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| Wysburg | ||
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Teile des Mauerwerks der Hauptburg | ||
| Alternativname(n): | Hohenwaldsburg, Obere Walsburg, Altes Schloss, Hunnenburg | |
| Entstehungszeit: | 1000 bis 1100 | |
| Burgentyp: | Höhenburg | |
| Erhaltungszustand: | Mauerreste | |
| Ständische Stellung: | Adlige | |
| Ort: | Remptendorf-Weisbach | |
| Geographische Lage | 50° 34′ 29,2″ N, 11° 36′ 30,2″ O50.57476511.608384443Koordinaten: 50° 34′ 29,2″ N, 11° 36′ 30,2″ O | |
| Höhe: | 443 m ü. NN | |
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Die Wysburg auch Hohenwaldsburg, Obere Walsburg, Altes Schloss, Hunnenburg genannt, ist eine ehemalige Raubritterburg bei Remptendorf im Saale-Orla-Kreis in Thüringen.
Inhaltsverzeichnis |
Die Ruine befindet sich 1,8 Kilometer nördlich des Ortsteiles Weisbach und 1,2 Kilometer östlich von Neuenbeuthen auf einem nach Norden gerichteten Bergsporn der Schloßkuppe und wurde im 11. Jahrhundert. erbaut. Sie gliedert sich in Vor- und Hauptburg.
Die Höhenburg wurde vermutlich im 11. Jahrhundert erbaut. Rudolf von Habsburg ließ 1289/90 in Thüringen 66 Raubritterburgen zerstören. Er ließ durch Söldner in einer Entfernung von etwa 300 Metern westlich der Burg auf der gegenüberliegenden Neuenbeuthener Höhe eine große Steinschleuder (Blide) aufbauen. Die von dort über das Tal des Umschützbaches geschleuderten Geschosse wurden aus dem etwa 20 Kilometer entfernten Orlatal herbeigeschafft und bestanden aus Zechsteindolomit. Sie wogen bis zu 81 Kilogramm. Die Burg wurde nach der Einnahme geschleift.
Nach dem Zerfall der Burg diente das Areal den Bewohnern der umliegenden Dörfer als Steinbruch, wodurch die Ruine einen Großteil ihrer Substanz verlor: oberirdisch war kaum noch Mauerwerk sichtbar.
Im ersten Drittel des 20. Jahrhunderts erfolgten verschiedene Vermessungsarbeiten und kleinflächige Ausgrabungen. 1985 erfolgten vom damaligen Museum für Ur- und Frühgeschichte Thüringens unter der Leitung von Hubert Roßbach (jetziger Kreisbodendenkmalpfleger) erste, wissenschaftlich fundierte Grabungen. Die Mauern wurden schrittweise bis zu einiger gewissen Höhe wieder aufgemauert und dabei die ursprüngliche Höhe durch rote Ziegelsteine gekennzeichnet. Freigelegt wurden bisher die Wirtschaftsgebäude der Vorburg mit Backofen, Außenmauern, Bergfried, Palas, Wohnturm, Wall-Graben-System, Toranlage und Zisternensystem. Das Felsbassin fasst etwa 350.000 Liter Wasser und hat einen Durchmesser von 7,50 Metern bei einer Tiefe von 8 Metern.
In Weisbach wurde 1989 eine ständige Ausstellung im Wysburg-Haus eröffnet. Es werden die bei den archäologischen Ausgrabungen geborgenen Funde gezeigt (Keramikgefäße und eiserne Gebrauchsgegenstände). Das ursprüngliche Aussehen der Burg wird anhand von Karten und Modellen erläutert.