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| Abkürzung: WP:TYP, WP:TYPO
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Diese Seite stellt die Richtlinien zur Typografie in der Wikipedia vor. Große Teile der Gestaltung sind in Wikipedia durch die Software vorgegeben, etwa wie Überschriften oder Links angezeigt werden, aber dem normalen Autor bleibt auch so genug, was er falsch machen kann – oder eben richtig. Anders als häufig angenommen, ist gute Typografie nur zu einem geringen Teil eine Geschmacksfrage; der weitaus größere Teil folgt Regeln, die für die gute Leserlichkeit eines Textes sorgen.
Inhaltsverzeichnis |
Grundsätzlich gilt: Schau dich in der Wikipedia um und orientiere dich an anderen Artikeln. Für die meisten Elemente in Artikeln wie Literaturangaben, Zitate und Datumsschreibweise gibt es bereits einheitliche Formatierungsanweisungen. Aber auch hier gilt Ignoriere alle Regeln. Es empfiehlt sich zwar, die Regeln hier zu befolgen; bevor du aber alles hinwirfst, ist es besser, wenn du etwas davon abweichst.
Steht innerhalb von Klammern oder Anführungszeichen der gesamte Text in einer bestimmten Auszeichnung, werden die Klammern oder Anführungszeichen in der Regel in gleicher Weise formatiert: „So!“ (und nicht anders!). Dasselbe gilt sinngemäß auch für die übrigen Satzzeichen. Stehen sie in oder direkt nach kursiv oder fett formatiertem Text, werden sie ebenso kursiv bzw. fett ausgezeichnet: Es ist heiß!
Diese Regel wird nicht für wissenschaftliche Artnamen des Tier- und Pflanzenreichs angewendet. Diese werden internationalem Gebrauch folgend in der Regel in aufrechte Klammern gesetzt, auch wenn der darin befindliche wissenschaftliche Artname gänzlich kursiv gesetzt wird: Schimpansen (Pan) sind kein griechischer Hirtengott (Pan).
Die folgenden Hinweise richten sich an fortgeschrittene Anwender. Trotz dieser Hinweise sollte niemand getadelt werden, wenn er der Einfachheit halber die Zeichen verwendet, die eine normale Tastatur ohne besondere Tastenkombinationen hergibt. Es verdient keinen Vorwurf, wenn jemand als Anführungszeichen einfach die auf der Tastatur vorhandene Variante (") verwendet. Wer dies korrigieren will, soll dies ohne zu meckern tun. Allerdings sollten typografisch korrekte Zeichensetzungen dann nicht wieder zurück in eine einfachere (und falsche) Form gewandelt werden. Die im Folgenden beschriebenen Zeichen findest du unter dem Bearbeitungsfeld in der Sonderzeichenleiste, aus der du sie mit einem Klick in deinen Text einfügen kannst. Die Sonderzeichen sind im Folgenden – wenn sie explizit gemeint sind – fett gesetzt, um sie besser unterscheiden zu können.
Außer für Zitate (siehe Wikipedia:Zitate) sollten Anführungszeichen nur in seltenen Fällen verwendet werden, dann allerdings „“ und für Anführungszeichen innerhalb ‚‘.[1] In Artikeln zu Schweizer Themen (mit <!--schweizbezogen--> markiert) sollten Schweizer Anführungszeichen (sog. Guillemets) verwendet werden (« » bzw. für Anführungszeichen innerhalb ‹ ›).
In Anführungszeichen gesetzte metasprachliche Bedeutungsangaben folgen dem meist kursiv gesetzten objektsprachlichen Ausdruck, auf den sie sich beziehen, wie in den folgenden Beispielen:
Textstellen durch Anführungszeichen als fragwürdig zu kennzeichnen, ist in einer Enzyklopädie in der Regel unangemessen und kann auch dem geforderten neutralen Standpunkt zuwiderlaufen. Statt
schreibt man besser:
Anführungszeichen sollen nur bei Zitaten eingesetzt werden, nicht bei Namen oder Titeln (von Büchern, Filmen etc.). Titel werden im Fließtext immer kursiv geschrieben, Personennamen ganz ohne besondere Auszeichnung. Also:
Ausnahmen hiervon bilden Listen in Filmografien, siehe hierzu Richtlinien für Filmografien.
Für nähere Hinweise zum Zitieren siehe Wikipedia:Zitate.
