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Wilhelm Morgner (* 27. Januar 1891 in Soest; † 16. August 1917 bei Langemark in Westflandern) war einer der bedeutenden westfälischen Maler und Grafiker des Expressionismus.
Inhaltsverzeichnis |
Der Autodidakt Wilhelm Morgner wurde als Sohn eines Musikers geboren und übersiedelte 1908 nach Worpswede. Unter Anleitung von Georg Tappert entstanden dort erste künstlerische Arbeiten. Seine Themen suchte er zunächst im Alltag der Bauern, Holzfäller oder Steinbrucharbeiter. Ab 1909 begann er eigenständiges Arbeiten in Soest. Mit den Künstlern Arnold Topp, Wilhelm Wulff und Eberhard Viegener war Morgner freundschaftlich verbunden. Von 1911 bis 1913 nahm er an Ausstellungen der Neuen Secession in Berlin, des Blauen Reiters in München und des Sonderbundes in Köln teil. 1913 erfolgte die Einziehung zum Militär. Während des Ersten Weltkrieges war er nach einem Lazarettaufenthalt (1915) Soldat in Mazedonien (1916), Flandern (1917) und fiel im selben Jahr.
Seine Werke wurden 1937 als „entartet“ verfemt und 76 Werke beschlagnahmt. 1938 wurden acht Bilder auf der Berliner Ausstellung Entartete Kunst gezeigt. In Soest ist ihm das Wilhelm-Morgner-Haus gewidmet.
In seinem Werk werden Einflüsse der französischen Fauves und der deutschen Expressionisten deutlich. Die anfangs betont naturalistische Malweise lässt er hinter sich. Schon in seinem Frühwerk ist die Tendenz zu einer immer abstrakter werdenden Bildsprache erkennbar. Diese wird durch die Bekanntschaft mit der Kunst von Robert Delaunay, Alexej von Jawlensky und vor allem Wassily Kandinsky noch gefördert.
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Morgner, Wilhelm |
| KURZBESCHREIBUNG | deutscher Maler des Expressionismus |
| GEBURTSDATUM | 27. Januar 1891 |
| GEBURTSORT | Soest |
| STERBEDATUM | 16. August 1917 |
| STERBEORT | bei Langemark, Flandern |