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| Wirtschaftsuniversität Wien | |
|---|---|
| Gründung | 1898 |
| Trägerschaft | staatlich |
| Ort | Wien, Österreich |
| Rektor | Christoph Badelt |
| Studenten | 25.874 (2010/11) |
| Mitarbeiter | 1.066 |
| davon Professoren | 78 |
| Jahresetat | 112 Millionen Euro |
| Website | wu.ac.at |
Die WU (Wirtschaftsuniversität Wien) ist die größte Wirtschaftshochschule in Österreich und mit 78 Professoren[1], 435 wissenschaftlichen Mitarbeitern, ca. 25.900 Studierenden[2] und jährlich ca. 2100 Absolventen[3] die größte Wirtschaftsuniversität in Europa. An der WU studieren ca. 23% internationale Studierende.
Die Wirtschaftsuniversität Wien wurde 1898 als k.k. Exportakademie gegründet. Nachdem das ehemalige Palais Festetics in der Berggasse im 9. Bezirk bald zu klein wurde, wurde 1916 das neue Gebäude in der Franz-Klein-Gasse im 19. Bezirk, am Währinger Park , bezogen. 1919 wurde die Exportakademie in Hochschule für Welthandel umbenannt. Die Studiendauer betrug sechs Semester. Die ersten beiden Semester waren vor allem der handelswissenschaftlichen Vorbereitung gewidmet, die vier folgenden dienten der Ausbildung für den internationalen Handel und das Bankgeschäft - mit Lehrfächern der Wirtschafts-, Rechts- und Handelswissenschaften. Den Absolventen wurde der akademische Grad eines Diplomkaufmannes verliehen. 1930 wurden die akademischen Grade Diplomkaufmann (Dkfm.) und Doktor der Handelswissenschaften (Dr. rer. comm.) eingeführt.
Auch für die Hochschule für Welthandel wurden nach dem Anschluss Österreichs an das nationalsozialistische Deutsche Reich die Gesetze und Regelungen dieses Unrechtsstaates schlagend. Davon waren vor allem die „nicht-arischen“ Hörer und Lehrkräfte betroffen, die von der Hochschule ausgeschlossen wurden. Anstelle der vertriebenen Lehrkräfte wurden Professoren von deutschen Universitäten oder regimetreue österreichische Wissenschaftler an der Hochschule eingesetzt.
Mit dem Ende des NS-Regimes verringerte sich der Lehrkörper stark, insgesamt mussten 60 Professoren, Assistenten, Lehrbeauftragte und Beamte im Zuge der „Entnazifizierung“ ausscheiden bzw. gingen die aus Deutschland Berufenen wieder zurück.
Die Zahl der Hörer stieg dank der Kriegsheimkehrer nach dem 2. Weltkrieg stark an: 1946/47 bereits auf mehr als 3.000. Ab 1948 gewann die Hochschule wieder zusätzliche Lehrkanzeln und Forschungsinstitute hinzu. 1966 kamen die sozial- und wirtschaftswissenschaftlichen Studienrichtungen mit den akademischen Graden Magister der Sozial- und Wirtschaftswissenschaften (Mag. rer. soc. oec.) und Doktor der Sozial- und Wirtschaftswissenschaften (Dr. rer. soc. oec.) hinzu.
Die letzte Namensänderung in Wirtschaftsuniversität Wien erfolgte im Rahmen des Universitätsorganisationsgesetzes 1975. Im allgemeinen Sprachgebrauch setzte sich das Kürzel „WU“ durch. Gleichzeitig lief die Verleihung des Titels Diplomkaufmann aus. Der nächste Umzug in ein neues Gebäude über dem Frachtenbahnhof des Franz-Josefs-Bahnhofes stand 1982 ins Haus, aber bereits beim Einzug hatte die Realität mit 9.863 inskribierten Studenten die Planung überholt (der Neubau war für ca. 9.000 Studenten geplant). In den Neunzigerjahren pendelte sich die Zahl der Studenten bei mehr als 20.000 ein.
