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| Wappen | Deutschlandkarte | |
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| Basisdaten | ||
| Bundesland: | Niedersachsen | |
| Landkreis: | Goslar | |
| Samtgemeinde: | Oberharz | |
| Höhe: | 390 m ü. NN | |
| Fläche: | 3,34 km² | |
| Einwohner: |
1.052 (31. Dez. 2010)[1] | |
| Bevölkerungsdichte: | 315 Einwohner je km² | |
| Postleitzahl: | 38709 | |
| Vorwahl: | 05323 | |
| Kfz-Kennzeichen: | GS | |
| Gemeindeschlüssel: | 03 1 53 015 | |
| Adresse der Verbandsverwaltung: | An der Marktkirche 8 38678 Clausthal-Zellerfeld | |
| Webpräsenz: | ||
| Bürgermeister: | Arno Schmidt (SPD) | |
| Lage der Stadt Wildemann im Landkreis Goslar | ||
Wildemann ist die kleinste der sieben Bergstädte im Oberharz und gehört zur Samtgemeinde Oberharz, Landkreis Goslar in Niedersachsen (Deutschland). Sie bezeichnet sich als das Klein-Tirol im Oberharz.
Inhaltsverzeichnis |
Wildemann liegt tief eingeschnitten im Innerstetal, das sich an dieser Stelle um den Gallenberg windet. Wegen der Enge des Tales ist die Ortschaft sehr langgezogen und die Hänge beidseitig bebaut. Nur im Ortszentrum, wo der Grumbach in die Innerste einmündet, ist das Tal etwas breiter. Im Westen wird Wildemann durch den Gallenberg, im Norden durch den Hüttenberg und im Osten durch den Badstubenberg, der schon Johann Wolfgang von Goethe wegen seiner vielfältigen Gesteinsformationen interessierte, begrenzt. Die Hänge sind durch Höhenwanderwege erschlossen. Vom Badstubenberg führt die Johanneser Straße vorbei an alten Bergbauanlagen nach Clausthal-Zellerfeld. Über den Hüttenberg verläuft ein langer Höhenwanderweg Richtung Lautenthal. Weitere Wanderwege führen nach Bockswiese und entlang des Spiegeltals nach Erbprinzentanne an der Bundesstraße 241. Die meisten dieser Wanderwege sind auch mit dem Mountainbike befahrbar und dienen im Winter als Loipen. Auch der Harzer Försterstieg verläuft über Wildemann.
Wildemann wurde im Jahre 1529 von Bergleuten aus dem Erzgebirge gegründet. Diese hatten den Auftrag, für die Welfenherzöge den Bergbau im Harz in größerem Stil wieder aufzunehmen. Der Sage nach sichteten sie beim Vordringen in das unwirtliche Innerstetal einen Wilden Mann, der mit einer Wilden Frau zusammenlebte. Seine Spuren befanden sich gerade dort, wo die größten Erzvorkommen lagerten. Versuche, ihn zu fangen, schlugen fehl. Auch reagierte er nicht auf Zurufe. Schließlich beschoss man ihn mit Pfeilen, was ihn so verletzte, dass er gefangen werden konnte. In Gefangenschaft sprach er nicht und ließ sich auch nicht zum Arbeiten bewegen, er schien sich nur für die Lagerstätten des Erzes zu interessieren. Als man beschloss, ihn dem Herzog vorzuführen, starb er an seinen Schussverletzungen. Am Ort, wo der Wilde Mann gefangen worden war, fand man große Silbervorkommen und dort wurde Wildemann gegründet. Aus dem am Badstubenberg angelegten Bergwerk Wildemanns Fundgrube wurde 1533 erstmals aus dem gewonnenen Roherz Silber gewonnen. In den folgenden Jahren wurde der Bergbau intensiviert, man errichtete den in Richtung Zellerfeld streichenden Stuffenthaler Gangzug und hob dort mehrere Gruben aus. Ebenso erschloss man den nach Osten verlaufenden Spiegelthaler Zug. In diesem Schacht wurde 1833 erstmals die Harzer Fahrkunst eingesetzt, die das Einfahren der Bergleute wesentlich erleichterte. 