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Die Wissenschaftliche Buchgesellschaft (WBG; bis März 1955 Wissenschaftliche Buchgemeinschaft) ist ein deutscher Verlag mit Sitz in Darmstadt. Mit rund 140.000 Mitgliedern (Stand 1999) gehört sie zu den größten Buchgemeinschaften im deutschsprachigen Raum.
Inhaltsverzeichnis |
Die WBG wurde 1949 auf Betreiben des zuvor nationalsozialistischen Historikers Ernst Anrich von deutschen Wissenschaftlern als Verein gegründet, um dem Mangel an wissenschaftlicher Literatur abzuhelfen und anderen wegen ihrer Verstrickung in das NS-Regime aus den Universitäten entfernten Wissenschaftlern ein Betätigungsfeld zu geben. Sie sollte nicht nur neue Publikationen verlegen, sondern auch Nachdrucke von Standardwerken, die in der Nachkriegszeit nur schwer erhältlich waren. Zu den Gründungsmitgliedern gehörte unter anderem der Philosoph Wilhelm Weischedel.
Heute verlegt die WBG Werke aus rund 20 wissenschaftlichen Fachgebieten, die im Direktversand an die Mitglieder der WBG und zum kleineren Teil über den Buchhandel vertrieben werden. Etwa ein Drittel des Verlagsprogramms besteht aus Nachdrucken wissenschaftlicher Werke anderer Verlage.
Im Mai 2006 beantragte die WBG mit Unterstützung des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels eine Einstweilige Verfügung gegen Google Book Search.[1] Die Klage gegen Google Book Search wurde jedoch zurückgezogen, da die zuständigen Richter des Hamburger Landgerichts keine Verletzung des Urheberrechts erkennen konnten.
Tochterverlage der WBG sind:
Seit September 2007 vertreibt die WBG zudem Bücher anderer Verlage als Modernes Antiquariat aus den eigenen Programmgebieten. Im Dezember 2008 übernahm die WBG den Hörbuchverlag auditorium maximum. Das Hörbuchprogramm erscheint seither unter diesem Namen und deckt alle Bereiche des Buchprogramms ab.[2] Unter dem Namen Lambert Schneider Verlag erscheinen als Imprint der WBG seit 2010 zeitdiagnostische Sachbücher, literarische Klassiker und Titel zu Kultur- und Geistesgeschichte, die zum Nachdenken und zur Diskussion anregen sollen.