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Wilhelm Uhde (* 28. Oktober 1874 in Friedeberg, Neumark; † 17. August 1947 in Paris) war ein deutscher Kunsthändler, Kunstsachverständiger, Autor und Galerist.
Inhaltsverzeichnis |
Uhde studierte in München und in der Schweiz zunächst Rechtswissenschaften und eignete sich dann in Italien, besonders in Florenz, umfangreiche Kunstkenntnisse an. 1904 ließ er sich in Paris nieder, wo er anfing Werke der damals noch unbekannten Künstler Pablo Picasso und Georges Braque zu kaufen und eine Galerie am Montparnasse eröffnete. Picasso, dessen „Bankett für Rousseau“ im Atelier des Künstlers, dem Bateau-Lavoir, Uhde im November 1908 besucht hatte, porträtierte den Galeristen im Jahr 1910.
Ab 1908 organisierte er Ausstellungen der Impressionisten und Kubisten. Als 1914 mit Ausbruch des Ersten Weltkrieges seine Sammlung durch den französischen Staat konfisziert wurde, verließ Uhde das Land und kehrte erst zehn Jahre später zurück, um dann auch während der Nazizeit und des Zweiten Weltkrieges in Südfrankreich zu bleiben. Die Deutschen hatten ihn ausgebürgert, er war staatenlos.
Im Jahr 1908 hatte er Sonia Terk geheiratet. Die Ehe war von kurzer Dauer. Nach der Scheidung heiratete Sonia Terk Robert Delaunay. Uhde lernte im Jahr 1917 den Maler Helmut Kolle kennen, der sein Lebenspartner wurde. Um 1930 entstand das Porträt Kolles von Uhde.[1]
Uhde verfasste mehrere Bücher über die Kunstrichtungen, denen sein Interesse galt. Er gilt auch als der Entdecker Henri Rousseaus und Séraphine Louis und anderer Vertreter der naiven Malerei (zum Beispiel von Louis Vivin).
Wilhelm Uhde starb im Jahr 1947 im Alter von 72 Jahren in Paris.
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Uhde, Wilhelm |
| KURZBESCHREIBUNG | deutscher Kunstsachverständiger, Autor und Galerist |
| GEBURTSDATUM | 28. Oktober 1874 |
| GEBURTSORT | Friedeberg |
| STERBEDATUM | 17. August 1947 |
| STERBEORT | Paris |