inhaltsverzeichnis |
Um den mit freiem Auge kaum bemerkbaren Niveauunterschied in Richtung Burgtheater auszugleichen, sind etwa 3.000 Kubikmeter Schotter und Grädermaterial notwendig.[2] Die Holzkonstruktion des Eislaufplatzes wird von ungefähr 12 Bediensteten der Magistratsabteilung 49 - Forstamt und Landwirtschaftsbetrieb der Stadt Wien aus Naßwald in etwa 13 Tagen errichtet. Von den ungefähr 460 Kubikmetern Holz, die dabei verbaut werden, können etwa 400 Kubikmeter im nächsten Jahr wieder verwendet werden.[1] Unterstützung finden sie dabei unter anderem in den Mitarbeitern der Firma, die für die Kühlung der Eisfläche zuständig ist und dafür rund 250.000 Meter Kühlschläuche[3] zu den drei Eisproduktionsmaschinen[4] verlegt.
Zusätzlich zu den immer wieder erweiterten Eisflächen zum Eislaufen und Eisstockschießen (2003: 1.800 Quadratmeter und drei Eisstockschießbahnen,[5] 2007 4.400 Quadratmeter[6] und sechs Eisstockschießbahnen)[7] kam 2005 auch noch der sogenannte 270 Meter lange „Traumpfad“, der durch den südlichen Teil des Rathausparks führt.[8] 2006 wurde dieser Traumpfad wegen des großen Publikumserfolgs auf eine Länge von 350 Meter[9] oder 410 Meter verlängert[3] und führt nun bis zur Ringstraße und von dort zurück bis zu den Eislaufflächen.[9]
Bis zum Jahre 2011 ist die gesamte Eisfläche auf 6.000 Quadratmeter angewachsen. Zusätzlich gibt es eine 480 Quadratmeter große synthetische Eislauffläche für die ersten Versuche ohne bei einem Sturz nass zu werden.[10]
Im nicht eintrittspflichtigen Bereich des Wiener Eistraums versorgen 13 Gastronomiebetriebe die Eissportler und Zaungäste mit Getränken (Punsch, Glühwein und so weiter) und Speisen der nationalen und internationalen Küche,[5] was zur Beliebtheit des Eistraums beiträgt. Für die Zaungäste gibt es zum Aufwärmen zusätzlich Zelte.
Die zur Unterhaltung der Besucher des Eistraums gespielte Musik kommt von Radio Wien. Zusätzliche Attraktionen sind die Vidi-Wall, auf der 1999 die Schi-WM[11] und 2002 für Österreich wichtige Bewerbe der Olympischen Winterspiele in Salt Lake City[12] auf bereits zwei Vidi-Walls übertragen wurden. Ebenfalls starke Publikumsmagneten sind die Präsentationen von Musical-Highlights (2003: „Wake up“,[5] 2004: „Elisabeth“,[13] 2005: „Romeo und Julia“[14] und andere) sowie sonstige Aktivitäten.
Als Besucherzahlen (Eissportler plus nichtzahlende Besucher des Rahmenprogramms und der Gastronomie) nennt die Rathauskorrespondenz:
Über den wirtschaftlichen Erfolg des Wiener Eistraums liegen kaum Zahlen vor. Einem Bericht des Kontrollamts Wien erzielte der Eistraum im Jahr 2001 einen Umsatz von 1,12 Millionen Euro.[21] Im Jahr 2000 wurden Kosten von 13 Millionen Schilling (rund 0,94 Millionen Euro) genannt,[22] während 1996 noch 7 Millionen Schilling (0,51 Millionen Euro) vermeldet wurden.[23]
48.210638888916.35875Koordinaten: 48° 12′ 38″ N, 16° 21′ 32″ O