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Willy Brandt School of Public Policy

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Willy Brandt School of Public Policy
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GrĂĽndung 2002 (Aufnahme des Lehrbetriebs)
Trägerschaft öffentlich (Universität Erfurt)
Ort Erfurt
Bundesland ThĂĽringen
Staat Deutschland
Leitung Frank Ettrich (Direktor), Dietmar Herz (Vorsitzender des Beirats), Silke Adamitza (Geschäftsführerin)
Studenten 116 (Standt: 21. Dezember 2011)[1]
Website www.brandtschool.de

Die Willy Brandt School of Public Policy ist eine öffentliche Forschungs- und Ausbildungseinrichtung der Universität Erfurt und bietet seit 2002 den ersten deutschen Studiengang zum Erwerb des Master of Public Policy (MPP) an.[2] Der Studiengang ist akkreditiert.[3] Unterrichtssprache ist Englisch. Bis November 2009 trug die Brandt School den Namen Erfurt School of Public Policy (ESPP).[4]

Inhaltsverzeichnis

Konzept

Gebäude der Brandt School

Die Brandt School ist eine nach angloamerikanischem Vorbild konzipierte Professional School, in der Lehre, Ausbildung und Forschung problem- und aufgabenbezogen organisiert und mit einander verbunden sind. Im Bereich Public Policy bietet sie eine fortgeschrittene Ausbildung auf der Ebene des Masters an, in dem die einschlägigen Wissensbestände und Methoden der Sozialwissenschaften (Wirtschaftswissenschaft, Politikwissenschaft, Verwaltungswissenschaft und Soziologie) eingehen. Verbunden mit einem ausdrücklichen Rückbezug auf die Berufspraxis und auf gesellschaftliche Problemlagen, will die Brandt School somit etablierte disziplinäre Grenzen in den Einzelwissenschaften durchlässig machen, um ihre theoretischen und methodischen Kompetenzen für gemeinsame Fragestellungen und die Entwicklung von Berufsprofilen zu nutzen.

Namensgebung

Brandt mit Willi Stoph am 19. März 1970 in Erfurt

Die Wahl Willy Brandts zum Namensgeber erfolgte aus verschiedenen Gründen. Zum einen der positive Bezug zur Stadt Erfurt in Folge seines Besuches im Jahr 1970,[5] zum anderen seine Beiträge zur Ost-West- und zur Nord-Süd-Verständigung und seine Vorbildfunktion als auf Dialog bedachter Reformpolitiker.[6]

Studienangebot

Der Studiengang Master of Public Policy (MPP) ist ein interdisziplinärer, anwendungsorienterter, englischsprachiger, zweijähriger Vollzeitstudiengang. Er richtet sich an Studierende aus dem In- und Ausland, die Entscheidungs- und Führungspositionen im öffentlichen Sektor, internationalen Organisation, Nichtregierungsorganisationen, der Politik oder Unternehmen anstreben. Der MPP-Studiengang kann sowohl direkt im Anschluss an ein Bachelor-Studium („konsekutiv“) als auch auf Grundlage mehrjähriger Berufserfahrung („postgradual“) studiert werden. Seit 2010 gibt es die Möglichkeit im Rahmen des Forschungsschwerpunkt „Conflict Studies and Management Program“ an einem Research Fellowship oder PhD Programm teilzunehmen.[7]

Die Studieninhalte umfassen Methoden der Politikanalyse, -formulierung und -umsetzung aus Politikwissenschaft, Ökonomie, Soziologie, Verwaltungswissenschaft, Ethik und Recht. Über Praktika, Projektgruppen, Fallbeispiele und Planspiele werden praktische Erfahrungen in das Curriculum integriert. Möglichkeiten zur inhaltlichen Spezialisierung bestehen derzeit für die folgenden Bereiche:[8]

  • Public and Nonprofit Management
  • European Public Policy
  • International Affairs
  • International Political Economy
  • Conflict Studies and Management

Durch die strategische Partnerschaft mit der Haniel-Stiftung und dem DAAD bestehen eine Reihe von Programmen und Stipendien, derzeit v.a. für Studierende aus Osteuropa und Afghanistan (bei letzterem handelt es sich vorrangig um eine Kooperation mit dem Auswärtigen Amt und dem DAAD, welche es seit 2008 jährlich etwa 15 afghanischen Führungskräften ermöglicht, an dem sogenannten „Good Governance Afghanistan Programm“ teilzunehmen und dann in das MPP Programm einzutreten).

Professoren und Lehrende

Zu den Professoren und Lehrenden an der Willy Brandt School gehören u.a. Frank Ettrich (Mitherausgeber des Berliner Journals für Soziologie), Dietmar Herz (Staatssekretär im Thüringer Justizministerium), Florian Hoffmann (Franz Haniel Chair of Public Policy), Karl Theodor Paschke (ehem. Untergeneralsekretär der Vereinten Nationen), Jakob von Weizsäcker (Abteilungsleiter im Thüringer Wirtschaftsministerium) und Ulrich Schlie (Leiter des Planungsstabes im Bundesministerium der Verteidigung), sowie ein Großteil der Professorinnen und Professoren der Staatswissenschaftlichen Fakultät der Universität Erfurt.[9]

Weblinks

Quellen

  1. ↑ Willy Brandt School of Public Policy: Our Students zuletzt abgerufen am 21. Dezember 2011.
  2. ↑ Universität Erfurt: Einmalig in Deutschland: Studiengang Master of Public Policy, Pressemitteilung vom 22. Mai 2002.
  3. ↑ ACQUIN Akkreditierungsagentur: Master of Public Policy, Erfurt University zuletzt abgerufen am 21. Dezember 2011.
  4. ↑ Informationsdienst Wissenschaft: Erfurt School of Public Policy wird Willy Brandt School of Public Policy, Pressemitteilung der Universität Erfurt vom 30. November 2009.
  5. ↑ Rainer Erices, Jan Schönfelder: Geschichte einer deutsch-deutschen Annäherung In: Zeit Online, 19. März 2010. Abgerufen am 21. Dezember 2011.
  6. ↑ Karsten Wenzlaff am 29. Juli 2009 auf vorwärts.de: Neuer Name: Willy-Brandt-School of Public Policy zuletzt abgerufen am 21. Dezember 2011.
  7. ↑ DAAD: Conflict Studies and Management Programme at the Willy Brandt School of Public Policy in Erfurt Research Fellowships and Scholarships for Doctoral and Master’s Students zuletzt abgerufen am 21. Dezember 2011.
  8. ↑ Willy Brandt School of Public Policy: Specialization Modules zuletzt abgerufen am 21. Dezember 2011.
  9. ↑ Willy Brandt School of Public Policy: Full Time Academic Staff und Associated Academic Staff zuletzt abgerufen am 21. Dezember 2011.
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