1997 brachte die Umsetzung des neuen Universitätsorganisationsgesetzes (UOG ’93) für die WU eine große interne Neuordnung. Die Universitäten erhielten damit mehr Autonomie und eigene Satzungen, die Entscheidungen wurden dezentralisiert. An der WU wurde auf ein neues Studienrecht umgestellt und ein eigenes Forschungszentrum gegründet. Der Rektor wurde nach UOG ’93 auf vier Jahre gewählt und besitzt zudem mehr Entscheidungsspielraum. Der Rektor, dem an der WU vier Vizerektoren zu Seite stehen, ist dem paritätisch zusammengesetzten, durch die Universitätsversammlung gewählten Universitätskollegium verantwortlich. Dieses wiederum fungiert als das oberste Gremialorgan der Universität. Alle Personalentscheidungen, darunter auch die Berufung von Professoren, fallen nunmehr in die Kompetenz der Universität selbst. Seit dem Studienjahr 1996/97 kann die WU auf Grundlage der von ihr beschlossenen neuen Statuten alle Regelungen anwenden, wie sie im UOG ’93 vorgesehen sind. Damit trat die WU kurz vor ihrem 100. Geburtstag in eine neue Phase ihrer Geschichte ein.
Im Rahmen des Bologna-Prozesses wurden die unterschiedlichen Studiensysteme vereinheitlicht. Mitte 2005 wurde einstimmig beschlossen, auf das international kompatible dreigliedrige Studiensystem umzusteigen. Ab dem Wintersemester 2006/07 bot die WU daher anstelle der bisherigen Diplomstudien die zwei Bachelorstudienprogramme Wirtschafts- und Sozialwissenschaften (mit den Studienzweigen Betriebswirtschaft, Internationale Betriebswirtschaft, Wirtschaftsinformatik und Volkswirtschaft) sowie Wirtschaftsrecht an. Nach Beendigung des Bachelorstudiums kann an der WU eines von 13 Masterstudien gewählt werden, wovon 5 englischsprachig und somit mit Zugangsbeschränkungen sind. Als Ergänzung zu den bisherigen Doktoratsstudien wurden forschungsintensive PhD-Programme ins Angebot der WU aufgenommen und die bisherigen Doktoratsprogramme sukzessive auslaufen lassen.
Derzeitiger Rektor und Vorsitzender des Rektorates ist Christoph Badelt. Vorsitzender des Rates ist Klaus Liebscher, seine Stellvertreterin Brigitte Jilka. Helmut Strasser steht dem Senat vor.[4]
Im Studienjahr 2010/11 wurden folgende Studienrichtungen angeboten:
Die Universitätsbibliothek der WU ist die größte wirtschaftswissenschaftliche Bibliothek in Österreich und eine der größten im deutschsprachigen Raum. Der Bibliotheksbestand der WU umfasst derzeit über 800.000 gedruckte Werke, darunter 10.000 elektronische Bücher, 2.250 gedruckte Zeitschriften, über 9.000 lizenzierte elektronische Zeitschriften und 95 Datenbanken. Die Sammlungsschwerpunkte sind: Betriebswirtschaft, Volkswirtschaft, Rechtswissenschaften (besonders Wirtschaftsrecht), Wirtschaftsinformatik, Statistik und Mathematik, Wirtschaftsgeographie und Wirtschaftsgeschichte, Soziologie und Wirtschaftspädagogik. Die Bibliothek sammelt neben der Verlagsliteratur auch die einschlägige wissenschaftliche graue Literatur (hauseigene, österreichische und eine Auswahl an internationalen Working Papers). Die Lehrbuchsammlung kann von den Studierenden frei genutzt werden und enthält ca. 12.000 Bände.