Für Bindestrich, Gedankenstrich, Bis-Strich, Streckenstrich und Minuszeichen werden unterschiedliche Zeichen verwendet:
Der normal auf der Tastatur eingegebene Bindestrich (-) wird für Wortverbindungen (und -trennungen, die hier normalerweise nicht vorkommen) und Ergänzungen verwendet (Küchenmesser-Schleifgerät, H-Milch, Müller-Lüdenscheid, deutsch- und englischsprachig). Zusammensetzungen aus wenigen kürzeren Bestandteilen sollten einem ununterbrochenen Lesefluss zuliebe nicht durch Bindestriche gegliedert werden, d. h., man schreibt in der Regel Gaststättenverband (statt Gaststätten-Verband) oder Stecknadelkopf (statt Stecknadel-Kopf). Einen Bindestrich zu setzen ist laut Duden in folgenden vier Fällen möglich:
Mehrteilige Zusammensetzungen werden durchgekoppelt, d. h., zwischen sämtlichen Bestandteilen steht ein Bindestrich, zum Beispiel Erde-Mond-System, La-Plata-Staaten, Max-Mustermann-Schule; siehe hierzu auch Leerzeichen in Komposita. Zusammensetzungen mit Zahlen werden durch Bindestriche getrennt, soweit es sich nicht nur um das Anhängen eines Suffixes handelt, zum Beispiel 35-prozentig, 16-teilig, aber 1970er.
Für Gedanken-, Bis-, Gegen- und Streckenstriche wird der Halbgeviertstrich (–) verwendet.
Man findet den Halbgeviertstrich auf der Bearbeiten-Seite in der Sonderzeichenliste unter dem Eingabefeld neben dem „›‹“. Die Eingabe des Halbgeviertstrichs erlaubt aber auch die deutsche (nicht die schweizerdeutsche) Tastaturbelegung mit Alt+0150 (mit Hilfe des Ziffernblocks) bei Windows-Rechnern, bei MacOS entsprechend Alt+-. Ein „–“ stört den Lesefluss im Quelltext nicht so wie ein „–“ (–).
Achtung: Beim Bearbeiten sehen im Quelltext Binde- und Gedankenstrich oft gleich aus. Um das zu verhindern, können eine geeignete Schriftart und eine vergrößerte Darstellung helfen.
In deutschen Texten soll der deutsche Gedankenstrich verwendet werden – mit Leerzeichen davor und danach.
Bis-Striche werden ohne Leerzeichen davor und dahinter gesetzt. Bis-Striche sollten nicht am Zeilenende stehen und möglichst nicht Zahlen und Wörter verbinden, in solchen Fällen sollte „bis“ ausgeschrieben werden, dies gilt auch bei der Verwendung des Wortes „von“.
Beispiele:
Der Gegen-Strich wird mit einem Zwischenraum davor und dahinter gesetzt. Er steht für „gegen“ bzw. „versus“.[2] Um ungünstige Zeilenumbrüche zu vermeiden, ist es günstig, gebundene Leerzeichen (HTML: ) statt normale Leerzeichen zu nutzen.
Beispiel:
Bei geografischen Strecken, beispielsweise Verkehrswegen oder Flussläufen, wird der Halbgeviertstrich als Streckenstrich eingesetzt. Im Sinn entspricht er dabei dem Bis-Strich. Die einzelnen Wegpunkte (zum Beispiel Städte oder Bahnhöfe) sind so besser lesbar und übersichtlicher als bei einer Trennung mit Bindestrichen (-), außerdem reduziert sich so die Gefahr der Verwechslung mit Ortsteilangaben wie Kassel-Wilhelmshöhe.
Diese Schreibweise ist eine Kurzform von Sätzen mit „von“(, „über“) und „nach“. Der DIN 5008 folgend und vor allem um bei längeren Streckenbeschreibungen eine bessere Lesbarkeit im Browser zu ermöglichen, sollte der Streckenstrich – abweichend vom Bis-Strich – mit umrahmenden Leerzeichen geschrieben werden.[3] So soll unter anderem sichergestellt werden, dass der Browser eine Möglichkeit hat, die Streckenbeschreibungen bei der Anzeige zu umbrechen, da einige Browser weder vor noch nach dem Halbgeviertstrich umbrechen. Außerdem würde beim Flug New York–Los Angeles optisch ein Ort „York–Los“ betont werden.
Beispiele:
Hannover – Kassel-Wilhelmshöhe – Frankfurt am Main – Würzburg/Nürnberg – Augsburg
ergibt ( , damit nur nach dem Streckenstrich umbrochen wird):
oder ohne Zwischenorte:
Hannover – Augsburg ergibt Hannover – Augsburg
Minuszeichen (−) unterscheiden sich von Gedankenstrichen durch ihre Höhenlage in der Zeile, die der des horizontalen Strichs im Pluszeichen entspricht. Der einfache Bindestrich ist ebenfalls als Minuszeichen ungeeignet, da er viel zu kurz ist und zu tief liegt. Das Minuszeichen ist in der Sonderzeichenleiste rechts neben dem Pluszeichen zu finden.
