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xkcd

Beispielcomic, in dem Wikipedia und die Vorlage Citation needed („Beleg benötigt“) parodiert werden

xkcd ist ein Webcomic von Randall Munroe. Der Autor überschreibt seine Comics mit „Webcomic über Romantik, Sarkasmus, Mathematik und Sprache“ (englisch: a webcomic of romance, sarcasm, math, and language[1]). xkcd fand in Printmedien wie dem Guardian[2] oder der New York Times[3][4] Erwähnung.

Munroe, ein ehemaliger Mitarbeiter der NASA, arbeitet inzwischen hauptberuflich an dem Webcomic. Geld verdient er durch den Verkauf von T-Shirts und anderen Fanartikeln mit xkcd-Motiven.

Die Themen der Comics sind unterschiedlich. Manche behandeln die Liebe oder das alltägliche Leben, andere (wie etwa mathematische und Insiderwitze) erfordern Spezialwissen. Des Weiteren gibt es auch einige Running Gags, so wie etwa die übertriebene Angst vor Velociraptoren.[5] Neben dem Geek- und Informatiker-Publikum (ähnlich dem von User Friendly und Slashdot) sind die Comics auch an Natur- und Sprachwissenschaftler gerichtet. Aufgrund der inhaltlichen Komplexität und des nötigen Fachwissens sind Internet-Seiten eigens für den Zweck entstanden, XKCD zu erklären.[6]

Der Webcomic steht unter der Lizenz Creative Commons Attribution-NonCommercial 2.5[7][8] Neue Folgen erscheinen montags, mittwochs und freitags sowie gelegentlich zu besonderen Anlässen.

Inhaltsverzeichnis

Geschichte

Randall Munroe

Der Webcomic erschien erstmals im September 2005,[9] als Munroe Skizzen aus seinen Schulnotizbüchern online stellte. Der Name xkcd war dabei nicht als Akronym, sondern als eine bedeutungslose Buchstabenkombination gedacht.[8] In den folgenden zwei Jahren wurde xkcd immer populärer, einige Comics erreichten eine Bekanntheit, die weit über die übliche Besucherzahl hinaus ging.[10]

2009 veröffentlichte er zudem das nullte XKCD Buch "xkcd: volume 0" im gemeinnützigen Breadpig-Verlag. Darin sind viele der bereits im Web veröffentlichten Comics in leicht überarbeiteter Fassung und mit Kommentaren versehen abgedruckt.

Anfang 2012 erreichte xkcd den Meilenstein von 1000 veröffentlichten Webcomics.[11]

Zeichenstil

Xkcd philosophy.png

Der Stil von xkcd ist recht einfach. Die Personen sind als Strichmännchen dargestellt, ihre Umgebung ebenfalls mit Strichen gezeichnet. Nur gelegentlich kommen Farben oder aufwendig gezeichnete Landschaften zum Einsatz.[12]

Wenn man die Maus über den jeweiligen Comic hält, erscheint zudem ein Tooltip, der dem Witz eine zweite Pointe verleiht.

Übersetzungen in andere Sprachen

Comics von xkcd werden auch in andere Sprachen übersetzt. Die vollständigste Übersetzung ist die ins Französische[13]. Ausgewählte Comics sind auch in Russisch[14], Spanisch[15], Deutsch[16], Finnisch[17], Tschechisch[18] und Portugiesisch[19] verfügbar.

Umsetzung in der realen Welt

Mehrfach haben Fans fiktive Vorgänge des Webcomics auf die Realität übertragen. So wurde entsprechend der Szene von xkcd Nr.225 Richard Stallman ein Katana zugesandt und während eines Vortrages von als Ninjas verkleideten Studenten umzingelt.[20][21]

Randall Munroe stellt diese Reaktionen teilweise auf eigenen Seiten zusammen, so wie etwa als aufgrund des Comics „Chess Photo“[22] einige Fans Schachbretter mit auf Achterbahnen schmuggelten und ihm ein Foto davon zusandten.[23] Die Reaktionen auf „Rule 34“,[24] bei denen Personen unter der Dusche Gitarre spielten, wurden unter der dort genannten Domain wetriffs.com gesammelt.[25]

Der Webcomic „Geohashing“ führte zu einem gleichnamigen Projekt, dessen Teilnehmer für einen Tag spezifisch festgelegte, zufällig errechnete Punkte mit Hilfe von GPS-Geräten aufsuchen.[26]

Einzelnachweise

  1. xkcd-Webpräsenz (englisch)
  2. 100 top sites for the year ahead. In: The Guardian, December 18, 2008. Abgerufen am March 25, 2011. 
  3. Noam Cohen: When Pixels Find New Life on Real Paper. In: The New York Times, April 19, 2009. Abgerufen am March 25, 2011. 
  4. Noam Cohen: This Is Funny Only if You Know Unix. In: NYTimes.com, May 26, 2008. Abgerufen am May 30, 2008.  „... Randall Munroe, the 23-year-old creator of xkcd, a hugely popular online comic strip (at least among computer programmers)...“ 
  5. Beispiele: Velociraptors, Substitute, Search History
  6. ExplainXKCD.com, eine Webseite mit comicstripspezifischen Erklärungen (englisch)
  7. Lizenzseite von xkcd (englisch)
  8. a b Artikel des Red Hat Magazins (englisch)
  9. Vortrag bei google
  10. Beispiele: Online Communities sowie Sandwich
  11. http://www.xkcd.com/1000/, abgerufen am 6. Januar 2012.
  12. Beispiel: Bored with the Internet
  13. xkcd en français (Französisch). Abgerufen am 22. November 2011.
  14. ru_xkcd (Russisch). Abgerufen am 22. November 2011.
  15. xkcd-es – Un webcómic sobre romance, sarcasmo, mates y lenguaje (Spanisch). Abgerufen am 22. November 2011.
  16. xkcDE. Abgerufen am 22. November 2011.
  17. xkcd suomeksi. Abgerufen am 22. November 2011.
  18. xkcd česky. Abgerufen am 22. November 2011.
  19. xkcd em português. Abgerufen am 22. November 2011.
  20. a b Open Source (englisch)
  21. Life Imitates xkcd, Part II: Richard Stallman. Abgerufen am 4. Februar 2008 (englisch).
  22. Chess Photo. Abgerufen am 4. Februar 2008 (englisch).
  23. Seite Chesscoaster bei xkcd.com. Abgerufen am 4. Februar 2008 (englisch).
  24. Rule 34. Abgerufen am 4. Februar 2008.
  25. wetriffs.com. Abgerufen am 4. Februar 2008 (englisch).
  26. Comic #426 (englisch) und Geohashing-Wiki (englisch)
  27. Blagofaire (englisch)

Weblinks

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