Am 2. Oktober 2007 wurde der neue Standort der Wirtschaftsuniversität Wien beschlossen. Das neue WU-Gebäude soll auf 90.000 m² Bruttogeschossfläche im 2. Bezirk – einem Teil des früheren Messegeländes, begrenzt von Messestraße, Südportalstraße, Rotundenplatz und Trabrennstraße – neben der neuen Messe Wien und dem Wiener Prater entstehen. Die Verkehrsanbindung der neuen WU Wien erfolgt durch die 2008 verlängerte U-Bahn-Linie U2, Busse sowie den nahe gelegenen ÖV-Knotenpunkt Praterstern.
Der Spatenstich erfolgte im Oktober 2009, der Umzug in die neue WU ist für 2013 geplant. Um ein zentrales Bibliotheks- und Lernzentrum (Architektur: Zaha Hadid) werden fünf Gebäudekomplexe errichtet, welche von Architekturbüros aus Spanien, England, Deutschland, Japan und Österreich geplant wurden.
Die Wirtschaftsuniversität Wien setzt sich aus 11 Departments zusammen, die wiederum in 49 Institute gegliedert sind[6]. Weiters wurden seit 2005 16 Forschungsinstitute eingerichtet[7].
In den ÖH WU-Vertretungen sind die Fraktionen AktionsGemeinschaft, VSStÖ, JuLi und GRAS beteiligt.[8]
Seit Februar 2007 ist die WU als erste österreichische Universität durch EQUIS akkreditiert. Im Jahr 2010 wurde die Akkreditierung der WU verlängert.
Das Zentrum für Berufsplanung (ZBP) begleitet Studierende und Absolventen der Wirtschaftsuniversität Wien seit 1983 vom Beginn des Studiums über den Einstiegsjob bis zum ersten Karrieresprung.
Das Zentrum für Auslandsstudien (ZAS) der WU Wien ist die zentrale Dienstleistungsstelle für Studenten und Hochschullehrende dieser Universität, die sich mit Möglichkeiten eines Studiums bzw. Lehrauftrages im Ausland befasst. Die Tätigkeitsschwerpunkte des ZAS sind:
Unternehmer und Manager
Politiker
Siehe Kategorie: Hochschullehrer (Wirtschaftsuniversität Wien)
Universitäten: Universität Wien „Alma Mater Rudolphina“ | Karl-Franzens-Universität Graz | Leopold-Franzens-Universität Innsbruck | Paris-Lodron-Universität Salzburg | Technische Universität Wien | Technische Universität Graz | Montanuniversität Leoben | Universität für Bodenkultur Wien | Veterinärmedizinische Universität Wien | Wirtschaftsuniversität Wien | Johannes Kepler Universität Linz | Alpen-Adria-Universität Klagenfurt | Universität für Weiterbildung Krems
Kunstuniversitäten: Universität für angewandte Kunst Wien | Universität für Musik und darstellende Kunst Wien | Universität Mozarteum Salzburg | Universität für Musik und darstellende Kunst Graz | Universität für künstlerische und industrielle Gestaltung Linz | Akademie der bildenden Künste Wien
Medizinische Universitäten: Medizinische Universität Wien | Medizinische Universität Graz | Medizinische Universität Innsbruck
Privatuniversitäten: Anton Bruckner Privatuniversität Linz | Danube Private University | European Peace University Private Universität | Katholisch-Theologische Privatuniversität Linz | Konservatorium Wien Privatuniversität | Modul University Vienna | Paracelsus Medizinische Privatuniversität | PEF Privatuniversität für Management | Private Universität für Gesundheitswissenschaften, Medizinische Informatik und Technik | Privatuniversität der Kreativwirtschaft | Privatuniversität Schloss Seeburg | Sigmund Freud PrivatUniversität Wien | Webster University Vienna
Siehe auch: Liste der Universitäten und Fachhochschulen in Österreich
48.232516.3577777778Koordinaten: 48° 13′ 57″ N, 16° 21′ 28″ O