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William Leonard Laurence (* 7. März 1888 in Litauen; † 19. März 1977 auf Mallorca) war ein US-amerikanischer Journalist litauischer Herkunft.
Inhaltsverzeichnis |
Laurence arbeitete hauptsächlich für The New York Times. Er war der einzige Journalist (und zivile Beobachter überhaupt), der mit Genehmigung der US-Regierung als Augenzeuge am Manhattan-Projekt teilnahm. Da er auch als einziger Journalist die Atombombenabwürfe auf Hiroshima und Nagasaki bezeugte, erhielt er umgangssprachlich den Spitznamen Atomic Bill. Im Laufe seiner Karriere erhielt er zweimal den Pulitzer-Preis (1937 und 1946). Laurence veröffentlichte mehrere Bücher, darunter den Bestseller: Die Geschichte der Atombombe.
2004 forderten die Journalisten David und Amy Goodman das Pulitzer-Board auf, Laurence und der New York Times den Pulitzer-Preis des Jahres 1946 abzuerkennen. Sie beanstandeten, dass Laurence während der Zeit seiner Berichterstattung über die Atombomben-Abwürfe neben der NYT auch vom US-Verteidigungsministerium (damals noch Kriegsministerium der Vereinigten Staaten) bezahlt wurde und deshalb nicht unabhängig berichtete, wie es für einen Journalisten geboten sei. Sie kritisierten, dass er den Vorgaben der Regierung folgend berichtete und somit einen Teil der verheerenden Folgen der Bombenabwürfe, vor allem die Todesfälle durch Verstrahlung, verschwieg.[1]
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Laurence, William L. |
| ALTERNATIVNAMEN | Laurence, William Leonard (vollständiger Name) |
| KURZBESCHREIBUNG | US-amerikanischer Journalist litauischer Herkunft |
| GEBURTSDATUM | 7. März 1888 |
| GEBURTSORT | Litauen |
| STERBEDATUM | 19. März 1977 |
| STERBEORT | Mallorca |