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Willy Spühler (* 31. Januar 1902 in Zürich-Aussersihl; † 31. Mai 1990) war ein Schweizer Politiker (SP). Der Sohn eines Buchdruckers war von 1960 bis 1970 Bundesrat sowie in den Jahren 1963 und 1968 Bundespräsident der Schweizerischen Eidgenossenschaft.
Inhaltsverzeichnis |
Spühler begann seine berufliche Karriere in der Stadtzürcher Verwaltung, wo er von 1935–1942 das Arbeitsamt leitete. Von 1942–1959 war er im Stadtrat Leiter des Wirtschafts- und Gesundheitswesens. Während des Zweiten Weltkriegs wurde er außerdem mit der Verwaltung der Zentralstelle für Kriegswirtschaft betraut, einem Amt, das zum Kriegshöhepunkt 1944 fast 700 Angestellte umfasste und die üblen sozialen Zustände während dem Ersten Weltkrieg verhindern sollte. 1928 wurde in das Zürcher Stadtparlament gewählt. 1942 wechselte er in die städtische Exekutive, womit er direkt in die Verantwortung für die Kriegswirtschaft eingebunden war. Er sorgte für signifikante Lebensmittelhilfen an sozial schwache. Von 1955 bis 1959 war Spühler Mitglied im Ständerat.
An der eidgenössischen Politik beteiligte er sich seit 1938 als Nationalrat und seit 1955 als Ständerat. Er galt als Fachmann für Sozial-, Wirtschafts- und Finanzpolitik.
Er wurde am 17. Dezember 1959 in den Bundesrat gewählt. Es waren gleich vier Bundesräte zurückgetreten, womit der Weg für einen Neueinstieg der Sozialdemokraten, die seit dem Rücktritt von Max Weber 1954 keinen Vertreter mehr stellten, frei war. Auch waren die Sozialdemokraten bereit, im Sinne einer sozialen Marktwirtschaft auf einiger ihrer sehr kommunistischen Forderungen zu verzichten. Spühler war der Nachfolger von Hans Streuli.
Während seiner Amtszeit stand er den folgenden Departementen vor:
Er war Bundespräsident in den Jahren 1963 und 1968 und Vizepräsident in den Jahren 1962 und 1967. Am 31. Januar 1970 trat Spühler aus dem Amt zurück. Sein Nachfolger wird Pierre Graber.
| Vorgänger | Amt | Nachfolger |
| Hans Streuli | Mitglied im Schweizer Bundesrat 1960–1970 |
Pierre Graber |
Jonas Furrer | Daniel-Henri Druey | Josef Munzinger | Wilhelm Matthias Naeff | Friedrich Frey-Herosé | Jakob Stämpfli | Constant Fornerod | Josef Martin Knüsel | Jakob Stämpfli | Jakob Dubs | Karl Schenk | Josef Martin Knüsel | Emil Welti | Paul Cérésole | Johann Jakob Scherer | Joachim Heer | Bernhard Hammer | Numa Droz | Simeon Bavier | Louis Ruchonnet | Adolf Deucher | Adrien Lachenal | Eugène Ruffy | Eduard Müller | Walter Hauser | Ernst Brenner | Josef Zemp | Robert Comtesse | Marc-Emile Ruchet | Ludwig Forrer | Eduard Müller | Arthur Hoffmann | Gustave Ador | Felix-Louis Calonder | Giuseppe Motta | Marcel Pilet-Golaz | Max Petitpierre | Friedrich Traugott Wahlen | Willy Spühler | Pierre Graber | Pierre Aubert | René Felber | Flavio Cotti | Joseph Deiss | Micheline Calmy-Rey | Didier Burkhalter
Wilhelm Matthias Naeff | Josef Munzinger | Jakob Dubs | Jean-Jacques Challet-Venel | Eugène Borel | Joachim Heer | Johann Jakob Scherer | Karl Schenk | Emil Welti | Simeon Bavier | Adolf Deucher | Josef Zemp | Robert Comtesse | Ludwig Forrer | Louis Perrier | Robert Haab | Marcel Pilet-Golaz | Enrico Celio | Josef Escher | Giuseppe Lepori | Willy Spühler | Rudolf Gnägi | Roger Bonvin | Willi Ritschard | Leon Schlumpf | Adolf Ogi | Moritz Leuenberger | Doris Leuthard
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Spühler, Willy |
| KURZBESCHREIBUNG | Schweizer Politiker |
| GEBURTSDATUM | 31. Januar 1902 |
| GEBURTSORT | Zürich-Aussersihl |
| STERBEDATUM | 31. Mai 1990 |