Der Schrägstrich (/) wird zur Trennung von Alternativen/Varianten/Wahlmöglichkeiten oder zur Darstellung von Brüchen (1/2, 12/100) verwendet, außerdem zur Zusammenfassung aufeinanderfolgender Zahlen, wie z. B. Jahreszahlen. Er wird fast immer ohne Zwischenraum gesetzt; zur Ausnahme siehe Schrägstrich als Satz- und Bruchzeichen.
Grundsätzlich sollte Fließtext so formuliert werden, dass es nicht zu aufeinanderfolgenden Klammern kommt.
Schlecht:
Besser:
Zu Prozent (%), Dezimaltrennzeichen und anderen mathematischen Zeichen siehe Wikipedia:Schreibweise von Zahlen.
Abkürzungen, die aus mehreren abgekürzten Wörtern bestehen, werden mit Leerzeichen geschrieben, also etwa „z. B.“ für „zum Beispiel“. Um unschöne Zeilenumbrüche zu vermeiden, kann man ein geschütztes Leerzeichen verwenden. Ein geschütztes Leerzeichen wird mit dem HTML-Code erzeugt (auch zu finden unterhalb des Bearbeitungsfeldes beim Zeichensatz Standard). Ungeeignet ist in diesen Fällen der HTML-Code  , wodurch zwar ein optisch gefälliger Abstand erzeugt wird, aber kein geschütztes Leerzeichen (d. h. es könnte zu einem Zeilenumbruch innerhalb des Leerzeichens kommen).
Die HTML-Codes   und   zur Darstellung eines narrow no-break space (NNBSP; schmaler nicht umbrechbarer Zwischenraum) sollten in der Wikipedia derzeit nicht verwendet werden, da sie in vielen Browsern nicht korrekt dargestellt werden (siehe auch hier).
Für die Verwendung des Leerzeichens bei Zahlen und Maßeinheiten siehe Wikipedia:Schreibweise von Zahlen#Maßeinheiten.
U+2019; unter Windows durch Alt+0146; unter Mac OS X bei deutscher Tastaturbelegung mittels ⌥+⇧+#, bei deutschschweizerischer Tastaturbelegung mittels ⌥+⇧+!
Einige hier erwähnte typografische Zeichen sind nicht auf üblichen Computertastaturen zu finden. Trotzdem erlauben moderne Computer die Eingabe dieser Zeichen über die normale Tastatur. Zeichen, die nicht auf der Tastatur liegen, können durch die Sonderzeichenleiste der Wikipedia eingefügt werden, die sich unter dem Editierfeld von Artikeln befindet; diese Funktion erfordert aktiviertes Javascript.
Eine Erleichterung bei der Eingabe typografischer Zeichen kann z. B. durch die Verwendung eines individuellen Texteditors (siehe hierzu Wikipedia:Textverarbeitung) oder eines besonderen Tastaturlayouts wie Neo[4] bewerkstelligt werden.
Unter (vielen aktuellen Versionen von) Linux erhält man viele typografische Zeichen mittels der Taste AltGr.[5]
Anführungszeichen, mathematische Operatoren, und andere auf der unteren Reihe:
| AltGr + Umschalt + | Y › | X ‹ | C © | V ‚ | B ‘ | N ’ | M | ; × | , ÷ |
| AltGr + | Y » | X « | C ¢ | V „ | B “ | N ” | M µ | ; · | , … |
Pfeile auf der oberen Reihe:
| AltGr + Umschalt + | Z ¥ | U ↑ | I |
| AltGr + | Z ← | U ↓ | I → |
Hochgestellte Zahlen, Brüche und andere auf der Zahlenreihe:
| AltGr + Umschalt + | 1 ¡ | 2 ⅛ | 3 £ | 4 ¤ | 5 ⅜ | 6 ⅝ | 7 ⅞ | 8 ™ | 9 ± | 0 ° | ß ¿ |
| AltGr + | 1 ¹ | 2 ² | 3 ³ | 4 ¼ | 5 ½ | 6 ¬ | 7 | 8 | 9 | 0 | ß |
/usr/share/X11/xkb/symbols/de (deutsches Layout) bzw. /usr/share/X11/xkb/symbols/ch (Schweizer Layout).