1553 erhielt Wildemann die Bergfreiheit.[2] Im Jahre 1534 wurde Wildemann zur Stadt erhoben und 1873 als Kneippkurort anerkannt. Wie viele weitere Dörfer der Umgebung, hatte auch Wildemann unter dem Dreißigjährigen Krieg zu leiden. Nachdem die Truppen Tillys die Bergstadt Lautenthal überfielen, erreichten 100 Mann von ihnen 1626 Wildemann, welches sie anschließend einnahmen und ausplünderten.[3] 1875 wurde der Ort mit der Innerstetalbahn vom Schienenverkehr erschlossen. Diese Bahnstrecke wurde 1977 stillgelegt. Seit 1972 gehört die ehemals freie Bergstadt Wildemann der Samtgemeinde Oberharz an. Den Status eines Kneippkurortes konnte man nach 2010 nicht mehr aufrechterhalten.[4] Der Bergbau kam in der letzten Grube Ernst August im Jahre 1924 zum erliegen. Alte Gangzüge in den weiteren, von Wildemann erschlossenen Bergwerken, wurden bereits im 19. Jahrhundert aufgegeben. Das Ortsbild ist seit dem 17. Jahrhundert nahezu unverändert und wird von einer stattlichen Anzahl gut erhaltener Bergmannshäuser des 18. und 19. Jahrhundert geprägt.
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(Ab 1968 Stand jeweils zum 31. Dezember)
Der Stadtrat setzt sich nach den Kommunalwahlen vom 10. September 2006 wie folgt zusammen:
Das Stadtwappen zeigt den Wilden Mann mit einem Sachsenross, einem von den Welfen viel verwendeten Wappenmotiv.
Im Ort gibt es ein beheizbares Freibad, einen Kurpark und Minigolf sowie den „Hundewald“, ein ganzjährig zugängliches Freilaufareal für Hunde. Wildemann ist von einer Vielzahl an Wanderwegen umgeben.
Unter den Sportvereinen ist die TSG (Turn- und Sportgemeinschaft) zu nennen, der ein vielfältiges Sportangebot bietet.
Über die Landstraße 515 hat Wildemann Anschluss an die Bundesstraße 242. Wildemann ist mit Bussen des ÖPNV zu erreichen.
Bis Ende der 1970er Jahre hielten die Züge der Innerstetalbahn am ehemaligen Bahnhof Wildemann.
Aufgrund seiner Lage in einem engen Tal war der Fernsehempfang in Wildemann lange Zeit sehr schwierig. In den 1970er Jahren gab es mehrere Fernsehumsetzer auf den umseitigen Anhöhen. Wildemann gehörte zu den ersten Orten in Westdeutschland, die bereits Anfang der 1980er Jahre vom Kabelfernsehen erschlossen worden sind. Heute befindet sich in Wildemann einer der wenigen DVB-T Umsetzer in Deutschland. Er ist mit einer Leistung von 5 Watt der schwächste deutsche DVB-T Sender.
| Kanal | Frequenz in MHz |
ERP in kW |
Programme im Multiplex |
|---|---|---|---|
| 23 | 490 | 0,005 | ZDF, 3sat, ZDFinfokanal, KI.KA/ZDFneo (im Wechsel) |
| 36 | 578 | 0,005 | rbb, NDR, WDR, mdr |
| 47 | 682 | 0,005 | Das Erste, ARTE, Phoenix, EinsExtra |
Altenau | Bad Harzburg | Braunlage | Clausthal-Zellerfeld | Goslar | Hahausen | Langelsheim | Liebenburg | Lutter am Barenberge | Schulenberg im Oberharz | Seesen | Vienenburg | Wallmoden | Wildemann