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Der 13,35 km lange Wienerwaldtunnel ist ein im Bau befindlicher Eisenbahntunnel der neuen Westbahn zwischen dem Stadtrand von Wien und dem Tullnerfeld. Der Tunnel unterfährt dabei den zwischen Gablitz und Mauerbach liegenden Höhenrücken im nördlichen Teil des Wienerwaldes. Nach Fertigstellung wird er der längste Eisenbahntunnel in Österreich sein.
Das Ostportal befindet sich unterirdisch in der bereits vorweg errichteten Weichenhalle bei Hadersdorf-Weidlingau und wird in Richtung Wien durch den Lainzer Tunnel fortgesetzt. Das Westportal liegt zwischen Chorherrn (Gemeinde Tulbing) und Klein Staasdorf südlich von Tulln und wird in Richtung St. Pölten durch die Tunnelkette Perschling fortgesetzt.
Nach Inbetriebnahme des Abschnitts zwischen Wien und St. Pölten soll die Fahrzeit zwischen den Städten nur noch 25 Minuten betragen.
Inhaltsverzeichnis |
Der seit September 2004 in Bau befindliche Tunnel wird von beiden Seiten vorgetrieben. Im Osten wird ein etwa 2300 m langer einröhriger, zweigleisiger Abschnitt nach der Neuen Österreichischen Tunnelbauweise errichtet. Der übrige Teil wird von Westen aus mit zwei Schildvortriebsmaschinen gefräst. In diesem Bereich werden zwei eingleisige Röhren errichtet. Der Vortrieb begann im Herbst 2005.
Das Aushubmaterial wird zum Teil zwischengelagert, um später für den Neubau der Bahnstrecke im Tullnerfeld als Schüttmaterial für Bahn- und Lärmschutzdämme verwendet zu werden. Ein anderer Teil des Materials wird zur Neugestaltung des Taglesberges im Wienerwald verwendet, wo in einem Deponie-Sanierungsgebiet ein neuer, künstlicher Höhenrücken entstehen soll.
Der Durchschlag des Tunnels fand am 3. September 2007 statt. Mit dem Neubauabschnitt der neuen Westbahn von Wien–St. Pölten wird er 2012 fertiggestellt. Die Baukosten liegen bei 617 Millionen Euro. Gleichzeitig im Dezember 2012 geht der Wienerwaldtunnel mit dem Lainzer Tunnel und den ersten 4 Gleisen des Wiener Hauptbahnhofs am Südtiroler Platz in Betrieb.
Er ist Teil der neuen Westbahn und damit Teil der Europäischen Hochgeschwindigkeitsstrecke Paris−Budapest/Bratislava (Magistrale für Europa).
Durch Verbindungsstollen zwischen den beiden Röhren im Abstand von etwa 500 m kann ein hoher Sicherheitsstandard erreicht werden. Zusätzlich gibt es einen Not-Entlüftungsschacht und vier Ausstiegsstollen.
48.179166666716.2072222222Koordinaten: 48° 10′ 45″ N, 16° 12′ 26″ O