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| Die Wise Guys 2011 in Köln. Von links nach rechts: Edzard Hüneke („Eddi“), Daniel Dickopf („Dän“), Nils Olfert, Ferenc Husta and Marc Sahr („Sari“). | ||
| Allgemeine Informationen | ||
| Genre(s) | A cappella | |
|---|---|---|
| Gründung | 1995 | |
| Website | http://wiseguys.de/ | |
| | ||
| Daniel „Dän“ Dickopf | ||
| Gesang (Bariton) |
Edzard „Eddi“ Hüneke | |
| Gesang (Bariton / Vocal Percussion) |
Marc „Sari“ Sahr | |
| Gesang (Bass / Vocal Percussion) |
Ferenc Husta (seit 1995) | |
| Gesang (Tenor) |
Nils Olfert (seit 2009) | |
| | ||
| Gesang (Bass) |
Christoph Tettinger (bis 1995) | |
| Gesang (Tenor) |
Clemens Tewinkel (bis 2008) | |
</div> </div> Die Wise Guys (engl. für ‚Besserwisser‘, ‚Schlaumeier‘) sind eine deutsche Musikgruppe, die Anfang der 1990er aus einer Kölner Schulband hervorging. Die Gruppe singt meist a cappella und bezeichnet ihren Musikstil als „Vokal-Pop“.[1]
Inhaltsverzeichnis |
Bis auf Ferenc Husta und Nils Olfert gingen alle Bandmitglieder von 1981 bis 1990 auf das Hildegard-von-Bingen-Gymnasium in Köln-Sülz. Mit dabei waren damals noch ihre Mitschüler Christoph Tettinger und Clemens Tewinkel, mit denen die anderen drei eine Blechbläser-Gruppe gründeten, die nach und nach zu einer Rockband umgeformt wurde. Auf Schulveranstaltungen wurden bereits einzelne Lieder a cappella vorgetragen.
Seit dem Abitur 1990 machte die Gruppe ausschließlich Vokalmusik. Nachdem die Bandmitglieder erfuhren, dass sie im Lehrerkollegium einen Ruf als Besserwisser genossen hatten, nannten sie sich Wise Guys (engl. für ‚Besserwisser‘, ‚Schlaumeier‘). Hünekes anderthalbjähriger Ersatzdienst in Brüssel ließ die Gruppe vorübergehend zum Quartett werden. Die anderen Sänger traten in der Zwischenzeit dem Ersten Kölner Barbershop Chor bei. Im Frühjahr 1994 belegten sie beim deutschen Wettbewerb für Barbershop-Quartette den dritten Platz; allerdings spielte diese Musikrichtung in ihrem Repertoire nie eine hervorgehobene Rolle und ist seit Mitte der 90er nicht mehr in ihrem Bühnenprogramm vertreten.
Als Christoph Tettinger aus beruflichen Gründen nicht mehr mitsingen konnte, übernahm Ferenc Husta, das erste Bandmitglied, das nicht aus Köln stammt, im April 1995 die Bassstimme. Christoph Tettinger blieb der Gruppe in einer Manager- und Beraterrolle verbunden. Während das erste Album Dut-Dut-Duah! (1994) größtenteils englischsprachig war und zu etwa zwei Dritteln Coverfassungen enthielt, konzentrierte sich die Band in der Folge auf deutschsprachige, rhythmusbetonte Eigenkompositionen. Einem größeren Publikum wurden die Wise Guys durch ihre beiden Auftritte 1996/1997 in der beliebten ARD-Spielshow Geld oder Liebe mit Jürgen von der Lippe bekannt. Beim ersten Auftritt als „Hobby“ von Eddi, der in der Show als Single-Kandidat mitspielte, beim zweiten Mal waren sie dann als Musik-Act gebucht. Seit 1997 leben die Wise Guys ausschließlich von ihren Einnahmen als Musiker. 1997 erschien auch das dritte Album Alles im grünen Bereich, es stellt den Beginn der Zusammenarbeit mit dem Produzenten Uwe Baltrusch dar und erschien wie auch das Folgealbum bei EMI. Mit dem Live-Album (2000) wechselte die Gruppe zum Label Pavement Records.
