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| Kristallstruktur | |||||||||||||||||||||||
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| Allgemeines | |||||||||||||||||||||||
| Name | Xenondifluorid | ||||||||||||||||||||||
| Andere Namen |
Xenon(II)-fluorid | ||||||||||||||||||||||
| VerhÀltnisformel | XeF2 | ||||||||||||||||||||||
| CAS-Nummer | 13709-36-9 | ||||||||||||||||||||||
| PubChem | 83674 | ||||||||||||||||||||||
| Kurzbeschreibung |
farblose Kristalle[1] | ||||||||||||||||||||||
| Eigenschaften | |||||||||||||||||||||||
| Molare Masse | 169,29 g·molâ1 | ||||||||||||||||||||||
| Aggregatzustand |
fest | ||||||||||||||||||||||
| Dichte |
4,32 g·cmâ3[2] | ||||||||||||||||||||||
| Schmelzpunkt | |||||||||||||||||||||||
| Dampfdruck | |||||||||||||||||||||||
| Löslichkeit |
Hydrolyse in Wasser[1] | ||||||||||||||||||||||
| Sicherheitshinweise | |||||||||||||||||||||||
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| MAK |
Fluoride 2,5 mg·mâ3 einatembarer Staubanteil (als Fluoride gerechnet)[2] | ||||||||||||||||||||||
| Soweit möglich und gebrÀuchlich, werden SI-Einheiten verwendet. Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen. | |||||||||||||||||||||||
Xenon(di)fluorid (XeF2) ist eine farblose, kristalline Edelgasverbindung. Sie wurde 1962 als dritte Verbindung eines Edelgases nach Xenonhexafluoroplatinat (XePtF6)[4] und Xenontetrafluorid[5] erstmals durch Rudolf Hoppe synthetisiert[6]. Unter speziellen Bedingungen reagiert Xenon mit Fluor zu dieser Substanz. Beim raschen Erhitzen an der Luft zerfĂ€llt Xenondifluorid zu Xenon und Fluor. Trotz der negativen Bildungsenthalpie (<math> \Delta_\mathrm{f}H^o = -163~\mathrm{kJ \cdot mol^{-1}} </math>) verlĂ€uft diese Reaktion explosionsartig, da eine groĂe Volumenzunahme stattfindet. Kristalle von Xenondifluorid haben tetragonale Symmetrie. Das Kristallgitter enthĂ€lt isolierte XeF2-MolekĂŒle; der Xenon-Fluor-Abstand betrĂ€gt 198 pm.[7].
Inhaltsverzeichnis |
Direktsynthese aus Xenon und Fluor in der Gasphase, unter Zuhilfenahme von Katalysatoren wie Fluorwasserstoff oder Nickel(II)-fluorid sowie Bestrahlung mit UV-Licht.
Xenon(II)-fluorid wird als starkes Oxidations- und Fluorierungsmittel in der organischen Synthese verwendet, z.B. fĂŒr die aromatische Fluorierung.[8] Eine Mischung aus Magnesium und Xenon(II)-fluorid verbrennt mit einer 2575 K heiĂen Flamme.[9]
Zuweilen konnten noch weitere Xenonverbindungen (v. a. Chloride, Oxide), aber auch die Kryptonverbindung Kryptondifluorid (KrF2) hergestellt werden. AuĂerdem vermutet man, dass es, parallel zu Xenon, auch verschiedene Radonoxide und -halogenide geben muss. Die meisten Edelgasverbindungen sind im Vergleich zu Xenondifluorid wesentlich instabiler und hĂ€ufig hochexplosiv. Die ReaktivitĂ€t der Edelgase nimmt vermutlich mit steigendem Atomgewicht zu, sodass Radondifluorid theoretisch noch etwas stabiler als XeF2 sein mĂŒsste.