Unter anderem mit dem Lied und Video Jetzt ist Sommer und dem Album Ganz weit vorne wurden die Wise Guys 2001 bundesweit bekannt. Ihre letzten Alben erreichten vordere Plätze in den Media-Control-Charts; so stieg das Album Klartext auf Platz 10 ein, das Album Radio erreichte den dritten Platz, und 2008 stieg das Album Frei! auf Platz 2 der deutschen und auf Platz 67 der österreichischen Charts ein. Es ist das erste Album der Gruppe, das sich länger als eine Woche in den Top-Ten der deutschen Album-Charts hielt und ebenfalls in Österreich in den Charts vertreten ist. In den Top 50 hielt es sich 9 Wochen. Für das Album Frei! erhielten sie im November 2009 ihre erste Goldene Schallplatte für mehr als 100.000 verkaufte CDs. Im Dezember 2008 verließ Clemens Tewinkel die Gruppe aus beruflichen Gründen; sein Nachfolger wurde der Kieler Tenor Nils Olfert.[2]
Am 29. Januar 2010 erschien das Album Klassenfahrt. Es stieg auf Platz 2 der deutschen Media-Control-Albumcharts und Platz 48 der österreichischen Charts ein und erreichte damit in beiden Ländern die bis dahin besten Platzierungen der Band. Seit 2010 treten die Wise Guys teilweise in Begleitung der „Jördis Tielsch Band“ auf. Im Januar 2011 erhielten die Wise Guys ihre zweite Goldene Schallplatte. Anlass dafür waren über 100.000 verkaufte CDs des Albums Wo der Pfeffer wächst, das bereits über sechs Jahre früher erschienen war. 2011 wechselte die Gruppe von ihrem langjährigen Label Pavement Records zur Universal Music Group.[3] Die Wise Guys gaben bekannt, dass im Frühjahr 2012 ein neues Album erscheinen wird.[4] Für Ende 2012 erklärte Ferenc Husta seinen Austritt aus der Gruppe.[5][6]
Da die Wise Guys fast ausschließlich mit selbstkomponierten, deutschsprachigen Liedern auftreten, beschränken sich die Konzerte hauptsächlich auf den deutschsprachigen Raum (Deutschland, Österreich[7], Schweiz, Luxemburg[8]). Konzertreisen in andere Länder, wie zum Beispiel in die USA[9] und Kanada, die vom dortigen Goethe-Institut organisiert worden waren,[10] oder Auftritte wie im Jahr 2005 in Polen blieben Ausnahmen. Seit 2006 gastieren sie auch sporadisch in London.[11]
Zum üblichen Konzertprogramm kommen jedes Jahr verschiedene Großveranstaltungen hinzu. Dazu zählen sowohl Open-Air-Auftritte als auch besonders umfangreiche Konzerte wie die Totalnacht[12] und Spezialnacht.[13] Mit ihrem jährlichen Konzert im Kölner Tanzbrunnen brachen sie 2001 einen Weltrekord: Es war mit 12.500 Besuchern das bestbesuchte Vokalkonzert einer einzelnen Gruppe.[14] Die Wise Guys treten regelmäßig beim Deutschen Evangelischen Kirchentag auf. Ebenso gaben sie beim XX. Weltjugendtag[15] und beim Ökumenischen Kirchentag 2010[16] ein Konzert. Außerdem traten sie am im Juni 2010 Abschlusskonzert von „!SING – DAY OF SONG“ in der Veltins-Arena in Gelsenkirchen im Rahmen des Projekts RUHR.2010 – Kulturhauptstadt Europas auf.[17]
| Jahr | Titel | Chartpositionen[18] | |
|---|---|---|---|
| DE | AT | ||
| 1994 | Dut-Dut-Duah! | – | – |
| 1996 | Haarige Zeiten | – | – |
| 1997 | Alles im grünen Bereich | – | – |
| 1999 | Skandal | – | – |
| 2000 | Live | 93 | – |
| 2001 | Ganz weit vorne | 49 | – |
| 2003 | Klartext | 10 | – |
| 2004 | Wo der Pfeffer wächst | 13 | – |
| 2006 | Radio | 3 | – |
| 2008 | Frei! | 2 | 67 |
| 2010 | Klassenfahrt | 2 | 48 |
| Chartplatzierungen
Erklärung der Daten | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Singles[19] | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||
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